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Die Konstruktion "kultureller Differenz" in den Massenmedien

Titre: Die Konstruktion "kultureller Differenz" in den Massenmedien

Mémoire pour le Diplôme Intermédiaire , 2005 , 31 Pages , Note: Gut

Autor:in: Ingolf Erler (Auteur)

Sociologie - Médias, Art, Musique
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In der folgenden Arbeit wird mit Hilfe der Theorie von Stuart Hall und Pierre Bourdieu die mediale Kennzeichnung ethnischer Differenz aufgezeigt. Dazu wird, nach einem kurzen Überblick über die Theorie, an Hand mehrerer empirischer Studien nachgewiesen, inwieweit Medien dazu beitragen, eine ethnische Differenz zu konstruieren. Abschließend werden Versuche azfgezeigt Gegenstrategien gegen diese Prozesse zu entwickeln.
Dabei konzentriert sich die Arbeit vor allem auf Printmedien und Non Fiction.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Stuart Hall: Die Konstruktion von „Rasse“ in den Medien

Die strukturierte Vermittlung von Ereignissen

Ein integriertes Repräsentationsmodell

Die Konstruktion von ethnischer Differenz

Pierre Bourdieu: Die Theorie symbolischer Gewalt

Symbolisches Kapital

Symbolische Kämpfe

Massenmedien und symbolische Gewalt

Bilder ethnischer Differenz in EU-Medien

Kriminalität und ethnische Differenz

Auswirkungen eines solchen Mediendiskurses

Der österreichische Drogendiskurs

Pressefotografien

Gegenstrategien

Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Massenmedien durch die Konstruktion ethnischer Differenz latente rassistische Stereotype reproduzieren und damit symbolische Gewalt ausüben. Im Zentrum steht die Analyse der Mechanismen, durch die Medien „soziales Wissen“ über Minderheiten erzeugen und diese in bestimmten problematischen Kontexten – insbesondere im Bereich der Kriminalitätsberichterstattung – festschreiben, sowie die Erörterung möglicher Gegenstrategien.

  • Anwendung der Medientheorien von Stuart Hall und Pierre Bourdieu
  • Analyse der Konstruktion von „Rasse“ und ethnischer Differenz in der Berichterstattung
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Medienbildern und Kriminalisierungsdiskursen
  • Empirische Fallbeispiele zur Darstellung von Minderheiten in EU-Medien und Österreich
  • Diskussion von Diversitäts-Strategien und Gegenmaßnahmen gegen rassistische Medienpraktiken

Auszug aus dem Buch

Die strukturierte Vermittlung von Ereignissen

Es besteht für Stuart Hall kein Zweifel, dass Medien mit dem Alltagsbewusstsein der Menschen arbeiten, dieses als ihre Ausgangsbasis benutzen und verstärken. Als ideologische Apparate “produzieren” und verbreiten sie die gesellschaftlichen Bedeutungen mit und sind daher besonders wichtige Orte der Produktion, Reproduktion und Transformation von Ideologien und Diskursen.

Gleichzeitig vermitteln sie innerhalb einer nach Regionen, Klassen und Kulturen verschiedenen Gesellschaft, indem sie die Bevölkerungsgruppen mit Informationen und Bildern über das Leben “der anderen” Religionen, Klassen und Kulturen versorgen. Dadurch erlangen sie eine große Macht darin, allgemeine Bilder und Texte zu erzeugen und auszuwählen, in welcher Art verschiedene Gesellschaftsgruppen porträtiert und repräsentiert werden und damit auch im Alltagsbewusstsein verankert werden.

Wenn wir uns als Beispiel die Nachrichten ansehen, sind dies nicht nur reine Informationen darüber, was in der Welt geschieht. Es sind gleichzeitig Bilder und Abbildungen dieser Welt, sie vermitteln ein “Wissen” darüber, wie Menschen leben, denken, sprechen und sich verhalten. Stuart Hall nennt dies ein praktisches soziales Wissen. Dieses “soziale Wissen” überbrückt, vereinfacht gesagt, den Abstand zwischen zwei Gruppen der Gesellschaft: zwischen den “Mächtigen “und den “Machtlosen” sowie zwischen den “Informierten” und den “Unwissenden”. Die Massenmedien funktionieren und werden geformt durch die Art und Weise, wie “Macht” und “Wissen” in der Gesellschaft verteilt sind. Dementsprechend werden auch die Nachrichten ausgewählt. Es wäre eine Irrtum zu glauben, die Auswahl der Nachrichten würde rein nach “sachlichen” Kriterien getroffen, sie würden weitgehend auf Tatsachen beruhen oder sie seien völlig “objektiv”. Sie können dies gar nicht sein, die Nachrichten müssen zwangsläufig nach ihrem, für ihre Zuseher bestimmten Wert ausgewählt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit problematisiert die mediale Konstruktion von Differenz anhand aktueller Beispiele und führt in die theoretische Ausrichtung ein.

