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Integrative Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich

Angewendet am Fallbeispiel Enron

Titre: Integrative Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 38 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Matthias Müller (Auteur)

Gestion d'entreprise - Ethique commerciale, Ethique économique
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„Ethik entsteht nicht per Gesetz, sondern über Vorleben, Herzensbildung und stimmige Kultur“, so Reinhard Clemens Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom auf dem Deutschen Wirtschaftsforum 2009“ [Die Zeit vom 10.12.2009]. Diese Aussage zeigt worin der Kern einer gelebten Ethik besteht. Nämlich um eine Bewusstwerdung über den Einfluss von Moral und Ethik auf die Gesellschaft und insbesondere auf das Wirtschaftsgeschehen weltweit.
Diese Hausarbeit umfasst zum Großteil das Konzept der Integrativen Wirtschaftsethik von Peter Ulrich. Das aus der Wirtschaftsbürgerethik, der Unternehmensethik und der Ordnungsethik besteht. Alle drei Bereiche werden vorgestellt und anhand von Beispielen, überwiegend durch Shell und deren Bohrinsel „Brent Spar“ untermauert. Dazu wird geklärt was „richtiges“ und „gutes“ unternehmensethisches Handeln ausmacht und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
Darauf wird das Konzept der Integrativen Wirtschaftsethik von Peter Ulrich in fünf Thesen kompakt präsentiert und nochmals durch eine andere Perspektive vorgestellt, weil dies die Ausrichtung gibt, um die dort festgehaltenen ethischen Einsichten auf Enron anwenden zu können. Wie hat Enron gehandelt und wie hätte das Unternehmen mit Hilfe des Konzepts der Integrativen Wirtschaftethik handeln können um sich vor der Insolvenz zu bewahren?
Als erstes jedoch wird ein Fundament geschaffen, auf dem die Integrative Wirtschaftsethik aufgebaut werden kann. Indem Moral und Ethik voneinander getrennt definiert werden. Die Moral wird dann anhand des Konfuzianismus erläutert und die Ethik anhand des Shintoismus aus Japan.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rolle und Bedeutung von Moral

3. Bedeutung und Aufgabe von Ethik

3.1 Negative Abgrenzung

3.2 Positive Abgrenzung

4. Ethik im wirtschaftlichen Kontext Japans

5. Wirtschaftsbürgerethik

5.1. Wirtschaftsbürger als kritischer Kapitalanleger

5.2. Der Organisationsbürger

5.3. Wirtschaftsbürger als reflektierender Konsument

6. Unternehmensethik

6.1. Defizite unternehmerischen Handelns

6.2. Der Instrumentalistische Ansatz

6.3. Der Korrektive Ansatz

6.4. Der Integrative Ansatz

7. Ordnungsethik

8. Ethisches Handeln

9. Unternehmensethisches Handeln

10. Integrative Wirtschaftsethik

11. Der Fall Enron

11.1. Ordnungsethik – Diagnose

11.2. Ordnungsethik – Therapie

11.3. Unternehmensethik – Diagnose

11.4. Unternehmensethik – Therapie

11.5. Ordnungsbürgerethik – Diagnose

11.6. Ordnungsbürgerethik – Therapie

12. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, das Konzept der Integrativen Wirtschaftsethik von Peter Ulrich grundlegend vorzustellen und auf den Fall des Energiekonzerns Enron anzuwenden, um zu analysieren, wie das Unternehmen hätte handeln müssen, um ethisch legitim zu agieren und die Insolvenz zu vermeiden.

  • Grundlagen und Definitionen von Moral und Ethik
  • Die drei Säulen der Wirtschaftsbürgerethik (Kapitalanleger, Organisationsbürger, Konsument)
  • Differenzierung verschiedener Ansätze der Unternehmensethik (instrumentalistisch, korrektiv, integrativ)
  • Ordnungsethik als Rahmenbedingung für verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln
  • Analyse des Falls Enron mittels ethischer Diagnose- und Therapiemodelle

