Das im Folgenden beschriebene Keywork-Projekt ist das „Nachfolge-Projekt“ bzw. die Weiterentwicklung eines im Juni 2005 stattgefundenen Projektes.
Dieses Projekt mit dem Titel „Liebe(s)Grüsse vom …Platz“ wurde durch eine Gruppe von vier Studentinnen der FH Düsseldorf (darunter die Verfasserin der vorliegenden Arbeit) im Rahmen der Seminarveranstaltung „Kulturarbeit mit Menschen im nachberuflichen Leben“ entwickelt und durchgeführt. Die Aufgabenstellung war es, eine generationsübergreifende Aktion zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Ausgangspunkt bildete damals die thematische Gestaltung eines orangefarbenen Tisches im Rahmen der Aktion „PLATZDA! Sommerauftritt 3“ des Stadtplanungsamtes Düsseldorf, an der die StudentInnen des benannten Seminars unter Leitung von Frau Nell mitwirkten.
Die praktische Umsetzung erfolgte am 11. Juni 2005 auf dem Gustav-
Gründgens-Platz in Düsseldorf, wobei der orange Tisch mit dem Thema
„Liebe(s)Grüsse vom …Platz“ nur einer von vielen war.
Inhaltsverzeichnis
1. Projektidee und Projektname
1.1 Das Projekt „Liebe(s)Grüsse vom Platz
1.2 Modifikation/Weiterentwicklung zur Aktion „Liebe(s)Grüsse aus Vohwinkel
2. Ziele des Projektes
3. Zielgruppen
4. Planung der Aktivitäten
4.1 Vorbereitungen
4.2 Material
4.3 Aufteilung der Aufgaben und Verantwortung innerhalb des Teams
4.4 Ablauf
4.5 Kosten
4.6 Öffentlichkeitsarbeit/Werbung
4.7 KooperationspartnerInnen
4.8 Mögliche Herausforderungen/Schwierigkeiten
5. Hintergrund-Informationen, Überlegungen und Ausführungen zum Themenkomplex „Postkarten“
6. Reflexion der (bisherigen) persönlichen Erfahrungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Planung, Durchführung und Auswertung eines Keywork-Projektes, das darauf abzielt, die Briefkultur durch eine generationsübergreifende Postkarten-Aktion auf einem Stadtteilfest zu fördern und zu beleben. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch niederschwellige Kulturarbeit soziale Kontakte initiiert und gefördert sowie ehrenamtliche Mitarbeiter nachhaltig in Projektstrukturen eingebunden werden können.
- Förderung der zwischenmenschlichen Kommunikation durch klassische Postkarten
- Generationsübergreifende Kulturarbeit im nachberuflichen Leben
- Partizipative Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter
- Stärkung sozialer Netzwerke im städtischen Umfeld
- Praktische Projektplanung und -durchführung
Auszug aus dem Buch
1.1 Das Projekt „Liebe(s)Grüsse vom …Platz“
Die Idee zu dem Projekt, welches ursprünglich den Namen: „Urlaubsgrüße aus der Stadt“ tragen sollte, entsprang der „Urlaubsreife“ aller vier Gruppenmitglieder. In unseren Wunschvorstellungen befanden wir uns in fernen Gefilden und verschickten Urlaubskarten. Bei dem Thema „Postkarten“ blieben wir „hängen“, womit ein zentraler Bestandteil des Projektes bereits feststand. Da wir zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht in die Ferne fahren konnten, entwickelten wir den Gedanken, anstelle der Urlaubskarten „postalische Grüße aus der Stadt“ versenden zu können. Zusammenfassend war damit die Idee geboren, den Besuchern der Aktion PLATZDA! an „unserem Tisch“ ein Angebot zur direkten Versendung von Postkarten zu machen. Interessenten sollten die Möglichkeit erhalten, kostenlos postalische Grüße direkt auf dem Platz zu schreiben, zu frankieren und quasi „postwendend“ zu versenden, d.h. in den eigens für diesen Zweck gestalteten Briefkasten zu werfen. Die tatsächliche Umsetzung der Idee am 11. Juni 2006 fand großen Anklang bei den BesucherInnen der Veranstaltung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Projektidee und Projektname: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Keywork-Projektes als Weiterentwicklung einer vorangegangenen Aktion und die konzeptionelle Modifikation für das Stadtteilfest in Vohwinkel.
