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Die Funktion des Weblogs im Internetwahlkampf

Am Beispiel der Bundestagswahl 2005

Title: Die Funktion des Weblogs im Internetwahlkampf

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Johannes Wander (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Spätestens seit der Bundestagswahl 2002 gehört das Internet auch in Deutschland zu den etablierten Medienelementen eines erfolgreichen Wahlkampfes. Im Rahmen des Onlinewahlkampfes nehmen Weblogs eine besondere Position ein. Als Element einer Onlinekampagne auf Bundesebene finden sie erstmals zur Bundestagswahl 2005 Anwendung und sind ein Import der US‐amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2004. Hier erregte der demokratische Kandidat Howard Dean als erster Politiker mit eigenem Blog schon im Vorwahlkampf aufsehen, indem er mittels seines Weblogs eine Summe von über 7,5 Millionen Dollar sammelte und ein beachtliches Unterstützernetzwerk aufbaute. In Deutschland wurden auf Landesebene bereits vor der Bundestagswahl 2005 erfolgreiche Versuche mit Weblogs zur Bürgerschaftswahl in Hamburg 2004 und den Landtagswahlen in Nordrhein‐Westfalen 2005 durchgeführt.
Der Begriff selbst ist eine Zusammensetzung der Wörter „Web“ und „Logbuch“ zu Weblog, kurz: Blog.
Die vorliegende Hausarbeit wirft einen Blick auf den Onlinewahlkampf im Ganzen und beschäftigt sich im Speziellen mit der Rolle und Funktion von Weblogs im Rahmen des eCampainings. Was sind Weblogs? Warum sind sie relevant für den Wahlkampf und was können sie leisten? Es sollen die Möglichkeiten und Potentiale der neuen Kommunikationsform beleuchtet und im Ergebnis der konkreten Anwendung und Resonanz zu Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005 gegenübergestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Internetwahlkampf

2.1 Elemente des Onlinewahlkampfes

3. Die Rolle von Weblogs im Internetwahlkampf

3.1 Der Weblog und seine möglichen Einsatzbereiche

3.2 Funktion von Weblogs in der politischen Kommunikation

3.3 Relevanz

4. Weblogs in der Bundestagswahl 2005

4.1 Themen & Inhalte

4.2 Resonanz

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle und Funktion von Weblogs innerhalb von Online-Wahlkampagnen am Beispiel der Bundestagswahl 2005. Dabei wird analysiert, inwiefern Weblogs als Instrument zur Mobilisierung, Informationsvermittlung und Interaktion mit Wählern effektiv genutzt wurden und welche Potenziale dieser neuen Kommunikationsform ungenutzt blieben.

  • Grundlagen des modernen Internetwahlkampfs und seiner Elemente
  • Funktionsweise und Potenziale von Weblogs in der politischen Kommunikation
  • Thematische Schwerpunkte der Parteien-Weblogs im Jahr 2005
  • Analyse der Resonanz und Nutzung von Weblogs durch die Wählerschaft
  • Kritische Bewertung der strategischen Einbindung von Weblogs in Wahlkämpfen

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Weblog und seine möglichen Einsatzbereiche

Bei Weblogs handelt es sich nach Albrecht & Hartig-Perschke um „Websites, auf denen (...) Beiträge in umgekehrter chronologischer Reihenfolge veröffentlicht werden (...)“ und deren „Programmierung und Gestaltung durch die Nutzung einer Weblog-Plattform oder entsprechende Software automatisiert [wird]“. In ihrer ursprünglichen Form wurden sie als virtuelles Tagebuch bzw. Plattform für aktuelle Mitteilungen verwendet. Ein besonderes Merkmal dieser Kommunikationsform ist die Interaktion mit den Besuchern der Website. Mithilfe von Kommentaren können sie das Gelesene hinterfragen und diskutieren. Weiterhin beschreiben Picot & Fischer: „Der Autor ist dabei entweder eine einzelne Person oder eine Gruppe.“, wobei Inhalte jeglicher Art publiziert werden. Eine wesentliche Eigenschaft des Weblogs sowie der meisten Elemente des Internetwahlkampfs ist die Abwesenheit eines „Gate-Keepers“, also einer fremden Person oder Institution, die Beiträge vor der Veröffentlichung nach bestimmen Kriterien selektiert, wie es z.B. im Fernsehen oder bei Zeitungen der Fall ist. Der Autor bestimmt selbst, was wichtig ist und worüber er zu schreiben gedenkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Internets für Wahlkämpfe und die spezifische Relevanz von Weblogs seit den US-Präsidentschaftswahlen 2004 für den deutschen Kontext.

