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Der Einsatz von Derivaten zur Zinsabsicherung

Eine kritische Betrachtung der monetären Wirkungen

Titre: Der Einsatz von Derivaten zur Zinsabsicherung

Livre Spécialisé , 2009 , 17 Pages

Autor:in: Prof. Dr. Wolfgang Benzel (Auteur)

Gestion d'entreprise - Généralités
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Die Kapitalmarktzinsen bewegen sich bereits seit Jahren auf einem deutlich unter dem Durchschnitt liegenden Niveau und es wird in Fachkreisen davon ausgegangen, dass diese grundsätzliche Situation von einiger Nachhaltig sein wird. Vor dem Hintergrund der aktuell weiter sinkenden Zinssätze infolge der Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten stellt sich jedoch die Frage, ob diese Entwicklung auch in Zukunft in die gleiche Richtung verläuft oder ob es in nicht allzu weiter Ferne zu einer Trendumkehr kommen könnte. Da gerade die aktuellen Entwicklungen gezeigt haben, dass zutreffende Prophezeiungen eher selten sind und den sich in Inauguration übenden Angehörigen der entsprechenden Zunft daher mit Vorsicht begegnet werden sollte, treten gerade vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen und der eigentlich nur noch sehr eingeschränkt vorhandenen Spielräume nach unten Absicherungsinstrumente in den Fokus, welche bei aller angebrachten Skepsis bezüglich weiter sinkenden Zinsen zwar die Chancen des Kapitalmarktes nutzen, aber im Wesentlichen die Risiken steigender Zinsen begrenzen lässt.
Leider geht dies tatsächlich nicht ohne Antizipation der Zinsentwicklung, was jedoch der grundsätzlichen und damit im Ergebnis normalen unternehmerischen Situation entspricht, Entscheidungen unter Unsicherheit treffen zu müssen.
In Abhängigkeit der Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Kapitalmarktzinsen kommt daher dem Einsatz von Derivaten zur Absicherung von Zinsrisiken bei langfristigen Finanzierungen eine besondere Bedeutung zu wenn davon ausgegangen wird, dass im Prognosezeitraum mit einem eventuell starken Anstieg der Zinsen gerechnet wird.
Zur Frage, wie sich vor dem Hintergrund der aktuellen Kapitalmarktparameter der Einsatz von Derivaten gerade im Mittelstand gestaltet, soll der vorliegende Aufsatz eine Antwort geben und folglich auch als Hilfe bei der Konzeption von Finanzierungen dienen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2 Ausgangssituation

3 Instrumente zur Zinsrisikominimierung

3.1.1 Cap

3.1.2 Swap

4 Die Produkte der DZ-Bank

4.1 Zins-Cap

4.2 Zahler-Swap

4.3 Korridor-Klassik

5 Berechnungen

6 Bewertung der Ergebnisse

6.1 Beurteilung des Zins-Cap

6.2 Beurteilung des Zahler-Swap

6.3 Beurteilung des Korridor-Klassik

Zielsetzung und Themen der Analyse

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Untersuchung der monetären Auswirkungen derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken im mittelständischen Sektor, insbesondere vor dem Hintergrund eines volatilen Kapitalmarktumfelds. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen der Einsatz solcher Derivate trotz historisch niedriger Zinsniveaus wirtschaftlich sinnvoll ist.

  • Grundlagen des Zinsrisikomanagements und operativer Risikokontrolle
  • Funktionsweise und spezifische Merkmale von Zins-Caps und Swaps
  • Praktische Anwendung der Derivate am Beispiel der DZ-Bank (Zins-Cap, Zahler-Swap, Korridor-Klassik)
  • Quantitative Szenario-Analyse mittels konkreter Berechnungsbeispiele
  • Kritische Würdigung der Wirtschaftlichkeit in Abhängigkeit vom Zinsverlauf

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Cap

Unter Cap (Zinscap) wird eine vertragliche Vereinbarung verstanden, bei der eine Zinsobergrenze bezogen auf einen zu Grunde liegenden nominellen Kapitalbetrag bei langfristigen Finanzierungen abgesichert wird. Letztendlich versichert sich der Darlehensnehmer gegen das Risiko, dass die Zinsen über einen festgelegten Zinssatz hinaus steigen. Somit kommt dieses Instrument sinnvoller Weise dann zur Anwendung, wenn das Grundgeschäft, also der Darlehensvertrag mit der finanzierenden Bank, auf Basis einer variablen Verzinsung abgeschlossen wurde. Basis des Darlehens ist stets ein Referenzzinssatz, beispielsweise EURIBOR oder LIBOR. Zusätzlich ist vom Darlehensnehmer die Kreditmarge zu leisten. Sobald nun der Referenzzinssatz über die vertraglich vereinbarte Zinsobergrenze (Strike) steigt, erhält der Kreditnehmer die Differenz zwischen Strike und Referenzzinssatz erstattet.

