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Der Baum als Symbol in Bertolt Brechts Exilgedichten

Titel: Der Baum als Symbol in Bertolt Brechts Exilgedichten

Seminararbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Doktor Nona Mamiseishvili (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat die Untersuchung der Frage zum Ziel, welche Rolle der Baum als Symbol in der Exillyrik Bertolt Brechts spielt. Dazu werden die Gedichte analysiert, die Brecht zwischen 1934 und 1939 im Exil geschrieben hat.
Zunächst wird definiert, was unter Exilliteratur bzw. Exillyrik im deutschen Kontext zu verstehen ist. Danach wird versucht, die Vorgeschichte, sozialgeschichtliche Ansätze und textinterne Elemente unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Bezüge zu erarbeiten. Als Nächstes erfolgt eine ausführliche Analyse derjenigen Exilgedichte Brechts, die für die Problematik und zentrale Fragestellung dieser Arbeit relevant erscheinen. Als zentrale Themen sind Gespräche über Bäume, die knorrigen und verkrüppelten Bäume im Exilland sowie Bäume in Alltagssituationen des Exils hervorgehoben.
Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ziel der Arbeit

1.2. Deutsche Exillyrik (1933-1945)

1.3. Der Lyriker Brecht im Exil

2. Hauptteil

2.1. Brechts „Gespräche Über Bäume“

2.1.1. Die knorrigen und verkrüppelten Bäume im Exilland

2.1.2. Bäume in der Alltagssituation des Exils

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche symbolische Rolle der Baum in Bertolt Brechts Exillyrik zwischen 1934 und 1939 spielt und wie der Autor durch Naturbilder sein persönliches Befinden sowie die politisch-gesellschaftliche Situation des Exils reflektiert.

  • Symbolik des Baumes in Brechts Exilgedichten
  • Politisierung und Metaphorisierung der Naturlyrik
  • Antithetik zwischen Naturschönheit und politischen Krisen
  • Reflektion von Exil, Entwurzelung und künstlerischer Unproduktivität

Auszug aus dem Buch

2.1. Brechts „Gespräche über Bäume“

Das Bild „Baum“ ist ein vielseitig angewandtes Symbol in der Mythologie, in den Märchen und in der Literatur. Baumbilder als Symbole werden oft für verschiedene Themen und Motive gebraucht: idyllische Einsamkeit, Fruchtbarkeit, melancholiche Stimmungen oder Schönheit. Auch in der frühen Lyrik Brechts stellt das Modell des Baums in verschiedenen Variationen schon ein zentrales Leitsymbol dar. Der Unterschied besteht darin, dass die Baumbilder und grundsätzlich die Natur in der späteren Lyrik während des Exils gewisser Wandlung unterzogen werden. Wie oben erwähnt, ist für die Exillyrik von Brecht die Beschreibung deformierter und verkrüppelter Baumbilder charakteristisch, wodurch der Autor die gesamte politische Atmosphäre des Landes und seine persönlichen Stimmungen besser zum Ausdruck bringt.

Die Bilder von Bäumen und von den Gärten deuten also auf den persönlichen Zustand des Dichters, auf die Lage der Heimatstadt oder des Exillandes: Es sind der Lech und die Kastanienbäume in der Hauspostille. In den Svendborger Gedichten sind es die Obstbäume im Garten und der „Sund“, der Kirschbaum oder der Pflaumenbaum von Augsburg. Die Schilderung der Natur und die häufige Anwendung von Baumbildern dienen nicht nur als künstlerisches Mittel, das dem Leser ermöglicht, in die Tiefen von Brechts Herzen hinein zu schauen und seinen Schmerz und seine Sehnsucht nach Zuhause zu spüren, sondern tragen gewisse politische Intention.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Begriff der deutschen Exillyrik und legt den Fokus auf die Untersuchung der Baumsymbolik als Spiegelbild der persönlichen und politischen Situation Brechts im Exil.

2. Hauptteil: Analysiert anhand ausgewählter Gedichte wie "An die Nachgeborenen", "Schlechte Zeit für Lyrik" und "Frühling 1938", wie deformierte Bäume als Symbole für die Unproduktivität, das Exil und den politischen Protest dienen.

3. Zusammenfassung: Fasst zusammen, dass die Natursymbolik bei Brecht ein zentrales Hilfsmittel zur Artikulation politischer Ablehnung und persönlicher Verbitterung unter der nationalsozialistischen Diktatur ist.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Exillyrik, Baumsymbolik, Naturlyrik, Nationalsozialismus, Svendborger Gedichte, Exil, Entwurzelung, Politisches Gedicht, An die Nachgeborenen, Schlechte Zeit für Lyrik, Literaturwissenschaft, Naturerscheinung, Metaphorik, Antifaschismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung des Symbols "Baum" in der Lyrik von Bertolt Brecht während seiner Exilzeit zwischen 1934 und 1939.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verbindung zwischen Naturlyrik und politischem Engagement, der Darstellung von Exilerfahrungen sowie dem Wandel von Naturbildern in Zeiten der Krise.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle der Baum als Symbol spielt und inwiefern Brecht damit seine persönlichen Empfindungen und die politische Realität seiner Zeit reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, bei der Gedichte textintern analysiert und unter Berücksichtigung sozialgeschichtlicher Zusammenhänge interpretiert werden.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der "Gespräche über Bäume", das Motiv verkrüppelter Bäume als Ausdruck künstlerischer Einschränkung und die Rolle von Bäumen im Alltag des Exils.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Brechts Exillyrik, Baumsymbolik, Metaphorik, politische Lyrik und Antifaschismus.

Wie steht das Gedicht "Schlechte Zeit für Lyrik" im Zusammenhang mit der Baumsymbolik?

Das Gedicht dient als zentrales Beispiel, in dem der "verkrüppelte Baum" die Unmöglichkeit der traditionellen, schönen Naturlyrik unter politischen Druck verdeutlicht.

Warum verwendet Brecht häufig Bilder von "verkrüppelten" statt "schönen" Bäumen?

Die deformierten Naturbilder spiegeln den Zustand des Exildichters wider, dessen Schaffen durch das Exil und die politische Situation begrenzt und "deformiert" ist.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Baum als Symbol in Bertolt Brechts Exilgedichten
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,2
Autor
Doktor Nona Mamiseishvili (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V155920
ISBN (eBook)
9783640698196
ISBN (Buch)
9783656665793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semesterarbeit 2009
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Doktor Nona Mamiseishvili (Autor:in), 2009, Der Baum als Symbol in Bertolt Brechts Exilgedichten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155920
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Leseprobe aus  16  Seiten
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