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Rußlands Verhältnis zum Fernen Osten

Title: Rußlands Verhältnis zum Fernen Osten

Seminar Paper , 2001 , 45 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Wolf (Author), Marcus Pein (Author)

Politics - Region: Russia
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit befaßt sich mit der Rußländischen Föderation und ihrem Verhältnis zum Fernen Osten. Eine der zentralen Fragestellungen der Seminararbeit ist, ob die Rußländische Föderation zur Zeit eine Regionalmacht im asiatisch-pazifischen Raum darstellt oder darstellen kann. Hierbei werden vier Themenschwerpunkte herausgestellt und bearbeitet. Zuerst werden die exogenen und endogenen Einflußfaktoren ermittelt, die bei der Gestaltung der Außenpolitik der Russischen Föderation eine Rolle spielen. Bei den exogenen Bedingungen werden die geographische Lage, die Geostrategie, die Nachbarstaaten und die Außenbeziehungen der Russischen Föderation dargestellt. Als wichtige endogene Einflußfaktoren der russischen Außenpolitik werden die Verfassung und das politische System, der außenpolitische Entscheidungsprozess, die Wirtschaft und die Geschichte untersucht. Außerdem wird kurz auf die Kultur, die Ethnien, die Religion u.a. endogene Bedingungen eingegangen. Im zweiten Komplex werden die grundlegenden Interessen und Zielsetzungen der russischen Außenpolitik im asiatisch-pazifischen Raum thesenartig aufgestellt. Im dritten Teil wird die russische Militär- und Sicherheitspolitik dargelegt und erläutert. Hier werden die derzeitigen Probleme der Streitkräfte aufgezeigt und die Rüstungsexporte der Rußländischen Föderation untersucht. Im vierten Themenschwerpunkt werden die Handlungs- und Problemfelder der russischen Außenpolitik im asiatischpazifischen Raum aufgezeigt. Im Mittelpunkt stehen dabei das russische Verhältnis zu Japan und zur Volksrepublik China, sowie die Interessen der Rußländischen Föderation auf der koreanischen Halbinsel. Intensiv wird die Problematik der Kurilen-Frage zwischen der Rußländischen Föderation und Japan untersucht und erläutert. Auch die Grenzprobleme am Amur und Usuri zwischen Rußland und der Volksrepublik China werden aufgezeigt. Für die Erarbeitung des Themas wurde nicht nur eine Literaturrecherche durchgeführt, sondern auch verstärkt das Internet zur Informationsgewinnung genutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einflußfaktoren bei der Gestaltung der russischen Außenpolitik

1.1. Exogene Bedingungen

1.2. Endogene Bedingungen

2. Grundlegende Interessen und Zielsetzungen der russischen Außenpolitik im asiatisch-pazifischen Raum

3. Militär- und Sicherheitspolitik der Russischen Föderation

4. Handlungs- und Problemfelder der russischen Außenpolitik in Nordostasien

4.1. Das Verhältnis zwischen Rußland und der VR China

4.2. Das Verhältnis zwischen Rußland und Japan - Die Kurilenfrage

4.3. Das Verhältnis zwischen Rußland und Südkorea

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Rußländischen Föderation im asiatisch-pazifischen Raum und analysiert, inwieweit das Land gegenwärtig als Regionalmacht agieren kann. Im Fokus stehen dabei die internen und externen Einflüsse auf die Außenpolitik, die sicherheitspolitische Lage sowie die bilateralen Beziehungen zu zentralen Akteuren der Region, insbesondere China, Japan und Südkorea.

  • Analyse der exogenen und endogenen Einflussfaktoren auf die russische Außenpolitik
  • Untersuchung der militärischen Kapazitäten und sicherheitspolitischen Strategien
  • Bewertung des russisch-chinesischen Verhältnisses unter Berücksichtigung militärischer Kooperation
  • Detaillierte Aufarbeitung der Kurilen-Frage im Kontext der Beziehungen zu Japan
  • Interessen der Russischen Föderation auf der koreanischen Halbinsel