Wichtiger Bestandteil des Vertrages ist die Prämie, welche für den CAP zu zahlen ist. Sie ist letztendlich der Preis dafür, dass bei über den Strike steigenden Zinsen das Zinsrisiko des Kreditnehmers begrenzt ist. Je weniger hoch der Strike über dem bei Vertragsabschluss geltenden Referenzzinssatz liegt, desto höher ist die Prämie für den CAP.

Bedeutsam ist, dass der Cap, der als eigenständiger Vertrag unabhängig vom Grundgeschäft vereinbart wird, als Kapitalmarktinstrument im Sinne eines selbständigen Wirtschaftsgutes handelbar ist. Wird also das Darlehen beispielsweise vorzeitig getilgt, so dass das Absicherungsinstrument überflüssig wird, besteht die Möglichkeit, den CAP zu veräußern. Oder es wird bei entsprechend hohen Referenzzinsen der Differenzbetrag ausgezahlt, ohne dass noch Darlehenszinsen an die Bank zu leisten wären. Aber auch bei Weiterbestehen der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Bank kann der Cap veräußert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Ausgangssituation: Das Kapitel analysiert das aktuelle Niedrigzinsumfeld und begründet, warum trotz unsicherer Prognosen Absicherungsinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken für Unternehmen an Bedeutung gewinnen.

Instrumente zur Zinsrisikominimierung: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Caps und Swaps als derivative Instrumente eingeführt und deren Funktionsweise im Kontext der variablen Finanzierung erläutert.

Die Produkte der DZ-Bank: Dieses Kapitel stellt die konkreten DZ-Bank-Produkte "Zins-Cap", "Zahler-Swap" und "Korridor-Klassik" sowie deren jeweilige vertragliche Ausgestaltung vor.

Berechnungen: Auf Basis eines Investitionsszenarios über 1.000.000 € werden die monetären Folgen der Derivate anhand verschiedener Zinsniveaus rechnerisch dargestellt.

Bewertung der Ergebnisse: Die abschließende Analyse zeigt auf, dass sich die geprüften Derivate unter den aktuellen Marktgegebenheiten oft als nicht rentabel erweisen, da die zu zahlenden Prämien oder das Risikoprofil in keinem angemessenen Verhältnis zur Zinsentwicklung stehen.

Schlüsselwörter

Derivate, Zinsrisiko, Kapitalmarkt, DZ-Bank, Zins-Cap, Zahler-Swap, Korridor-Klassik, Finanzierung, Zinsmanagement, Absicherungsinstrumente, EURIBOR, Break-Even-Point, Risikomanagement, monetäre Wirkung, Zinsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Derivaten, insbesondere Produkten der DZ-Bank, zur Absicherung gegen Zinsrisiken in einem variablen Finanzierungsumfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die mathematische und betriebswirtschaftliche Analyse von Zins-Caps und Swaps sowie deren praktische Eignung für mittelständische Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die monetären Konsequenzen und die Wirtschaftlichkeit dieser Finanzinstrumente vor dem Hintergrund aktueller Kapitalmarktentwicklungen kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Darstellung der Instrumente mit einer anschließenden quantitativen Szenario-Analyse unter vorgegebenen Parametern (Investitionssumme, Laufzeit, Zinssätze) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente, die Beschreibung der DZ-Bank-Produkte und die detaillierte rechnerische Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Derivate, Zinsrisiko, Absicherung, Zins-Cap, Zahler-Swap, Korridor-Klassik und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Wie bewertet der Autor den Einsatz eines Caps?

Der Autor stuft den Cap als oft uninteressant ein, da das notwendige Zinssteigerungsszenario, um den Break-Even-Point zu erreichen, nach derzeitiger Einschätzung als unrealistisch gilt.

Warum wird der Korridor-Klassik als riskant eingestuft?

Das Risiko liegt in der Untergrenze des Korridors: Fällt der Zinssatz darunter, verteuert sich der Zins exorbitant, während die Chancen auf sinkende Zinsen durch die Produktkonstruktion stark eingeschränkt sind.

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Titre
Der Einsatz von Derivaten zur Zinsabsicherung
Sous-titre
Eine kritische Betrachtung der monetären Wirkungen
Cours
-
Auteur
Prof. Dr. Wolfgang Benzel (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
17
N° de catalogue
V157245
ISBN (ebook)
9783640703562
ISBN (Livre)
9783640704002
Langue
allemand
mots-clé
Einsatz Derivaten Zinsabsicherung Eine Betrachtung Wirkungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Prof. Dr. Wolfgang Benzel (Auteur), 2009, Der Einsatz von Derivaten zur Zinsabsicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157245
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Extrait de  17  pages
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