Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Anglistik - Kultur und Landeskunde

J.K. Rowlings 'Harry Potter' - Mythen in der Namensgebung

Titel: J.K. Rowlings 'Harry Potter' -  Mythen in der Namensgebung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Eva Reimann (Autor:in)

Anglistik - Kultur und Landeskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Harry Potter Reihe von J. K Rowling hat zweifellos die Lesegewohnheiten der Jugendlichen rund um die Welt beeinflusst. Buchläden haben bei Erscheinen der neuen Bände sogar Sonderöffnungszeiten eingerichtet um dem Andrang Herr zu werden, Postboten haben am Auslieferungstag des neuen Bandes Sonderschichten eingelegt. Aber worauf beruht dieser weltweite Erfolg? Die Antwort ist nicht ganz einfach und beruht meiner Meinung nach auf mehreren Faktoren. Der Hauptfaktor ist, wie ich meine, vor allem die Kombination aus der realen Welt der Leserschaft mit einer fantastischen, unbekannten Welt voller Zauberkraft, Symbolen und Mythen aber auch übermenschlichen Fähigkeiten.
Kinder rund um die Welt wachsen mit Märchen, sowohl in schriftlich fixierter Form als auch durch rein orale Weitergabe, auf; auch hier kommen Symbole und mythische Wesen häufig vor. Unter diesem Aspekt könnte man behaupten, dass durch die Harry Potter Reihe das kindliche Erleben wieder ins Gedächtnis gerufen wird, denn die Jugendlichen sind erneut mit bekannten Symbolen und Mythen konfrontiert, so zum Beispiel Geister, Drachen, Geheimgänge oder der Kampf zwischen Gut und Böse. In den Bänden von J.K. Rowling kommen jedoch weitere Aspekte der mythischen Welt hinzu: die Bedeutung des Einhorns, Wunsch und Verlangen, der Wunsch nach ewigem Leben um nur einige Beispiele zu nennen. Es ist eben dieses Netz aus Symbolen und Mythen, die die Harry Potter Bücher auch für Erwachsene so interessant machen.
Bereits David Colbert hat in der Einleitung zu seinem Buch The Magical Worlds of Harry Potter geschrieben, dass „one of the pleasures of reading J.K. Rowling is discovering the playful references to history, legend and literature that she hides in her books” (Colbert 15). Colbert geht mit meiner Ansicht konform, dass die Beliebtheit von Rowlings Büchern [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Konzepte der Mythologie

2.2. Der Mythosbegriff nach Roland Barthes

2.3. Der Symbolbegriff nach David Fontana

3. Namen

3.1. Namen in Harry Potter

3.2 Hauptcharaktere

3.2.1. Hermione Jean Granger

3.2.2. Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore

3.2.3. Minerva McGonagall

3.2.4. Remus ‚Moony’ Lupin

3.3 Nebencharaktere

3.3.1. Pomona Sprout

3.3.2. Moaning Myrtle

3.3.3. Poppy Pomfrey

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Namensgebung in J.K. Rowlings Harry-Potter-Reihe vor dem Hintergrund mythologischer und symbolischer Konzepte. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwiefern die Namen der Charaktere deren Eigenschaften und Rollen im Werk widerspiegeln und ob diese durch spezifische Mythenbezüge motiviert sind.

  • Anwendung des Mythosbegriffs nach Roland Barthes auf die Charakterbenennung.
  • Diskurs über die Bedeutung von Symbolen nach David Fontana im literarischen Kontext.
  • Analyse der Etymologie und mythologischen Hintergründe der Vornamen von Hauptcharakteren.
  • Untersuchung der motivierten Namensgebung bei Nebencharakteren.
  • Kritische Reflexion über die intendierte Charakterisierung durch "sprechende" Namen.

