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Venedig als Symbol der Décadence in Thomas Manns "Der Tod in Venedig" (1912)

Title: Venedig als Symbol der Décadence in Thomas Manns "Der Tod in Venedig" (1912)

Term Paper , 2023 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject German - History of Literature, Eras
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Komposition der Décadencemotivik in Thomas Manns Novelle "Der Tod in Venedig", veröffentlicht im Jahr 1912, und zentralisiert die im Werk verarbeiteten Motive der Décadence. Diese Motive werden anhand exemplarisch gewählter Textauszüge veranschaulicht.

Fokussiert werden hierbei die Widersprüchlichkeit der Gefühle des Protagonisten Gustav Aschenbach und deren Korrespondenz mit Orts- und Naturbeschreibungen, welche ebenfalls von reichhaltiger Décadencemotivik gekennzeichnet sind. Die Fragestellung lautet: Wie wird die Décadence und die Verfallmotivik in Thomas Manns "Der Tod in Venedig" (1912) im Hinblick auf Orte, Motive, Figuren und Architektur dargestellt? Als Zielsetzung soll der Text im Hinblick auf Décadence-Motivik analysiert und wichtige Textstellen interpretiert werden, wodurch der Stellenwert der Décadence im Hinblick auf Venedig als wichtigstes Symbol etabliert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Dichotomie von Leben und Tod um 1900

2.2. Die Verfallsthematik der literarischen Décadence: Endzeiterwartungen

2.3. Venedig als literarischer Ort der Décadence: Textarbeit mit Thomas Manns Erzählung Der Tod in Venedig

2.3.1. Ortsschilderungen

2.3.1.1. München

2.3.1.2. Venedig

2.3.2. Die Figur Gustav von Aschenbach

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Thomas Mann in seiner Novelle "Der Tod in Venedig" (1912) das Motiv der Décadence nutzt, um eine Atmosphäre des Verfalls zu erzeugen. Das Ziel ist es, Venedig als zentrales Symbol in Korrespondenz zu den inneren Zuständen des Protagonisten Gustav von Aschenbach zu analysieren und die literarischen Mittel der Décadence-Darstellung aufzuzeigen.

  • Die Darstellung von Verfall und Tod in der Literatur der Jahrhundertwende.
  • Venedig als atmosphärischer Schauplatz der Décadence-Motivik.
  • Der Zusammenhang zwischen äußeren Ortsschilderungen und dem psychischen Zustand des Künstlers.
  • Die Transformation des Künstlers Aschenbach: Von disziplinierter Arbeit zum ästhetischen Exzess.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.2. Venedig

Die erste Station Gustav von Aschenbachs auf seiner Reise nach Italien ist die Stadt Pola, von welcher aus er auf eine Insel in der Adria überschifft. Aber auch diese Insel scheint wenig einladend und Aschenbach fühlt sich recht schnell in seiner neuen Umgebung unwohl (vgl. ebd.: 516f.).

So begibt er sich wieder in den Kriegshafen Polas, um dort „sogleich […] das feuchte Verdeck eines Schiffes zu besteigen“ (ebd.: 517). Die Bezeichnung Polas als „Kriegshafen“ fügt sich ebenfalls in das für die Décadence typische Stimmungsbild ein, da Tod und Gewalt im Wort „Krieg“ semantisch verankert und implizit präsent sind. Im Hinblick auf den gesellschaftspolitischen Kontext der Zeit lässt sich eine Anspielung auf die Spannungen von Ausbruch des ersten Weltkrieges deuten (vgl. Ariés 1981: 61). Nach dieser kurzen Zwischenstation in Pola reist Aschenbach weiter Richtung Venedig.

Die Ankunft des Künstlers in Venedig gestaltet sich jedoch anders als von ihn erhofft. Auch hier wird er von einer düsteren, niederdrückenden Atmosphäre empfangen, obgleich die Ästhetik Venedigs ihm nicht verborgen bleibt (vgl. Mann 2014: 523). Es ist offensichtlich nicht Aschenbachs erster Besuch, jedoch soll dies sein letzter sein (vgl. Euchner 2005: 198). Die Anziehungskraft, welche diese Stadt auf Gustav von Aschenbach ausübt, scheint sowohl aus Faszination und künstlerischer Ehefurcht als auch aus Furcht vor dem unheimlichen, elegischen Ambiente zu resultieren. So beschleicht ihm während der Fahrt mit einer venezianischen Gondel, welche ihn an einen Sarg erinnert, ein ungutes Gefühl (vgl. Mann 2014: 523).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert Venedig als Ort des Verfalls und stellt die Forschungsfrage nach der Darstellung der Décadence-Motivik in Thomas Manns Werk.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, die literarische Verfallsthematik sowie konkret die Rolle des Ortes Venedig und der Figur Gustav von Aschenbach.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Novelle eine der prägnantesten Gestaltungen des Décadence-Problems in der Literatur darstellt.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Tod in Venedig, Décadence, Verfall, Künstlertum, Gustav von Aschenbach, Venedig, Literatur der Jahrhundertwende, Todesmotivik, Ästhetizismus, Fin de Siècle, Identitätskrise, Symbolik, Cholera, Morbidität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das literarische Konzept der Décadence in Thomas Manns Novelle "Der Tod in Venedig" durch die Gestaltung von Ort und Figur manifestiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören der Verfall der Kultur um 1900, die Darstellung von Tod und Krankheit, das Wesen des Künstlers sowie die symbolische Bedeutung Venedigs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Stellenwert von Venedig als zentrales Décadence-Symbol zu etablieren, indem die Korrespondenz zwischen der äußeren Umgebung und Aschenbachs innerer Entwicklung aufgezeigt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf Basis von Sekundärliteratur zur Décadence-Literatur und Interpretation von Textstellen aus der Novelle arbeitet.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der geschichtlichen Verfallsstimmung, der atmosphärischen Schilderung Venedigs und der psychologischen Analyse des Protagonisten Aschenbach.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Décadence, Verfall, Künstlertum, Venedig und Identitätskrise definiert.

Inwiefern spielt der Name des Protagonisten eine Rolle für die Interpretation?

Der Name "Aschenbach" wird als schicksalsweisend gedeutet, wobei die Asche als Überbleibsel einer Destruktion bereits auf seinen nahenden Tod hindeutet.

Welche Bedeutung hat das Verkehrsmittel Gondel in der Novelle?

Die Gondel wird als Teil einer Todesmotivik analysiert, die nicht in den "Hafen des ewigen Lebens" führt, sondern als Vorbote des Todes und Erinnerung an einen Sarg fungiert.

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Details

Title
Venedig als Symbol der Décadence in Thomas Manns "Der Tod in Venedig" (1912)
College
University of Bonn
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
14
Catalog Number
V1571234
ISBN (PDF)
9783389119105
ISBN (Book)
9783389119112
Language
German
Tags
venedig symbol décadence thomas manns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Venedig als Symbol der Décadence in Thomas Manns "Der Tod in Venedig" (1912), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1571234
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