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Coevolution - Die gegenseitige Anpassung von Tieren und Pflanzen

Titre: Coevolution - Die gegenseitige Anpassung von Tieren und Pflanzen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 37 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Martin Mehringer (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Koevolution ist ein „Evolutionsschritt einer Eigenschaft der Individuen einer Population als Antwort auf eine Eigenschaft der Individuen einer zweiten Population, gefolgt von einer evolutiven Antwort der zweiten Population auf die Veränderung in der ersten Population.“(Benz, G. 1999, S. 14)
Diese enge Definition von Koevolution stammt von Janzen (1980). Es ist jedoch nicht die Einzige. Es gibt auch viel allgemeinere Definitionen, so dass sie eigentlich der Definition der Evolution gleich gesetzt werden müssten (vgl. Futuyma, D. & Slatkin, M. 1983, S. 2). Wie auch Futuyma und Slatkin am Ende ihrer Einführung in ihr Buch „Coevolution“ zu dem Ergebnis kommen, dass eine Synthese der Erforschung von Koevolution nicht möglich ist, weil es ein zu breites Spektrum an Forschungsansätzen, Zielen, Definitionen und Feldern gibt, so soll diese Arbeit nur einen Überblick und einen Einstieg in die Thematik geben um ein Verständnis für diesen Gegenstand zu fördern.
Der Begriff Koevolution selbst, wird das erste Mal von Ehrlich und Raven in ihrer Arbeit „Butterflies and plants- a study in coevolution“(1964) gebraucht, wobei schon Darwin 1859 Überlegungen dazu anstellte: „Thus I can understand how a flower and a bee might slowly become, either simultaneously or one after the other, modified and adapted in the most perfect manner to each other“ (nach Darwin in Futuyma, D. & Slatkin, M. 1983 S. 3). Unter die Evolutionsökologie, welche „erforscht, wie sich Arten an ihre Umwelt anpassen“ (Howe, H. & Westley, L. 1993, S. 28) und der Ökologie, welche die „Beziehungen der Tiere und Pflanzen zu ihrer unbelebten und belebten Umwelt“ (Howe & Westley 1993, S. 28) untersucht, kann man die Erforschung der Koevolution einreihen.
Wichtig ist es, bei allen phylogenetischen (Stammbaumforschung), genetischen, oder anderen Betrachtungsweisen, niemals den Blick auf die Umwelt zu vernachlässigen. Sie bestimmt in großem Maße die natürliche Auslese, Selektionsdruck und auch die Fitness einzelner Populationen, die sich dann wiederum auf andere Arten auswirken. (vgl. Benz, G. 1999 S. 86)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Begriffsklärungen

2. Arten der Koevolution

3. Paarweise Koevolution

3.1 Blüten-Pollinatoren-Koevolution

3.1.1 Biene – Salbei

3.1.2 Feige – Feigenwespe

3.1.3 Fledermäuse in Südamerika

3.1.4 Kolibris

3.2 Pflanzengifte gegen Herbivoren

3.2.1 Karminbär

3.2.2 Induzierte Resistenz

3.2.3 Lärche-Lärchenwickler

3.3 Mutualismus

3.3.1 Yuccapalme-Yuccamotte

3.4 Symbiosen

3.4.1 Mykorrhizza

3.4.2 Flechten

3.4.3 Die Endosymbiontentheorie

3.4.4 Termiten

3.4.5 Kuh

3.5 Parasitismus

3.5.1 Parasitenhypothese

3.5.2 Weitere Beispiele für Parasitismus

3.5.2.1 Großer Leberegel

3.5.2.2 Gallenbildende Insekten

4. Schlussfolgerung und Aussicht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die biologischen Mechanismen der Koevolution. Sie untersucht, wie sich Arten durch gegenseitigen Selektionsdruck über Jahrmillionen hinweg spezifisch aneinander anpassen, und beleuchtet dabei die komplexen wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.

  • Grundlagen der koevolutiven Definitionen und Evolutionsökologie
  • Koevolution zwischen Blütenpflanzen und ihren Bestäubern
  • Chemische Interaktionen zwischen Pflanzen und herbivoren Insekten
  • Mutualistische Lebensgemeinschaften und deren ökologische Bedeutung
  • Endosymbiontentheorie sowie parasitäre Überlebensstrategien

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Biene – Salbei

Im Falle von Salbeiblüten hat sich ein sehr effizienter Mechanismus und eine starke Anpassung, der Blüte an den Bestäuber entwickelt. Bei Klebrigen Salbei ist dies die Hummel, bei Wiesensalbei die Biene (Abb. 2). Der Mechanismus, der eine Selbstbestäubung vermeiden und Nektar und Pollen vor anderen potentiellen Räubern schützen soll, funktioniert wie folgt:

