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Bedarf es eines neuen Ausbildungsberufs im Bereich der Biotechnologie?

Qualifikationsanalyse für einen Ausbildungsberuf im Biotechnologischen Bereich

Titel: Bedarf es eines neuen Ausbildungsberufs im Bereich der Biotechnologie?

Diplomarbeit , 2007 , 75 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mareike Feldpausch (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit steht die Frage im Vordergrund, ob es anhand der Entwicklung der Biotechnologie-Branche eines neuen Ausbildungsberufs in diesem Sektor bedarf.

Die Biotechnologie-Branche in Deutschland entwickelt sich zu einem starken Wirtschaftszweig. Angesichts der fortschreitenden Ausweitung des Biotechnologie-Sektors stellt sich die Frage, wie sich die berufliche und betriebliche Ausbildung in diesem Bereich zukünftig gestalten wird. Die Ausbildung des nicht-akademischen Fachpersonals im Dualen System, die in Deutschland den größten Teil der Ausbildungsformen stellt, wird fast vollständig außer Acht gelassen. Derzeit gibt es im Bereich der Biotechnologie nur die Möglichkeit, eine schulische Ausbildung zu absolvieren. In den anderen Bereichen gibt es verschiedene Ausbildungsberufe. Ein Vergleich der verschiedenen Fachbereiche zeigt, dass sie teilweise schwer voneinander getrennt werden können. Daher wird überwiegend auf Fachpersonal aus den anderen Bereichen zurückgegriffen. Die Frage ist, ob die Qualifikationen ausreichend sind, um den Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal decken zu können. Es gibt zwar die Möglichkeit, in biotechnologischen Unternehmen Ausbildungen im Dualen System zu absolvieren, jedoch nicht in speziellen biotechnologischen Berufen. Anhand einer Bedarfsanalyse konnte gezeigt werden, dass ein Trend besteht, dass die Firmen der Biotechnologie die Ausweitung des schulischen Ausbildungsberufes für nötig erachten. Ein weiterer Trend geht dahin, die Entwicklung eines eigenständigen dualen Ausbildungsberufes anzustreben. Dabei bevorzugen die meisten Befragten die Dualität der Ausbildung, weil theoretisches und praktisches Wissen verbunden wird. Ebenso belegen die Befragten, dass die Ausbildung biotechnologisch spezifischer gestaltet werden sollte. Zum Schluss wird aufgezeigt, wie sich die Entwicklung eines Ausbildungsberufes in Deutschland gestaltet und welche Aufgabe die Politik, die Gewerkschaften und die Arbeitgebervertreter dabei haben. Dies alles zeigt, dass sich in Zukunft weiterhin mit diesem Thema beschäftigt werden muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Biotechnologie in Deutschland

