Die Bachelorarbeit stellt das neue Diskussionspapier "A Review of the Conceptual Framework for Financial Reporting" vor und bewertet es. Dabei wird die grundlegende Frage untersucht, welche Änderungsvorschläge der IASB in diesem Diskussionspapier unterbreitet. Die Beurteilung erfolgt durch die Klärung der Frage, welche Auswirkungen die vom IASB in dem Diskussionspapier unterbreiteten Änderungsvorschläge auf ausgewählte internationale Rechnungslegungsstandards haben.
Um diese Fragen zu beantworten, wird zunächst auf die Änderungsvorschläge zu den existierenden Richtlinien des aktuellen Rahmenkonzepts eingegangen und dann auf die Auswirkungen auf die jeweiligen Standards. Dabei wird als erstes die jeweilige Ausgangssituation und dann der Änderungsvorschlag durch den IASB dargestellt. Danach werden mögliche Auswirkungen auf die Standards besprochen. Dabei wird auf die Themen Vermögenswert- und Schulddefinition, Ansatz von Vermögensgegenständen sowie den Eigenkapitalbegriff eingegangen und welche IAS (Standards) von diesen möglichen Änderungen betroffen wären.
Die Arbeit greift den Aufbau des Diskussionspapiers insofern auf, als dass der Hauptteil der Arbeit zweigeteilt ist. Der erste Teil beschäftigt sich mit unterbreiteten Änderungsvorschlägen zu bereits existierenden Richtlinien des aktuellen Rahmenkonzepts und somit zu bereits angewandten Standards.
Der zweite Teil stellt die Entwicklung zusätzlicher Richtlinien für das neue überarbeitete Rahmenkonzept und somit auch Entwicklung neuer Standards dar. Hier wird auf die Bewertung, Ausweis und Anhangangaben sowie der Abgrenzung von GuV und OCI eingegangen.
Den Schluss bildet eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Rahmenkonzepts
1.2 Geschichte des Projekts zum Rahmenkonzept
1.3 Problemstellung und Vorgehensweise
2. Änderungsvorschläge zu den existierenden Richtlinien des Rahmenkonzepts
2.1 Definition „Vermögensgegenstand“ und „Schuld“
2.1.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
2.1.2 Auswirkungen auf existierende Standards
2.2 Ansatz und Ausbuchung
2.2.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
2.2.2 Auswirkungen auf existierende Standards
2.3 Definition des Eigenkapitals und Abgrenzung von Schulden und Eigenkapitalinstrumenten
2.3.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
2.3.2 Auswirkungen auf existierende Standards
3. Entwicklung zusätzlicher Richtlinien des Rahmenkonzepts
3.1 Bewertung
3.1.1 Zugangsbewertung
3.1.1.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
3.1.1.2 Auswirkungen auf existierende Standards
3.1.2 Folgebewertung
3.1.2.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
3.1.2.2 Auswirkungen auf existierende Standards
3.2 Ausweis und Angaben
3.2.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
3.2.2 Auswirkungen auf existierende Standards
3.3 Darstellung der Gesamtergebnisrechnung – Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis
3.3.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
3.3.2 Auswirkungen auf existierende Standards
4. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Bachelor-Thesis analysiert das Diskussionspapier des IASB „A Review of the Conceptual Framework for Financial Reporting“. Das Hauptziel ist die Darstellung und kritische Beurteilung der vorgeschlagenen Änderungen am Rahmenkonzept sowie deren potenzielle Auswirkungen auf die Rechnungslegungspraxis und bestehende internationale Standards.