2. Ziele des Projektes: Hier werden die motivationalen Hintergründe der Aktion dargelegt, insbesondere die Förderung der Briefkultur sowie soziale Aspekte der Teilhabe und Netzwerkarbeit.
3. Zielgruppen: Dieses Kapitel definiert die angestrebten Teilnehmer des Projektes, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der generationsübergreifenden Ansprache und der Einbeziehung marginalisierter Gruppen liegt.
4. Planung der Aktivitäten: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Übersicht über die Vorbereitungen, Materialbeschaffung, Aufgabenverteilung, Kostenkalkulation und Werbestrategien des Projektes.
5. Hintergrund-Informationen, Überlegungen und Ausführungen zum Themenkomplex „Postkarten“: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und kulturhistorische Bedeutung der Postkarte als Kommunikationsmedium.
6. Reflexion der (bisherigen) persönlichen Erfahrungen: Die Autorin reflektiert ihre Rolle im Projekt, beschreibt ihre Lernprozesse im Umgang mit dem Team und setzt sich kritisch mit ihrer Positionierung zwischen verschiedenen Einrichtungen auseinander.
Schlüsselwörter
Keywork, Kulturarbeit, Postkarten, Briefkultur, Soziale Netzwerke, Partizipation, Ehrenamt, Stadtteilfest, generationsübergreifend, Kommunikation, Vohwinkel, soziale Teilhabe, Projektmanagement, Korrespondenz, nachberufliches Leben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und praktische Planung eines Keywork-Projektes, das Besucher eines Stadtteilfestes dazu anregen soll, handgeschriebene Postkarten zu versenden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Förderung der Briefkultur, Methoden der Kulturarbeit, soziale Netzwerkarbeit und die Partizipation von Ehrenamtlichen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Menschen eine unkomplizierte, kostenlose Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme zu bieten und dadurch soziale Teilhabe sowie die Bindung an eine soziale Einrichtung zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem praxisorientierten Projektansatz, der durch kulturtheoretische Überlegungen untermauert und durch eine persönliche Reflexion der Projektleitung ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Projektplanung, eine theoretische Herleitung zur Bedeutung der Postkarte sowie eine Reflexion der persönlichen Erfahrungen der Autorin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Keywork, Kulturarbeit, Partizipation, soziale Netzwerke und die Wiederbelebung der postalischen Kommunikation.
Warum spielt die soziale Herkunft der Zielgruppe eine Rolle?
Die Autorin betont, dass insbesondere Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund kaum Korrespondenz führen, weshalb sie eine besondere Zielgruppe für diese Form der niederschwelligen Kulturarbeit darstellen.
Wie geht die Autorin mit ihrer Rolle als Externe im Projekt um?
Die Autorin reflektiert intensiv ihre Ambivalenz, da sie einerseits das Projekt als ihr „eigenes Ding“ empfindet, sich aber gleichzeitig als Gast in der Einrichtung sieht, was die Delegation von Aufgaben erschwert.
Welche historischen Erkenntnisse zur Postkarte sind für die Aktion relevant?
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Postkarte historisch als "Formular zur Preisersparnis" und Vereinfachung entstand, heute jedoch vor allem als persönliches "Denkmal" der Wertschätzung in der Kommunikation dient.
- Quote paper
- Dipl. Sozial- und Kulturwissenschaftlerin Yvonne Korte (Author), 2006, Leitfaden für die Planung, Durchführung und Auswertung eines Keywork-Projektes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157182