Virtuelle Universitäten - Erscheinungsformen und Angebote


Diplomarbeit, 2000
148 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedarf an virtueller Hochschullehre

3. Begriff und Konzept einer Virtuellen Universität
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Funktionen einer Hochschule und deren Umsetzungsmöglichkeiten
3.2.1 Bereich Lehre
3.2.2 Information, Studentenservice und Verwaltung
3.2.3 Integration von Wissensbeständen
3.2.4 Bereich Forschung
3.3 Vorteile und Nachteile Virtueller Universitäten
3.3.1 Vorteile
3.3.2 Nachteile

4. Analyse der Konzepte ausgewählter Virtueller Universitäten
4.1 Die Rolle der Virtuellen Universitäten auf dem Bildungsmarkt
4.2 Modelle Virtueller Universitäten
4.3 Betrachtung einzelner Projekte
4.3.1 Proj ektauswahl
4.3.2 Beschreibungsrahmen
4.3.3 Athabasca University
4.3.4 The Open University UK (UKOU)
4.3.5 Virtuelle Universität an der FernUniversität Hagen
4.3.6 UNext.com
4.3.7 University of Phoenix Online
4.3.8 The Wharton School of The University of Pennsylvania
4.3.9 Stanford University
4.3.10 VIRTUS - virtuelle Universitätssysteme Köln
4.3.11 Virtuelle Hochschule Bayern (VHB)
4.3.12 Western Governors University (WGU)
4.3.13 Motorola University

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Dienstleistungen und ihre drei Dimensionen der Objektgebundenheit

Abbildung 2: Gesamtmodell „Universität“ (Geschäftsprozessmodell in der SOM- Methodik)

Abbildung 3: Aufbau der Studienangebote

Abbildung 4: Beispiele für Kommunikationsmöglichkeiten räumlich verteilter Personen

Abbildung 5: Beispiele von Groupware für kooperatives Arbeiten verteilter Personen

Abbildung 6: Beispiele für Studienprogramme mit integrierten Präsenzphasen

Abbildung 7: Ablösung oder Neuaufbau einer Virtuellen Universität

Abbildung 8: Szenario der Ergänzung einer traditionellen Hochschule durch eine Virtuelle Universität

Abbildung 9: Aufbau einer Virtuelle Universität als Konsortium traditioneller Universitäten

Abbildung 10: Virtuelle Universität als Broker von Bildungsprogrammen

Abbildung 11: Homepage Athabasca University

Abbildung 12: Ausschnitte aus Discovering Geology CD-ROMs der Open University

Abbildung 13: Ausschnitt aus Microsoft Outlook Express eines Kursteilnehmers, Phoenix Online

Abbildung 14: Main Toolbar des Intranet Spike der Wharton School

Abbildung 15: Kursübersicht der Pilotphase der Virtuellen Hochschule Bayern

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Learning occurs in the mind, independent of time and place.”

Plato

1. Einleitung

Virtuelle Universität, virtueller Campus, Teleteaching, Web University, Lernen im Internet, computerunterstütztes Lernen oder Distance Learning on the Net sind Schlagwörter, die in jüngster Zeit sehr häufig genannt und diskutiert werden und den Trend zu computerunterstützter, orts- und zeitunabhängiger Aus- und Weiterbildung beschreiben. Ausbilder und Politiker entwickeln eine Vision eines neuen Ansatzes der Hochschulausbildung. Durch Ausnutzung neuer Einsatzmöglichkeiten der Informations­und Kommunikationstechnologie sollen reichhaltigere Lernumgebungen entstehen, die über das Internet zugänglich sind. Ebenso ergeben sich neue Perspektiven der multikulturellen, multiinstitutionalen und multinationalen Zusammenarbeit.

Der Auftritt einer Hochschule im Internet ist heutzutage fast selbstverständlich, wobei das Informationsangebot sehr differiert. Immer mehr Universitäten bieten Seminare, Vorlesungen oder ganze Studiengänge über das Internet an, die Bandbreite reicht von der elektronischen Bereitstellung von Skripten bis hin zur Herausbildung nur virtuell existierender Universitäten. Die Delphi Studie 1998 zur globalen Entwicklung von Wissenschaft und Technik ergab, dass die befragten Experten davon ausgehen, dass virtuelle Weltuniversitäten ungefähr ab den Jahren 2010-2019 weit verbreitet sein werden.[1]

Fernstudienangebote sind allerdings nicht neu. Die Universität von Wisconsin, eine der ältesten und größten Anbieter von Fernstudienprogrammen, bot ihren ersten Kurs mittels Pferdepost im Jahre 1891 an.[2]Traditionelles Fernstudium bietet ein zeitlich und räumlich flexibles Studium, hat aber viele Nachteile. Die Studierenden lernen isoliert, Kommunikation und Kooperation mit den Lehrenden und vor allem mit den anderen Studierenden finden nur begrenzt statt.

Die Virtuelle Universität bietet elektronisches Lernen, die Studierenden können per Computer von zu Hause, dem Arbeitsplatz oder einem öffentlichen Computerzugang aus lernen. Das führt zu einer Erhöhung der Wahlmöglichkeit der Studierenden, da es ihnen die Freiheit gibt zu entscheiden, wann, wo, wie viel und wie lange sie lernen, ob sich auf dem Hochschulgelände aufhalten oder irgendwo anders. Geographische, soziale und politische Grenzen verlieren ihre Bedeutung.

Durch den systematischen Einsatz neuer Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie, insbesondere des Internets, wird erstmals eine Universität vorstellbar, die ein zeitlich und räumlich unabhängiges Studium und gleichzeitig eine intensive Betreuung und soziale Anbindung ermöglicht. Insbesondere im kommunikativen Bereich liegt die größte Innovation und Stärke des Online-Lernens.

Viele Studierende, darunter vorrangig Berufstätige, bevorzugen die Online-Ausbildung, da sie ihnen die Möglichkeit gibt, das Studium mit anderen Lebens- oder Karrierewegen, Familien- und Freizeitaktivitäten zu verbinden. Momentan sind fünf Millionen Berufstätige als Teilzeitstudierende an amerikanischen Colleges und Universitäten eingeschrieben.[3]

In den letzten Jahren entstanden die ersten virtuellen Studienangebote sowie zahlreiche Pläne und Projekte, Virtuelle Universitäten aufzubauen. Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg beteiligt sich am Aufbau der Virtuellen Hochschule Bayern, einem Gemeinschaftsprojekt aller Universitäten und Fachhochschulen in Bayern.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Angebot Virtueller Universitäten genauer zu analysieren und Erkenntnisse zu gewinnen, welche positiven Trends zu verstärken und welche negativen Entwicklungen zu vermeiden sind. Die schulische Bildung sowie die betriebliche Erstausbildung werden nicht betrachtet. Das zweite Kapitel wird zunächst darstellen, welche Trends innerhalb der Gesellschaft, der Arbeitswelt, der Technologie und der Bildung die Entwicklung Virtueller Universitäten notwendig machen, vorantreiben oder zumindest beeinflussen. Ziel des dritten Kapitels ist es, den theoretischen Hintergrund dieser Organisationsform zu erläutern und ein grundlegendes Konzept einer Virtuellen Universität zu erarbeiten, wobei alle Funktionen einer Universität zu berücksichtigen sind.

Im vierten Kapitel werden einzelne Realisierungen und Projekte betrachtet. Dabei dient das in Kapitel drei dargestellte Konzept als grundlegender Beschreibungsrahmen. Angesichts der Angebotsfülle und der unzähligen sich in Planung befindlichen Projekte musste eine Auswahl getroffen werden. Es werden keine Initiativen einzelner Lehrstühle vorgestellt, sondern Projekte, die eine lehrstuhl-, fakultäts-, bzw. universitätsübergreifende Kooperation anstreben. Sie verfolgen zudem ein recht umfassendes Konzept zum Aufbau einer Virtuellen Universität, das mehrere Funktionsbereiche berücksichtigt. Beispiele für verschiedene Modelle (Fernuniversitäten, Neuaufbau Virtueller Universitäten, Weiterentwicklung traditioneller Universitäten, Broker, Konsortien, Corporate Universities) zeigen die unterschiedlichen auf dem Markt existierenden Ansätze. Hervorzuheben ist, dass sich die Auswahl der Projekte nicht auf deutsche Universitäten beschränkt, sondern versucht, einen globalen Überblick zu geben. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Virtuelle Universitäten Grenzen überschreiten und der Markt für Bildungsangebote zukünftig nicht mehr regional eingegrenzt werden kann.

Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die Bildungslandschaft der Zukunft.

2. Bedarf an virtueller Hochschullehre

Zwar mag die Innovationsfreudigkeit einiger Hochschullehrer ein Grund für die Entwicklung virtueller Lehrangebote sein, der allgemeine Trend ist damit jedoch nicht zu erklären. Im Folgenden werden einige Entwicklungen sowie Problemfelder dargestellt, die eine Erklärung für den Bedarf, das wachsende Interesse und die daraus entstehenden Angebote an virtueller Hochschullehre geben können.

- Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik

Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik erfolgt sprunghaft und gewährt ihren Nutzern neuartige Möglichkeiten, selbständig und unabhängig von konventionellen Bildungsinstitutionen Wissen zu erwerben. Zeitliche, geographische und soziale Barrieren werden überwindbar. Forschung und Lehre basieren zum Großteil gerade auf jenen Elementen, die durch Computernetze rasch und einfach zugänglich gemacht werden: Informationen und Kommunikation. Insofern liegt ein technologischer Push-Faktor vor, der die Nutzung von neuen Medien für Lehren und Lernen in der Hochschule vorantreibt.[4]

Vor allem das Internet mit seiner einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche eignet sich als Recherche-, aber ebenso als Instruktions- und Lernmedium. Es bietet dem Nutzer ein quantitativ unübertroffenes Angebot an Information. Über das Internet lassen sich zudem eine Vielzahl von Diensten realisieren, die man sich für ein Studium wünscht: die Aufbereitung von Informationen in multimedialer und hypertextueller Form, die einfache und rasche Bestellung von Lehrmaterialien, Möglichkeiten der Simulation, das Anbieten von Lernprogrammen, Übungsaufgaben und Tests sowie Kommunikationsmöglichkeiten mittels E-Mail, Mailinglisten oder Newsgroups sowie Internet Relay Chat.[5]

- Vervielfältigung des weltweit verfügbaren Wissens

Das weltweit verfügbare Wissen wächst mit früher ungeahnter Geschwindigkeit, seine Halbwertzeit sinkt ständig. An jedem Arbeitstag werden weltweit etwa 20.000 wissenschaftliche Aufsätze veröffentlicht.[6]In vielen Fachbereichen rechnet man mit einer vollständigen Erneuerung des Fachwissens in sechs bis zehn Jahren.[7]Die Zunahme des verfügbaren Wissens bewirkt in der Wirtschaft Innovationsschübe, die an die typische Dauer von Ausbildungsgängen heranreichen, in einigen Branchen sogar schon darunter liegen.[8]

Daraus wird sichtbar, dass die Zeitrhythmen von Wissenschaft und Technik mit denen der Bildung nicht mehr übereinstimmen. Es ist anzunehmen, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen bzw. noch verstärken wird. Vom arbeitenden Menschen wird immer häufiger und immer rascher ein Um-, Weiter- und Neulernen verlangt. Es entstehen völlig neue Berufsbilder. Der Bedarf an Bildung wächst.

Die Bildungsanbieter stehen vor der Herausforderung, ihre Bildungsinhalte kontinuierlich anzupassen und ihre Lehrmethoden weiterzuentwickeln. Der Einsatz von Multimediatechnik im Zusammenhang mit Internet und Intranet wird zur kosteneffizienten und schnellen Aufbereitung, Verbreitung und Archivierung von Wissen gebraucht.[9]

- Lebenslanges Lernen

In Zukunft werden das in der Erstausbildung erworbene Wissen und die erlernten

Fähigkeiten nicht mehr für das ganze Leben ausreichen. Studien gehen davon aus, dass ein Arbeitnehmer im Verlaufe eines regelmäßigen Berufslebens sich noch zwei- bis dreimal den Stoffumfang seiner Erstausbildung aneignen muss.[10]Die Aus- und Weiterbildung des Einzelnen wird somit notwendigerweise zu einem lebenslangen Prozess, der überlebenswichtig ist.

Gründe dafür sind:

- in der Kindheit und Jugend erworbenes Wissen veraltet
- Veränderungen in der Welt gewinnen an Geschwindigkeit und verlangen gesteigerte geistige Fähigkeiten und vermehrte soziale Kompetenzen
- Verschärfung wirtschaftlicher, politischer, demographischer und ökologischer Probleme
- erfolgreiches Agieren in der sogenannten „Wissensgesellschaft“ hängt von der Verfügbarkeit neuen und jeweils relevanten Wissens ab.[11]

Eine innovative Bildungs- und Lernkultur stellt die Vorraussetzung für die Anpassungsfähigkeit der Gesellschaft an veränderte sozioökonomische Rahmenbedingungen dar.[12]Als Konsequenz ergibt sich die Notwendigkeit, eine breitere Wissens- und Kompetenzentwicklung durch lebenslanges Lernen möglichst aller Bürger und Bürgerinnen zu fördern.[13]

Damit wird das bisherige Bildungskonzept obsolet. Die Bereiche Arbeiten und Bildung werden miteinander verschmelzen[14], Lernen während der Arbeitszeit bzw. neben der Arbeit, Fernstudien, Teilzeitlernen, Lernen in der Babypause und während Phasen der Nichtbeschäftigung wird zur Normalität werden. Zu solchen Phasen gehört neben Arbeitslosigkeit auch die Zeit zwischen verschiedenen Projekten oder Zeitverträgen, geht man davon aus, dass solche Arbeitsformen in der Zukunft dominieren und lebenslange Arbeitsverträge zur Ausnahme werden. Die Hochschulen müssen auf diese Veränderung der Lebens- und Arbeitsstrukturen reagieren. Weiterbildung wird zukünftig neben dem Erststudium eine gleichwertige Stellung innerhalb der

Hochschullehre innehaben. Weiterbildende Lehre wird insbesondere für folgende Gruppen von Nutzern interessant:

- individuelle Nutzer, die auf eigene Kosten von zu Hause aus lernen, um ihre beruflichen Qualifikationen zu aktualisieren, zu erweitern, anzupassen oder sich neu zu orientieren. Daneben werden zunehmend Kompetenzen für private Lebensbereiche erworben.[15]
- Angestellte, Selbständige oder in freien Berufen tätige Personen, die Qualifizierungsmaßnahmen wahrnehmen.
- Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte sowie Personen mit unzureichender Qualifikation, die selbständig von zu Hause aus oder innerhalb öffentlich geförderter Beschäftigungsverhältnisse lernen.[16]
- Zunahme der Teilzeitstudierenden

Erichsen bezifferte den Anteil der Teilzeitstudierenden an allen Studierenden in Deutschland 1996 auf mehr als 25 % (nach Untersuchungen von HIS und dem Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung). Er fügte hinzu, dass die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit neben dem Studium nicht nur aus Notwendigkeit des Gelderwerbs geschieht, sondern auch, weil die Studierenden bewusst eine Kombination von Studium und beruflicher Tätigkeit wählen.[17]In den USA machen Teilzeitstudierende mittlerweile fast 50 % aller Studierenden aus.[18]

"With adults over 25 now constituting the majority of college students in the United States, and with increasing demands being imposed on them for their professional and personal time, online education will likely be the only instructional alternative open to them."[19]

Wills führt das Ergebnis einer Befragung in Australien an, der zufolge die „Notwendigkeit, sich stärker an die geänderten Lebensumstände der Studenten, z. B. bei Teilzeitstudium, Studenten mit Kindern, größerer Mobilität, anpassen zu müssen“[20]als das wichtigste Kriterium für die Entwicklung hin zu virtueller Lehre bewertet wurde.

Als deutlich weniger wichtig wird das Kriterium angesehen, „dass die Industrie ihre eigenen anerkannten Abschlüsse schaffen wird, wenn die Universitäten den Bedarf nicht befriedigen“[21].

- Learning on Demand

Das Anwachsen des Wissens und das Problem der Prognostizierbarkeit künftiger Qualifikationen bringen noch eine weitere Veränderung mit sich. Weiterbildung wird immer weniger planbar, an die Stelle des Lernens auf „Vorrat“ tritt das Learning on demand (Lernen bei Bedarf). Das Lernen muss bei Auftreten eines Lernbedarfs, d. h. zum Zeitpunkt der Aufgabendurchführung direkt am Arbeitsplatz vor Ort möglich sein. Mit Seminaren und Workshops ist dies zeitlich und organisatorisch kaum noch möglich, die Beschäftigten benötigen schnelle und flexible Möglichkeiten, vom Arbeitsplatz auf Lerninhalte zurückzugreifen - virtuelles Lernen bietet diese Möglichkeit.

- Veränderte Anforderungen an die Universität

Die Notwendigkeit des lebenslangen Wissenserwerb stellt die Universitäten vor neuartige Anforderungen und hohen Veränderungsdruck. Insbesondere der weltweit an den Universitäten vorherrschende „Massenunterricht“ geht zunehmend an den gesellschaftlichen Erfordernissen vorbei. In immer mehr Berufsbereichen werden aufgrund der weiteren Differenzierung der Arbeitsteilung immer spezialisiertere (wenn auch gleichzeitig fachübergreifende) Qualifikationen gefragt, die an der

Massenuniversität nicht gelehrt werden können.[22]Weitere Defizite der

Massenuniversität sind:

- mangelnde Zugänglichkeit des Hochschulpersonals
- fehlender persönlicher Dialog wegen Größe der Seminare
- Schwierigkeiten bei Knüpfung sozialer Kontakte
- mangelnde Transparenz der Studienangebote und Lehrinhalte
- geringe interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Starrheit der Studienordnungen
- zeitliche Begrenzung der Zugangsmöglichkeiten und Materialmangel
- kleinere Probleme wie schlechte Öffnungszeiten der Bibliotheken, zu späte Veröffentlichung von Vorlesungsverzeichnissen etc.[23]

Die Hochschulen müssen nach Wegen suchen, die es ermöglichen, mehr Studierende auszubilden, Qualität zurückzugewinnen bzw. aufzubauen, ohne mehr Geld auszugeben.[24]Der Einsatz computerunterstützter Lehre lässt eine Verbesserung der Situation an den Hochschulen erwarten und Lösungen denkbar werden.

