Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Beziehungen zwischen drei Schlüsselfaktoren der Arbeit – Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz und Arbeitsleistung – aufzuzeigen. Dabei wird hauptsächlich auf die vorhandenen Konstrukte eingegangen. Thematisiert wird die Unklarheit im Bezug auf die Zuordnung des Arbeitseinsatzes als Dimension des Konstrukts Arbeitsmotivation, als Dimension des Konstrukts Arbeitsleistung oder als separates Konstrukt. Abschliessend wird eine Tendenz zum Arbeitseinsatz als separates Konstrukt festgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition der Begriffe
2.1. Arbeitsmotivation
2.2. Arbeitseinsatz
2.3. Arbeitsleistung
3. Aktueller Stand der Forschung
3.1. Der Arbeitseinsatz als Dimension des Konstrukts Arbeitsmotivation
3.2. Der Arbeitseinsatz als Dimension des Konstrukts Arbeitsleistung
3.3. Der Arbeitseinsatz als separates Konstrukt
4. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Einordnung des Arbeitseinsatzes im Kontext der Arbeitsmotivation und Arbeitsleistung, um zu klären, ob dieser als Dimension eines bestehenden Konstrukts oder als eigenständiges Konstrukt zu betrachten ist.
- Beziehung zwischen Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz und Arbeitsleistung
- Methodische Herausforderungen bei der Messung von Arbeitseinsatz
- Theoretische Modelle und deren Ansätze zur Konstruktzuordnung
- Analyse der Tendenz zur Verselbstständigung des Konstrukts Arbeitseinsatz
- Einflussfaktoren wie Zielorientierung, Arbeitsgestaltung und Selbstregulierung
Auszug aus dem Buch
3.1. Der Arbeitseinsatz als Dimension des Konstrukts Arbeitsmotivation
In der Forschung existieren verschiedene Ansätze, die drei Begriffe Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz und Arbeitsleistung miteinander in Verbindung zu setzen. Vor allem der Arbeitseinsatz, der in einem gewissen Sinn das Bindeglied zwischen der Arbeitsmotivation und der Arbeitsleistung ist, wird nicht überall gleich zugeordnet. Dieses Kapitel befasst sich mit dem Arbeitseinsatz als Dimension des Konstrukts der Arbeitsmotivation. Abbildung 4 zeigt auf, wie dies im Zusammenhang mit der Arbeitsleistung aussehen könnte.
Wie bei der Definition der Arbeitsmotivation erwähnt (vgl. Kap. 2.1.), sind beim Messen der Motivation vor allem die verschiedenen Theorien dazu von Bedeutung. Diese behandeln den Arbeitseinsatz zum Teil nicht als eigenständiges Konstrukt, sondern integrieren ihn in die Arbeitsmotivation. Anschliessend sollen einige dieser Theorien und deren wissenschaftliche Erkenntnisse aus Latham und Pinder (2005) vorgestellt und deren Verbindung mit dem Arbeitseinsatz aufgezeigt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Untersuchung des Arbeitseinsatzes für den Unternehmenserfolg und definiert die Forschungsfrage bezüglich seiner Konstruktzuordnung.
2. Definition der Begriffe: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz und Arbeitsleistung definiert und deren theoretische Abgrenzung im Forschungskontext beleuchtet.
3. Aktueller Stand der Forschung: Hier erfolgt eine differenzierte Analyse, wie verschiedene wissenschaftliche Strömungen den Arbeitseinsatz als Teil der Motivation, als Teil der Leistung oder als separates Konstrukt einordnen.
4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Forschungsergebnisse und stellt fest, dass sich in der Literatur eine Tendenz zur Loslösung des Arbeitseinsatzes als eigenständiges Konstrukt abzeichnet.
Schlüsselwörter
Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz, Arbeitsleistung, Konstrukt, Forschung, Zielorientierung, Arbeitsgestaltung, Selbstregulierung, Leistungsziel, Lernziel, Gerechtigkeit, soziale Wahrnehmung, Mitarbeiterführung, Humankapital, Erfolgsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretische Einordnung des Begriffs "Arbeitseinsatz" innerhalb der betriebswirtschaftlichen Forschung zu Arbeitsmotivation und Arbeitsleistung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Motivations- und Leistungsmodellen sowie die Analyse, ob der Arbeitseinsatz als Unterkategorie oder als eigenständiges Konstrukt modelliert werden sollte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Beziehungen zwischen Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz und Arbeitsleistung aufzuzeigen und die Unklarheiten in deren wissenschaftlicher Zuordnung zu adressieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Modelle und englischsprachige Fachjournale analysiert, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Arbeitseinsatz aus drei Perspektiven: als Dimension der Motivation, als Dimension der Arbeitsleistung und als eigenständiges Konstrukt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Arbeitsmotivation, Arbeitseinsatz, Arbeitsleistung, Konstruktbildung, Zielorientierung und psychologische Aspekte der Unternehmensführung.
Welche Rolle spielt die "Equity"-Theorie in der Arbeit?
Die Equity-Theorie nach Adams wird herangezogen, um zu erklären, wie empfundene Ungerechtigkeiten zwischen Aufwand und Ertrag den Arbeitseinsatz als regulatorische Größe beeinflussen können.
Warum wird der Arbeitseinsatz als eigenständiges Konstrukt diskutiert?
Weil das Betrachten als eigenständiges Konstrukt die Messbarkeit direkter Einflüsse auf andere Variablen, wie etwa die Arbeitsbefriedigung, erheblich verbessert und nicht durch Leistungsmodelle verfälscht wird.
- Citation du texte
- BSc BA Olivier Duperrut (Auteur), 2007, Ist „exerted effort“ eine Dimension des Konstrukts „(Arbeits-)Motivation“ oder „Job performance“ oder besser ein separates Konstrukt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156369