Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Miscellaneous

Schichtdienst als Risikofaktor für das Burnout-Syndrom

Title: Schichtdienst als Risikofaktor für das Burnout-Syndrom

Term Paper , 2023 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Annika Kretzschmar (Author)

Psychology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit werden verschiedene Schichtdienstmodelle mit ihren jeweiligen physischen und psychischen Effekte auf den menschlichen Organismus definiert. Getrennt davon wird das Burnout-Syndrom mit seiner typischen Entstehung, Symptomatik und Risikofaktoren dargestellt.
Im Ergebnis wird betrachtet, ob gemeinsame Risikofaktoren bestehen und ein konkterer Zusammenhang zwischen Schichtdienst und dem Burnout-Syndrom besteht oder nicht.
Sind Menschen, welche im Schichtdienst tätig sind eher Burnout-Gefährdet als Menschen ohne Schichtarbeit? Diese Frage wird im Fazit beantwortet und stellt die zentrale Forschungsfrage dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nacht- und Schichtarbeit

2.1 Verbreitete Schichtdienstmodelle in Deutschland

2.2 Auswirkungen auf den menschlichen Organismus

2.2.1 Physische Effekte

2.2.2 Psychische Effekte

3 Das Burnout-Syndrom

3.1 Definition

3.2 Entstehung und Risikofaktoren

3.3 Symptomatik

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Schichtdienst, insbesondere Nachtarbeit, und der Entwicklung eines Burnout-Syndroms, wobei der Fokus auf den physischen und psychischen Belastungsfaktoren für Arbeitnehmende liegt.

  • Rechtliche Definitionen und Modelle von Nacht- und Schichtarbeit
  • Zirkadianer Rhythmus und seine Störung durch atypische Arbeitszeiten
  • Physische Gesundheitsfolgen wie Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Psychische Belastungen und das Phasenmodell nach Freudenberger und North
  • Klassifizierung des Burnout-Syndroms innerhalb der ICD-10 und ICD-11

Auszug aus dem Buch

2.2 Auswirkungen auf den menschlichen Organismus

Die Tatsache, dass Schichtdienst vor allem in Kombination mit Nachtarbeit langfristig Spuren hinterlässt, ist vermutlich kein Geheimnis. Doch warum hat diese besonders diese Arbeitsform negative Folgen für den menschlichen Organismus? Ist es nicht egal, wann wir arbeiten, schlafen und essen?

Die Antwort: Ein klares Nein!

Der menschliche Körper verfügt über eine „innere Uhr“, den sogenannten zirkadianen Rhythmus. „Der zirkadiane Rhythmus wird von Kerngebieten im Thalamusbereich (evtl. unterstützt durch die Epiphyse) gesteuert. Er ist lichtabhängig, bleibt aber auch bei Abkopplung zunächst bestehen – eine plausible Erklärung, für die Anpassungsschwierigkeiten des Körpers an Schicht- und besonders Nachtarbeiten.“ (Bierbach, 2019). Dieser endogene Rhythmus bestimmt das Schlafbedürfnis sowie etliche physische und psychische Funktionen, welche in einem Intervall von etwa 24 Stunden ablaufen (vgl. Angerer & Petru, 2010, S. 88). So unterliegen beispielsweise die „Körpertemperatur, Leistungsbereitschaft, Müdigkeit, Herzfrequenz, Blutdruck oder Hormonausschüttung“ (Angerer & Petru, 2010) dieser Rhythmik.

Begründet durch den zirkadianen Rhythmus und weitere exogene Faktoren in Kombination mit den oben beschriebenen atypischen Arbeitszeiten klagen viele Arbeitnehmer über physische und psychische Gesundheitsbeschwerden. Zudem schätzen viele Arbeitnehmer nach langjähriger Schichtarbeit ihren Gesundheitszustand als eher schlecht ein (vgl. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 2013, S. 7). Dies wurde unter Anderem von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Jahr 2016 im Bericht „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Atypische Arbeitszeiten“ dargestellt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde die Häufigkeit bestimmter Symptome und Beschwerden zwischen Arbeitnehmern mit einer Arbeitszeit zwischen 7 Uhr und 19 Uhr und Arbeitnehmern in Wechselschicht mit Nachtarbeit und Dauernachtschicht verglichen (siehe Abbildung 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesundheitlichen Herausforderungen flexibler Arbeitszeiten und definiert das Ziel der Arbeit, Schichtdienst als potenziellen Risikofaktor für Burnout zu analysieren.

2 Nacht- und Schichtarbeit: Dieses Kapitel definiert rechtliche Rahmenbedingungen, stellt verschiedene Schichtdienstmodelle vor und erläutert die Folgen des gestörten zirkadianen Rhythmus auf den menschlichen Organismus.

3 Das Burnout-Syndrom: Hier werden Definitionen, Risikofaktoren und Symptomatik detailliert analysiert, inklusive der Einordnung in aktuelle medizinische Klassifikationssysteme wie ICD-10 und ICD-11.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Schicht- und insbesondere Nachtarbeit als erhebliche Stressfaktoren zu betrachten sind, die präventiver Maßnahmen bedürfen, da soziale und physiologische Komponenten das Burnout-Risiko fördern.

Schlüsselwörter

Schichtdienst, Nachtarbeit, Burnout-Syndrom, zirkadianer Rhythmus, psychische Gesundheit, physische Folgen, Stress, Schlafstörungen, Work-Life-Balance, Arbeitzeitgesetz, ICD-11, Arbeitsbelastung, Prävention, Erschöpfung, Gratifikationskrise

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptthema dieser Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit den Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit auf die Entstehung des Burnout-Syndroms bei Arbeitnehmenden.

Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?

Thematisiert werden rechtliche Aspekte, Auswirkungen auf den zirkadianen Rhythmus, physische und psychische Beeinträchtigungen sowie die medizinische Definition von Burnout.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwieweit verschiedene Formen des Schichtdienstes als potenzieller Risikofaktor für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms fungieren.

Welche methodische Arbeitsweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Literatur, Berichte von Gesundheitsbehörden und arbeitsmedizinischer Erkenntnisse.

Welche Kerninhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Physiologie des Schlaf-Wach-Rhythmus, verschiedenen Schichtmodellen sowie der komplexen Symptomatik und den Risikofaktoren des Burnout-Syndroms.

Welche Schlüsselbegriffe sind für diese Arbeit wichtig?

Wesentliche Begriffe sind Schichtdienst, Nachtarbeit, zirkadianer Rhythmus, chronische Erschöpfung und Burnout-Syndrom.

Wie unterscheidet sich die Klassifizierung von Burnout in ICD-10 und ICD-11?

Während Burnout in der ICD-10 lediglich als Problem der Lebensbewältigung unter den "Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen" gelistet war, bietet die ICD-11 eine genauere, arbeitsbezogene Definition, auch wenn es weiterhin keine eigenständige Diagnose darstellt.

Was besagt das 12-Phasen-Modell von Freudenberger und North?

Das Modell beschreibt den schleichenden Verlauf von Burnout von einer ersten Phase des Zwangs, sich zu beweisen, bis hin zu einem physischen und psychischen Zusammenbruch in den letzten Stadien.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Schichtdienst als Risikofaktor für das Burnout-Syndrom
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Grade
2,3
Author
Annika Kretzschmar (Author)
Publication Year
2023
Pages
19
Catalog Number
V1565291
ISBN (PDF)
9783389115350
Language
German
Tags
Schichtdienst Burnout Risiko Schichtdienst als Risiko Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Kretzschmar (Author), 2023, Schichtdienst als Risikofaktor für das Burnout-Syndrom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1565291
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint