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Viehhaltung und Hauswirtschaft im Mittelalter

Titel: Viehhaltung und Hauswirtschaft im Mittelalter

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 15 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Thomas Post (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit geht es um Hauswirtschaft und Viehhaltung im Mittelalter. Es wird beschrieben, welche Tiere als Nahrung betrachtet wurden und welche nicht. Zudem wird der Fleischbedarf/Verzehr und dessen Menge beschrieben und mit der heutigen Zeit verglichen.
Im zweiten Teil wird die Stoffherstellung beschrieben und anhand des Webstuhles die Entwicklung des Webens und die damit verbundene Weiterentwicklung dargestellt. Das Fazit schließt diese Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Viehhaltung

2.1 Welche Tiere wurden gehalten?

2.2 Wie sahen die Tiere aus? Welche Aufgaben kamen ihnen zu?

2.3 Wie viel Fleisch wurde verzehrt und welche Tiere wurden verspeist?

3. Stoffherstellung: Das Spinnen

3.1 Der Gewichtswebstuhl

3.2 Der Trittwebstuhl

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das alltägliche Leben im Mittelalter mit einem Fokus auf die ökonomischen Aspekte der Viehhaltung sowie die hauswirtschaftlichen Prozesse der Stoffherstellung. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der agrarischen Lebensweise zu zeichnen und verbreitete Mythen über den mittelalterlichen Fleischkonsum sowie die bäuerliche Viehzucht kritisch zu hinterfragen.

  • Strukturen der mittelalterlichen Viehhaltung und Tiernutzung.
  • Analyse des tatsächlichen Fleischverbrauchs und der Ernährungsgewohnheiten.
  • Technologische Entwicklung der Stoffherstellung vom Spinnen bis zum Weben.
  • Vergleich und Bedeutung von Gewichtswebstuhl und Trittwebstuhl.

Auszug aus dem Buch

3. Stoffherstellung: Das Spinnen

Spinnen ist die Grundlage aller übrigen Textiltechniken. Der Vorgang, bei denen Fasern zusammengedreht werden, damit sie zusammen länger sind als die längste der losen Fasern, heißt Spinnen. Fasern müssen mindestens zwei Eigenschaften haben; sie müssen geschmeidig sein und aneinander haften können. Am häufigsten wurde Wolle verwendet, weil sie am leichteste zu verspinnen war.

In Haithabu wurde die Handspindel (Abb. 4), das älteste und zugleich einfachste Gerät, zum Spinnen verwendet. Die Handspindel hat zwei bedeutende Vorteile. Zum einen kann sie „jeder“ herstellen, weil ihr Bau einfach ist und zum anderen, weil man mit der Handspindel nicht ortsgebunden ist. Sie besteht aus einem etwa 30 cm langem Holzstab, dem Zain, auf dessen unteren drittel der Wirtel aufgesetzt ist, eine kreisrunde Scheibe, die als eine Art Schwungrad dient. Der Wirtel wurde in Haithabu meist aus Ton, Speckstein, Knochen oder aus kostbarem Gagat und Bernstein gefertigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellungen zur mittelalterlichen Viehhaltung und Hauswirtschaft ein und betont die Bedeutung von Fallbeispielen wie Haithabu.

2. Viehhaltung: Dieses Kapitel analysiert die Bedeutung von Nutztieren für die bäuerliche Lebensweise, beleuchtet Konflikte um Weideland und untersucht die verschiedenen Tierarten sowie deren tatsächliche Nutzung.

2.1 Welche Tiere wurden gehalten?: Ein Überblick über die verbreiteten Tierarten wie Rinder, Schafe und Ziegen, die oft innerhalb des Wohnhauses gehalten wurden.

2.2 Wie sahen die Tiere aus? Welche Aufgaben kamen ihnen zu?: Eine vergleichende Betrachtung der körperlichen Beschaffenheit mittelalterlicher Nutztiere und ihrer Funktion als Arbeits- oder Fleischlieferanten.

2.3 Wie viel Fleisch wurde verzehrt und welche Tiere wurden verspeist?: Dieses Kapitel räumt mit dem Mythos eines übermäßigen Fleischkonsums auf und erläutert die realen Ernährungsgewohnheiten.

3. Stoffherstellung: Das Spinnen: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Textiltechnik und beschreibt die Anwendung der Handspindel.

3.1 Der Gewichtswebstuhl: Eine technische Beschreibung des historisch bedeutenden Gewichtswebstuhls und seiner Funktionsweise.

3.2 Der Trittwebstuhl: Die Analyse des Trittwebstuhls als technologische Innovation, die die Weberei effizienter gestaltete und die Produktivität signifikant steigerte.

4. Fazit: Eine abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse, die die zentralen Thesen der Arbeit bekräftigt und die Bedeutung der untersuchten Themen im mittelalterlichen Alltag unterstreicht.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Viehhaltung, Haithabu, Fleischverbrauch, Hauswirtschaft, Stoffherstellung, Spinnen, Handspindel, Gewichtswebstuhl, Trittwebstuhl, Webtechnik, Agrargeschichte, Ernährung, Nutztierhaltung, Produktivitätssteigerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die alltägliche Wirtschaftsweise im Mittelalter, wobei sie sich primär auf die Viehhaltung und die hauswirtschaftliche Stoffherstellung konzentriert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Nutztiere in der Landwirtschaft, der tatsächliche Fleischkonsum der mittelalterlichen Bevölkerung sowie die technische Evolution der Weberei.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, gängige Vorurteile über den mittelalterlichen Alltag – insbesondere über den Fleischkonsum – mittels archäologischer und historischer Quellen zu prüfen und die Arbeitsweise in der Stoffherstellung darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine archäologisch-historische Spurensuche, die Daten aus Fundstätten wie Haithabu mit zeitgenössischer Literatur und historischen Abgabeverzeichnissen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Tierhaltung (inklusive Rinder, Schweine, Schafe) und den technologischen Fortschritt in der Textilproduktion, speziell den Übergang vom Gewichts- zum Trittwebstuhl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Viehhaltung, Haithabu, Stoffherstellung, Webtechnik und mittelalterliche Ernährung geprägt.

Warum wird Haithabu als Beispiel herangezogen?

Haithabu liefert durch archäologische Funde anschauliches Material zur mittelalterlichen Lebensweise, das als verlässliche Basis für die Untersuchung dient.

Worin bestand die technologische Innovation des Trittwebstuhls?

Der Trittwebstuhl ermöglichte das Arbeiten im Sitzen und eine um 400 Prozent gesteigerte Produktivität gegenüber dem traditionellen Gewichtswebstuhl.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Viehhaltung und Hauswirtschaft im Mittelalter
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2.3
Autor
Thomas Post (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V156797
ISBN (eBook)
9783640703227
ISBN (Buch)
9783640703920
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittelalter Hauswirtschaft Viehhaltung Spinnen Weben Tiere Nahrung Ernährung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Post (Autor:in), 2008, Viehhaltung und Hauswirtschaft im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156797
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Leseprobe aus  15  Seiten
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