1.2 Entwicklung des Berufsbildungssystems in Deutschland

1.3 Duales System

1.3.1 Strukturmerkmale und Funktionalität

1.4. Ziel der Diplomarbeit

2 Berufsfelder Chemie/Biologie/Medizin/Physik/Biotechnologie

2.1 Chemie

2.1.1 Fachgebiete

2.2 Biologie

2.2.1 Fachgebiete

2.3 Medizin

2.3.1 Fachgebiete

2.4 Physik

2.4.1 Fachgebiete

2.5 Biotechnologie

2.5.1 Fachgebiete

2.5.2 Entwicklung der Branche

2.6 Vergleich der Branchen

3 Qualifikationsanalyse

3.1 Ausbildungsgänge

3.1.1 Chemie

3.1.2 Biologie

3.1.3 Medizin

3.1.4 Physik

3.1.5 Biotechnologie

3.2 Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

3.2.1 Chemie

3.2.2 Biologie

3.2.3 Medizin

3.2.4 Physik

3.2.5 Biotechnologie

3.3 Studie zur Kompetenzverfügbarkeit in der Biotechnologie

3.4 Zusammenfassung: Sind Ausbildungsgänge im Dualen System nötig?

4 Bedarfsanalyse

4.1 Methodik

4.2 Vorbereitung

4.3 Durchführung

4.4 Ergebnisse

4.4.1 Umfragebeteiligung und Repräsentativität

4.4.2 Fragebogen

4.5 Diskussion

5 Aufgabe der Politik

6 Entwicklung eines neuen Ausbildungsberufes in Deutschland

6.1 Funktion der Ausbildungsordnung

6.2 Entwicklungskriterien

6.3 Entstehung eines neuen Ausbildungsberufs – Verfahren

7 Schlussfolgerung und Ausblick

8 Zusammenfassung

9 Literatur

9.1 Internetliteratur

10 Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Qualifikationsbedarf für einen Ausbildungsberuf im biotechnologischen Sektor. Ziel ist es, die Eignung und Notwendigkeit eines neuen dualen Ausbildungsganges basierend auf der Analyse der bestehenden Branchenstrukturen sowie einer durchgeführten Bedarfsanalyse bei Unternehmen zu evaluieren.

  • Analyse des biotechnologischen Sektors in Deutschland
  • Vergleich der Berufsfelder Chemie, Biologie, Medizin, Physik und Biotechnologie
  • Struktur und Anforderungen des dualen Ausbildungssystems
  • Empirische Bedarfsanalyse zur Kompetenzverfügbarkeit in der Biotechnologie
  • Verfahren zur Entwicklung neuer Ausbildungsberufe

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Strukturmerkmale und Funktionalität

Zentrale Charakteristika des Dualen Systems und die darauf beruhenden Funktionalitäten:

(1) Es besteht eine Balance zwischen Breite und Spezifik der erzeugten Qualifikationen, d.h. Lernprozesse sind auf einen Beruf, also auf ein breites Feld verwandter Tätigkeiten, ausgerichtet. Gleichzeitig wird theoretisches und praktisches Wissen verbunden und verzahnt und somit die Komplexität und „Ganzheitlichkeit“ der erzeugten Qualifikationen gesichert. Dadurch wird die Handlungsfähigkeit für die vielen konkreten Tätigkeiten eines Berufs ermöglicht und ein gewisser Status der jungen Fachkräfte schon zu Beginn ihres Erwerbslebens gesichert. Die Kombination von Theorie- und Praxislernen für breite Tätigkeitsfelder fördert Qualifikationsüber schüsse und schafft so die Grundlage für späteres Weiterlernen.

(2) Weitere Vorteile für die Qualität der erzeugten Qualifikationen resultieren aus einer gewissen Autonomie in der Arbeit, d.h. die Mitarbeiter können eigene Tätigkeiten planen und mitgestalten. Das schafft die Voraussetzungen für vergleichsweise befriedigende Arbeitsinhalte und ermöglicht den Unternehmen flache Hierarchien zu schaffen und tayloristische Arbeitsorganisation zu vermeiden.

(3) Die Ausrichtung der Ausbildung auf einen anerkannten Beruf, mit dem Bewusstsein dafür eine Ausbildung durchlaufen zu haben, und die Eingliederung der Jugendlichen in die Bezugsgruppe der Auszubildenden, stützen die Identitätsbildung und die soziale Integration.

(4) Die gesellschaftliche Regelung der Ausbildung und die damit verbundene Standardisierung der erzeugten Qualifikationen, egal in welchem Betrieb oder Region sie erworben werden, ist Grundlage für berufsfachliche Arbeitsmärkte. Sie sind Basis für breite Nachfrage der Betriebe nach ausgebildeten Fachkräften für die Besetzung von Arbeitsplätzen. Die standardisierten Qualifikationsprofile ermöglichen ebenso einen Arbeitsplatzwechsel in ganz Deutschland auf gleichem Niveau. Den Arbeitnehmern wird eine gewisse Unabhängigkeit gegeben, indem ihnen ein Arbeitsplatzwechsel, ohne Neuanfang auf der untersten Stufe der Arbeitsplatzhierarchie, ermöglicht wird. Ebenso ersparen sich die Unternehmen aufwendige Anlernprozesse.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Biotechnologiesektors dar und legitimiert die Notwendigkeit einer Untersuchung zur Gestaltung der beruflichen Ausbildung in diesem Bereich.

2 Berufsfelder Chemie/Biologie/Medizin/Physik/Biotechnologie: In diesem Kapitel werden die fünf relevanten Wissensdomänen definiert, ihre Fachgebiete beleuchtet und die Branchen in Bezug auf ihre biotechnologische Relevanz miteinander verglichen.

3 Qualifikationsanalyse: Es erfolgt eine detaillierte Erfassung der aktuellen schulischen und dualen Ausbildungsgänge in den fünf Berufsfeldern sowie eine Untersuchung der Kompetenzverfügbarkeit in der Biotechnologie.

4 Bedarfsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der durchgeführten empirischen Umfrage, die Durchführung und die detaillierte Präsentation der Ergebnisse hinsichtlich des Bedarfs an dualen Ausbildungsberufen.

5 Aufgabe der Politik: Hier wird die Rolle politischer Bündnisse und Fachdialoge bei der Modernisierung von Ausbildungsordnungen sowie der Sicherung des Fachkräftenachwuchses erörtert.

6 Entwicklung eines neuen Ausbildungsberufes in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt das formale Verfahren und die notwendigen Schritte zur Neurdung oder Anpassung von Ausbildungsberufen im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes.

7 Schlussfolgerung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein Bedarf für einen spezifischen dualen Ausbildungsberuf in der Biotechnologie besteht.

8 Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die Fragestellung, das Vorgehen und die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zur beruflichen Bildung im biotechnologischen Bereich.

Schlüsselwörter

Biotechnologie, duales System, Berufsfeld, Fachkräftenachwuchs, Qualifikationsanalyse, Bedarfsanalyse, Ausbildungsberuf, Ausbildungsgang, Berufsbildung, Kompetenzverfügbarkeit, Laborausbildung, industrielle Produktion, Berufsbildungsgesetz, Fachpersonal, Standardisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Qualifikationsbedarf und die Ausbildungssituation im biotechnologischen Bereich in Deutschland, um zu bewerten, ob ein expliziter dualer Ausbildungsberuf für diesen Sektor sinnvoll ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der biotechnologischen Branche, der Struktur des deutschen dualen Ausbildungssystems, dem Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Fachgebiete sowie der empirischen Untersuchung des Bedarfs an qualifiziertem Fachpersonal.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Analyse des Ist-Zustands und einer Befragung von Unternehmen herauszufinden, ob ein eigenständiger dualer Ausbildungsgang für den Bereich Biotechnologie notwendig und gewünscht ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der bestehenden Berufs- und Branchenstrukturen sowie einer quantitativen empirischen Bedarfsanalyse mittels eines schriftlichen Fragebogens, der an biotechnologische Unternehmen und Forschungseinrichtungen gerichtet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Berufsfelder, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Ausbildungsgänge, die detaillierte Auswertung der Bedarfsanalyse sowie die Darstellung des formalen Prozesses zur Entwicklung neuer Ausbildungsberufe.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit kennzeichnen?

Zentrale Begriffe sind Biotechnologie, duales Ausbildungssystem, Qualifikationsanalyse, Fachkräftenachwuchs und Ausbildungsordnung.

Warum wird der Bedarf an Ausbildungsberufen in der Biotechnologie als kritisch angesehen?

Die Autorin stellt fest, dass in der Biotechnologie trotz Branchendynamik ein Mangel an qualifiziertem nicht-akademischem Fachpersonal herrscht, da die vorhandenen Ausbildungsgänge oft zu stark auf andere Disziplinen wie Chemie oder Biologie fokussiert sind und keine spezifische biotechnologische Ausrichtung im dualen System bieten.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Neuordnung von Berufen?

Die Politik, vertreten durch verschiedene Fachministerien und durch Institutionen wie das BIBB, schafft den rechtlichen Rahmen und initiiert Fachdialoge, um Ausbildungsordnungen an technologische Innovationen anzupassen und den Übergang von der Theorie zur beruflichen Praxis zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bedarf es eines neuen Ausbildungsberufs im Bereich der Biotechnologie?
Untertitel
Qualifikationsanalyse für einen Ausbildungsberuf im Biotechnologischen Bereich
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Für berufliche Bildung und Arbeitslehre)
Veranstaltung
Diplomarbeit
Note
1,0
Autor
Mareike Feldpausch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
75
Katalognummer
V1563364
ISBN (PDF)
9783389118641
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualifikationsanalyse Berufspädagogik Biotechnologie Umfrage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mareike Feldpausch (Autor:in), 2007, Bedarf es eines neuen Ausbildungsberufs im Bereich der Biotechnologie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1563364
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  75  Seiten
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