Auszug aus dem Buch

6.4 Der Integrative Ansatz

Der Integrative Ansatz unterscheidet sich vom Instrumentalistischen und Korrektiven Ansatz grundlegend. Zum einen, weil ethische Ziele deshalb verfolgt werden, da sie als richtig erkannt wurden, und nicht weil sie gewinnbringend sind oder korrigierend wirken. Zum anderen unterscheidet sich der Ansatz der Integrativen Unternehmensethik, so wie er von Peter Ulrich vertreten wird, wesentlich dadurch, dass er tiefer ansetzt und die ökonomischen Bedingungen, die eine Grundannahme nicht wertfrei und damit nicht ethisch neutral sind, reflektiert. Damit stellt der Integrative Ansatz die Bedingungen des globalen Marktes in Frage und nimmt diese nicht als unbeeinflussbar und nicht gestaltbar hin.

Bezogen auf das Gewinnprinzip kommt zum Ausdruck, dass Gewinnmaximierung keine legitime unternehmerische Handlungsorientierung sein kann, sondern vielmehr eine ökonomische Überhöhung des Gewinnstrebens. Legitimes Gewinnstreben ist folglich stets moralisch (selbst-) begrenztes Gewinnstreben [Ulrich (1999, S. 35)]. Basis ist bei Ulrichs’, wie bei Singers’ Verständnis von Ethik ist das Universalisierungsprinzip. Als integrativ versteht sich der Ansatz, weil er einen dritten Weg proklamiert zwischen einem Weg, nach dem der Wettbewerb, in Anlehnung an Adam Smith, automatisch dem Gemeinwohl dient und einem Weg, nach dem ethische Maßnahmen beim unternehmerischen Handeln zwangsläufig mit Erfolgsminderungen einhergehen müssen. Der integrative Grundgedanke in dieser Hinsicht liegt in der Vereinigungsforderung von unternehmerischer Verantwortbarkeit und gesellschaftlicher Zumutbarkeit. Danach soll die Unternehmensethik sicherstellen, dass nur solche Unternehmensstrategien verfolgt werden, die zugleich erfolgssichernd und gesellschaftsfördernd sind.

Integrativ ist der Ansatz zudem deshalb, weil er die Balance zwischen diskursöffnenden und optionsschließenden Ethikmaßnahmen sucht [Ulrich (2001 S. 462 – 464)]. Damit bringt Ulrich zum Ausdruck, dass Ethikmaßnahmen im Unternehmen nicht ein Mittel sein sollen, um autoritär bestimmte Werte von oben nach unten durchzusetzen, da durch ein solches einseitiges Schließen den Mitarbeitern moralische Autonomie verwehrt würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Moral und Ethik im globalen Wirtschaftsgeschehen ein und stellt das Konzept der Integrativen Wirtschaftsethik von Peter Ulrich als zentralen Analyserahmen vor.

2. Rolle und Bedeutung von Moral: Dieses Kapitel definiert Moral als zeitlich und kulturell wandelbaren Regelkanon von Werten und Handlungsnormen, der individuelles Verhalten in einer Gesellschaft begründet.

3. Bedeutung und Aufgabe von Ethik: Ethik wird hier als Reflexionstheorie der Moral verstanden, die auf einer abstrakteren Ebene das moralische Handeln kritisch hinterfragt und systematisiert.

4. Ethik im wirtschaftlichen Kontext Japans: Das Kapitel erläutert den Einfluss des Shintoismus auf die japanische Arbeitsmoral und die damit verbundenen Risiken für Innovationsfähigkeit und Selbstständigkeit.

5. Wirtschaftsbürgerethik: Es werden die drei Rollen des Wirtschaftsbürgers – kritischer Kapitalanleger, Organisationsbürger und reflektierender Konsument – als integrale Bestandteile eines verantwortungsbewussten Handelns vorgestellt.

6. Unternehmensethik: Dieses Kapitel analysiert drei Ansätze der Unternehmensethik (instrumentalistisch, korrektiv, integrativ) und diskutiert, wie Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können.

7. Ordnungsethik: Es wird die Aufgabe der Rahmenordnung beleuchtet, Anreize so zu setzen, dass ethisches Handeln für den Einzelnen und das Unternehmen rentabel wird.

