In der Arbeit wird verdeutlicht, dass die Unternehmensbewertung ein sehr komplexes Problem darstellt. Die Kunst der Unternehmensbewertung besteht darin, auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Vorhersage der künftigen Unternehmenserfolge zu machen.
Die Arbeit setzt sich mit der Problematik der strategischen Unternehmensbewertung auseinander. Demnach erfordert die strategische Unternehmensbewertung, dass die Methoden der strategischen Planung angewandt werden. Es wird gezeigt, welche unternehmensexternen und unternehmensinternen Einflußfaktoren maßgebend sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Unternehmensbewertung als ganzheitliche Zukunftsanalyse
2. Ermittlung der qualitativen Zusammenhänge zwischen strategischen Einflußfaktoren und Unternehmenswert
2.1. Strategische Planung und strategische Analyse
2.2. Klassifizierung der Einflußfaktoren
2.3. Unternehmensexterne Einflußfaktoren
2.3.1. Analyse der Makroumwelt
2.3.2. Analyse der Mikroumwelt
2.4. Unternehmensinterne Einflußfaktoren
2.4.1. Personelle Bedingungen
2.4.2. Technologische Rahmen
2.4.3. Organisationsstruktur
3. Quantifizierung der strategischen Einflußfaktoren
3.1. Unternehmensexterne Einflußfaktoren
3.2. Unternehmensinterne Einflußfaktoren
3.2.1. Personelle Bedingungen
3.2.2. Technologische Rahmen
3.2.3. Organisationsstruktur
4. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung strategischer Einflußfaktoren für die Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren und dem Unternehmenswert sowohl qualitativ zu ermitteln als auch die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Quantifizierung aufzuzeigen.
- Grundlagen der Unternehmensbewertung als ganzheitliche Zukunftsanalyse
- Methoden der strategischen Planung und Analyse
- Klassifizierung unternehmensexterner und -interner Einflußfaktoren
- Untersuchung von Makro- und Mikroumwelt
- Herausforderungen bei der Quantifizierung strategischer Einflußfaktoren
Auszug aus dem Buch
1. Unternehmensbewertung als ganzheitliche Zukunftsanalyse
Durch die mannigfaltigsten Anlässe ist es erforderlich, für ein Unternehmen eine Bewertung vorzunehmen. Bei der Bildung des Unternehmenswertes ist folgendes zu beachten: „Es kommt bei dem Werte einer Unternehmung, ebenso wenig wie bei anderen Sachen, nicht darauf an, was dieser Gegenstand gekostet hat, was er geleistet hat, oder was sonst in der Vergangenheit von ihm bekannt ist, sondern lediglich zukünftige Umstände sind für den Wert des Gegenstandes bestimmend.“ Dieses Prinzip der Zukunftsbezogenheit wird auch in der Praxis der Unternehmensbewertung anerkannt.
Der Wert eines Unternehmens läßt sich nicht bestimmen, in dem das Unternehmen zunächst in einzelne Teile zerlegt wird, diese bewertet werden und anschließend diese Einzelwerte einfach zusammenaddiert werden. „Auch die praktische Erfahrung lehrt, daß bei Unternehmungen der Wert nicht bestimmt werden kann durch eine Addition der konditionalen Einzelwerte.“ Dieses Prinzip der Bewertungseinheit ist die Folge der Auffassung, daß das Unternehmen ein Zusammenwirken seiner einzelnen Teile darstellt.
Aus den Prinzipien der Zukunftsbezogenheit und der Bewertungseinheit resultiert die Forderung, daß die Unternehmensbewertung eine ganzheitliche Zukunftsanalyse darstellen soll. Diese eingehende Analyse des Unternehmens und seiner Umwelt hat die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens zu erfassen und daraus unter Angabe der Risiken und Chancen einen Wert zu liefern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unternehmensbewertung als ganzheitliche Zukunftsanalyse: Einführung in die Prinzipien der Zukunftsbezogenheit und Bewertungseinheit als Basis für eine ganzheitliche Unternehmensanalyse.
2. Ermittlung der qualitativen Zusammenhänge zwischen strategischen Einflußfaktoren und Unternehmenswert: Darstellung der strategischen Planung und Klassifizierung interner sowie externer Faktoren zur qualitativen Einschätzung künftiger Erfolge.
3. Quantifizierung der strategischen Einflußfaktoren: Analyse der Möglichkeiten und Grenzen, strategische Erfolgsfaktoren für die Unternehmensbewertung mathematisch oder methodisch greifbar zu machen.
4. Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Komplexität der Unternehmensbewertung und der Notwendigkeit, wissenschaftliche Methoden weiterzuentwickeln.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Strategische Einflußfaktoren, Zukunftsbezogenheit, Unternehmenswert, Bewertungseinheit, Strategische Planung, Makroumwelt, Mikroumwelt, Erfolgsfaktoren, Quantifizierung, Unternehmensführung, Wettbewerbsstrategie, Ressourcenorientierter Ansatz, Unternehmensanalyse, Prognoseverfahren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle strategischer Einflußfaktoren bei der Bewertung von Unternehmen und der Frage, wie diese in den Bewertungsprozess integriert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Identifikation und Systematisierung von internen und externen Einflußfaktoren sowie deren qualitative und quantitative Beurteilung für die Zukunftsprognose eines Unternehmens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen strategischen Faktoren und dem Unternehmenswert aufzuzeigen und zu erörtern, inwieweit eine Quantifizierung dieser Faktoren möglich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung bestehender Literatur sowie der Anwendung strategischer Analysemodelle, wie der Makro- und Mikroumweltanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die qualitative Ermittlung strategischer Zusammenhänge (Kapitel 2) und die kritische Analyse zur deren Quantifizierbarkeit (Kapitel 3).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensbewertung, strategische Einflußfaktoren, Zukunftsbezogenheit, Wettbewerbsstrategie und die Abgrenzung von Makro- und Mikroumwelt.
Warum ist eine rein additive Bewertung von Einzelwerten nicht sinnvoll?
Aufgrund des Prinzips der Bewertungseinheit stellt ein Unternehmen ein Zusammenwirken seiner Teile dar, weshalb die einfache Addition von Einzelwerten den Wert des Gesamtsystems nicht korrekt abbildet.
Inwieweit lassen sich technologische Einflußfaktoren quantifizieren?
Eine quantitative Abschätzung ist meist nur indirekt über die Kosten möglich, während eine direkte Prognose aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit mit anderen Faktoren exakt kaum zu bestimmen ist.
- Citation du texte
- Sandor Nevelö (Auteur), 2002, Bedeutung strategischer Einflußfaktoren für die Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157446