- Probleme des Frontalunterrichts

Ebenso wie die Ausrichtung auf ein Lernen auf Vorrat ist das Grundmuster des Lehrens und Unterrichtens im Frontalunterricht in der Schule ebenso wie in der Berufsausbildung und der Hochschule bisher selbstverständlich.[25]Mittlerweile wird der Frontalunterricht als wenig geeignet zur Wissensvermittlung angesehen, was durch folgende Faktoren begründet wird:

- Die Interaktion zwischen dem Dozenten und dem Lernenden bleibt nahezu einseitig.
- Die Kursteilnehmer bleiben beim Frontalunterricht sehr oft passiv. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Lernstoff erfolgt selten.
- Dysfunktionen des Frontalunterrichts: die Lernenden sind unmotiviert, ihre Konzentration schwindet meist bald und der Stoff wird schnell vergessen.
- Der Einfluss des Lernenden auf die Gestaltung des Lernprozesses ist gering.
- Für viele Lernende bildet eine große Gruppe von Zuhörern eine

„Interaktionsbarriere“, es fällt ihnen schwer sich im Unterricht zu artikulieren.[26]

Besonders kritisch betrachtet werden muss die Art der Wissensvermittlung angesichts der Erwartungen an Schul- und Universitätsabgänger: „Die klassische Lehrform des Dozierens und die Lernform des Repetierens erzieht den Lernenden zum passiven Menschen, während die Wirtschaft nach kreativ, vielseitig, spontan und selbstverantwortlich Handelnden verlangt.“[27]

Insbesondere für das Lernen von Erwachsenen sowie das Lernen für eine berufliche Tätigkeit werden daher neue Anforderungen genannt:[28]

- Lernen an Arbeitsaufgaben, handlungsorientiertes Lernen: der Unterricht zielt auf die Bewältigung bestimmter Handlungssituationen ab, diese sind Ausgangssituation und Unterrichtsgegenstand, da sich neue Erkenntnisse und neue Kompetenzen auf diese Weise am besten entwickeln.
- Selbstgesteuertes Lernen: der Lernende übernimmt die Initiative und findet seine Lernziele, sucht Hilfsmittel zur Bewältigung der Aufgaben, entwickelt Strategien, wendet diese an und bewertet die Ergebnisse seines eigenen Lernprozesses - jeweils mit oder ohne Hilfe von anderen.[29]
- Kooperatives Lernen: Lernsituationen werden so angelegt, dass sie die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit fördern, indem sie es nötig machen, sich an anderen zu orientieren, sich abzusprechen, andere zu informieren etc.[30]
- Die Schaffung entsprechender Bedingungen, die handlungsorientiertes, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen ermöglichen, anregen und unterstützen.

Gesucht werden daher alternative Wege der Wissensvermittlung. Die neuen Medien sind „geradezu prädestiniert“[31], oben genannte Forderungen zu erfüllen. Mit ihren vielfältigen Präsentations-, Interaktions-, Simulations- und Kooperationsmöglichkeiten wecken sie die Erwartung, dass Lernen in Zukunft motivierender, interessanter, aktiver und konstruktiver gestaltet werden kann.[32]Im Idealfall könnten die neuen Instrumente den Studierenden helfen, sich das Wissen schneller und effizienter anzueignen. Die Professoren werden dann Freiraum haben, um zu diskutieren, zu experimentieren, zu entwickeln und die Studierenden zu Denkprozessen anzuregen, bei denen aus Information Wissen entsteht.[33]

- Kosten

Trotz der erwähnten höheren Anforderungen an Hochschulbildung werden weniger Ressourcen zur Verfügung stehen. Im Gegenteil, es wird erwartet, dass durch weitere

Sparmaßnahmen im staatlichen Bildungsbereich die bereitstehenden Ressourcen real sinken werden.[34]Eine effizientere Ressourcennutzung und Kosteneinsparungen sind daher dringend notwendig. Die Nutzung der neuen Medien stellt einen Weg dar, dies zu verwirklichen. Grundlagen- und Einführungsvorlesungen mit Hunderten Studierenden im Hörsaal könnten ohne Qualitätsverlust sicher durch Online-Veranstaltungen oder CD-ROMs ersetzt werden. Die Möglichkeit, im digitalen Katalog der Bibliothek nachzuschlagen und sich Texte auf den Bildschirm zu holen, würde neben der Beseitigung von Engpässen die Anschaffungsetats der Bibliotheken entlasten.[35]

Den Nutzern der Bildungsangebote werden ebenso wenig zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Der Trend des permanenten Lernens zwingt sie jedoch zur Wahrnehmung immer neuer Bildungsangebote. Diese müssen daher einem zunehmenden Preisbewusstsein standhalten.[36]

Bei Betrachtung der betrieblichen Weiterbildung kann nach einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln festgestellt werden, dass kaum ein Betrieb auf die Weiterbildung seiner Mitarbeiter verzichtet. Im Jahre 1998 wurde jeder zweite Mitarbeiter der befragten Unternehmen von Weiterbildungsmaßnahmen erfasst, der Zeitaufwand je Teilnehmer liegt im Durchschnitt bei 20 Stunden (3 Arbeitstage). Aufgrund von Personalabbau und Arbeitszeitverkürzung ist die Freistellung von Mitarbeitern in jedem zweiten Betrieb zu einem Problem geworden. Ohne die indirekten Kosten des Leistungsausfalls zu berücksichtigen, wurden von den Unternehmen je Mitarbeiter Weiterbildungskosten von 2.207 DEM investiert (direkte Kosten wie Honorare, Lehrgangsgebühren, Reisekosten). Trotz dieser enormen Kosten steht die Teilnahme an externen Seminaren und Lehrgängen noch immer an erster Stelle; nur 10 Prozent der Unternehmen nutzen auch das Lernen per Internet oder Intranet.[37]Eine Ausweitung der Online-Fortbildung könnte also zu Einsparungen in den Unternehmen und daher zu langfristigen Effizienzsteigerungen führen.

- Globaler Wettbewerb der Bildungsanbieter

Bisher richtete sich das Angebot der Hochschulen vorrangig an Studierende innerhalb der Grenzen des eigenen Landes. Das Angebot war an den Standort der Universität gebunden. Die Studierenden mussten zur Universität kommen, um es nutzen zu können. Standortvorteile und finanzielle Überlegungen auf Seiten der Studierenden führten häufig zu qualitätsunabhängigen Präferenzen der Studenten für bestimmte Hochschulen oder hielten sie davon ab, an einer ausländischen Hochschule zu studieren. In Deutschland führte die Zuteilung der Studierenden durch die ZVS und die bislang geringe Anerkennung im Ausland erworbener akademischer Abschlüsse zu einer weiteren Einschränkung der Wahlmöglichkeiten, in den USA waren vor allem Kostengründe vorherrschend.

Virtuelle Universitäten werden es zukünftig möglich und finanzierbar machen, an einer Universität der Wahl zu studieren. Auf Seiten der Wirtschaft werden ausländische Abschlüsse, insbesondere angelsächsische, schon längere Zeit akzeptiert. Bildungsunternehmen rund um die Welt expandieren deshalb verstärkt jenseits ihrer nationalen Grenzen und nutzen alle Möglichkeiten, sich in neuen Märkten zu platzieren.[38]Schon heute richten sich ganze Studienprogramme explizit an internationale Studierende, z. B. MBA-Programme und die Angebote der Open University in Großbritannien. Amerikanische Universitäten haben den südostasiatischen Bildungsmarkt längst entdeckt und mit professionellem Marketing erobert. Australiens Universitäten haben sich den ersten Platz unter den Anbietern in Indonesien gesichert.[39]

Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien markiert den endgültigen Durchbruch hin zu einer Globalisierung der Bildungsmärkte.[40]Die Dienstleistung Bildung wird exportfähig, die Konkurrenz wird auf globaler Ebene wachsen, Anbieter einer qualitativ hochwertigen Lehre mit weiteren Wettbewerbsvorteilen werden in den Vordergrund treten. Vorrangige Treiber für die Entstehung von Online-Programmen sind demnach entweder die angenommenen Marktchancen für eine Hochschule (u. a. bei Phoenix Online, Stanford Online, WGU) oder die Angst vor Risiken, die sich aus Konkurrenzangeboten ergeben (u. a. in Wharton).[41]

Mit dieser Entwicklung unterscheidet sich das Bildungswesen nicht von anderen Dienstleistungssektoren. Dienstleistungen entwickeln eine zunehmende „Flüchtigkeit“, d. h. sie sind standorttolerant, sind in ihrer Erstellung und Lieferung nicht räumlich, personal oder sachlich gebunden (vgl. Abbildung 1).[42]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Dienstleistungen und ihre drei Dimensionen der Objektgebundenheit[43]

Das Modell unterscheidet Dienstleistungen nach dem Grad ihrer Objektgebundenheit in flüchtige und gebundene Dienstleistungen.[44]Flüchtige Dienstleistungen sind weitestgehend unabhängig von der Person des Kunden, bestimmten Gegenständen oder festen Räumlichkeiten, also aller drei Dimensionen der Objektgebundenheit. Der Prozess der Erbringung von Bildungsdienstleistungen wird zunehmend frei gestaltbar und ist nicht mehr an Standorte gebunden.