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore

Dieser überaus lange Name – auch in der Zauberwelt des Harry Potter – stellt etwas ungewöhnliches dar und deutet somit auf die besondere Position dieser Person hin. Dumbledore ist der Leiter von Hogwarts aber auch Harrys Verbündeter im Kampf gegen Lord Voldemort denn er steht Harry mit Rat und Tat zur Seite wenn dieser Hilfe braucht. Des Weiteren handelt es sich bei der Wahl der einzelnen Namen für diese Person immer um Namen mit einem tieferen Hintergrund die beim Leser teilweise auch sofort gewisse Assoziationen hervorrufen. Dumbledore ist ein sehr alter und weiser Zauberer, dies wird durch seine äußere Erscheinung noch bestärkt, denn er hat lange weiße Haare und einen langen weißen Bart. Die Farbe Weiß steht für Unschuld und Reinheit und auf das Buch bezogen somit in direktem Kontrast zu dem Gefährlichen und Bösartigen des Lord Voldemort; mythologisch gesehen entspricht dies dem Gegensatz zwischen Licht und Schatten bzw. Gut und Böse.

Der Vorname Albus drückt diesen Gegensatz aus, denn albus ist ein lateinisches Adjektiv mit der Bedeutung ‚weiß’. Dumbledore verkörpert durch seinen Vornamen allein das Gute und Weise und dies stimmt mit der Darstellung seiner Person überein. Man kann aber in der Interpretation noch einen Schritt weitergehen. Von dem gleichen lateinischen Adjektiv ‚albus’ lässt sich der Name ‚Albion’ ableiten und dies ist die poetische, antike Bezeichnung für Britannien. In der Poetik ist Britannien mit Magie und Mystik assoziiert, aber auch vielen Legenden voller Macht, sowie heroischen Kämpfen. Genau diese Attribute die mit dem Begriff Albion in Verbindung gebracht werden, treffen auch auf Dumbledore zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Mythen und Symbolen in den Harry-Potter-Büchern ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Theoretischer Hintergrund: Das Kapitel definiert grundlegende Konzepte der Mythologie, speziell nach Roland Barthes, und erläutert die Bedeutung von Symbolen basierend auf David Fontana.

3. Namen: Hier erfolgt die zentrale Namensanalyse, bei der sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere hinsichtlich ihrer mythologischen Bezüge und etymologischen Hintergründe untersucht werden.

4. Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die Namensgebung ein wesentliches, bewusst gewähltes Merkmal von Rowlings Charakterisierung ist.

Schlüsselwörter

Harry Potter, J.K. Rowling, Mythologie, Roland Barthes, Symbolik, David Fontana, Namensgebung, Charakterisierung, Etymologie, Mythen, Literaturanalyse, Zauberwelt, Archetypen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung und Herkunft der Namen von Charakteren in J.K. Rowlings Harry-Potter-Romanen unter mythologischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft literaturwissenschaftliche Ansätze zur Mythen- und Symbolforschung mit einer detaillierten Analyse von Personennamen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzudecken, ob die Namen der Charaktere gezielt gewählt wurden, um deren Rollen und Eigenschaften durch Verweise auf Mythen und Symbole zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf den Mythosbegriff von Roland Barthes und die Symboltheorie von David Fontana, um die Namensbedeutungen interpretativ zu erschließen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hauptcharakteren wie Dumbledore, Hermione und Lupin sowie einer Auswahl an Nebencharakteren wie Pomona Sprout.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Harry Potter, Mythologie, Symbolik, Namensanalyse, Charakterisierung und Literaturanalyse.

Warum wird der Name des Protagonisten Harry Potter in der Analyse ausgeklammert?

Die Autorin begründet dies damit, dass Harry als "Jedermanncharakter" konzipiert ist und sein Name keinen eindeutigen Bezug zu einem spezifischen Mythos aufweist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Namensgebung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass viele Namen bewusst gewählt wurden, um durch mythologische oder etymologische Anspielungen bestimmte Assoziationen beim Leser zu wecken.

Wie unterscheidet sich die Namensgebung bei Nebencharakteren?

Auch bei Nebencharakteren wie Moaning Myrtle oder Poppy Pomfrey werden Namen genutzt, die entweder einen inhaltlichen Kontrast oder eine direkte Funktion (wie Heilung) widerspiegeln.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
J.K. Rowlings 'Harry Potter' - Mythen in der Namensgebung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Englisches Seminar)
Veranstaltung
Performing Myth
Note
2,3
Autor
Eva Reimann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V157434
ISBN (eBook)
9783640697717
ISBN (Buch)
9783640697762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rowlings Harry Potter Mythen Namensgebung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Reimann (Autor:in), 2010, J.K. Rowlings 'Harry Potter' - Mythen in der Namensgebung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157434
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum