Das Thema “Pränatale Diagnostik” habe ich gewählt, um einen Überblick über die
verschiedenen Untersuchungsmethoden und die Geschichte zu geben. Des Weiteren möchte ich
die Notwendigkeit der Beratung vor, während und nach einer pränatalen Diagnostik aufzeigen
und dabei auf die Ängste der werdenden Mütter und Väter eingehen.
Werdende Eltern wünschen sich immer ein gesundes Kind und gerade in der heutigen Zeit, in
der Leistung zählt, haben Menschen genaue Vorstellungen darüber, wie ein Mensch zu sein hat
und wie nicht. Durch die neuen medizinischen Fortschritte in der vorgeburtlichen Untersuchung
ist das Testen des Gesundheitszustandes auf unterschiedliche Krankheiten möglich.
Laut Gesetz besteht jedoch keine Pflicht zur Beratung, und so stehen viele Eltern allein vor der
Entscheidung, eine pränatale Untersuchung durchführen zu lassen.
In dieser Arbeit möchte ich die Frage recherchieren, worin der Beweggrund fürdie
Durchführung der pränatalen Diagnostik liegt, wozu sie da ist und wem sie nützt.
Dabei fange ich an zu untersuchen, was die pränatale Diagnostik ist. Ich versuche, die
vorgeburtliche Untersuchung zu definieren, wie die Untersuchungsmethoden entstanden sind.
Durch die pränatale Diagnostik soll Hilfe geleistet werden, Krankheiten zu erkennen. Dies
geschieht frühzeitig noch vor der Geburt. Mit den Untersuchungsmethoden werden
unterschiedliche Ziele verfolgt. Diese können sehr persönlich oder allgemein sein. Den Zielen
der pränatalen Diagnostik wende ich mich im Punkt zwei zu.
Die pränatale Diagnostik ist in Deutschland durch das Gesetz festgelegt, auf die rechtlichen
Aspekte der pränatalen Diagnostik werde ich im Punkt 3 eingehen.
Im Laufe der Zeit haben sich unterschiedliche Untersuchungsmethoden entwickelt. Mit den
einzelnen Methoden, und wann diese angewendet werden, beschäftige ich mich im Punkt 4
meiner Hausarbeit.
Wie ich bereits erwähnte, kann die psychosoziale Beratung im Kontext der pränatalen
Diagnostik eine hilfreiche Unterstützung in der Entscheidung sein. Diesem Punkt und den
einzelnen Beratungsinhalten vor, während und nach der pränatalen Diagnostik wende ich mich
im Punkt 5 zu.
Die pränatale Diagnostik wirft keine ethischen Fragen auf, allerdings die Entscheidung nach
einer Untersuchung kann eine Auseinandersetzung hervorrufen. In Punkt 6 versuche ich zweiSeiten zu hinterleuchten. Zum einen die Seite derjenigen, welche die pränatalen Diagnostik
befürworten und auf der anderen Seite diejenigen, welche sie kritisieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Pränatale Diagnostik
2. Rechtliche Aspekte der pränatalen Diagnostik
3. Methoden der pränatalen Diagnostik
3.1 Nicht- Invasiv Untersuchungsmethoden
3.2 Invasiv Untersuchungsmethoden
4. Psychosoziale Beratungsinhalte im Kontext der pränatalen Diagnostik
4.1 Beratung vor der pränatalen Diagnostik
4.2 Beratung während der pränatalen Diagnostik
4.3 Beratung nach der pränatalen Diagnostik
5. Ethische Auseinandersetzung zur pränatalen Diagnostik
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Praxis der pränatalen Diagnostik sowie die Notwendigkeit einer psychosozialen Begleitung für werdende Eltern vor, während und nach medizinischen Untersuchungen. Ziel ist es, die Beweggründe für pränatale Diagnostik zu hinterfragen und die ethischen sowie rechtlichen Spannungsfelder zu beleuchten, die durch die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Erkennung von Krankheiten oder Behinderungen entstehen.
- Historische Entwicklung und Definition der pränatalen Diagnostik
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Indikationen für Schwangerschaftsabbrüche
- Unterscheidung zwischen invasiven und nicht-invasiven Untersuchungsmethoden
- Psychosoziale Beratung als notwendige Unterstützung in Entscheidungsprozessen
- Ethische Reflexion über Lebensqualität und Leidenszumutbarkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Nicht-invasive Untersuchungsmethoden
Nichtinvasiv bedeutet, dass die Untersuchung außerhalb der Gebärmutter stattfindet. Es kommt zu keinem Einstich in die Gebärmutter.