- Zunahme der Freizeit

Das Volumen an freier Zeit nahm in den vergangenen 100 Jahren stetig zu. Während die Freizeit in den Jahren der Erwerbstätigkeit 1987 4500 Stunden betrug, wird diese um 2030 etwa 5.200 Stunden betragen.[45]

Diese Freizeit könnte in Zukunft zur Selbstverwirklichung genutzt werden. Dazu werden einerseits Bildungsprozesse gehören und andererseits Hobbys, die komplizierter und dadurch wiederum lernintensiver werden.[46]Das lebenslange Freizeitlernen stellt nach Ansicht einiger Autoren einen potentiellen Bildungsmarkt dar. Vorstellbar sind Kurse in Bereichen wie Geschichte, Kunst, Literatur und Musik.[47]

- Nachhaltige Entwicklung

Abschließend für dieses Kapitel möchte ich noch auf die Möglichkeiten hinweisen, die die Virtuellen Universitäten für die Lösung drängender globaler Probleme bieten. Bildung kann auch im 21. Jahrhundert noch als Privileg betrachtet werden, zu dem die Bevölkerungsmehrheit der Erde keinen Zugang hat. Unter der Annahme, dass die Informations- und Kommunikationstechniken sich weiter rasant ausbreiten und ihre Bereitstellung kostengünstiger wird, könnte Bildung, insbesondere die fehlende Hochschulbildung, zunehmend für Entwicklungsländer, in denen die für Schulen und Universitäten notwendigen Ressourcen und Infrastrukturen nur in geringem Maße vorhanden sind, bereitgestellt werden. Das Projekt der African Virtual University[48], von der World Bank unterstützt, geht einen Schritt in diese Richtung. Die sich aus der Entwicklung der Informationstechnologie ergebenden Möglichkeiten für den afrikanischen Kontinent werden im Juli 2000 auch auf der GhaCLAD2000 Conference in Ghana thematisiert.[49]

Die Bereitstellung von virtueller Bildung könnte somit idealerweise einen Baustein innerhalb von Lösungskonzepten für eine nachhaltige Weltwirtschafts- und Sozialordnung darstellen. Denkt man daran, dass - vereinfachend dargestellt - mit höherer Bildung ein höherer Lebensstandard und damit ein Rückgang der Geburtenrate einhergeht, wäre hier u. a. die Überbevölkerungsproblematik mit ihren zahlreichen ökologischen und sozialen Folgeproblemen zu nennen.

Die Chancen, die das Internet im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung bietet, sollen damit nur angedeutet sein.

3. Begriff und Konzept einer Virtuellen Universität

3.1 Begriffsdefinition

In den Veröffentlichungen zum Thema Neue Medien im Bildungswesen werden häufig Begriffe wie neue Medien, Multimedia und Virtuelle Universität genannt. Leider liegt kein einheitliches Verständnis der Begriffe vor, sie werden häufig in unterschiedlichen Kontexten, teilweise synonym und ohne definitorische Abgrenzung gebraucht. Vor allem der fast inflationäre Gebrauch des Begriffes „Virtuelle Universität“ macht Recherchearbeiten zu diesem Thema umfangreich. So finden sich Projekte, vom Anbieter unter Marketinggesichtspunkten als Virtuelle Universität bezeichnet, die bei näherer Betrachtung der Projektbeschreibung im einfachsten Fall nur Informations- und Kursmaterial über das Internet verbreiten und sich damit leider ernüchternd von der Vision der Virtuellen Universität abheben.[50]Um Klarheit der Aussagen in dieser Arbeit zu gewährleisten, sollen an dieser Stelle einige Begriffe definiert und voneinander abgegrenzt werden.

Unter Neuen Medien werden Kommunikationsmittel zur Individual- und Massenkommunikation zusammengefasst, die durch die Entwicklung neuer Technologien entstanden sind, z. B. Telefax, Bildtelefon, Kabel- und Satellitenfernsehen, CD-ROM und Internet.[51]

Multimedia stellt technisch gesehen eine Kombination von mehreren digitalisierten Medien wie Ton, Film, Graphik und Text dar, die interaktiv und integriert genutzt werden können. Je mehr Medien einbezogen sind, umso höher ist der Grad der Multimedialität. Interaktivität bezieht sich auf die Möglichkeit der Kommunikation zwischen Mensch und Computer. Interaktionen können vom Programm ausgehen und eine Aktion oder Reaktion des Nutzers erwarten (z. B. Übungsaufgabe) oder sie können vom Nutzer initiiert werden und eine Reaktion des Systems nach sich ziehen (z. B. Rückfragen).[52]

Viele Autoren sehen die Entstehung virtueller Lehrangebote als Weiterentwicklung der jahrhundertealten Tradition des Fernstudiums (Distance Learning). Die Definition des American Council on Education beschreibt es als: “A system and a process of connecting learners with distributed learning resources.”[53]

Fernstudienkurse nutzen in erster Linie gedruckte Materialien. Die Kommunikationsmöglichkeiten zum Lehrenden bestehen in Telefon, Fax, und E-Mail, zu den Mitstudierenden hat man keinen Kontakt (zumindest ist dieser nicht zwingend vorgesehen). Im Gegensatz dazu zeichnen sich virtuelle Lehrveranstaltungen (Online-Kurse) durch Multimedialität, umfassende Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Studierenden und Lehrenden, Interaktivität und Online-Verfügbarkeit aus.[54]Zusätzlich benötigte Materialien wie Bücher können online angefordert werden. Beide Angebotsarten enthalten individuelles Studium des Lernenden sowie 1:1-Interaktion mit dem Lehrenden.

Natürlich können in einem Fernstudium ebenso neue Medien eingesetzt werden, um die Qualität weiterzuentwickeln. Die Angebotsmengen stellen in der Praxis keine disjunkten Mengen dar. Zu unterscheiden ist der etwas andere Ansatz. Die traditionelle Form des Fernstudiums wurde als Ersatzform der Ausbildung angesehen, um räumliche und zeitliche Distanz zu überbrücken, auch wenn die Kommunikation stark eingeschränkt war. Die virtuellen Lehrangebote verfolgen das Ziel, als Substitutionsmöglichkeit einer traditionellen Lehre angesehen zu werden.[55]Es sollen alle Möglichkeiten einer traditionellen Universität von den Studierenden genutzt werden können - bei noch verstärkter Flexibilität bezüglich Zeit und Raum. Zugleich wird versucht, bestehende Probleme der Lehre aufzugreifen und zu lösen und damit eine qualitative Verbesserung zu erreichen.

Wesentliches Ziel und Merkmal einer Virtuellen Universität ist die zeitliche Unabhängigkeit. Hierdurch unterscheidet sich eine Virtuelle Universität deutlich von der Idee des Teleteaching.[56]Als Teleteaching wird die synchrone Übertragung von Lehrveranstaltungen von Hörsaal zu Hörsaal an verschiedenen Standorten bezeichnet.[57]Das Ziel der zeitlichen Flexibilität wird dabei nicht erreicht, da die Veranstaltungen nach wie vor zu festen Zeiten stattfinden.

Dem Begriff der Virtuellen Universität kann man sich auch von einer anderen Richtung annähern. Seit mehreren Jahren werden innovative Organisationsformen für Unternehmen unter dem Begriff „Virtuelles Unternehmen“ diskutiert.

Virtuell bedeutet etwas nicht wirklich, sondern nur scheinbar, der Möglichkeit nach Vorhandenes trotz des Fehlens wesensbestimmender Merkmale. Ein Virtuelles Unternehmen liegt vor, wenn ihm einige Strukturmerkmale wie Gebäude fehlen, es in der Vorstellung eines Betrachters jedoch wie ein Unternehmen funktioniert.[58]Der Ausdruck „virtuell“ steht immer in Bezug zu einem konkreten Objekt, es gibt keine Virtualität an sich, sondern nur virtuelle Produkte, virtuelle Organisation oder virtuelle Universitäten.

Ein Virtuelles Unternehmen ist eine Kombination von Kernkompetenzen freiwillig miteinander kooperierender, in der Regel rechtlich selbstständiger Unternehmen. Die Kooperation ist zeitlich begrenzt, sie ist an die Dauer der Erreichung eines bestimmten Geschäftszwecks gekoppelt. Das Prinzip der flexiblen Einbindung benötigter Ressourcen erlaubt eine markt- und kundenorientierte Gestaltung von Leistungen. Die Zusammenarbeit erfolgt unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken. Von außen betrachtet tritt das Netzwerk wie ein einheitliches Unternehmen auf.[59]

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht werden Universitäten als Dienstleistungsbetriebe angesehen.[60]In diesem Denkmodell ist die Hochschule Produzent von Dienstleistungen im Bereich von Forschung und Lehre, von Transfer, Wirtschaftsförderung oder Kultur. Sie steht national und international in Konkurrenz zu anderen Hochschulen, Bildungs­und Forschungseinrichtungen.[61]

Der Begriff Virtuelle Universität kann demnach von der Definition eines Virtuellen Unternehmens abgeleitet werden. Eine Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse führt zu der folgenden definitorischen Umschreibung des Begriffs „Virtuelle Universität“:

In Analogie zu obigen Merkmalsbeschreibungen soll unter einer Virtuellen Universität ein flexibles Netzwerk von örtlich getrennten Lehrstühlen oder anderen Bildungseinrichtungen verstanden werden, die bei Forschungsprogrammen oder zur Bereitstellung von Ausbildungsangeboten miteinander kooperieren. Diese Kooperationsbeziehungen können nur temporär angelegt sein, z. B. solange die Nachfrage nach einem bestimmten Studienprogramm besteht. Den Studierenden und Nachfragern nach Forschungsleistungen gegenüber tritt die Virtuelle Universität als einheitliche Organisation auf.