2. Internetwahlkampf: Erläuterung des Trends zum E-Campaigning und der verschiedenen Bausteine einer Online-Wahlkampagne, die stringent mit Offline-Aktivitäten verzahnt sein sollten.

3. Die Rolle von Weblogs im Internetwahlkampf: Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Weblogs, ihrer spezifischen Funktionen in der politischen Kommunikation sowie der kritischen Diskussion um ihre gesellschaftliche Relevanz.

4. Weblogs in der Bundestagswahl 2005: Untersuchung der konkreten thematischen Ausrichtung der Parteien-Blogs und der tatsächlichen Resonanz beim Nutzer sowie der Wahrnehmung durch die Medien.

5. Fazit: Kritische Schlussfolgerung, dass das Potenzial der Weblogs im Jahr 2005 durch eine mangelhafte strategische Einbindung und das Fehlen echter Interaktion weitgehend ungenutzt blieb.

Schlüsselwörter

Weblog, Internetwahlkampf, Bundestagswahl 2005, E-Campaigning, politische Kommunikation, Online-Kampagne, Mobilisierung, Interaktivität, Rückkanalfunktion, Agenda-Setting, Gate-Keeper, Parteikommunikation, Strategie, Wählerdialog, Bürgerbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und den praktischen Einsatz von Weblogs im Rahmen des deutschen Online-Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2005.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Definition des Weblogs, seine Einbettung in die Gesamtstrategie von Wahlkämpfen, die inhaltliche Ausgestaltung durch Parteien sowie die Resonanz bei den Wählern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Weblogs als neue Kommunikationsform genutzt wurden und warum ihr Potenzial für eine echte, interaktive politische Kommunikation zur Bundestagswahl 2005 nur eingeschränkt ausgeschöpft wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen des E-Campaignings mit empirischen Beobachtungen und Studien zur Bundestagswahl 2005 verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Internetwahlkampfs, eine spezifische Betrachtung der Weblog-Eigenschaften und eine empirische Auswertung von Inhalten und Resonanz während der Bundestagswahl 2005.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie E-Campaigning, politische Partizipation, Interaktivität, Mobilisierung und den strategischen Einsatz neuer Medien im politischen Wettbewerb.

Warum wird im Fazit von einem "pseudo-persönlichen" Umfeld gesprochen?

Der Autor kritisiert, dass viele Politiker-Blogs 2005 lediglich bestehende Pressemitteilungen veröffentlichten, anstatt einen authentischen Dialog zu führen oder soziale Netzwerke aufzubauen.

Welche Rolle spielte die Kommentarfunktion bei der Resonanzanalyse?

Die Analyse ergab, dass die Interaktion gering war: Weniger als zwei Prozent der Leser nutzten die Kommentarfunktion, wobei ein Großteil der Kommentatoren selbst Blogbetreiber waren.

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Details

Title
Die Funktion des Weblogs im Internetwahlkampf
Subtitle
Am Beispiel der Bundestagswahl 2005
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Wahlkampf in Theorie und Praxis
Grade
1,3
Author
Johannes Wander (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V156018
ISBN (eBook)
9783640689071
ISBN (Book)
9783640689255
Language
German
Tags
Blog Weblog Bundestagswahl 2005 Funktion Wahlkampf Blogs im Wahlkampf Internetwahlkampf Onlinewahlkampf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Wander (Author), 2009, Die Funktion des Weblogs im Internetwahlkampf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156018
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