Stuart Hall: Die Konstruktion von „Rasse“ in den Medien: Dieses Kapitel erläutert Halls Repräsentationsmodell und wie Medien soziale Wirklichkeit durch die Kodierung von Differenz aktiv mitgestalten.

Pierre Bourdieu: Die Theorie symbolischer Gewalt: Hier wird Bourdieus Konzept der symbolischen Gewalt eingeführt, um zu zeigen, wie Machtverhältnisse durch symbolische Strukturen im Alltag unsichtbar stabilisiert werden.

Bilder ethnischer Differenz in EU-Medien: Basierend auf empirischen Studien wird analysiert, wie ethnische Minderheiten in europäischen Medien überwiegend negativ und kontextabhängig dargestellt werden.

Kriminalität und ethnische Differenz: Dieses Kapitel untersucht die spezifische Verknüpfung von ethnischer Herkunft und kriminellem Verhalten in der medialen Berichterstattung.

Auswirkungen eines solchen Mediendiskurses: Anhand des österreichischen Drogendiskurses und der Rolle von Pressefotografien werden die realen Auswirkungen der medialen Konstruktionen auf Polizei, Justiz und das öffentliche Bewusstsein verdeutlicht.

Gegenstrategien: Es werden verschiedene Initiativen und Ansätze vorgestellt, die durch Diversitäts-Richtlinien und eine diversere Medienpraxis rassistischen Stereotypen entgegenwirken wollen.

Resümee: Die Arbeit schließt mit einem Fazit zur notwendigen kritischen Auseinandersetzung von Medienproduzenten mit der eigenen Rolle bei der Konstruktion gesellschaftlicher Realität.

Schlüsselwörter

Massennmedien, ethnische Differenz, symbolische Gewalt, Stuart Hall, Pierre Bourdieu, Rassismus, Stereotypisierung, Medienrepräsentation, Kriminalitätsberichterstattung, Migrationsdiskurs, soziale Identität, Kodierung, Dekodierung, Diversität, Gegenstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie Medien durch ihre Berichterstattung ethnische Unterschiede konstruieren und damit zur Verbreitung rassistischer Vorurteile beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Medientheorie (Hall, Bourdieu), die Analyse der Kriminalitätsberichterstattung, die Bedeutung von Pressefotografien und Strategien für eine diskriminierungsfreie Medienarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie mediale Prozesse zur Festschreibung ethnischer Differenz führen und inwieweit diese Prozesse eine Form symbolischer Gewalt ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die kritische Analyse bereits bestehender empirischer Studien sowie auf die theoretische Reflexion durch die Ansätze von Stuart Hall und Pierre Bourdieu.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die empirische Analyse der Darstellung von Minderheiten in EU-Medien sowie die Untersuchung konkreter Auswirkungen auf den Diskurs in Österreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie symbolische Gewalt, ethnische Differenz, Stereotypisierung, Medienrepräsentation und Diversitäts-Strategien charakterisiert.

Wie beeinflusst die Hautfarbe die Wahrnehmung in Pressefotos?

Studien, auf die in der Arbeit Bezug genommen wird, zeigen, dass eine dunklere Hautfarbe auf Pressefotos dazu führt, dass Personen von Rezipienten signifikant häufiger mit Kriminalität assoziiert und strenger beurteilt werden.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Konstruktion des „Anderen“?

Politische Diskurse, etwa im Kontext von Kriminalität oder Migration, werden von Medien aufgegriffen und oft durch spektakuläre Bildsprache verstärkt, was die Ausgrenzung von Minderheiten fördert und das Sicherheitsdenken der Mehrheitsbevölkerung bedient.

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Résumé des informations

Titre
Die Konstruktion "kultureller Differenz" in den Massenmedien
Université
University of Vienna  (Institut für Soziologie)
Note
Gut
Auteur
Ingolf Erler (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
31
N° de catalogue
V157164
ISBN (ebook)
9783640701810
ISBN (Livre)
9783640700486
Langue
allemand
mots-clé
Konstruktion Differenz Massenmedien Stuart Hall Rassismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ingolf Erler (Auteur), 2005, Die Konstruktion "kultureller Differenz" in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157164
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Extrait de  31  pages
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