Erstellung eines sekundärpräventiven multimodalen bewegungsbezogenen Kursprogramms für das Indikationsfeld „unspezifischer Rückenschmerz“ (ICD10-GM: M54)
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION
1.1 Konzeptanbieter
1.2 Zielgruppe des Konzepts
2 ZIELSETZUNG UND ABLEITUNG VON ÜBERGEORDNETEN KONZEPTINHALTEN
2.1 Zielsetzung des Konzepts
2.2 Ableitung von übergeordneten Konzeptinhalten
3 DARSTELLUNG UND ORGANISATION DER KONZEPTINHALTE
3.1 Grobgliederung des Konzeptes
3.2 Exemplarische Konzepteinheit
4 KONZEPTEVALUATION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Evaluation eines strukturierten, bewegungsbezogenen Kursprogramms im Rahmen der Sekundärprävention für Versicherte mit unspezifischen Rückenschmerzen. Ziel ist es, durch eine interdisziplinär ausgerichtete Intervention die Rückengesundheit der Teilnehmer nachhaltig zu fördern sowie deren körperliche Leistungsfähigkeit durch gezieltes Training und Verhaltensanpassungen zu verbessern und damit drohender Dekonditionierung entgegenzuwirken.
- Analyse der Ausgangssituation bei einem spezifischen Konzeptanbieter
- Festlegung von Zielgruppen und evidenzbasierten Konzeptinhalten
- Strukturierung und methodische Planung eines 10-wöchigen Kursprogramms
- Etablierung von Evaluationskriterien für den Erfolg des Bewegungskonzepts
Auszug aus dem Buch
Isometrischer Kraftausdauertest nach McGill (2007):
Ein im Kontext der Sport- und Bewegungstherapie angesiedelter Krafttest der Rumpfmuskulatur ist der isometrische Kraftausdauertest nach McGill (2007). Das Ziel des Tests besteht darin, eventuelle Kraftdefizite in rumpfstabilisierenden Muskelgruppen aufzudecken. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein ausgewogenes Kraftverhältnis von WS-Extensoren, WS-Flexoren und WS-Lateralflexoren eine wesentliche Determinante für das Ausbleiben von Rückenschmerzen darstellt (McGill, 2007). Der Test besteht aus drei Teilprüfungen:
- Seitstütztest (Testung der Wirbelsäulenlateralflexoren): Die Testperson nimmt eine Seitstützposition ein und hält diese so lange wie möglich. Ein Abbruch erfolgt, wenn die Hüfte absinkt oder der Oberkörper nicht mehr stabil gehalten wird.
- Bauchmuskeltest (Testung der Wirbelsäulenflexoren): Die Testperson lehnt sich in einer Sit-up-Position mit fixiertem Rücken zurück und hält die Position ohne Rückenlehnenkontakt so lange wie möglich.
- Rückenstreckertest (Testung der Wirbelsäulenextensoren): Der Proband liegt in Bauchlage auf einer Bank, wobei der Oberkörper frei hängt. Diese Position wird so lange wie möglich gehalten.
Der isometrische Kraftausdauertest nach McGill bietet objektive und messbare Daten über die muskuläre Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Durch die einfache Durchführung mit minimalem Equipment, wie Matten und einer Stoppuhr, ist der Test besonders praktikabel für Gruppen und erfordert keinen hohen organisatorischen Aufwand. Zudem zeichnet sich der Test durch einen hohen Alltagstransfer aus, da er nicht einzelne Muskeln isoliert testet, sondern funktionelle Bewegungsmuster erfasst, die im Alltag relevant sind (McGill, Childs, Liebenson, 1999). Die Testergebnisse ermöglichen es, die individuellen Fortschritte der Teilnehmer objektiv zu messen, indem sie vor und nach dem Kurs miteinander verglichen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel untersucht die räumlichen und personellen Ressourcen des Anbieters sowie die epidemiologische Relevanz und Risikofaktoren von unspezifischen Rückenschmerzen bei der Zielgruppe.
2 ZIELSETZUNG UND ABLEITUNG VON ÜBERGEORDNETEN KONZEPTINHALTEN: Hier werden die Ziele zur Einstellungsänderung und Aktivierung formuliert sowie die notwendigen inhaltlichen Schwerpunkte aus wissenschaftlichen Erkenntnissen abgeleitet.
3 DARSTELLUNG UND ORGANISATION DER KONZEPTINHALTE: Dieses Kapitel erläutert die praktische Umsetzung durch eine 10-wöchige Grobgliederung und die detaillierte Darstellung einer beispielhaften Konzepteinheit.
4 KONZEPTEVALUATION: Es werden objektive Testverfahren und subjektive Erhebungsinstrumente vorgestellt, um die Wirksamkeit und den Erfolg des entwickelten Kursprogramms zu überprüfen.
Schlüsselwörter
Prävention, unspezifische Rückenschmerzen, Gesundheitsmanagement, Rumpfmuskulatur, Bewegungsintervention, Rückengesundheit, Kraftausdauer, McGill-Test, Sekundärprävention, Körperhaltung, Verhaltensänderung, Belastungssteuerung, Gesundheitsförderung, Psychosoziale Risikofaktoren, Kurskonzept
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein strukturiertes und evidenzbasiertes Bewegungskonzept zur Sekundärprävention von unspezifischen Rückenschmerzen in einem Gesundheitsstudio.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Analyse der Ausgangssituation, die Ableitung spezifischer Trainingsinhalte, die methodische Kursplanung sowie die Evaluation von Trainingsfortschritten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, den Teilnehmern durch Wissensvermittlung und gezieltes Training zu einer langfristigen Verhaltensänderung sowie zur Verbesserung ihrer Rückengesundheit und Fitness zu verhelfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf ICF-orientierte Ansätze, die Berücksichtigung aktueller epidemiologischer Daten und der Literatur sowie die Anwendung valider Testverfahren zur Erfolgskontrolle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Zielsetzung, die Entwicklung der Trainingsinhalte (inklusive eines 10-Wochen-Plans) sowie die konkreten Evaluationsmethoden detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Prävention, unspezifische Rückenschmerzen, Rumpfmuskulatur, Bewegungsintervention und Evaluation.
Wie ist eine typische Konzepteinheit aufgebaut?
Eine Einheit umfasst 90 Minuten und kombiniert eine Gesprächsrunde zur Reflektion mit theoretischer Wissensvermittlung und praktischen Übungssequenzen für die Rumpfmuskulatur.
Welche Rolle spielt der isometrische Kraftausdauertest nach McGill?
Dieser Test dient der objektiven und praktikablen Erfassung von Kraftdefiziten der Rumpfstabilisierung, um Fortschritte der Teilnehmer vor und nach dem Kursprogramm vergleichbar zu machen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2025, Unspezifische Rückenschmerzen und Sporttherapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1571852