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Wert(e)orientierter Führungskräftekodex - empfehlenswert auch für Hochschulabsolventen?

Title: Wert(e)orientierter Führungskräftekodex - empfehlenswert auch für Hochschulabsolventen?

Seminar Paper , 2009 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sven Schulze (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Im Jahr 2008, nach vorangegangenen Bilanzskandalen und der momentanen Finanzmarktkrise, wird der Ruf nach moralischem Handeln für die Führungskräfte von Unternehmen immer lauter.

In der Öffentlichkeit gibt es „allgemein die Vorstellung, dass man zwischen einem „guten“ und einem „häßlichen“ Unternehmer bzw. Manager unterscheiden könne.“ Bei dieser Betrachtung wird „die Figur des Unternehmers per se wohl eher der „häßlichen“ denn der „guten“ Kategorie“ zugeordnet, da die Ziele des Managers zu großen Teilen auf die Gewinnmaximierung, die Steigerung der Effizienz und der Erschließung neuer Märkte abgestellt sind. Das Gemeinwohl gerät im Rahmen dieser Betrachtung völlig aus dem Blickwinkel der Unternehmensführung. Den Höhepunkt erreicht diese Ansicht „in dem Vorwurf gegenüber dem „häßlichen“ Manager, der seine Zielfunktion nur darin sehe, den Shareholder Value zu maximieren. Der „gute“ Unternehmer hat demgegenüber nicht (nur) die betriebswirtschaftlichen Erfordernisse des Unternehmens im Auge, sondern richtet sein Handeln auch an den Belangen des sozialen Umfeldes – der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber, des Staates usw. - also der Stakeholder aus.“

Ist es in unserer Gesellschaft möglich moralisches Handeln von Führungskräften durch die Einführung von Kodizes anzuregen, wie dies bei dem Beruf des Arztes z. B. durch den hippokratischen Eid gewährleistet wird und auf diesem Wege eine Vielzahl von „häßlichen“ Managern zu „guten“ Managern zu machen?

Zur Lösung dieser Frage befasst sich die vorliegende Arbeit unter anderem damit, darzustellen, was Führungsethik ist und ob die Tätigkeit „Führung“ als Profession angesehen werden kann. Des Weiteren soll ein Einblick in die Theorie von Führungskräftekodizes gegeben werden.

Weiteres Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit es möglich und sinnvoll wäre, einen Führungskräftekodex generell auch für Absolventen von Hochschulen und Universi-täten einzuführen – auf freiwilliger Basis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsabgrenzung: Führungsethik

2.2 Das Drei-Ebenen-Modell

2.3 Die Kantschen Imperative

2.4 Individualethik und Institutionalethik

3 Führung als Profession

3.1 Rationale für „Führung als Profession“

3.2 Führungsbegriff und Führungsfunktionen

3.3 Elemente von Professionskulturen und heutiger Stand

3.4 Anforderungen an professionelle Führung und Führungskulturen

4 Theorie des Führungskräftekodex

4.1 Der Führungskräftekodex

4.2 Determinanten von Handlungen

4.2.1 Rahmenbedingungen des Handelns

4.2.2 Sozialisation

4.3 Funktionen

4.4 Implementierung

4.5 Vorgeschlagener Führungskräftekodex

5 Wert(e) orientierter Führungskräftekodex – empfehlenswert auch für Hochschulabsolventen?

6 Anhang

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendbarkeit eines werteorientierten Führungskräftekodex für Hochschulabsolventen. Dabei wird analysiert, ob durch freiwillige moralische Kodizes eine Professionalisierung von Führung erreicht und eine ethische Handlungsorientierung bereits beim Karriereeinstieg etabliert werden kann.

  • Grundlagen der Führungsethik und systemtheoretische Einordnung.
  • Anforderungen an Führung als Profession in einer globalisierten Wirtschaft.
  • Theorie, Funktionen und Implementierung von Führungskräftekodizes.
  • Diskussion zur Übertragbarkeit von Ethik-Kodizes auf Absolventen von Hochschulen und Universitäten.

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Führungskräftekodex

Wie in Abschnitt 2.4 bereits beschrieben wurde, wird im Bereich der Führungsethik in Individual- und Institutionenethik unterschieden. „Kodizes sind vor diesem Aufriss zunächst einmal schriftlich fixierte, also explizite Sollensvorschriften bzw. freiwillige Selbstverpflichtungen, an die sich Institutionen sowie Individuen binden können.“

Alle aufgeführten Kodizes sind institutionenethische und individualethische freiwillige Selbstverpflichtungen. Ein wichtiger Faktor bei der Verpflichtung scheint die Freiwilligkeit zu sein und somit der eigene Antrieb, sich Regeln aufzuerlegen. Bei der Betrachtung der Führungskräftekodizes ist eine weitere grundlegende Unterscheidung in Codes of Conduct und Codes of Ethics wichtig. Wichtigste Unterscheidungsmerkmale sind in diesem Zusammenhang die konkreten Regeln, die sich auf das Individuum beziehen bei den Codes of Conduct und den eher abstrakten Prinzipien, die sich auf Gruppen beziehen bei den Codes of Ethics.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung des steigenden Bedarfs an moralischem Handeln in der Unternehmensführung nach der Finanzmarktkrise 2008 und Darlegung der Zielsetzung.

2 Theoretische Grundlagen: Systemtheoretische Einordnung der Führungsethik mittels des Drei-Ebenen-Modells und Erläuterung der Kantschen Imperative als moralischer Kompass.

3 Führung als Profession: Untersuchung der Professionalisierung von Führung im Kontext dynamischer Märkte und Definition der Anforderungen an professionelle Führungskräfte.

4 Theorie des Führungskräftekodex: Analyse der Struktur, Funktionen und Implementierungsaspekte von Ethik-Kodizes sowie Abgrenzung zwischen individueller und institutioneller Ethik.

5 Wert(e) orientierter Führungskräftekodex – empfehlenswert auch für Hochschulabsolventen?: Kritische Diskussion über die präventive Einführung von Kodizes für Hochschulabsolventen und Vergleich der studentischen Rolle mit der einer Unternehmensführungskraft.

6 Anhang: Darstellung des konkreten, aus der Literatur abgeleiteten werteorientierten Führungskräftekodex.

Schlüsselwörter

Führungsethik, Führungskräftekodex, Professionalisierung, Managementethik, Individualethik, Institutionalethik, Führung als Profession, Verantwortung, Hochschulabsolventen, Kodizes, Werteorientierung, Stakeholder, Moral, Führungsfunktionen, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob ein werteorientierter Führungskräftekodex ein geeignetes Instrument ist, um das moralische Handeln von Managern zu fördern und ob eine solche Einführung bereits für Hochschulabsolventen sinnvoll wäre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Bereiche Führungsethik, Management als Profession sowie die Theorie und Implementierung von freiwilligen Selbstverpflichtungskodizes in Unternehmen ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Umsetzbarkeit eines Führungskräftekodex zu evaluieren, speziell im Hinblick auf eine präventive Anwendung bei Absolventen von Hochschulen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Literatur, systemtheoretischer Modelle und der Diskussion ethischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Ethik, dann die Professionalisierung der Führung und abschließend die Funktionsweise und Problematik von Führungskräftekodizes beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Führungsethik, Führung als Profession, werteorientierter Kodex, Individualethik und das Drei-Ebenen-Modell.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "guten" und "häßlichen" Managern?

Die Arbeit referenziert die öffentliche Wahrnehmung, wonach "häßliche" Manager primär auf kurzfristige Gewinnmaximierung fokussieren, während "gute" Unternehmer die Bedürfnisse sämtlicher Stakeholder berücksichtigen.

Warum ist die Transformation eines Kodex auf die Studentenebene problematisch?

Da der Student eine andere Rolle im sozialen System innehat als eine Führungskraft, ist fraglich, ob ethische Leitlinien für ihn in gleicher Weise wie für einen Manager mit Personalverantwortung relevant oder notwendig sind.

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Details

Title
Wert(e)orientierter Führungskräftekodex - empfehlenswert auch für Hochschulabsolventen?
College
University of Applied Sciences Dresden
Grade
1,7
Author
Sven Schulze (Author)
Publication Year
2009
Pages
25
Catalog Number
V156710
ISBN (eBook)
9783640703128
ISBN (Book)
9783640703722
Language
German
Tags
Führungsethik Kantsche Imperative Individualethik Institutionalethik Führung Ethik Profession Professionskulturen Führungskulturen Führungkräftekodex Wirtschaftsethik Unternehmensethik Corporate Governance Kodex Responsible Care Global Compact Code of Conduct Code of Ethics Sarbanes-Oxley Act
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Schulze (Author), 2009, Wert(e)orientierter Führungskräftekodex - empfehlenswert auch für Hochschulabsolventen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156710
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