- Überarbeitung der Definitionen von Vermögensgegenständen und Schulden
- Optimierung der Ansatz- und Ausbuchungskriterien
- Neuausrichtung der Bewertungsgrundsätze (Zugangs- und Folgebewertung)
- Verbesserung von Ausweis- und Angabepflichten in Abschlüssen
- Harmonisierung der Ergebnisdarstellung (Gewinn- und Verlustrechnung vs. Sonstiges Ergebnis)
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Ausgangssituation und Änderungsvorschläge
Vermögensgegenstände und Schulden gehören – neben dem Eigenkapital – zu den Elementen der Bilanz und werden wie folgt definiert:
Die Definition eines Vermögensgegenstandes im aktuellen Rahmenkonzept lautet: „Ein Vermögensgegenstand ist eine in der Verfügungsmacht des Unternehmens stehende Ressource, die ein Ergebnis von Ereignissen der Vergangenheit darstellt und von der erwartet wird, dass dem Unternehmen aus ihr künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt.“
Die Definition einer Schuld im aktuellen Rahmenkonzept lautet: „Eine Schuld ist eine gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht und deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen verbunden ist.“
Die o.a. Definitionen sind – nach der Meinung des IASB – zwar zweckmäßig, nichtsdestotrotz aber verbesserungswürdig. Zunächst möchte der IASB in der neuen Definition betonen:
– dass ein Vermögensgegenstand eher die Ressource an sich ist, als der aus ihr in das Unternehmen gelangende wirtschaftliche Nutzen,
– dass eine Schuld eher die Verpflichtung an sich ist, als der aus ihr abfließende wirtschaftliche Nutzen,
– dass ein Vermögensgegenstand grundsätzlich fähig sein muss, wirtschaftlichen Nutzen zu generieren. Von dem Nutzen muss nicht zwangsläufig erwartet werden, dass er auch tatsächlich dem Unternehmen zufließen wird und,
– dass eine Schuld grundsätzlich fähig sein muss, einen wirtschaftlichen Nutzenabfluss hervorzurufen. Dieser muss auch nicht erwartungsgemäß eintreffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz des Rahmenkonzepts, skizziert die historische Entwicklung des Projekts beim IASB und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Änderungsvorschläge zu den existierenden Richtlinien des Rahmenkonzepts: Der erste Teil thematisiert die Anpassungen der Definitionen von Bilanzposten, die Kriterien für deren Ansatz und Ausbuchung sowie die Abgrenzung von Eigenkapitalinstrumenten.
3. Entwicklung zusätzlicher Richtlinien des Rahmenkonzepts: Der zweite Teil behandelt die methodischen Neuerungen bei der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, Vorschläge zu Ausweis und Angaben sowie komplexe Fragen der Darstellung des Gesamtergebnisses.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet den Einfluss der vorgeschlagenen Änderungen auf die zukünftige Rechnungslegungspraxis.
Schlüsselwörter
Rahmenkonzept, IASB, Rechnungslegungsstandards, Vermögensgegenstand, Schuld, Eigenkapital, Ansatzkriterien, Ausbuchungskriterien, Bewertung, Fair Value, Finanzberichterstattung, Gesamtergebnisrechnung, IFRS, Bilanzierung, Abschlussadressaten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kritisch das Diskussionspapier des IASB zur geplanten Überarbeitung des Rahmenkonzepts für internationale Rechnungslegungsstandards.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Neudefinition von Vermögensgegenständen und Schulden, Ansatz- und Ausbuchungsregeln, Bewertungsgrundlagen sowie Fragen zur Darstellung des Gesamtergebnisses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die vom IASB vorgeschlagenen Änderungen zusammenzufassen und deren Auswirkungen auf die existierenden Rechnungslegungsstandards zu beurteilen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analysierenden Methode, die den Aufbau des Diskussionspapiers des IASB strukturiert aufgreift und mit bestehenden Standards abgleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er untersucht einerseits Modifikationen an existierenden Richtlinien und andererseits die Entwicklung völlig neuer Konzepte für zukünftige Standards.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern gehören Rahmenkonzept, IASB, Ansatzkriterien, Bewertung, Fair Value, Eigenkapital und Finanzberichterstattung.
Welche Relevanz hat das „Recycling“ im Kontext der Gesamtergebnisrechnung?
Das Recycling bezeichnet die Umgliederung von Ergebnissen aus Komponenten, die zunächst erfolgsneutral (OCI) erfasst wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung bei der späteren Realisierung.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise des DRSC vom IASB bei den Definitionen?
Das DRSC empfiehlt eine strengere Trennung von Definitionen und Ansatzkriterien und kritisiert die Vagheits des Begriffs „capable“ in den neuen Vorschlägen.
Was bedeutet der „strenge Verpflichtungsansatz“ bei Schulden?
Dieser Ansatz definiert eine Schuld nur dann als solche, wenn eine tatsächliche Verpflichtung besteht, einem Dritten eine ökonomische Ressource zu übertragen, was eine kontinuierliche Bewertung erfordert.
- Quote paper
- Anna Rottke (Author), 2014, Das neue Diskussionspapier des IASB zum Rahmenkonzept für Rechnungslegungsstandards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1564994