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Die USA - Ein Imperium

Sind die USA als Imperium zu bezeichnen?

Titel: Die USA - Ein Imperium

Hausarbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Lau (Autor:in)

Politik - Region: USA
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als der ehemalige US-Präsident George Bush im Januar 1991 für eine Rede zur Lage der Nation vor die Presse trat, proklamierte er eine neue Weltordnung in der Frieden, Freiheit, Sicherheit und Gesetzlichkeit für die ganze Menschheit verwirklicht werden sollten.
Die Hoffnung einer friedlichen Welt ohne kriegerische Auseinandersetzungen großer Mächte schien zum Greifen nahe. Die UN hätte ihrer einstmals zugedachten Rolle als Friedenswahrer in einer multilateralen Welt nachgehen und an der Umsetzung der proklamierten Ziele arbeiten können.
Während kritische Autoren, wie z.B. Jochen Hippler bereits Anfang der 1990er Jahre vorhersagten, dass die USA sich nicht mit der Rolle eines gütigen Hegemons unter Leitung der UN zufrieden geben würden, ist diese Tatsache heute möglicherweise Gewissheit.
Spätestens nach den Terroranschlägen des 11. Septembers, erheben die Vereinigten Staaten zunehmend Anspruch auf eine unilaterale Führungsrolle in der Welt. Dies zeigte sich u.a. 2003, als die USA unter Führung ihres damaligem Präsidenten George W. Bush aus der bisher verfolgten Linie der UN austraten, diese für ineffektiv erklärten und eigenmächtig den Krieg gegen den Irak eröffneten. Dass der Irak trotz mehrmaliger Behauptung der Bushadministration nicht über Massenvernichtungswaffen verfügte, was häufig als Begründung für die Kriegshandlungen herangezogen wurde, gilt heute als bewiesen und diente daher offenbar nur als Vorwand zur Rechtfertigung des Einmarsches in das ölreiche Land. Dennoch schaffte George W. Bush es im Jahre 2004 von der US-amerikanischen Bevölkerung für eine zweite Amtsperiode gewählt zu werden und konnte somit seine Machtpolitik für vier weitere Jahre fortsetzen.
Im Zuge dieser Entwicklungen ist ein Begriff wieder in Mode geraten, für den es nach Ende des britischen Weltreiches und des russisches Zarenreiches keine Verwendung mehr zu geben schien - Der Begriff des Imperiums.
Daher soll es in dieser ARbeit darum gehen, herauszufinden, ob dieser Begriff auf die heutige USA angewendet werden kann. Bevor dies jedoch geschehen kann, muss erst einmal geklärt werden was genau unter einem Imperium zu verstehen und welche Charakteristika es ausmachen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Imperium – Eine Definition

3. Die USA – Ein Imperium?

3.1. Die amerikanische Wirtschaft

3.2. Das amerikanische Militär

3.3. Die amerikanische Politik

3.4. Die amerikanische Kultur

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, ob die Vereinigten Staaten von Amerika auf Basis theoretischer Definitionen von Imperien (insbesondere nach Herfried Münkler) als ein solches klassifiziert werden können, wobei die Machtebenen Wirtschaft, Militär, Politik und Kultur analysiert werden.

  • Definition und Charakteristika eines Imperiums
  • Analyse der US-amerikanischen Wirtschaftsmacht und Abhängigkeiten
  • Untersuchung der militärischen Überlegenheit und Interventionsstrategien
  • Bewertung der unilateralen Außenpolitik gegenüber internationalen Institutionen
  • Einfluss und Verbreitung der US-amerikanischen Kultur als Machtstütze

Auszug aus dem Buch

3.2. Das amerikanische Militär

„Der Präsident hat nicht die Absicht, irgendeiner ausländischen Macht zu erlauben, den riesigen Vorsprung aufzuholen, den die USA seit dem Zerfall der Sowjetunion vor einem Jahrzehnt gewonnen haben ... Unsere Streitkräfte werden stark genug sein, um potentielle Widersacher von dem Versuch abzuhalten, eine militärische Aufrüstung in Gang zu setzen, in der Hoffnung, die Macht der Vereinigten Staaten übertreffen oder einholen zu können.“

Diese Aussage lässt darauf schließen, dass die USA keine ähnlich starke Militärmacht auf der Welt neben sich dulden und daher bereit sind, die erforderlichen Mittel zu ergreifen, um ein Erstarken potentieller hochentwickelter Industrieländer zu unterbinden, wenn sie die Führungsrolle der Vereinigten Staaten in Frage stellten.

Des Weiteren wird mit der Doktrin, die vorrangig an Russland und China gerichtet zu sein scheint, der imperiale Führungsanspruch der USA auf militärischer Ebene zur Sprache gebracht. Belegt wird dieser Anspruch, wenn ein Blick auf die weltweiten Militärausgaben geworfen wird. Hier zeigt sich die Unangefochtenheit der USA besonders, da sie fast die Hälfte der globalen Rüstungsinvestitionen tätigen. Nach reinen Zahlen hat zwar China mit 2,2 Millionen Soldaten die größte Armee. Direkt dahinter stehen die USA mit 1,45 Millionen Soldaten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung nach dem Kalten Krieg und den Wandel der USA hin zu einem verstärkten unilateralen Anspruch, insbesondere nach dem 11. September 2001.

2. Das Imperium – Eine Definition: In diesem Kapitel wird der Begriff des Imperiums theoretisch fundiert, von Flächenstaaten und Hegemonialmächten abgegrenzt sowie durch zentrale Merkmale wie Mehrproduktabschöpfung und Machtdurchdringung definiert.

3. Die USA – Ein Imperium?: Dieses Hauptkapitel prüft anhand der vier Machtebenen (Wirtschaft, Militär, Politik, Kultur), ob die USA die definierten Kriterien für ein Imperium erfüllen.

3.1. Die amerikanische Wirtschaft: Die Analyse der Wirtschaft zeigt, dass die USA zwar führend sind, aber aufgrund globaler Verflechtungen und Schuldenlast kein klassisches imperiales Wirtschaftsmodell etablieren können.

3.2. Das amerikanische Militär: Das Militär stellt die stärkste Machtstütze dar, wobei die USA ihre enorme Überlegenheit primär zur Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen und nicht zur territorialen Ausdehnung nutzen.

3.3. Die amerikanische Politik: Die Untersuchung der Außenpolitik belegt unilaterale Tendenzen, zeigt jedoch auch die Abhängigkeit der USA von internationalen Kooperationen auf.

3.4. Die amerikanische Kultur: Die weitreichende globale Verbreitung der US-Kultur dient als stabilisierender Faktor und wichtige Stütze der amerikanischen Machtposition.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die USA zwar militärische und kulturelle imperiale Merkmale aufweisen, die politische und wirtschaftliche Lage jedoch gegen eine Einordnung als klassisches Imperium spricht.

Schlüsselwörter

USA, Imperium, Hegemonie, Herfried Münkler, Wirtschaftsmacht, Militärstrategie, unilaterale Außenpolitik, Globalisierung, Mehrproduktabschöpfung, kulturelle Macht, internationale Sicherheit, War on Terror, unipolare Weltordnung, Machtdurchdringung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Anwendbarkeit des Begriffs „Imperium“ auf die heutige Machtstellung der Vereinigten Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die vier Ebenen der Macht: Wirtschaft, Militär, Politik und Kultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird der Frage nachgegangen, ob die USA nach den Kriterien von Herfried Münkler als ein klassisches Imperium bezeichnet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet einen Merkmalskatalog nach Herfried Münkler, um die US-Politik und Machtstrukturen systematisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, inwieweit die USA in den Bereichen Wirtschaft, Militär, Politik und Kultur imperiale Handlungslogiken aufweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Imperium, Hegemonie, Machtdurchdringung, unilaterale Außenpolitik und wirtschaftliche Globalisierung.

Warum wird die wirtschaftliche Dominanz der USA in der Arbeit relativiert?

Aufgrund der Globalisierung, der Entstehung großer Binnenmärkte wie der EU und der hohen Staatsverschuldung der USA wird deren wirtschaftlicher Einfluss als nicht ausreichend für ein klassisches Imperium eingestuft.

Welche Rolle spielt die US-Kultur im Kontext der imperialen Analyse?

Die kulturelle Durchdringung wird als eine wichtige Stütze der US-Macht identifiziert, deren Verbreitung zur Akzeptanz der US-Politik beiträgt.

Wie bewertet die Arbeit die militärische Rolle der USA?

Das Militär wird als der Bereich mit der klarsten Überlegenheit eingestuft, wobei die USA dieses jedoch eher zur Absicherung ihrer Sicherheit als zur territorialen Eroberung einsetzen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die USA - Ein Imperium
Untertitel
Sind die USA als Imperium zu bezeichnen?
Hochschule
Universität Rostock
Veranstaltung
Imperien und Weltreiche
Note
1,3
Autor
Martin Lau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V156081
ISBN (eBook)
9783640685264
ISBN (Buch)
9783640685554
Sprache
Deutsch
Schlagworte
USA Amerika Imperium Weltreich amerikanische Wirtschaft amerikanisches Militär amerikanische Kultur amerikanische Politik amerikanische Außenpolitik Weltherrschaft Nato UN Herfried Münkler Michael Mann Ebenen der Macht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Lau (Autor:in), 2010, Die USA - Ein Imperium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156081
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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