Die Virtuelle Universität verzichtet weitgehend auf Gebäude, Vorlesungsräume und Seminarräume, da die Kurse über das Internet verbreitet werden, ihr fehlen damit wesentliche Strukturmerkmale einer normalen Universität. Zur Distribution der Bildungsangebote sowie zur Kommunikation und Kooperation zwischen den Partnern sowie zwischen der Universität und deren Kunden, den Studierenden, werden moderne Informations- und Kommunikationstechniken eingesetzt. Dadurch wird die Überbrückung zeitlicher und räumlicher Distanz möglich.

Die einzelnen Partnerinstitutionen bringen jeweils ihre Kernkompetenzen in Form von Lehrinhalten und Forschungsergebnissen sowie ihre Ressourcen im Bereich Lehre, Beratung und Betreuung, Administration usw. in den Verbund ein. Es ist daneben auch denkbar, dass spezifische Kompetenzen neu aufgebaut werden müssen, z. B. in der Verwaltung.[62]Die Kompetenzen und Ressourcen werden innerhalb der Virtuellen Universität gemeinsam genutzt. Ihre Bündelung führt zu Wettbewerbsvorteilen.

Das Produktspektrum einer Virtuellen Universität umfasst mehrere virtuelle Studienfächer/-gänge und bietet neben den Lehrinhalten Dienstleistungen an, die eine Betreuung und Durchführung des Studiums gewährleisten. An dieser Stelle grenzt die Virtuelle Universität sich von Bildungsangeboten vor allem auf dem privaten Sektor ab, die nur ausgewählte, meist praxisnahe und lukrative Studienfächer anbieten. Sie versucht das gesamte Fächerspektrum einer Universität virtuell anzubieten.

Ein virtuelles Unternehmen besitzt die Möglichkeiten und Potentiale eines realen Unternehmens, das bedeutet, der Begriff Virtuelle Hochschule rechtfertigt sich nur, wenn alle Funktionen einer Hochschule virtuell abgebildet werden, also auch Verwaltung und Zertifizierung.[63]Das Ziel eines virtuellen Unternehmens besteht in den Möglichkeiten, die Leistungen markt- und kundenorientierter anbieten zu können. Für eine Virtuelle Universität bedeutet das neben einer erweiterten Angebotspalette vor allem eine Qualitätsverbesserung der Lehre sowie eine effizientere Ressourcennutzung.

3.2 Funktionen einer Hochschule und deren Umsetzungsmöglichkeiten

Geschäftszweck einer Universität ist die Erbringung von Forschungs- und Ausbildungsleistungen. Krumbiegel erstellte ein Geschäftsprozessmodell einer Universität mit Hilfe des Semantischen Objektmodells (SOM).[64]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Gesamtmodell „Universität“ (Geschäftsprozessmodell in der SOM-Methodik)[65]

Unterschieden werden die Hauptprozesse Studium/Lehre und Forschung. Zur Unterstützung der Hauptprozesse existieren Serviceprozesse wie z. B. die Mittelverwaltung durch die Finanzabteilung, die Betreuung der Mitarbeiter der Universität durch die Personalabteilung und die Beschaffung von Vorleistungen durch den Einkauf. Eine virtuelle unterscheidet sich von einer traditionellen Universität in erster Linie bei der Durchführung der Hauptprozesse. Die Serviceprozesse werden daher in den nachfolgenden Kapiteln vernachlässigt, da diese größtenteils in der gleichen Weise wie an einer realen Universität ablaufen.

Die Virtualisierung der Forschung ist nicht neu. Das World Wide Web (WWW) beispielsweise wurde als Ergebnis eines Forschungsprojektes zur Verbesserung des Informationsaustausches zwischen internationalen Forschergruppen des Bereiches Hochenergiephysik und zur Erleichterung des Zugriffs auf Publikationen entwickelt.[66]Die Ausführungen in dieser Arbeit werden sich daher schwerpunktmäßig auf die Virtualisierung der universitären Ausbildung konzentrieren.

Drei Typen akademischer Aus- und Weiterbildung können unterschieden werden:[67]

- Primärausbildung („learning for life“) als Grundlage
- Kontinuierliche Weiterbildung („lifelong learning“)
- Aufgaben- oder problembezogene Weiterbildung („learning on demand“)

Sinn und Zweck eines Studium an einer Hochschule ist in erster Linie der Erwerb von Kompetenz in einem Fachgebiet. Dazu gehören die beiden Teile Erwerb von Problemlösewissen (Sach- und Handlungswissen) und Aufbau von Fähigkeiten zur Anwendung dieses Wissens.[68]Die zentralen Aufgaben der universitären Lehre sind demnach erstens die Vermittlung und Bereitstellung von ausgewählten und aufbereiteten Informationen und zweitens das Angebot von Arbeitsformen wie Übungen und Seminare, die die Studierenden befähigen, aus den Informationen Wissen zu bilden und dieses bei Bedarf anzuwenden.

Die neuen technischen Möglichkeiten sollen und werden diese Zielsetzung nicht verändern, verändern können sich Organisation und Ablauf des Studiums und somit die Bedingungen und Formen des Wissenserwerbs.[69]

3.2.1 Bereich Lehre

- Modularer Aufbau

Lehrangebote, die sich über mehrere Semester erstrecken, lassen sich schwer mit der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie Familien- und Freizeitaktivitäten in Einklang bringen. Daher werden in der virtuellen Lehre kurze, auf konkrete Themenbereiche konzentrierte Lehrveranstaltungen angeboten. Betrachtet man eine School, also einen Fachbereich der Universität, so kann die Flexibilität durch Modularisierung erhöht werden. Ein Modul ist ein austauschbarer, komplexer Teil eines Gesamtsystems, der eine geschlossene Funktionseinheit bildet.[70]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Aufbau der Studienangebote[71]

Statt vollständiger Studiengänge im herkömmlichen Sinn werden zunächst lernzielbezogene Kursbausteine und themenbezogene Kurse entwickelt. In diesen werden Kreditpunkte vergeben. Die Kursbausteine können in vorhandene traditionelle Vorlesungen oder in ebenfalls virtuell stattfindende Kurse eingebaut werden. Die Zusammensetzung mehrerer Kurse stellt ein Studienmodul dar, das vergleichbar mit einem Wahl- bzw. Pflichtfach im bisherigen Studienangebot ist. Aus verschiedenen Studienmodulen können berufsfeldbezogene Studienprogramme geschaffen werden.

Dieses Prinzip schafft die Möglichkeit, das Angebot sukzessive zu erweitern, bis hin zum Angebot ganzer Studiengänge (Erstausbildung) oder Lehrgänge (Weiterbildung).

Die Austauschbarkeit der Kursbausteine gestattet es, leichter und schneller auf Veränderungen im Umfeld des Systems zu reagieren. Einzelne Kurse oder Studienmodule können jeweils nach den akuten Bedürfnissen der Studierenden ausgewählt, abgerufen und kombiniert werden. Ein Kreditpunktesystem unterstützt diese Flexibilität von Anfang an.[72]

- Vorlesungen, Kursmaterial

Zur Vermittlung der Informationen dienen an der realen Universität in erster Linie die Vorlesungen. Der Schwerpunkt einer Vorlesung liegt in der Vermittlung von Grundlagen, Fakten und Regeln.

Lehrmaterialen sind traditionell textbasiert. Sie können durch Animationen, Videos, Simulationen ergänzt werden. Alle Materialien können durch den Einsatz des Internet als Informationsträger bereitgestellt werden und sind damit leichter, kostengünstiger und ständig zugänglich und genügen den Anforderungen bezüglich Orts- und Zeitflexibilität. Die Studierenden haben die Möglichkeit, die Materialien online abzurufen, auf den eigenen Rechner zu laden und dort zu speichern, diese auszudrucken oder zu bearbeiten.

Eine weitere Möglichkeit der Bereitstellung des Kursmaterials bieten CD-ROMs. Sie bieten heute den Vorteil der höheren Geschwindigkeit beim Zugang zu großen Datenmengen. Dieser wird jedoch in ein paar Jahren keine Rolle mehr spielen.[73]Denkbar ist natürlich auch die Zustellung einiger Materialien auf dem Postweg, falls die Studierenden das wünschen. Online zugänglich sollten die Materialien in einer Virtuellen Universität jedoch auf jeden Fall sein.

Vorlesungen können auch synchron per Videokonferenz übertragen werden, wie das in mehreren Teleteaching-Projekten versucht wird bzw. wurde, beispielsweise an der Tele- Akademie der FH Furtwangen[74]oder im Projekt „Teleteaching Dresden-Freiberg“[75]. Die Nachteile sind aber offensichtlich: Die Vorlesungen werden zu einer vorgegebenen

Zeit angeboten und es wird frontal unterrichtet. Ersteres kann durch die Verteilung der Videos oder Bereitstellung als Download (Video on demand) ausgeglichen werden.

