Das Thema der Arbeit ist Vereins- und Verbandsrecht.
Ziel der Arbeit ist es, der Fußballabteilung des SSV Reutlingen e.V., die durch einen Mäzen Geld erhält, so in den Verein einzubinden, dass nur diese Abteilung über den Betrag verfügen kann.
Daher wird die allgemeine Rechtslage zum Verhältnis Verein zu Abteilung dargestellt und aufgezeigt, an welchen rechtlichen Schnittstellen angesetzt werden muss, um eine weitestgehende Eigenständigkeit der Fußballabteilung nach innen und außen zu garantieren.
Hierfür werden konkrete Bestimmungen für deren Übernahme in eine Satzung oder Abteilungsordnung formuliert.
Zunächst einmal wird die Situation solcher Vereine dargestellt. Rechtliche Aspekte werden vertieft.
Danach wird die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine GmbH & Co KGaA besprochen und deren Vorteile aufgezeigt. Eine mögliche Änderung der Vereinssatzung wird im Anschluss formuliert.
Nun folgt ein praktisches Beispiel: Das Unternehmen mit loser Kopplung zum Verein - BVB Dortmund. Hier können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.
Das abschließende Fazit dient noch einmal der "Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte".
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Allgemeine Informationen
1.1 Die Klassifizierung der Profifußball-Vereine
1.2 Die rechtlichen Vorgaben des DFB
2. Die Struktur der GmbH & Co KgaA
2.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der KgaA
2.2 Die Organe einer KgaA
2.2.1 Die persönlich haftenden Gesellschafter
2.2.2 Der Aufsichtsrat
2.2.3 Die Hauptversammlung der Kommanditaktionäre
2.3. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der GmbH & Co KGaA
2.4 Die Gesellschaftsform im Überblick
3. Satzungsänderung
4. Praktisches Beispiel: Das Unternehmen mit loser Kopplung zum Verein – BVB Dortmund
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Fußballabteilung eines Vereins rechtssicher so in eine eigenständige Struktur zu überführen, dass die Kontrolle durch den Verein (insbesondere durch den Mäzen) gewahrt bleibt, während gleichzeitig eine weitestgehende Eigenständigkeit der Fußballabteilung garantiert wird.
- Rechtliche Grundlagen der Vereinsstruktur und Ausgliederung in Kapitalgesellschaften
- Die Rechtsform der GmbH & Co. KGaA im Profifußball
- Organe und Kompetenzverteilung innerhalb einer KGaA
- Möglichkeiten der Einflussnahme durch den Mutterverein
- Analyse der Organisationsstruktur am Beispiel von Borussia Dortmund
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Die persönlich haftenden Gesellschafter
Im Gegensatz zur AG kennt die KGaA keinen Vorstand, der ihre Geschäfte leitet und sie nach außen vertritt. Diese Aufgaben übernehmen die persönlich haftenden Gesellschafter, die dem Vorstand einer AG durch die Vorschrift des § 283 AktG weitgehend gleichgestellt werden. Nach § 278 II AktG iVm §§ 161 II; 114 ff.; 125 ff. HGB sind diese das alleinige, organschaftliche Geschäftsführungs- und Vertretungsorgan der KGaA. Da sie nur aufgrund ihrer Gesellschafterstellung ohne zeitliche Begrenzung zur Leitung der Gesellschaft berufen sind, werden sie im Gegensatz zum Vorstand einer AG, der gem. § 84 I AktG vom Aufsichtsrat gewählt wird, als geborene und nicht als gekorene Leitungsorgane bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, eine Fußballabteilung in einem Verein trotz externer Finanzierung eigenständig aufzustellen.
1. Allgemeine Informationen: Dieses Kapitel erörtert die rechtliche Einordnung von Profifußball-Vereinen und die Vorgaben des DFB zur Ausgliederung.
2. Die Struktur der GmbH & Co KgaA: Es werden die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen, die Organe (Haftende Gesellschafter, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) sowie die Struktur der GmbH & Co KGaA detailliert erläutert.
3. Satzungsänderung: Hier werden beispielhafte Formulierungen für die Satzungsänderung zur Ausgliederung von Abteilungen in Kapitalgesellschaften vorgestellt.
4. Praktisches Beispiel: Das Unternehmen mit loser Kopplung zum Verein – BVB Dortmund: Anhand des Beispiels BVB Dortmund wird die Organisationsstruktur und die Einflussnahme des Vereins auf die ausgegliederte Gesellschaft analysiert.
Schlüsselwörter
Vereinsrecht, Verbandsrecht, Profifußball, GmbH & Co. KGaA, Ausgliederung, Lizenzspielerabteilung, DFB, Rechtsfähigkeit, Komplementär, Kommanditaktionäre, Satzungsänderung, Borussia Dortmund, Kapitalgesellschaft, Geschäftsführung, Einflussnahme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Ausgliederung von Fußballabteilungen aus einem e. V. in eine eigenständige Kapitalgesellschaft, um sowohl die Eigenständigkeit der Abteilung als auch die Kontrolle durch den Verein zu gewährleisten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Vereins- und Verbandsrecht, die Rechtsform der GmbH & Co. KGaA sowie die Anforderungen des DFB an die Lizenzierung von Kapitalgesellschaften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine rechtssichere Struktur zu entwerfen, die es einem Verein erlaubt, seine Fußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern, dabei jedoch die volle Kontrolle über diese Abteilung zu behalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse der Rechtslage, der Interpretation einschlägiger Gesetze (BGB, AktG, HGB) sowie einer praktischen Fallstudie zur Organisationsstruktur von Borussia Dortmund.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen der KGaA, die Aufgaben und Kompetenzen ihrer Organe, die Rolle der GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin sowie Wege zur Satzungsgestaltung für eine solche Ausgliederung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Vereinsrecht, GmbH & Co. KGaA, Ausgliederung, DFB-Vorgaben, Komplementär und Mitspracherechte.
Wie kann der Mutterverein bei einer KGaA seinen Einfluss wahren?
Der Verein wahrt seinen Einfluss, indem er die alleinige persönlich haftende Gesellschafterin (eine GmbH) kontrolliert, deren Geschäftsführer er bestellt, und so mittelbar die Geschäftsführung der KGaA steuert.
Warum wird im Beispiel Borussia Dortmund von einer "losen Kopplung" gesprochen?
Die Bezeichnung "lose Kopplung" beschreibt, dass zwar die Vorstände personalidentisch und der Verein Mehrheitsgesellschafter ist, die Geschäftsbereiche aber weitgehend autonom und zielorientiert agieren können, während strategische Entscheidungen durch den Verein als Mutterstruktur gesteuert werden.
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- Alexander R. Wolf (Author), 2010, Ausgliederung der Lizenspielerabteilung eines Fußballvereins, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157213