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Die Problematik der Unternehmenskultur in internationale M&A-Prozessen

Title: Die Problematik der Unternehmenskultur in internationale M&A-Prozessen

Seminar Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadine Hirte (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

In den letzten Jahren ist ein Anstieg der M & A – Aktivitäten zu verzeichnen, da ihre Zahl und Volumina zunehmen. Die mit den Zusammenschlüssen verbundenen Erwartungen sind sehr hoch. An der Rendite gemessen scheitern jedoch mehr als 50 Prozent der M & A.1 Aber auch andere Arten der Messung, wie zum Beispiel der Umfang in dem sich Firmen einige Jahre später wieder trennen, ergeben Prozentangaben in dieser Größenordnung.2 Um diese Quoten zu senken, ist es wichtig die Gründe für das Versagen herauszufinden. Als Gründe für das Scheitern werden strategische, organisatorische und andere Ursachen angegeben. Strategischen Aspekten wurde in der Vergangenheit viel Bedeutung beigemessen. Immer häufiger werden aber unternehmenskulturelle Probleme als möglicher Grund betrachtet. In den aus diesen Gründen entwickelten Modellen in der Literatur werden bestehende kulturelle Unterschiede oder die schlechte Integration nach dem Zusammenschluss untersucht.

Die kulturellen Aspekte sollen in der Arbeit analysiert werden. Die Einführung in die Thematik der Zusammenschlüsse und der Unternehmenskultur soll dem Leser einen ersten Einblick in die Komplexität des Gebietes geben und die im Folgenden behandelten Aspekte eingrenzen. Darauf aufbauend wird der M & A – Prozess aus kultureller Sicht betrachtet. Es werden die Phase vor und nach dem Vertragsabschluss bezüglich der möglichen Maßnahmen und Probleme dargestellt und bestehende Modelle erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung der Arbeit

2. Merger und Akquisitionen

2.1. Fakten

2.2. Gründe und Ziele für M & A

2.3. Mögliche Ursachen des Misserfolgs

3. Unternehmenskultur und M & A

3.1. Unternehmenskulturelle Probleme bei M & A

3.2. Konzepte der Unternehmenskultur

4. Die Phasen des M & A – Prozesses aus kultureller Sicht

4.1. Pre – Merger Phase

4.1.1. Kulturanalyse

4.1.2. Das Akkulturationsmodell von Nahavandi und Malekzadeh

4.2. Post – Merger Phase

4.2.1. Das Modell von Haspeslagh und Jemison

4.2.2. Instrumente zur Gestaltung des Integrationsprozesses

4.2.3. Möglichkeiten und Grenzen des unternehmenskulturellen Wandels

5. Schlußbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Unternehmenskultur für den Erfolg von internationalen Mergers & Acquisitions (M&A). Ziel ist es, die kulturellen Herausforderungen in den verschiedenen Phasen eines Zusammenschlusses zu analysieren, bestehende theoretische Modelle kritisch zu beleuchten und Ansätze für ein erfolgreiches Integrationsmanagement aufzuzeigen.

  • Analyse der Gründe für das Scheitern von M&A-Prozessen mit Fokus auf sozio-kulturelle Faktoren.
  • Untersuchung theoretischer Kulturkonzepte von Hofstede und Schein im Kontext von Organisationen.
  • Detaillierte Betrachtung der Pre-Merger-Phase, insbesondere der Kulturanalyse und Akkulturationsmodelle.
  • Evaluation von Prozessmodellen und Instrumenten für eine erfolgreiche Post-Merger-Integration.
  • Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen bei der aktiven Gestaltung und Veränderung von Unternehmenskulturen.

Auszug aus dem Buch

4.1.2. Das Akkulturationsmodell von Nahavandi und Malekzadeh

Das Akkulturationsmodell von Afsaneh Nahavandi und Ali Malekzadeh wurde 1988 im „Academy of Management Review“ veröffentlicht.

Nach Berry ist Akkulturation der Prozess auf organisatorischer und individueller Ebene, wenn zwei Kulturen aufeinandertreffen. Dabei werden die Phasen des Kontakts, Konflikts und der Anpassung durchlebt.

Nahavandi und Malekzadeh nehmen an, dass der Grad der Übereinstimmung des Käuferunternehmens und des gekauften Unternehmens bezüglich der präferierten Akkulturationsform die Durchführung des Mergers beeinflussen. Durch die Einigung auf einen Akkulturationsmodus sollen Probleme der Post-Merger Phase, wie Akkulturationsstress und organisatorischer Widerstand vermieden werden und den Akkulturationsprozess somit vereinfachen.