Die interessanteste Variante ist die Entwicklung multimedialer Online-Kurse, die eine reale Lehrveranstaltung nicht nur vollständig ersetzen, sondern eine qualitative Verbesserung der Wissensvermittlung anstreben. Im Idealfall erfolgt keine Umsetzung vorhandener Angebote, die sich in den meisten Fällen zumindest im Prinzip der Vorgehensweise am Modell des Frontalunterrichts ausrichten, sondern eine Entwicklung von Materialien nach den neueren pädagogischen und psychologischen Erkenntnissen über das Lernen. Für die Darstellung des Wissensnetzes steht die gesamte Bandbreite multimedialer Objekte zur Verfügung: Texte, Bilder, Grafiken, Animationen, interaktive Videos, Sprache, Geräusche und Musik. Sie werden in geeigneter Form eingesetzt, beispielsweise Animationen zum sukzessiven Aufbau von Schaubildern oder die Visualisierung von Abläufen. Erfolgreich gelöste Aufgaben können mit Geräuschen begleitet werden, Musik den Lernenden beim Programmstart begrüßen, historische Reden im Original eingebunden werden usw.[76]Aufgrund der hypertextbasierten Struktur können Querverweise zwischen den Wissenseinheiten eingebunden werden. Zusätzlich werden Möglichkeiten der Interaktivität, Kooperation und Kommunikation methodisch sinnvoll in die Lerneinheiten integriert.

Entscheidend für die Aufbereitung der Information sollte nicht die aktuell verfügbare Software oder Hardware sein, sondern die zu lösende Aufgabe. Methodische Aspekte mit einer sorgfältigen Analyse der Aufgaben und die Konstruktion der Lösung müssen im Vordergrund stehen, Technik sollte Mittel zum Zweck sein.

Um die existierende Masse der Kursangebote einer Virtuellen Universität einordnen zu können, beschreibt Mason drei verschiedene Modelle[77]:

1. Content + Support Model :

Das Content + Support Model ist das am häufigsten eingesetzte Modell. Es beruht auf einer Trennung zwischen dem Kursmaterial, welches gedruckt wird oder als Kurs im WWW zugänglich ist, und der tutoriellen Unterstützung, die per E-Mail oder alternativ per Computerkonferenz gegeben wird. Das Kursmaterial bleibt über längere Zeit (und mehrere Kurse) relativ unverändert, die begleitende Unterstützung kann auch von anderen Personen als dem Autor des Materials gegeben werden. Die Online-Elemente umfassen ca. 20% des Kurses und werden an passenden Stellen eingefügt. Das Modell eignet sich vor allem für den Einsatz bei Modulen, die Grundlagenwissen vermitteln.

2. Wrap Around Model:

In dieser Kategorie wird das bereits vorhandene Kursmaterial (Bücher, CD-ROM o. ä.) durch speziell an den Kurs angepasstes Material (Kurzvorlesungen des Lehrenden) oder spezielle Aktivitäten, Fallstudien oder Diskussionen ergänzt. Die Rolle des Tutors ist umfangreicher als beim Content + Support Model, da größere Anteile des Kurses während der Durchführung entwickelt werden. Ungefähr 50% der Kursaktivitäten werden über das Internet durchgeführt.

3. Integrated Model:

Der Kern eines solchen Kurses besteht in einer Online-Diskussion, bei der Informationen gefunden und bewertet werden sowie Aufgaben gemeinsam ausgeführt werden. Das gemeinschaftliche, kooperative Lernen steht im Vordergrund und Kursinhalte werden abhängig von der Vorbildung und Kreativität der Lerngemeinschaft festgelegt. Das Integrated Model hebt die Trennung zwischen Kursmaterial und Betreuung auf. Die beiden letztgenannten Modelle finden vor allem Anwendung für spezialisiertere Module.

- Kommunikationsmöglichkeiten

Innerhalb eines jeden Kurses stehen asynchrone und synchrone Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese erlauben es dem Studierenden, mit anderen Lernenden, Experten und Beratern in Verbindung zu treten.

Da die virtuelle Universität ein zeitunabhängiges Studieren ermöglicht, spielt die asynchrone Kommunikation eine entscheidende Rolle.[78]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Beispiele für Kommunikationsmöglichkeiten räumlich verteilter Personen

Asynchrone Kommunikationsformen sind E-Mail (1:1-Kommunikation und 1:n) und Diskussionsforen und Newsgroups (1:n-Kommunikation). Sie werden verwendet, um Fragen an die Lehrenden oder Betreuenden im weiteren Sinne (also ebenso Verwaltungspersonal, technisches Personal) zu stellen, Aufgaben einzureichen, Dokumente zu übermitteln, Nachrichten an andere Kommilitonen zu übermitteln und mit diesen zu diskutieren. Farrington führt zu diesem Punkt Studien an, die belegen, dass der Einsatz von Diskussionsforen im Netzwerk die Kommunikation in einem Seminar erhöht und Studierende sowie Lehrkräfte davon befreit, Höchstleistungen zu vorgegebenen Zeiten zu erbringen.[79]

Synchrone Kommunikationsformen ergänzen die asynchrone Kommunikation. So können vom Lehrenden Lehrveranstaltungen, Online-Fragestunden und Diskussionen angesetzt werden. In diesen können Forscher oder Buchautoren zugeschaltet und direkt befragt werden.[80]Kommunikationsmittel dafür sind Chat-Systeme (1:1- und m:n- Kommunikation) und Audio- oder Videokonferenzsysteme (m:n-Kommunikation).

Die Studierenden nutzen synchrone und asynchrone Kommunikationsformen, um Gespräche mit Kommilitonen zu führen, bei Teamaufgaben zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu helfen.

Moderne Multi-Media-Konzeptionen schließen reale Kommunikationsmöglichkeiten nicht aus (persönliche Treffen, Telefonate). Die Entscheidung darüber, welche dieser Möglichkeiten in welchem Maße in Anspruch genommen werden, sollte aber jeweils den Studierenden selbst überlassen bleiben.[81]

Einige virtuelle Universitäten unterstützen die sozialen Kontakte zwischen den Studierenden explizit durch die Einrichtung spezieller Foren, die ausschließlich für den Austausch der Studierenden untereinander vorgesehen sind und deren Themen von den Studierenden selbst bestimmt werden. An der FernUniversität Hagen wird dieser Bereich Cafeteria genannt, an dem synchrone und asynchrone Kommunikationsformen angeboten werden.[82]

- Übungen

Multimediale Online-Kurse integrieren Übungen an geeigneten Stellen. Alternativ können Übungen über Verweise aus dem Kursmaterial erreichbar sein. Sie dienen der Anwendung der gelernten Lehrinhalte, der Selbstkontrolle und der Motivation.

Übungen treten im virtuellen Lernen in zweierlei Arten auf:

1. Es können Interaktionen (Aufgaben zur Selbstkontrolle) angeboten werden, die ein Feedback geben, welches durch eine Datenbank automatisch generiert wird. Vorteil dieser Übungen gegenüber einem realen Tutor ist deren unbegrenzte Geduld. Die Qualität der Feedbacks reicht momentan von einfachen Reaktionen „richtig bzw. falsch“ bis hin zu Erklärungen, die sich auf die gegebene Antwort beziehen und systematische Fehler berücksichtigen, die der Lernende bei der Aufgabenlösung potentiell begehen könnte (Beispiele in den Lernprogrammen der Reihe "BWL Lernsoftware Interaktiv“ der Universität Bamberg[83]). Es ist leicht zu erkennen, dass nur letztere didaktisch wertvoll sind und den Studierenden einen Lerneffekt und hohen Nutzen bieten.

Verschiedene Interaktionsformen sind möglich[84]:

- Single- und Multiple-Choice-Aufgaben
- Anordnungsaufgaben: Vervollständigung von Texten oder Grafiken durch Auswahl und Anordnung vorgegebener Alternativen
- Zuordnungsaufgaben: Zuordnung vorgegebener Begriffe zueinander
- Freie Texteingaben
- Vervollständigung von Texten und Grafiken durch freie Texteingabe (z.B. Lückentext)

2. Daneben können vom Lehrenden Einsendeaufgaben angeboten werden, die allein oder in Gruppenarbeit gelöst werden müssen. Das Einsenden sowie Rücksenden der Korrektur erfolgt auf elektronischem Weg, meist per E-Mail. Auch in diesem Fall kann eine automatische Korrektur die Arbeit der Lehrenden erleichtern. Dies ist beispielsweise in Kursen möglich, die Programmiertechniken lehren. Die Korrektur kann durch Vergleich des Ein-/Ausgabeverhaltens des eingesendeten Programms automatisch durchgeführt werden.

- Virtuelle Seminare

In einem Seminar finden Austauschprozesse über eine ganze Gruppe und über einen längeren Zeitraum hinweg statt. Für alle beteiligten Personen sollen jederzeit Möglichkeiten der aktiven und passiven Beteiligung offen stehen. Für die Durchführung virtueller Seminare bieten sich neue Arbeitsformen an, die als Groupware aus der Computer Supported Cooperative Work (CSCW) bekannt sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Beispiele von Groupware für kooperatives Arbeiten verteilter Personen

Audio oder Videokonferenzsysteme können für Vorbesprechungen sowie für Präsentationen genutzt werden, diese bieten häufig Möglichkeiten, unterschiedliche parallel ablaufende Subkonferenzen anzubieten. In den meisten Fällen werden bisher E­Mail und Diskussionsforen sowie Mehrautorensoftware eingesetzt.