Zu den nichtinvasiven Methoden zählen die Ultraschalluntersuchungen und die Untersuchungen des Blutes der Mutter. Bei den Ultraschalluntersuchungen wird bei der Schwangeren durch einen Schallkopf der Bauch abgetastet. Durch die Schallwellen werden Echos wiedergegeben, die das Kind zeigen. Dabei können Aufschlüsse über die Größe, die Lage und das Wachstum des Kindes gegeben werden. Des Weiteren kann die Lage des Mutterkuchens und die Menge des Fruchtwassers bestimmt werden. Von der Krankenkasse werden im Laufe der Schwangerschaften drei Ultraschalluntersuchungen bezahlt. Diese finden meist zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche, der 19. und 22. Schwangerschaftswoche und der 29. und 32. Schwangerschaftswoche statt.
Falls während der Ultraschalluntersuchung eine Fehlbildung des Kindes festgestellt wird, führt dies meist zu einer Überweisung der Schwangeren an ein Zentrum mit einem Ultraschallgerät mit besserer Auflistung. Eine Fehlbildung kann dadurch festgestellt werden, dass eine abweichende Menge Fruchtwasser vorhanden ist, dass das Verhältnis zwischen Kopf und Rumpf verändert ist, und die Bewegungen des Kindes nicht entwicklungsgerecht sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Pränatale Diagnostik: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen und die historische Entwicklung der vorgeburtlichen Untersuchung, bei der sowohl die Mutter als auch das Kind als Untersuchungsobjekte im Zentrum stehen.
2. Rechtliche Aspekte der pränatalen Diagnostik: Hier werden die gesetzlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch im Strafgesetzbuch und dem Schwangerschaftskonfliktgesetz dargestellt, insbesondere im Kontext medizinischer Indikationen.
3. Methoden der pränatalen Diagnostik: Das Kapitel differenziert zwischen nicht-invasiven Verfahren wie Ultraschall und Triple-Test sowie invasiven Methoden wie Fruchtwasserpunktierung und Chorionzottenbiopsie.
4. Psychosoziale Beratungsinhalte im Kontext der pränatalen Diagnostik: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung und Inhalte der Beratung vor, während und nach einer Diagnose, um Eltern bei schwierigen Entscheidungen emotional und fachlich zu unterstützen.
5. Ethische Auseinandersetzung zur pränatalen Diagnostik: Das Kapitel diskutiert ethische Problemstellungen, insbesondere die Spannungsfelder zwischen Selektion, Lebensqualität des Kindes und der Verantwortung der Eltern.
Schlüsselwörter
Pränatale Diagnostik, Schwangerschaft, Ultraschall, Fruchtwasserpunktierung, Chorionzottenbiopsie, Psychosoziale Beratung, Medizinische Indikation, Ethik, Behinderung, Down-Syndrom, Triple-Test, Entscheidungskompetenz, Lebensqualität, Selektion, Schwangerschaftsabbruch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die medizinischen Möglichkeiten, die rechtlichen Grundlagen und die notwendige psychosoziale Beratung im Bereich der pränatalen Diagnostik.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder sind die verschiedenen Untersuchungsmethoden (invasiv/nicht-invasiv), die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Schwangerschaftsabbrüche und die psychosoziale Begleitung werdender Eltern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über das Thema zu geben und die Notwendigkeit einer verpflichtenden Beratung aufzuzeigen, um Eltern in ihrer Entscheidungskompetenz zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit medizinischen, rechtlichen und ethischen Fachpublikationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Methoden der Pränataldiagnostik, erläutert die psychosoziale Beratung in den verschiedenen Phasen der Untersuchung und setzt sich kritisch mit der Ethik dieser Diagnostik auseinander.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Pränatale Diagnostik, Beratung, Ethik, Selektion, Behinderung und medizinische Indikation sind zentrale Begriffe der Arbeit.
Warum wird die psychosoziale Beratung als so wichtig erachtet?
Da pränatale Befunde oft Krisen und Ängste auslösen, bietet die Beratung Unterstützung, um die Situation zu verarbeiten und eine informierte, eigenständige Entscheidung zu treffen.
Wie unterscheidet sich die "normale" Medizin von der pränatalen Diagnostik?
Während in der allgemeinen Medizin meist eine Person behandelt wird, umfasst die pränatale Diagnostik immer zwei Personen: die Schwangere und das ungeborene Kind.
Welche Bedenken äußert die Autorin hinsichtlich der Gesetzeslage?
Die Autorin kritisiert, dass bei einer medizinischen Indikation für einen Abbruch keine feste Frist existiert und keine verpflichtende Beratung gesetzlich vorgeschrieben ist.
- Citation du texte
- Antje Treptow (Auteur), 2009, Pränataldiagnostik - Methoden, rechtliche Aspekte, Beratungshilfen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156069