Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung von Plattformen als treibende Kraft in verschiedenen Branchen, wobei Skaleneffekte und digitale Erweiterungen zentrale Vorteile darstellen. Digitale Plattformen bringen Produzenten und Konsumenten effizient zusammen und können Unternehmen zu marktbeherrschenden Akteuren machen. Im Fokus steht die Frage, wie solche Plattformangebote die IT-Strategie etablierter Unternehmen beeinflussen. Dazu werden Plattformmodelle und IT-Strategien definiert sowie ein methodisches Vorgehensmodell vorgestellt, das dem IT-Management hilft, die IT-Strategie gezielt und regelmäßig anzupassen – fernab klassischer Tools wie SWOT oder BSC.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Ebenen der Digitalisierung
2.2. Digitale und Plattformgeschäftsmodelle
2.3. Unternehmensstrategie
2.4. Von der Unternehmensstrategie zur IT-Strategie
3. Auswirkungen auf die IT-Strategie
3.1. Anwendung des Vorgehensmodells zur Entwicklung einer IT-Strategie bei Einführung eines zusätzlichen Plattform-Angebots
3.2. Erste Ansatzpunkte für die Anpassung einer IT-Strategie
3.3. Abhängigkeiten in der IT-Strategie
3.4. Bewertung des Vorgehensmodells zur Erstellung einer IT-Strategie
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie ein etabliertes Unternehmen seine bestehende IT-Strategie anpassen muss, wenn es ein neues Plattform-Angebot einführt, und evaluiert dabei die Eignung bestehender Vorgehensmodelle zur Strategieentwicklung.
- Grundlagen digitaler Plattformgeschäftsmodelle und deren Anforderungen an die IT
- Anwendung methodischer Vorgehensmodelle zur Strategieanpassung
- Analyse der IT-Vision und der Rolle der IT als Enabler
- Bewertung von Instrumenten wie dem Applikationsportfolio und der IT-Roadmap im Kontext der Plattform-Einführung
Auszug aus dem Buch
3.4. Bewertung des Vorgehensmodells zur Erstellung einer IT-Strategie
Johannings Vorgehensmodell (2019, S. 34) sorgt dafür, dass es durch die sieben Schritte Änderungen sowohl an den Domänen der IT-Strategie als auch eine Anpassung an neue Gegebenheiten gäbe. Die Etablierung eines zusätzlichen Plattform-Angebots führt etwa zu Anpassungen an der IT-Strategie.
Das Vorgehensmodell von Johanning ist also geeignet, um: x von Grund auf eine Ist-Analyse durchzuführen und damit externe Faktoren, wie eine Unternehmensstrategie zu erfassen als auch interne Faktoren, wie Personal und eigene Prozesse zu berücksichtigen, x die Domänen einer IT-Strategie zu gestalten, anzupassen und neuauszurichten, x die IT-Strategie durch das Projektportfolio umzusetzen, x mittels Roadmap und Strategie-Cockpit eine Umsetzung nachzuverfolgen und zu steuern.
Daraus lässt sich folgern, dass eine kontinuierliche Anpassung der IT-Strategie für eine IT-Abteilung notwendig ist, um sich selbst kritisch zu hinterfragen: x Sind Prozesse weiterhin effizient aufgebaut oder gibt es Optimierungspotential? x Ist ausreichend und qualifiziertes Personal für die zugedachten Aufgaben vorhanden? x Deckt unser Applikationsportfolio die Bedürfnisse der Fachabteilungen ab? x Ist ausreichend Budget vorhanden, um die Ziele zu erreichen?
Solche beispielhaften Fragen können sehr gut zu jedem der sieben Schritte und deren Unterpunkte formuliert werden. Ein IT-Management kann es sich nicht leisten, die eigene IT-Strategie nicht kontinuierlich zu betrachten, zu hinterfragen und neu anhand der allgemeinen Unternehmensstrategie auszurichten, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen, und Optimierungen durchzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung digitaler Plattformen und formuliert die Untersuchung der Auswirkungen solcher Angebote auf die bestehende IT-Strategie als Ziel der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das Fundament zu Digitalisierungsebenen, digitalen Geschäftsmodellen und der Ableitung der IT-Strategie aus der Unternehmensstrategie.
3. Auswirkungen auf die IT-Strategie: Der Hauptteil analysiert die Umsetzung des ausgewählten Vorgehensmodells bei einer Plattform-Einführung, betrachtet Abhängigkeiten innerhalb der Strategie und bewertet das Modell.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz einer dynamischen, kontinuierlich anpassbaren IT-Strategie zusammen und betont die Vermittlerrolle des CIO in einem VUCA-Umfeld.
Schlüsselwörter
IT-Strategie, Plattform-Geschäftsmodell, Digitale Transformation, IT-Management, Vorgehensmodell, Unternehmensstrategie, IT-Governance, Applikationsportfolio, IT-Roadmap, Plattform-Angebot, Netzwerkeffekte, Business-IT-Alignment, Anforderungsmanagement, Lückenanalyse, VUCA-Welt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung von IT-Strategien in etablierten Unternehmen durch die Einführung neuer digitaler Plattform-Angebote.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von IT-Strategien, die methodische Vorgehensweise bei IT-Strategieanpassungen sowie die Verzahnung von Unternehmens- und IT-Strategie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu evaluieren, wie ein Vorgehensmodell für die IT-Strategieentwicklung genutzt werden kann, um nachträgliche, komplexe Änderungen durch neue Plattform-Angebote zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Literaturrecherche und -analyse bestehender Vorgehensmodelle (v.a. von Johanning, Mangiapane/Büchler und Hanschke) durchgeführt, die dann auf ein praktisches Anwendungsszenario transferiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil wird das Vorgehensmodell von Johanning auf ein Plattform-Szenario angewendet, Abhängigkeiten innerhalb der IT-Strategie-Komponenten untersucht und das Modell kritisch bewertet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie IT-Strategie-Adaption, Plattform-Einführung, Vorgehensmodelle und strategische Unternehmensführung.
Warum spielt das IT-Strategie-Cockpit eine wichtige Rolle?
Es dient als dauerhaftes Management-Instrument, um die Zielerreichung zu überwachen und die IT-Strategie in einem dynamischen Marktumfeld („living paper“) aktuell zu halten.
Welche Bedeutung haben Netzwerkeffekte für die Strategieplanung?
Netzwerkeffekte sind kritisch für den Erfolg von Plattformen; sie beeinflussen die Skalierung und zwingen das IT-Management, Kapazitäten und Schnittstellen entsprechend strategisch zu planen.
- Citar trabajo
- Christoph Loose (Autor), 2024, Vorgehensmodelle zur IT-Strategieerstellung. IT-Strategie-Anpassung bei Einführung eines Plattform-Angebots, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1572576