Beachtet werden sollte, dass allein der Einsatz der Technik die Bildung von Gruppenstrukturen keinesfalls erleichtert, und auch eine Gruppenkoordination sich nicht von selbst entwickelt.[85]Ebenso wie in einer vergleichbaren realen Situation sind pädagogische Konzepte gefragt. Gute Online-Diskussionen erfordern eine sorgfältige

Planung und Strukturierung. Folgende Elemente gehören dazu: Aufteilen der Studierenden in kleine Gruppen (typischerweise unter 10 Mitglieder), Stellen spezifischer Aufgaben (z. B. Antworten zu den in Texten gestellten Fragen finden) und Setzen von Zeitlimits für die Diskussion.[86]

Die Auswahl der geeigneten Lehrveranstaltungen für einen bestimmten Inhalt stellt momentan noch ein Problem dar. Dabei ist eine Einschätzung, wie wichtig einzelne Faktoren für den Wissenserwerb sind, unerlässlich. Die verschiedenen (technischen) Umsetzungen bedürfen einer Überprüfung im Hinblick auf ihre Effizienz und die eigentliche Zielgröße: den individuellen Wissenserwerb und das Lernen der Teilnehmer.[87]Momentan existieren noch nicht genügend und vor allem keine langfristigen Evaluationen bezüglich des Lernerfolgs durch die einzelnen Lehrveranstaltungen.[88]

- Praktika

Die in einigen Studiengängen notwendigen Praktika können an einer Virtuellen Universität völlig neu gestaltet werden. Es sind umfangreiche Simulationsmöglichkeiten durchführbar. Sie werden bisher als Lernmittel eingesetzt, wo eine Übung selbst zu aufwendig oder gefährlich ist (Beispiel: Flugsimulation). Zunehmend gewinnen auch soziale Simulationen an Bedeutung (Beispiel: Trainieren des Verhandlungsgeschicks bei telefonischer Gesprächsführung).

Der Einsatz der Simulation als neue Lernmethode verspricht eine lernerorientiertere Bildung: Sprachlernprogramme bieten die Kontrolle der Aussprache, was vor allem zu Beginn des Erlernens einer Sprache extrem wichtig und im Unterricht in diesem Umfang nicht möglich ist. Es lassen sich Bereiche visualisieren, die dem menschlichen Erfassungsvermögen nicht direkt zugänglich sind (Beispiel dreidimensionale Modelle). Die bildliche Darstellung ist in den Bereichen Mathematik, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften eine der Schlüsselanforderungen. Für das Studium der Architektur oder Kunstgeschichte können alte Bauwerke und Denkmäler simuliert und virtuell

besichtigt werden, in der Biologie zeitaufwendige und kostspielige Experimente durchgeführt werden.[89]

Die virtuelle Umsetzung eines Genlabors wird z. B. im Projekt „Multimediales Gentechnisches Praktikum“ an der Universität Oldenburg entwickelt.[90]Ein eindrucksvolles Beispiel ist das von der University of Virginia für den Biologieunterricht entwickelte Übungsprogramm zum Sezieren eines Frosches.[91]

- Betreuung der Lehrveranstaltungen

Neue Lehrformen erfordern neue Betreuungsformen, deshalb soll an dieser Stelle die Betreuung der Lehrveranstaltungen kurz thematisiert werden.

Die Auswahl und Bereitstellung der Lerninhalte geschieht in den meisten Fällen durch Wissenschaftler und Dozenten. Vorstellbar ist, dass die Betreuung der Lehrveranstaltungen anstatt von den Wissenschaftlern selbst, von Moderatoren und Tutoren übernommen wird, welche die Inhalte zwar nicht selbst erarbeitet haben, aber als Tutoren hervorragend ausgebildet sind und die Gestaltungsmöglichkeiten der Veranstaltungen mittels der neuen Medien sehr gut beherrschen.[92]Dies schafft den Wissenschaftlern Freiräume für Forschungsaufgaben. Der Rückgriff auf den Experten bei inhaltlichen Fragen ist jedoch jederzeit möglich.

Mit der Veränderung der Lernmethoden hin zu handlungsorientiertem und selbstgesteuertem Lernen ändern sich auch die Erwartungen und Ansprüche der Studierenden an ihre Professoren und Betreuer. Diese übernehmen idealerweise nun eher eine Rolle eines Führers durch den Lernprozess, eines Beraters, Betreuers und Trainers (entsprechend dem englischen Begriff Coach) als die traditionelle Rolle des autoritären Lehrenden, der das gesamte Wissen eines Gebietes beherrscht und weitergibt.

Bei Vollzug eines Wechsels von einer traditionellen hin zu einer virtuellen Universität wird der Erfolg daher ganz entscheidend von der Veränderungsbereitschaft der Lehrenden abhängen, die sich mit dem Einsatz der neuen Medien sowie ihrer neuen Rolle im Lernprozess beschäftigen und in den meisten Fällen dazulernen müssen.

Neben einer vorhandenen intrinsischen Motivation denken viele Universitäten über extrinsische Motivationsanreize nach. Dazu könnten neben der finanziellen Entlohnung Incentives, Prämien und die Eröffnung neuer Karrierewege gehören.[93]

Die Qualifizierung der Lehrkräfte und Betreuer stellt andererseits wieder ein Anwendungsgebiet der virtuellen Weiterbildung dar. Neben der Qualifizierung in Kursen stellt das Internet eine Plattform zum weiterbildenden kollegialen Erfahrungsaustausch von Personen aus aller Welt, die sich ebenfalls als Entscheider, Entwickler, Lehrende, Betreuer oder Nutzer mit virtueller Lehre beschäftigen. Ein vielgenutztes Diskussionsforum besteht an der University of New Brunswick (Kanada): World Wide Web Courseware Developers’ Listserv.[94]Seit Februar 2000 bietet Global Learning der Dt. Telekom zwei Foren zum Thema Telelearning[95]an. In einem weiteren Forum, dem Forum Bildung, getragen von Repräsentanten von Bund und Ländern und Verbandsvertretern (DIHT, Deutscher Gewerkschaftsbund), wird das Thema Bildung in Deutschland allgemein diskutiert.[96]

- Präsenzphasen

Eine Reihe von Universitäten möchte nicht ausschließlich auf virtuelles Lernen wechseln. Einige Fähigkeiten wie Rhetorik oder Präsentationstechniken sind an virtuellen Universitäten schwer vermittelbar. Präsenzveranstaltungen erlauben eine stärkere Betonung der Ausbildung sozialer Kompetenzen in realen Situationen bei den Lernenden.

Daneben wünschen auch viele Studierende kein reines Online-Lernen. Insbesondere bei der Altersgruppe von 18-24 Jahren spielen soziale Aspekte, wie der Wunsch, Gleichaltrige und Gleichgesinnte kennen zu lernen und Netzwerke aufzubauen, eine große Rolle. Bei älteren Zielgruppen ist dieses Bedürfnis nicht so stark ausgeprägt, für diese Gruppen eignen sich daher reine Online-Angebote.[97]

Einige Universitäten bieten aus diesen Gründen Präsenzphasen an, in denen innerhalb von wenigen Wochen in der Regel sehr intensiv und auf das Wesentliche konzentriert an ausgesuchten Themen und Fähigkeiten gearbeitet wird. Für einige Studiengänge ist eine bestimmte obligatorische Präsenzzeit vorgesehen, wenn man einen Abschluss machen will, Beispiele sind die in der Tabelle aufgeführten MBA-Programme.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Beispiele für Studienprogramme mit integrierten Präsenzphasen[98]

- Prüfungen

Bislang ungelöst ist das Problem der virtuellen Durchführung von Klausuren und Prüfungen. Im gegenwärtigen Stadium der technischen Entwicklung fehlen Instrumente zur Identifikation der Prüfungskandidaten und zur Kontrolle der Prüfungssituation durch die Durchführenden.[99]Es muss sichergestellt sein, dass die richtige Person ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln die Fragen beantwortet (Beispiele sind der digitale Fingerdruck oder andere digitale Erkennungen).

In den meisten Fällen werden Lösungen genutzt, wie sie von den Fernuniversitäten bekannt sind. Die Prüfung findet unter Aufsicht von Beobachtern statt, sie muss allerdings nicht in den Räumen der prüfenden Hochschule geschrieben werden. Einige Universitäten haben autorisierte Prüfungszentren, als Aufsichtspersonen können aber auch Direktoren einer High School, Fakultätsmitglieder an Universitäten sowie

Botschafter oder Konsule des jeweiligen Landes fungieren. (Beispiele: Open University, Großbritannien; Athabasca University, Kanada).

Die Fernuniversität Hagen führt seit Dezember 1995 vereinzelt mündliche Prüfungen als Videokonferenz zwischen Bregenz bzw. Wien und Hagen durch. Die Studierenden zahlen für die entstehenden Leitungskosten, der Betrag wird von den Studierenden vielfach geringer eingeschätzt als jene Kosten, die sich aus den Fahrtkosten nach Hagen und Opportunitätskosten durch nicht zur Verfügung stehende Arbeitszeit ergeben.

In vielen Online-Kursen werden die Leistungen der Studierenden allerdings vorwiegend anhand der Beteiligung am Unterrichtsgeschehen sowie anhand von Einsendeaufgaben und Seminararbeiten bewertet.[100]Eine weitere angewandte Prüfungsform sind sogenannte „open-book tests“ am Kursende, also Prüfungen, bei denen Unterlagen genutzt werden können und sich damit das Problem der Überwachung der Situation nicht stellt.

Ebenso wie im Internet viele Seiten existieren, die Schülern und Studierenden über den Zugriff zu Hausarbeiten u. a. Betrugsmöglichkeiten eröffnen, entstehen zahlreiche Webseiten und Programme, die Lehrenden helfen, herauszufinden, ob ihre Studierenden in ihren Arbeiten abgeschrieben haben. Eine Übersicht findet sich bei Carnevale, der weitere Tipps gibt, wie Betrug verhindert oder aufgedeckt werden kann[101]:

- Studierende auffordern, während Diskussionen und Tests Kameras zu nutzen
- zufällige Abfragen oder Tests durchführen, dabei Chat-Software nutzen, die alle Antworten aufbewahrt
- bei Vermutungen, dass ein Text nicht vom Studierenden geschrieben wurde, einen Teil in eine Suchmaschine eingeben, um herauszufinden, ob er irgendwo im Internet bereits existiert.

An der University of Glasgow ging ein Informatikprofessor dazu über, die von den Studierenden eingereichten Programme mittels eines Algorithmus zu vergleichen, der für den Vergleich von DNA-Proben genutzt wird.[102]

[...]


[1]Vgl. BMBF (Hrsg., 1998 a), S. 19.

[2]Vgl. Phillips (1996).

[3]Vgl. Twigg/Oblinger (1996).

[4]Vgl. Hesse (1998), S. 157.

[5]Vgl. Issing (1996), S. 62.

[6]Vgl. Rüttgers (1997).

[7]Vgl. Bertelsmann Stiftung/Heinz Nixdorf Stiftung (Hrsg., 1998), S. 11.

[8]Vgl. Klinger (1997), S. 321.

[9]Vgl. Klinger (1997), S. 322.

[10]Vgl. Krempl (o. J. b).

[11]Vgl. BMBF (Hrsg., 1998 b), S. 10.

[12]Vgl. Pohl/Zimmermann (1998), S. 340.

[13]Vgl. BMBF (Hrsg., 1998 b), S. 73f.

[14]Vgl. Kraemer (1999), S. 17.

[15]Siehe auch unter Punkt „Zunahme der Freizeit“.

[16]Vgl. VHB (2000).

[17]Vgl. Erichsen (1996), S. 197.

[18]Vgl. Kraemer (1999), S. 18.

[19]Phillips (1996).

[20]Wills (1998), S. 130.

[21]Wills (1998), S. 130.

[22]Vgl. Gottwald/Sprinkart (1998), S. 86.

[23]Vgl. Lange (1996), S. 10.

[24]Vgl. Gottwald/Sprinkart (1998), S. 86.

[25]Vgl. Ballin (1996), S. 31.

[26]Vgl. Zürn (1994), S. 2, ähnlich Ballin (1996), S. 31.

[27]Gottwald/Sprinkart (1998), S. 74.

[28]Vgl. Bullinger (1997), S. 55f, ebenso Friedrich u.a. (1997), S. 4.

[29]Vgl. Schäfer (2000), S. 29ff.

[30]Vgl. Ballin (1996), S. 47.

[31]Reinmann-Rothmeier/Mandl (1996), S. 69.

[32]Vgl. Reinmann-Rothmeier/Mandl (1996), S. 66.

[33]Vgl. Farrington (1998), S. 67.

[34]Vgl. Winand/v. Kortzfleisch/Pohl (1996), S. 17.

[35]Vgl. Glotz (1998), S. 21f.

[36]Vgl. Gottwald/Sprinkart (1998), S. 28.

[37]Vgl. IWD (1999).

[38]Vgl. Gottwald/Sprinkart (1998), S. 24.

[39]Vgl. Sommer (1998), S. 199.

[40]Vgl. Sommer (1998), S. 200.

[41]Vgl. Massey /Curry (1999), S. iii.

[42]Vgl. Bullinger (1997), S. 31.

[43]In Anlehnung an Reichwald/Möslein (1997), S. 79.

[44]Vgl. Reichwald/Möslein (1997), S. 79.

[45]Vgl. Deysson (1997), S. 112.

[46]Vgl. Gottwald/Sprinkart (1998), S. 32.

[47]Vgl. Farrington (1998), S. 63.

[48]http://www.avumuk.ac.ug [Stand 27.04.2000].

[49]http//www.ghaclad.org/ghaclad2000/overview/index.htm [Stand 23.01.2000].

[50]Vgl. Bertelsmann Stiftung/Heinz Nixdorf Stiftung (Hrsg., 1998), S. 16.

[51]Vgl. Brockhaus Multimedia (2000).

[52]Vgl. Zürn (1994), S. 112.

[53]Chute (1999), S. 220.

[54]Vgl. Schumann/Hagenhoff (1998), S. 150.

[55]Vgl. Krempl (o. J., b).

[56]Vgl. Schumann/Hagenhoff (1998), S. 150.

[57]Vgl. Kraemer (1999), S. 19.

[58]Vgl. Zimmermann (o. J.).

[59]Zur Definition des Begriffes Virtuelles Unternehmen siehe u. a. Gabler Wirtschaftslexikon (1997), Zimmermann (o. J.), Wüthrich/Philipp (1998) und Picot (1998).

[60]Vgl. Krumbiegel (1997), S. 22f.

[61]Vgl. Müller-Böling (1997), S. 304.

[62]Vgl. Milius/Kraemer/Scheer (1998), S. 189.

[63]Vgl. Bremer (o. J.).

[64]Krumbiegel (1997), S. 121.

[65]Vgl. Krumbiegel (1997), S. 119ff. Der Modellierungsansatz und die Notation des Semantischen Objektmodells (SOM) kann bei Ferstl/Sinz (1998), S. 176ff nachgelesen werden.

[66]Vgl. Milius/Kraemer/Scheer (1998), S. 186.

[67]Vgl. Bullinger/Braun (1999), S. 28.

[68]Vgl. Ferstl (1998), S. 2.

[69]Vgl. Hesse (1998), S. 141.

[70]Vgl. Ballin (1996), S. 51.

[71]In Anlehnung an Ferstl (2000).

[72]Vgl. Ferstl (2000).

[73]Vgl. Expertenkreis (1999), S. 10.

[74]Siehe Anhang B.

[75]http://telet.inf.tu-dresden.de [Stand 27.04.2000].

[76]Vgl. Ferstl/Hahn/Schmitz (1999).

[77]Vgl. Mason (1998).

[78]Vgl. Buhrmann (1997), S. 22.

[79]Vgl. Farrington (1998), S. 52.

[80]Ein Beispiel findet sich bei Dixon (1996), S. 13.

[81]Vgl. BMBF (Hrsg., 1998 b), S. 62.

[82]Vgl. Buhrmann (1997), S. 25.

[83]Vgl. Universität Bamberg (2000).

[84]Vgl. Ferstl/Hahn/Schmitz (1999).

[85]Vgl. Hesse (1998), S. 146.

[86]Vgl. Mason (1998).

[87]Vgl. Hesse (1998), S. 158.

[88]Vgl. Hesse (1998), S. 144.

[89]Vgl. Farrington (1998), S. 51ff.

[90]Vgl. Universität Oldenburg (o. J.).

[91]http://curry.edschool.virginia.edu/go/frog/ [Stand 17.04.2000].

[92]Vgl. Expertenkreis (1999), S. 5.

[93]Berichte von Maßnahmen an verschiedenen Universitäten finden sich im Internet, http://sites.unc.edu/fitac/rewards/index.html. [Stand 07.03.2000].

[94]http://www.unb.ca/wwwdev/ [Stand 23.01.2000].

[95]http://www.global-learning.de/g-learn/cgi-bin/gl_userpage.cgi?StructuredContent=m0301 [Stand 07.03.2000].

[96]http://www.forum-bildung.de/ [Stand 07.03.2000].

[97]Vgl. Expertenkreis (Hrsg., 2000), S. 16f.

[98]Detailliertere Beschreibungen siehe Anhang B.

[99]Vgl. Bremer (o. J.).

[100]Vgl. Schwan/Hesse (1998), S. 50f.

[101]Vgl. Carnevale (1999).

[102]Vgl. Hochschule und Beruf (1999), S. 8.

Ende der Leseprobe aus 148 Seiten

Details

Titel
Virtuelle Universitäten - Erscheinungsformen und Angebote
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2000
Seiten
148
Katalognummer
V1562
ISBN (eBook)
9783638109659
ISBN (Buch)
9783656530824
Dateigröße
1001 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
virtuelle Universitäten, computerunterstütztes Lernen, Fernstudium, Teleteaching, Aus- und Weiterbildung, Online-Lernen
Arbeit zitieren
Silvia Friedrich (Autor), 2000, Virtuelle Universitäten - Erscheinungsformen und Angebote, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1562

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