Setzt sich eine Biene auf die Blüten und will den, im weit hinteren Bereich der Blüte liegenden Nektar erreichen, setzt sie einen Kippmechanismus in Gang, welcher die zwei Staubblätter mit den Pollensäcken auf die Flügel der Biene drückt und gleichzeitig die Narbe der Blüte von den Staubblättern wegbewegt, dass keine Selbstbestäubung eintreten kann. Der Mechanismus kommt zustande, da sich zwei andere Staubblätter evolutorisch so verändert haben, dass sie zu einem „Torsionsgelenk mit Rachensperrplatte umgebaut und umfunktioniert wurden“ (Benz, G. 1999, S. 79). Die Sperrplatte wird beim Versuch der Biene an den Nektar zu kommen nach hinten gedrückt, was den Kippmechanismus auslöst. Nach einigen Tagen hat sich die Blüte verändert und ist nun bereit bestäubt zu werden, anstelle ihren Pollen weiter abzugeben. Die Staubblätter sind verkümmert und die Narbe hat sich nach unten zum Blüteneingang gebogen, so dass nun ankommende Bienen mit fremden Pollen beim Eingang zur Blüte an der Narbe vorbeistreichen und sie bestäuben. (vgl. Benz, G. 1999, S. 79f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Begriffsklärungen: Die Einleitung definiert den Begriff der Koevolution im wissenschaftlichen Kontext und ordnet ihn in die Disziplinen Evolutionsökologie und Ökologie ein.

2. Arten der Koevolution: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Formen der Anpassung, wie der paarweisen, diffusen und asymmetrischen Koevolution.

3. Paarweise Koevolution: Dieser Hauptteil analysiert detailliert spezifische Interaktionen zwischen Arten, unterteilt in Blüten-Bestäuber-Beziehungen, chemische Verteidigungsmechanismen von Pflanzen, Mutualismus, Symbiosen und Parasitismus.

4. Schlussfolgerung und Aussicht: Das Fazit fasst die Komplexität des Forschungsfeldes zusammen und weist auf die Bedeutung weiterführender Studien im Bereich der wechselseitigen biologischen Beziehungen hin.

Schlüsselwörter

Koevolution, Evolutionsökologie, Selektionsdruck, Mutation, Bestäubung, Mutualismus, Symbiose, Endosymbiontentheorie, Parasitismus, Pflanzengifte, Herbivoren, induzierte Resistenz, natürliche Auslese, biologische Fitness, Adaptation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen der Koevolution, also die gegenseitige evolutive Anpassung von zwei oder mehreren Arten aneinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Bestäubungsökologie, pflanzliche Abwehrmechanismen gegen Fressfeinde, mutualistische Symbiosen sowie parasitäre Lebensweisen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Mechanismen der Koevolution zu geben und das Verständnis für die vielfältigen wechselseitigen Abhängigkeiten in der Natur zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und wertet diverse biologische Fallbeispiele aus, um theoretische Konzepte der Evolutionsbiologie zu illustrieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene koevolutive Interaktionen, von der Bestäubung durch Insekten und Vögel bis hin zu komplexen Symbiosen wie der Endosymbiontentheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Koevolution, Selektionsdruck, Adaption, Mutualismus und Symbiose maßgeblich bestimmt.

Wie schützt sich der Salbei vor unerwünschter Bestäubung?

Der Salbei nutzt einen speziellen Kippmechanismus, der bei Berührung durch eine Biene die Staubblätter auf das Insekt drückt, während die Narbe weggeklappt bleibt, um Selbstbestäubung zu verhindern.

Warum sind Termiten ohne ihre Enddarm-Protozoen nicht lebensfähig?

Diese Einzeller sind für die Verdauung von Holz und die Bereitstellung essentieller Nährstoffe, Vitamine und Fettsäuren für die Termiten unverzichtbar.

Was versteht man unter dem "Talking Trees"-Phänomen?

Dabei handelt es sich um einen umstrittenen Sonderfall der induzierten Resistenz, bei dem befallene Bäume pheromonartige Stoffe abgeben, um Artgenossen vor einem drohenden Herbivoren-Befall zu warnen.

Wie unterscheidet sich ein Parasit von einem Parasitoiden?

Während ein Parasit seinen Wirt in der Regel nicht tötet, führt die Lebensweise eines Parasitoiden (wie bei der Schlupfwespe) zum gezielten Tod des Wirts, sobald dieser für die Entwicklung der Larven nicht mehr benötigt wird.

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Résumé des informations

Titre
Coevolution - Die gegenseitige Anpassung von Tieren und Pflanzen
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Geographie)
Cours
Zoogeographie
Note
1,7
Auteur
Martin Mehringer (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
37
N° de catalogue
V156629
ISBN (ebook)
9783640687664
ISBN (Livre)
9783640687473
Langue
allemand
mots-clé
Zoogeographie Biogeographie Koevolution Bienen; Bestäuber Anpassung Evolution Talking Trees Mutualismus Symbiose Parasitismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Mehringer (Auteur), 2009, Coevolution - Die gegenseitige Anpassung von Tieren und Pflanzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156629
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Extrait de  37  pages
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