Der Einfluss der Mediation und der Einsatz mediativer Elemente auf die Unternehmenskultur

Mediation im Teambildungsprozess


Seminararbeit, 2010

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einfuhrung und Zielsetzung der Abhandlung

2. Mediation
2.1. Definition
2.2. Grundlagen der Mediation
2.3. Kommunikationsinstrumente der Mediation
2.3.1. Aktives Zuhoren / Paraphrasieren
2.3.2. Synchronisieren
2.3.3. Ich-Botschaften / Du-Botschaften
2.4. Das Mediationsverfahren

3. Der Teambildungsprozess
3.1. Definition Team
3.2. Phasenmodell
3.2.1. Orientierungsphase (Forming)
3.2.2. Konfrontationsphase (Storming)
3.2.3. Kooperationsphase (Norming)
3.2.4. Wachstumsphase (Performing)
3.3. Teamzusammensetzungen und die Auswirkungen auf die Teamleistung
3.4. Ziel von Teambildungen: Teameffektivitat

4. Die Notwendigkeit der Mediation im Teambildungsprozess
4.1. Problemstellung
4.2. Die Losung: Mediation

5. Auswirkungen auf die Unternehmenskultur

6. Fazit

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Das Kommunikationsquadrat

Abb. 2: Das Mediationsverfahren

Abb. 3: Belbin’s Team Roles

Abb. 4: Klage vor Gericht versus Konfliktmediation

Abb. 5: Kostenvorteile mittels Mediation

1. Einfuhrung und Zielsetzung der Abhandlung

Einerseits werden die Produkte immer komplexer, ihre Leistungsvielfalt nimmt zu, die Bauteile werden kleiner und leistungsfahiger, und die Software-Durchdringung wird groBer, d.h. es wird insgesamt die eingesetzte Technologie und Physik mehr ausgereizt. Andererseits mussen die Produkte qualitativ besser, schneller und preisgunstiger auf dem Markt angeboten werden, um konkurrenzfahig zu sein. Dies ist allerdings nur moglich durch Kostenminimierung mit Hilfe von steigender Produktivitat, kurzeren Durchlaufzeiten und optimierten Prozessen.

Zum anhaltenden Kostendruck - aufgrund verstarkten Wettbewerbs - kommt in vielen Produktsegmenten die Beschleunigung der Innovationszyklen hinzu. Die Folge ist eine Verkurzung der Produktlebensdauer.

Um diesem Fortschritt angemessen zu begegnen, ist die Arbeit in Teams, aufgrund des Wissenstransfers zwischen den Mitgliedern, unentbehrlich. Allerdings sind soziale Geflechte und Emotionen nicht so einfach und sachlich zu betrachten wie eine Kostenkalkulation. Es kommt zu Konflikten. Der Konkurrenz- und Kostendruck zwingt aber zu einer reibungslosen Zusammenarbeit innerhalb von Teams.

Diese Problematik kann nur gelost werden, wenn eine Form der Streitbeilegung eingesetzt wird, die fur beide Seiten - Unternehmen und Arbeitnehmer - zufrieden stellend ist. Diese Form der Streitbeilegung sollte uber folgende Eigenschaften verfugen: schnell, kostenschonend, vertraulich, beziehungsschonend und imageschonend.

Die Abhandlung beschreibt zunachst die Mediation und den Teambildungsprozess. Den Schwerpunkt bildet die Diskussion uber die Notwendigkeit der Mediation im Teambildungsprozess. Ziel der Abhandlung ist es die Frage zu klaren, ob Mediation die zuvor genannten Anforderungen erfullen kann und - als eine konsensuale Form der Konfliktlosung - eine geeignete Alternative zur streitigen Konfliktlosung darstellt.

Bei der Formulierung sind im gleichen MaBe Frauen und Manner angesprochen. Der Verzicht auf geschlechtsspezifische Differenzierung soll allein der besseren Lesbarkeit dienen.

2. Mediation

2.1. Definition

„Mediation ist eine verhandlungsorientierte konsensuale auBergerichtliche und zukunftsorientierte Streitbeilegung‘1. Die Konfliktparteien versuchen selbstandig und eigenverantwortlich, unter Vermittlung eines neutralen Dritten, ihre Konflikte gemeinsam zu losen. Charakteristisch fur die Mediation ist, dass die Teilnahme der Parteien am Mediationsverfahren freiwillig ist und der Mediator keinerlei Entscheidungsbefugnis besitzt. Er ist neutral und allparteilich.

