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Resonanzpädagogik. Ein alternatives Konzept zur Vermittlung kultureller Bildung?

Titre: Resonanzpädagogik. Ein alternatives Konzept zur Vermittlung kultureller Bildung?

Dossier / Travail de Séminaire , 2022 , 28 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Die Öffnung und das Aushalten von Widersprüchen sind wesentliche Merkmale der Resonanzpädagogik des Soziologen Hartmut Rosa. In Adaption an Schulunterricht formuliert er seine Resonanztheorie zu dem Konzept der Resonanzpädagogik aus, um sie praktisch nutzbar zu machen und Schule neu zu denken. Gefordert wird Bildung, die zu Weltbegegnungen anregt. In einer durch Bildungsstandards limitierten Bildungslandschaft, sollen Möglichkeiten eröffnet werden, um Resonanzfähigkeit und -sensibilität zu ermöglichen.

Ziel dieser Arbeit ist es, theoriebasiert herauszuarbeiten, inwieweit die Resonanzpädagogik von Hartmut Rosa unterrichtspraktisch auf bestehendes Lehrbuchmaterial angewendet werden kann und somit eine Alternative zu bestehenden Bildungskonzepten zur Vermittlung kultureller Bildung darstellt. Mit Blick auf kulturelle Bildung erscheint die Elaboration des Themenkomplexes „Theater im Deutschunterricht“ als besonders produktiv, da dieser für Schülerinnen und Schüler einen Raum bieten soll, um ästhetische und kulturelle Bildung in einem besonderen Maße zu ermöglichen.

Demzufolge werden, nach der Vorstellung des aktuellen Forschungsstands, zunächst die Grundlagen des Resonanzkonzepts beschrieben. Weiterführend wird auf die Resonanzpädagogik mitsamt ihrer schulischen und unterrichtsspezifischen Implikationen eingegangen. Schließlich wird bestehendes Unterrichtsmaterial zu Theater im Deutschunterricht aus einer resonanten Perspektive geprüft und schließlich resonanzpädagogisch umformuliert und ergänzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis des Buches

  • 1. Einleitung
  • 2. Forschungsstand
  • 3. Grundlagen des Resonanzkonzepts
  • 4. Resonanzpädagogik - Schule als Resonanzraum
    • 4.1. Schulkultur
    • 4.2. Lehrkräfte
    • 4.3. Schülerinnen und Schüler
    • 4.4 Unterricht
  • 5. Resonanzpädagogische Perspektive auf Theater im Deutschunterricht
  • 6. Unterrichtsmaterial resonanzpädagogisch umformulieren
    • 6.1. Materialkritik
      • 6.1.1. „Sich mit Wirkungsabsichten und Wirkungsmöglichkeiten des Theaters auseinandersetzen"
      • 6.1.2. „Sich mit Theaterinszenierungen auseinandersetzen“
    • 6.2. Resonanzpädagogische Ergänzung und Umformulierung des Materials
      • 6.2.1. „Sich mit Wirkungsabsichten und Wirkungsmöglichkeiten des Theaters auseinandersetzen"
      • 6.2.2. „Sich mit Theaterinszenierungen auseinandersetzen“
  • 7. Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
    • Lehrbuchmaterial
      • 1. Inhaltsverzeichnis
      • 2. „Sich mit Wirkungsabsichten und Wirkungsmöglichkeiten des Theaters auseinandersetzen"
      • 3. „Sich mit Theaterinszenierungen auseinandersetzen“

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte der Arbeit

Diese Arbeit zielt darauf ab, theoriebasiert zu untersuchen, inwieweit die Resonanzpädagogik von Hartmut Rosa im Unterricht praktisch auf bestehendes Lehrbuchmaterial angewendet werden kann. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Resonanzpädagogik eine alternative Möglichkeit zur Vermittlung kultureller Bildung darstellt, die soziale Ungleichheiten im Bildungssystem mindern könnte.

  • Die Resonanztheorie von Hartmut Rosa und ihre pädagogischen Implikationen.
  • Die Rolle der Schule als "Resonanzraum" und die Förderung von Resonanzfähigkeit.
  • Die Vermittlung kultureller Bildung im Kontext schulischer Sozialisation.
  • Die Analyse und Bewertung von Theaterdidaktik im Deutschunterricht.
  • Die resonanzpädagogische Umformulierung und Ergänzung von Unterrichtsmaterialien.
  • Die Stärkung von Selbstwirksamkeit und intrinsischem Interesse bei Schülerinnen und Schülern.

Auszug aus dem Buch

3. Grundlagen des Resonanzkonzepts

Definitorisch bestimmt Rosa Resonanz wie folgt: „Resonanz ist eine durch Affizierung und Emotion, intrinsisches Interesse und Selbstwirksamkeitserwartung gebildete Form der Weltbeziehung, in der sich Subjekt und Welt gegenseitig berühren und zugleich transformieren“19. Beschrieben wird hier die Grundannahme der Resonanztheorie, wonach der Mensch sich stetig in Weltbeziehungen befindet. Strukturell kann die Weltbeziehung in verschiedenen Resonanzachsen stattfinden: Subjekt – Weltbeziehung (vertikale Resonanzachse), Subjekt – Subjekt (horizontale Resonanzachse) oder Subjekt – Material (diagonale Resonanzachse).20 Resonanz kann demzufolge nur erzeugt werden, wenn sie im Moment der Affizierung stattfindet. Hierbei erfährt ein Subjekt durch das Moment der Unverfügbarkeit21 eine Situation, in der es angesprochen und gleichzeitig bewegt oder berührt wird. Auf den affizierenden Moment wird reagiert bzw. geantwortet und dieser insoweit mit der individuellen Erfahrung und Emotion verbunden, wodurch das Individuum Selbstwirksamkeit erfährt. Das Individuum erfährt sich in dem Modus als gehört und in der Lage, die eigene Stimme hörbar zu machen. Verbunden mit der erfahrenen Selbstwirksamkeit erfährt das Individuum eine Veränderung des Selbst, eine transformatorische Erfahrung respektive „Anverwandlung“22. Durch das Miteinander in Resonanzbeziehung treten vollzieht sich eine Veränderung im Selbst, da Neues gelernt oder in Erfahrung gebracht wurde, was das Individuum bewegt und schließlich seine Welt ein Stück verändert. Voraussetzung hierfür ist eine offene Haltung, die sich durch intrinsisches Interesse und Selbsttätigkeit auszeichnet. 23

Resümierend kann festgehalten werden, dass Resonanz ein wechselseitiges Beziehungsgeschehen beschreibt, das sich in einem Moment der Unverfügbarkeit, Affizierbarkeit, Selbstwirksamkeit und Transformation hörend und antwortend offen aufeinander ausrichtet. Die Resonanzfähigkeit ist eine grundständige menschliche Fähigkeit, die unter ungünstigen Bedingungen verkümmern kann. Insbesondere der Resonanzraum „Schule“ spielt hierbei eine zentrale Rolle.24

Zusammenfassung der Hauptkapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel thematisiert die bestehende Kausalität zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg im deutschen Schulsystem und hebt die Bedeutung kultureller Bildung für gesellschaftliche Partizipation hervor. Es wird ein neuer Ansatz zur Ermöglichung kultureller Bildung für alle gefordert.

2. Forschungsstand: Hier wird der aktuelle Stand der Forschung zu Hartmut Rosas Resonanztheorie und deren Anwendung in der Bildung sowie die Entwicklung der Resonanzpädagogik beleuchtet, einschließlich empirischer Überprüfungen und fachdidaktischer Impulse für den Deutschunterricht.

3. Grundlagen des Resonanzkonzepts: Das Kapitel erklärt Hartmut Rosas Resonanztheorie als eine tiefe, wechselseitige Weltbeziehung, die auf Affizierung, Emotion und intrinsischem Interesse basiert und in vertikalen, horizontalen oder diagonalen Achsen stattfinden kann.

4. Resonanzpädagogik - Schule als Resonanzraum: Dieses Kapitel stellt die Resonanzpädagogik als Alternative zum traditionellen schulpädagogischen Handeln dar, die darauf abzielt, Resonanzfähigkeit zu fördern und Entfremdung entgegenzuwirken, indem Schule zu einem Raum für transformative Lernerfahrungen wird.

5. Resonanzpädagogische Perspektive auf Theater im Deutschunterricht: Der Abschnitt betrachtet Theater als ein wertvolles Instrument für kulturelle Bildung im Deutschunterricht, das durch leibliche Erfahrungen und Irritationen neue Resonanzachsen eröffnen und soziale Ungleichheiten mindern kann.