Abhängig von der Form des Zusammenschlusses und dem mit dem Zusammenschluss verfolgten Motiv, muss sich die kaufende Unternehmung für eine Durchführungsstrategie entscheiden. Diese bestimmt wie die verschiedenen Systeme der beiden Firmen kombiniert werden und wie eng die Angestellten beider Firmen zusammenarbeiten. Sie unterscheiden vier Akkulturationsformen und damit vier verschiedene Arten wie die Kultur, die organisatorischen Praktiken und die Systeme der beteiligten Firmen verbundenen werden können. Diese Formen sind die Integration, Assimilation, Separation und Dekulturation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung der Arbeit: Einführung in die wachsende Bedeutung von M&A-Aktivitäten und die Problematik hoher Misserfolgsraten aufgrund vernachlässigter kultureller Faktoren.

2. Merger und Akquisitionen: Erläuterung der Grundlagen von Unternehmenszusammenschlüssen, deren Klassifizierung und die strategischen sowie opportunistischen Gründe für M&A.

3. Unternehmenskultur und M & A: Untersuchung der negativen Auswirkungen kultureller Reibungsverluste auf Produktivität und Mitarbeiterbindung sowie Einführung in theoretische Kulturkonzepte.

4. Die Phasen des M & A – Prozesses aus kultureller Sicht: Analyse der Pre-Merger- und Post-Merger-Phasen, inklusive spezifischer Akkulturationsmodelle und Management-Instrumente zur Integrationsgestaltung.

5. Schlußbemerkung: Fazit zur Notwendigkeit, der Unternehmenskultur in allen M&A-Phasen Beachtung zu schenken und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Merger und Akquisitionen, Unternehmenskultur, Integrationsmanagement, Akkulturation, Post-Merger-Integration, Pre-Merger-Phase, Unternehmenskulturelle Probleme, Organisationskultur, Nationalkultur, Kulturwandel, Change Management, Strategische Allianz, Sozio-kulturelle Integration, Führung, Unternehmenserfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kritische Rolle der Unternehmenskultur bei internationalen Mergers & Acquisitions und zeigt auf, warum kulturelle Aspekte maßgeblich für den Erfolg oder Misserfolg von Unternehmenszusammenschlüssen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Problematik von M&A, die theoretische Fundierung von Kulturkonzepten (insbesondere Hofstede und Schein) sowie die praktische Gestaltung des Integrationsprozesses.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu verdeutlichen, dass eine erfolgreiche M&A-Integration eine bewusste Auseinandersetzung mit der Unternehmenskultur erfordert, und bestehende Modelle zur Steuerung dieser Prozesse zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit etablierten Management- und Kulturmodellen, um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kultureller Probleme, die Vorstellung von Akkulturationsmodellen (z.B. Nahavandi/Malekzadeh), Prozessmodelle (Haspeslagh/Jemison) und spezifische Instrumente zur Gestaltung der Post-Merger-Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Merger und Akquisitionen, Unternehmenskultur, Akkulturation, Integrationsmanagement, Post-Merger-Integration und Unternehmenserfolg.

Wie unterscheiden Nahavandi und Malekzadeh die verschiedenen Akkulturationsformen?

Sie unterscheiden vier Formen (Integration, Assimilation, Separation, Dekulturation) basierend auf dem Grad, in dem Mitglieder ihre eigene Kultur wahren oder die der kaufenden Unternehmung annehmen wollen.

Warum betont die Autorin die Rolle der Führungsperson?

Da die Führung durch ihre eigene Nationalkultur und ihre Werte die organisationskulturelle Entwicklung, Strategie und Struktur maßgeblich prägt, ist sie eine zentrale Instanz bei der Steuerung von Kulturwandel.

Sind Unternehmenskulturen bei Fusionen direkt steuerbar?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Unternehmenskulturen aufgrund ihrer tiefen Verankerung in der Vergangenheit resistent gegen kurzfristige Änderungen sind und eine direkte Steuerbarkeit kaum möglich ist.

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Details

Title
Die Problematik der Unternehmenskultur in internationale M&A-Prozessen
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (FB BWL)
Course
Unternehmenskultur
Grade
2,0
Author
Nadine Hirte (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V15697
ISBN (eBook)
9783638207430
ISBN (Book)
9783638644112
Language
German
Tags
Problematik Unternehmenskultur M&A-Prozessen Unternehmenskultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Hirte (Author), 2003, Die Problematik der Unternehmenskultur in internationale M&A-Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15697
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