Ein besonderes Merkmal dieser Methode ist weiterhin, dass es die menschlichen Grundbedurfnisse berucksichtigt und auf dem Verstandnis der Streitparteien beruht.

Ziel der Mediation ist es eine Win-Win-LOsung zu finden.

2.2. Grundlagen der Mediation

Das Grundmodell der zwischenmenschlichen Kommunikation stellt das vom Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun gepragte Kommunikationsquadrat dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Das Kommunikationsquadrat

Quelle: Entnommen aus: http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html

Demnach hat jede Nachricht vier Ebenen:2

- Sachebene: Wertfreie sachliche Information
- Beziehungsseite: Ausdruck wie der Sender zum Empfanger steht
- Selbstkundgabe: Was der Sprecher durch das Senden der Botschaft von sich zu erkennen gibt
- Appellseite: Was der Sender beim Empfanger erreichen mochte

Der Sender verschlusselt seine Nachrichten sowohl verbal als auch nonverbal auf den genannten vier Ebenen. Der Empfanger muss diese Botschaften in seine eigenen Gedanken und Gefuhle zuruck ubersetzen (decodieren). Dabei entstehen viele Missverstandnisse. Die Kommunikationsinstrumente der Mediation schopfen unter anderem aus dieser Erkenntnis, aber auch aus vielen anderen wie z.B. der Theorie der funf Axiome von Paul Watzlawick.

2.3. Kommunikationsinstrumente der Mediation

Auszugsweise sind hier die wichtigsten Kommunikationsinstrumente genannt3:

2.3.1. Aktives Zuhoren / Paraphrasieren

Bei diesem Tool versucht man durch Aktives Zuhoren und regelmafiiges Zusammenfassen dem Gegenuber zu signalisieren, dass man sich fur seine Probleme interessiert, diese genaustens verstehen mochte und seine Gefuhle auch nachvollziehen kann.

Der geubte Mediator ist imstande sachliche Botschaften von emotionalen, konfliktbelasteten Botschaften zu trennen.

2.3.2. Synchronisieren

Beim Synchronisieren versucht der Mediator die Welt aus den Augen des Anderen zu sehen und somit Gemeinsamkeiten zu finden. Die Synchronisierung beginnt bereits bei der Kleidung des Mediators, dem Ort der Mediation und geht uber auf die Sprachwahl und die Glaubenssatze. Alle diese Faktoren sollen eine Verbindung schaffen und Vertrauen aufbauen.

2.3.3. Ich-Botschaften / Du-Botschaften

Werden Aussagen in Ich-Botschaften umformuliert, so konnen keine Vorwurfe mehr ausgedruckt werden. Die Aussage klingt nicht nach einem Angriff und regt zur Nachdenklichkeit des Gegenubers an.

Beispiel:4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4. Das Mediationsverfahren

Das Mediationsverfahren setzt sich aus funf Phasen zusammen.

Zunachst steht die Vergangenheit im Mittelpunkt, weil der Konflikt bei Verfahrensbeginn erkannt und definiert werden muss. Nach der Identifikation des Konfliktes tritt aber schnell die Losung des Konflikts und somit die Zukunft in den Vordergrund.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Das Mediationsverfahren In Anlehung an: Lange, W. P. (2010), S. 35 ff.

[...]


1 Lange, W. P. (2010), S. 4.

2 Vgl. http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html, Stand 08.07.2010.

3 Vgl. Lange, W. P. (2010), S. 11 ff.

4 Lange, W. P. (2010), S. 17.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss der Mediation und der Einsatz mediativer Elemente auf die Unternehmenskultur
Untertitel
Mediation im Teambildungsprozess
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Principles of Mediation & Communication
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V156735
ISBN (eBook)
9783640701544
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mediation, Kommunikation, Teambildung, Teambildungsprozess, Phasenmodell, Teameffektivität, Teamleistung, Unternehmenskultur, Forming, Storming, Norming, Performing, Aktives Zuhören
Arbeit zitieren
Katharina Zering (Autor), 2010, Der Einfluss der Mediation und der Einsatz mediativer Elemente auf die Unternehmenskultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156735

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