Auszug aus dem Buch

3.2. Das russische Militär

Zunächst ist einmal festzuhalten, dass es sehr schwer ist, darüber Informationen zu erhalten, zum einen wegen eines gewissen Geheimhaltungsgrad und zum anderen, weil momentan niemand genau über die tatsächliche Stärke der russischen Armee berichten kann, da keine genauen Angaben darüber existieren. Die Gesamtstärke belief sich 1994 auf 2.100000 Mann, im Jahr 2000 spricht man von 1.200000 Mann und aus anderen Quellen ist zu entnehmen, dass es real nur noch etwa 900000 Mann sind. Das russische Militär gliedert sich in fünf Teilstreitkräfte 1. Ground Force ( Heer ) 2. Navy ( Marine ) 3. Air Force ( Luftwaffe ) 4. Air Defence ( Luftverteidigung ) und 5. Strategic Rocket Force ( Raketentruppe, beinhaltet auch die Nuklearwaffen ). ( Wobei in unterschiedlichen Quellen auch unterschiedliche Gliederungen vorgenommen werden. ) Die russische Armee ist eine Wehrpflicht –Armee. Die Dauer der Wehrpflicht beträgt 18 Monate, allerdings werden zur Zeit nur etwa 7-8 % eines Jahrgangs zur Armee gezogen. Diese Entwicklung hängt eng mit der Entwicklung innerhalb der Streitkräfte zusammen und mit dem neu in die Verfassung Russlands aufgenommen Art.59 Abs.3, der das Recht auf zivilen Ersatzdienst festschreibt. So kann man vor allem bei jungen Leuten aus den Städten beobachten, dass diese von ihrem Recht Gebrauch machen nicht zur Armee zu gehen und die nicht ganz so hoch gebildete Landbevölkerung den größten Anteil der Rekruten ausmacht. Man spielt auch schon seit längerem mit dem Gedanken, die Wehrpflicht abzuschaffen, doch kann man sich in den dafür zuständigen politischen Entscheidungsgremien nicht darüber einig werden; zudem fehlt auch mit ziemlicher Sicherheit der nötige finanzielle Rückhalt. So bleibt die Berufsarmee vorerst in Russland Zukunftsmusik.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der russischen Rolle als Regionalmacht im asiatisch-pazifischen Raum ein und erläutert die methodische Vorgehensweise.

1. Einflußfaktoren bei der Gestaltung der russischen Außenpolitik: Dieses Kapitel identifiziert die exogenen Faktoren wie Geographie und Geostrategie sowie endogene Aspekte wie das politische System, Wirtschaft und Geschichte, die den außenpolitischen Spielraum Russlands definieren.

2. Grundlegende Interessen und Zielsetzungen der russischen Außenpolitik im asiatisch-pazifischen Raum: Hier werden die Kerninteressen Russlands, wie der Erhalt der territorialen Integrität und die Anerkennung als regionale Großmacht, in Thesenform zusammengefasst.

3. Militär- und Sicherheitspolitik der Russischen Föderation: Dieses Kapitel analysiert das militärische Denken Russlands, den Zustand der Streitkräfte sowie die Rolle von Rüstungsexporten als Instrument der Außenpolitik.

4. Handlungs- und Problemfelder der russischen Außenpolitik in Nordostasien: Dieser Teil untersucht konkret die diplomatischen Beziehungen zu China, die schwierige territorialen Verhandlungen mit Japan um die Kurilen sowie das Engagement auf der koreanischen Halbinsel.

Zusammenfassung: Das Fazit resümiert, dass Russland trotz des Großmachtanspruchs aufgrund der internen Schwäche derzeit eine eher nachgeordnete Rolle im asiatisch-pazifischen Raum spielt.

Schlüsselwörter

Russische Föderation, Außenpolitik, asiatisch-pazifischer Raum, Militärpolitik, Rüstungsexporte, Kurilenfrage, Geostrategie, Transformation, regionale Großmacht, russisch-chinesische Beziehungen, Sicherheitspolitik, wirtschaftliche Interessen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Rolle der Russischen Föderation im asiatisch-pazifischen Raum und analysiert den aktuellen Status Russlands als Regionalmacht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Einflussfaktoren der russischen Außenpolitik, der Militär- und Sicherheitspolitik sowie den spezifischen bilateralen Problematiken mit Nachbarstaaten wie China und Japan.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, ob Russland derzeit eine relevante Regionalmacht im asiatisch-pazifischen Raum darstellt oder ob dies aufgrund der innenpolitischen und wirtschaftlichen Schwäche langfristig nicht möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche sowie die Auswertung aktueller Informationen und Daten, die insbesondere über das Internet gewonnen wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der exogenen und endogenen Einflussfaktoren, die Darlegung der russischen Militär- und Sicherheitspolitik sowie eine detaillierte Betrachtung der Beziehungen zu China, Japan und Südkorea.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Russische Föderation, asiatisch-pazifischer Raum, Außenpolitik, Geostrategie, Militärpolitik und regionale Großmacht charakterisieren.

Wie bewerten die Autoren die gegenwärtige russische Militärstärke?

Die Autoren beschreiben den Zustand der russischen Streitkräfte als desolat, geprägt durch Unterfinanzierung, technologischen Niedergang und Probleme bei der Rekrutierung, was die Einsatzfähigkeit stark einschränkt.

Welchen Stellenwert nimmt die Kurilen-Frage ein?

Die Kurilen-Frage wird als ein zentraler Indikator für die diplomatische Stagnation zwischen Russland und Japan gewertet, bei der beide Seiten aufgrund innenpolitischer Zwänge keine Kompromisse eingehen können.

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Details

Title
Rußlands Verhältnis zum Fernen Osten
College
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Internationale Politik und Völkerrecht)
Course
Seminar: Außen- und Sicherheitspolitik ausgewählter Staaten des asiatisch-pazifischen Raumes
Grade
1,7
Authors
Martin Wolf (Author), Marcus Pein (Author)
Publication Year
2001
Pages
45
Catalog Number
V15608
ISBN (eBook)
9783638206709
ISBN (Book)
9783638717274
Language
German
Tags
Rußlands Verhältnis Fernen Osten Seminar Außen- Sicherheitspolitik Staaten Raumes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Wolf (Author), Marcus Pein (Author), 2001, Rußlands Verhältnis zum Fernen Osten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15608
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