8. Ethisches Handeln: Hier wird untersucht, welche Motive und Anreize zu ethischem Handeln führen und wie „gut und richtig“ unter dem Universalitätsprinzip definiert werden kann.

9. Unternehmensethisches Handeln: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit für Unternehmen, kurz-, mittel- und langfristige Auswirkungen ihres Handelns in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld zu berücksichtigen.

10. Integrative Wirtschaftsethik: Peter Ulrichs fünf Thesen zur modernen Unternehmensethik werden detailliert referiert, um eine Basis für die kritische Analyse unternehmerischer Handlungsstrategien zu schaffen.

11. Der Fall Enron: Anhand des Enron-Skandals werden Versagen in Ordnungsethik, Unternehmensethik und Organisationsbürgerethik diagnostiziert und alternative therapeutische Handlungsansätze nach Ulrich skizziert.

12. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass das integrative Konzept auf jedes Unternehmen anwendbar ist und durch eine integere Arbeitsweise eine verantwortungsbewusste Gesellschaft fördern kann.

Schlüsselwörter

Integrative Wirtschaftsethik, Peter Ulrich, Unternehmensethik, Enron, Ordnungsethik, Wirtschaftsbürger, Moral, Gewinnstreben, Universalitätsprinzip, Verantwortung, Nachhaltigkeit, Diskursethik, Unternehmensführung, Marktordnung, Stakeholder-Dialog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept der „Integrativen Wirtschaftsethik“ nach Peter Ulrich und untersucht, wie dieses theoretische Modell auf unternehmerisches Handeln angewandt werden kann, illustriert am extremen Fallbeispiel des Energiekonzerns Enron.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen von Ethik und Ökonomik, die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, die Rolle des Wirtschaftsbürgers sowie die Bedeutung ordnungspolitischer Rahmenbedingungen für moralisches Wirtschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Vorstellung der Integrativen Wirtschaftsethik von Peter Ulrich und die Anwendung dieser Theorie auf das Versagen von Enron, um aufzuzeigen, wie das Unternehmen hätte handeln müssen, um erfolgreich und gesellschaftsfördernd zu agieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse zu wirtschaftsethischen Konzepten in Verbindung mit einer Fallstudienanalyse, bei der der Fall Enron durch eine Diagnose-Therapie-Struktur aus drei ethischen Perspektiven betrachtet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik, differenziert verschiedene ethische Ansätze und wendet diese Erkenntnisse in einer umfassenden Analyse auf das Fehlverhalten und die Insolvenz von Enron an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Integrative Wirtschaftsethik, Peter Ulrich, Unternehmensverantwortung, Gewinnstreben, Enron, Stakeholder-Dialog, Ordnungsethik und Wirtschaftsbürger.

Warum wird der Fall Enron als Beispiel herangezogen?

Enron dient als extremes Beispiel für ein systematisches unternehmerisches Versagen, bei dem kurzfristiges Gewinnstreben und Manipulation die moralische Verantwortung komplett verdrängt haben, was den Nutzen einer integrativen Ethik besonders deutlich macht.

Was bedeutet der Begriff „organisierte Verantwortlichkeit“ bei Ulrich?

Dieser Begriff beschreibt ein System, in dem Unternehmen Räume für ethische Diskurse öffnen, um gemeinsam mit den Betroffenen tragfähige Lösungen zu finden, statt moralische Standards autoritär von oben zu verordnen.

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Résumé des informations

Titre
Integrative Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich
Sous-titre
Angewendet am Fallbeispiel Enron
Université
University of Hohenheim  (Lehrstuhl für Katholische Theologie und ihre Didaktik sowie Wirtschaftsethik Fachgebiet Wirtschafts- und Unternehmensethik)
Cours
Referat im Rahmen des Seminars „Konzepte der Wirtschafts- und Unternehmensethik“
Note
1,0
Auteur
Matthias Müller (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
38
N° de catalogue
V156899
ISBN (ebook)
9783640694488
ISBN (Livre)
9783640695461
Langue
allemand
mots-clé
Wirtschaftsethik Unternehmensethik Enron Ulrich Peter Integrative Wirtschaftsethik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Matthias Müller (Auteur), 2010, Integrative Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156899
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Extrait de  38  pages
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