6. Unterrichtsmaterial resonanzpädagogisch umformulieren: In diesem Kapitel wird bestehendes Unterrichtsmaterial für den Deutschunterricht kritisch auf seine resonanzpädagogische Eignung geprüft und anschließend umformuliert, um eine tiefere Auseinandersetzung und intrinsisches Interesse bei den Schülerinnen und Schülern zu fördern.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das gegenwärtige Schulsystem oft Entfremdungstendenzen verstärkt, und schlägt vor, die Resonanzpädagogik als alternative Methode zur Gestaltung von resonanzbasiertem Unterricht zu nutzen, um kulturelle Bildung zugänglicher zu machen und Selbstwirksamkeit zu fördern.

Schlüsselwörter

Resonanzpädagogik, kulturelle Bildung, Hartmut Rosa, Deutschunterricht, Theaterdidaktik, Selbstwirksamkeit, Weltbeziehung, Entfremdung, Schulentwicklung, intrinsisches Interesse, Lernprozesse, Partizipation, ästhetische Erfahrung, Anverwandlung, Unverfügbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der Resonanzpädagogik von Hartmut Rosa als einem alternativen Konzept zur Vermittlung kultureller Bildung, insbesondere im Kontext des Deutschunterrichts und der Theaterdidaktik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Resonanztheorie, kulturelle Bildung, die Schule als Resonanzraum, die didaktische Aufbereitung von Theater im Deutschunterricht und die resonanzpädagogische Umformulierung von Lehrbuchmaterialien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, theoriebasiert zu untersuchen, wie die Resonanzpädagogik von Hartmut Rosa praktisch auf bestehendes Lehrbuchmaterial angewendet werden kann, um eine Alternative zur Vermittlung kultureller Bildung darzustellen und soziale Ungleichheiten zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoriebasierte Analyse, indem sie die Resonanzpädagogik auf bestehendes Unterrichtsmaterial anwendet, dieses kritisch prüft und Vorschläge für eine resonanzpädagogische Umformulierung entwickelt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Resonanzkonzepts, die Resonanzpädagogik als Konzept für die Schule, die resonanzpädagogische Perspektive auf Theater im Deutschunterricht sowie die konkrete Analyse und Umformulierung von Unterrichtsmaterialien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Resonanzpädagogik, kulturelle Bildung, Hartmut Rosa, Theaterdidaktik, Selbstwirksamkeit und Weltbeziehung.

Wie definiert Hartmut Rosa Resonanz in diesem Kontext?

Hartmut Rosa definiert Resonanz als eine durch Affizierung, Emotion, intrinsisches Interesse und Selbstwirksamkeitserwartung gebildete Form der Weltbeziehung, bei der sich Subjekt und Welt gegenseitig berühren und transformieren.

Welche Kritik wird am gegenwärtigen Schulsystem geübt?

Es wird kritisiert, dass das gegenwärtige Schulsystem oft Entfremdungstendenzen verstärkt, indem es sich auf funktionale Kompetenzen und messbare Ergebnisse konzentriert, anstatt eine tiefe, resonante Beziehung zur Welt zu fördern.

Welche besondere Rolle spielt Theater im Rahmen der Resonanzpädagogik?

Theater wird als ein "starkes, wertvolles Instrument" gesehen, das durch leibliche Erfahrungen, Irritation und das Auflösen bekannter Muster neue Resonanzachsen eröffnen und eine gemeinschaftsbildende Selbstwirksamkeitserfahrung ermöglichen kann.

Welche drei Phasen prägen den resonanzbasierten Deutschunterricht nach Beisbart und Bismarck?

Nach Beisbart und Bismarck wird der resonanzbasierte Deutschunterricht durch die drei zentralen Phasen Wahrnehmung, Gestalten und Teilen charakterisiert, die einen dialogischen und ergebnisoffenen Prozess fördern.

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Résumé des informations

Titre
Resonanzpädagogik. Ein alternatives Konzept zur Vermittlung kultureller Bildung?
Université
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Cours
Theaterdidaktik
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
28
N° de catalogue
V1565082
ISBN (PDF)
9783389114483
ISBN (Livre)
9783389114490
Langue
allemand
mots-clé
Resonanzpädagogik Theaterdidaktik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2022, Resonanzpädagogik. Ein alternatives Konzept zur Vermittlung kultureller Bildung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1565082
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Extrait de  28  pages
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