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Eine philosophische Untersuchung über die moralische Rechtfertigung von Tierversuchen

Titre: Eine philosophische Untersuchung über die moralische Rechtfertigung von Tierversuchen

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 22 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Benedikt Bärwolf (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Medizinhistoriker Ulrich Tröhler schrieb in seinem Aufsatz über "Die Geschichte des wissenschaftlichen Tierversuchs", dass die Tierversuche eine der vier Grundlagen der westlichen Medizin darstellen. Die Forscher rechtfertigen ihre Experimente an den Tieren damit, dass sie dadurch zu Wissen über den Menschen gelangen. Der Nutzen der sich für den Menschen durch diese Tierexperimente ergibt könnte dabei nicht größer sein. Aufgrund dieser Tatsache werden in fast allen Länder unserer Welt Versuche an Tieren durchgeführt, die in den meisten Fällen zu dem Tod des fühlenden Tieres führt. Daraus ergeben sich folgende Fragen: Gibt es eine philosophische Rechtfertigung für das Leiden und Töten der Versuchstiere oder handeln wir Menschen moralisch falsch? Wenn es eine Rechtfertigung für diese Tierexperimente gibt, wie lässt sich diese begründen? Welche Moraltheorie lässt sich auf Tiere anwenden, damit Tierexperimente größtenteils verhindert werden können?
Im Folgenden möchte ich mich diesen Fragen stellen und versuchen, eine Antwort auf die gestellten Fragen zu finden. Die Kernfrage soll dabei die Rechtfertigung der Tierversuche sein. Am Anfang der Analyse möchte ich mich mit dem wissenschaftlichen Nutzen, der sich aus den Tierexperimente für den Menschen ergibt, auseinandersetzen. Die Verfechter der Tierexperimente schließen allein durch einen objektiven Nutzen ein moralisch falsches Handeln gegenüber den Tieren von vornherein aus. Nachdem ich mich mit den Tierexperimenten in einer allgemeinen Einführung in die Tierproblematik beschäftigt habe, wende ich mich dann der philosophischen Rechtfertigung der Tierexperimente zu. Die Rechtfertigungspositionen sollen an Hand ausgewählter Beispiele vorgestellt und kritisch betrachtet werden. Im Anschluss daran möchte ich mich dann mit den philosophischen Ablehnungspositionen auseinandersetzen und versuchen eine moralische Position im Bezug zu den Tierversuchen aufzuzeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Tierexperimente und ihr scheinbarer Nutzen

1.1 Problematik von Tierexperimenten

1.2 Tierexperimente und ihr wissenschaftlicher Nutzen

2. Ansätze einer philosophischen Rechtfertigung von Tierversuchen

2.1 Philosophische Gründe für Tierversuche

2.2 Das Tier, ein seelenloser Automat

2.3 Das Tier und die Anwendung der Moralgesetze

3. Philosophische Ablehnungsversuche gegen Tierexperimente

3.1 Positionen zu Tierversuchen

3.2 Das Grundprinzip der Gleichheit

3.3 Der Rechte-Ansatz

Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die moralische Rechtfertigung von Tierversuchen aus philosophischer Perspektive. Dabei wird der wissenschaftliche Nutzen kritisch gegen ethische Bedenken abgewogen, um zu prüfen, ob das Leiden und Töten von Tieren für menschliche Forschungszwecke moralisch vertretbar ist.

  • Wissenschaftlicher Nutzen und ethische Problematik von Tierversuchen
  • Philosophische Begründungsansätze für die Nutzung von Tieren
  • Kritische Analyse des Tierstatus (z. B. Descartes, Kant)
  • Gegenpositionen und moralische Ablehnungsversuche
  • Diskussion von Utilitarismus und dem Rechte-Ansatz

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Tier, ein seelenloser Automat

René Descartes (1596–1650) gilt nicht nur als der Begründer des neuzeitlichen Rationalismus, sondern er hat die Philosophie in ein neues Zeitalter neuer Ideen geführt, in der Tierexperimente, moralisch vertretbar wären. Auf die Frage nach dem Status des tierischen Lebewesens hat Descartes eine restaurative Auffassung in der Philosophiegeschichte vertreten. Er hat die Tiere mit seelenlosen Automaten verglichen, die nur aus der res extensa und nicht aus der res cogitans bestehen. Sie haben, da sie nur der rohen Materie angehören, keine Subjektivität und werden deshalb mit einfachen natürlichen automatisierten Vorgängen verglichen.

Da die Tiere, nach Descartes, keine Subjektivität besitzen können, kann ihnen auch keine moralische Berücksichtigung durch den Menschen zukommen. Die kartesianische Philosophie setzt hier nicht nur die Rationalität mit der Subjektivität gleich, sondern auch die Rationalität mit der unsterblichen Seele. Tieren können deshalb auch keine unsterbliche Seele, so wie sie dem rationalen Menschen zukommt, besitzen. Die Sprache, so Descartes weiter, wird als das Kriterium für die Rationalität bestimmt und da die Tiere keine Sprache, sondern nur eine Stimme haben, können sie auch keine Rationalität besitzen. Den Tieren wird damit eine bewusste Form von Erleben ohne Vernunft schlechthin abgesprochen. Der Vorteil, der sich hier für den Menschen scheinbar ergibt, könnte nicht größer sein. Wenn man die Tiere wie Maschinen behandeln kann, können die Menschen auch alles mit ihnen machen was sie möchten. Die Menschen laden bei den Experimenten mit Tieren demnach auch keine moralische Schuld auf sich, da Tiere nur seelenlose Automaten sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Autor führt in die Problematik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob Tierversuche trotz ihres medizinischen Nutzens moralisch rechtfertigbar sind.

1. Tierexperimente und ihr scheinbarer Nutzen: Dieses Kapitel thematisiert die Verbreitung von Tierversuchen und untersucht, warum der wissenschaftliche Nutzen häufig zur Legitimierung des Leids herangezogen wird.

2. Ansätze einer philosophischen Rechtfertigung von Tierversuchen: Es werden verschiedene philosophische Argumentationen analysiert, die Tiere als bloße Ressourcen oder seelenlose Automaten betrachten, um Versuche zu legitimieren.

3. Philosophische Ablehnungsversuche gegen Tierexperimente: Hier werden Gegenpositionen wie der Utilitarismus und der Rechte-Ansatz von Tom Regan vorgestellt, die die moralische Unzulässigkeit von Tierversuchen betonen.

Resümee: Das Kapitel fasst zusammen, dass eine vollständige moralische Rechtfertigung schwierig ist und Tierversuche auch in Zukunft ein kontroverses Thema bleiben werden.

Schlüsselwörter

Tierversuche, Tierethik, moralische Rechtfertigung, Speziesismus, Utilitarismus, Tierrechte, Leidfähigkeit, Descartes, Immanuel Kant, Tom Regan, medizinischer Nutzen, Forschungsfreiheit, Tierstatus, Philosophie, Tierleid

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethische Debatte rund um Tierversuche und hinterfragt, ob der Nutzen für den Menschen die moralische Verantwortung für das Leid der Tiere rechtfertigt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt den wissenschaftlichen Nutzen von Tierversuchen, klassische philosophische Rechtfertigungsmuster sowie moderne Gegenpositionen aus der Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob es objektive moralische Gründe gibt, die Tierversuche rechtfertigen, oder ob sie aus ethischer Sicht als unzulässig verworfen werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Untersuchung, die durch die Analyse von Fachliteratur, ethischen Theorien und historischen Positionen zu einer moralischen Bewertung gelangt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des wissenschaftlichen Nutzens, die Analyse philosophischer Rechtfertigungsversuche (z.B. durch Abwertung der Tiere) und die kritische Auseinandersetzung mit Ablehnungspositionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tierethik, Speziesismus, Utilitarismus, Tierrechte und moralische Vertretbarkeit geprägt.

Warum wird Descartes in Bezug auf Tierversuche kritisiert?

Descartes wird kritisiert, weil er Tiere als seelenlose Maschinen definierte, was die Grundlage für ihre missbräuchliche Verwendung in der Forschung bildete.

Welche Rolle spielt das Utilitarismus-Prinzip bei der Bewertung von Tierversuchen?

Der Utilitarismus wägt den Nutzen gegen das Leid ab; dabei wird kritisiert, dass er zwar die Leidfähigkeit von Tieren anerkennt, aber bei sehr hohem menschlichem Nutzen trotzdem Tierversuche zulassen könnte.

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Résumé des informations

Titre
Eine philosophische Untersuchung über die moralische Rechtfertigung von Tierversuchen
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Philosophie)
Cours
Der Geist der Tiere
Note
2,0
Auteur
Benedikt Bärwolf (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
22
N° de catalogue
V156405
ISBN (ebook)
9783640950553
ISBN (Livre)
9783640950386
Langue
allemand
mots-clé
eine untersuchung rechtfertigung tierversuchen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Benedikt Bärwolf (Auteur), 2009, Eine philosophische Untersuchung über die moralische Rechtfertigung von Tierversuchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156405
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Extrait de  22  pages
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