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Die Bundestagswahl 1953 – Westintegration, Wiedervereinigung und die "rote Gefahr"

Titel: Die Bundestagswahl 1953 – Westintegration, Wiedervereinigung und die "rote Gefahr"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hajo Kiel (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Die Bundestagswahl 1953 stand ganz im Zeichen der Frage: Westintegration oder Wiedervereinigung. Anhand des berühmten Wahlplakats der FDP - wo Ollenhauer pflügt, sät Moskau - dass den SPD-Kandidaten Ollenhauer karikiert, setze ich mich mit den unterschiedlichen Positionen der Parteien zu Westintegration, Wiedervereinigung und den "Stalin-Noten" auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

II Einleitung &Quellenvorstellung

III Wo lagen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Positionen von SPD und den Regierungsparteien CDU und FDP bezüglich der Wiederaufrüstung und der Wiedervereinigung Deutschlands zur und vor der Bundestagswahl 1953?

1. Vor Ausbruch des Koreakrieges

2. Die EVG – Verhandlungen

3. Die SPD und pazifistische Strömungen

4. Die Stalin – Noten

5. Die FDP und die Bindungsklausel

6. Die SPD und der Kommunismus in Ost und West

7. Der 17. Juni 1953

IV Ergebnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den politischen Positionen der SPD und der Regierungsparteien (CDU/FDP) im Kontext der westdeutschen Wiederaufrüstung, der Westintegration und der Deutschlandpolitik im Vorfeld der Bundestagswahl 1953, wobei ein zentrales FDP-Wahlplakat als primäre Quelle zur Analyse von Feindbildern und politischer Rhetorik dient.

  • Analyse der SPD-Haltung zur Westintegration und Wehrfrage vor und nach dem Koreakrieg.
  • Untersuchung der Rolle der "Stalin-Noten" und der pazifistischen Strömungen innerhalb der SPD.
  • Betrachtung der FDP-Positionierung zur sogenannten "Bindungsklausel" in den Verträgen.
  • Interpretation eines spezifischen FDP-Wahlplakats als Instrument der politischen Agitation.
  • Vergleichende Analyse der ideologischen Abgrenzung zwischen den Parteien im Kalten Krieg.

Auszug aus dem Buch

Die EVG – Verhandlungen

Mit dem Ausbruch des Koreakrieges 1950 war der erste Höhepunkt der Spannungen zwischen West und Ost erreicht. Deshalb forderte Winston Churchill am 8. August 1950 eine „Europäische Verteidigungsgemeinschaft“ mit deutschem Verteidigungsbeitrag. Der Europarat sowie die USA befürworteten den Vorschlag des englischen Premiers. Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärte am 30. August 1950, dass die BRD nun Truppen bereitstellen sollte. Der „Pleven - Plan“ des französischen Ministerpräsidenten Rene Pleven vom 24. Oktober 1950 würde vorsehen, dass deutsche Verbände ganz in den internationalen Streitmächten aufgehen würden. Die EVG-Verhandlungen führten zu einer heftigen Debatte zwischen Adenauer und Schumacher. Der Bundeskanzler argumentierte, dass, würde die Bundesrepublik einen Beitrag zur EVG ablehnen, die Westmächte eventuell ihre Truppen abziehen könnten und die BRD somit schutzlos der DDR und der Sowjetmacht gegenüber stünde. (vgl. v. Freyberg et al., 1977, S.314)

Kurt Schumacher hingegen glaubte nicht an einen Abzug der alliierten Verbände. Er vertrat die Ansicht, dass eine Wiederbewaffnung der Bundesrepublik und eine verstärkte Bindung an die Westmächte provozierend auf die Sowjetunion wirken und somit die Gefahr einer militärischen Intervention seitens der Russen verstärken würde. (vgl. Weber, 1989, S.62/63) Schumacher fürchtete um das große Ziel seiner Partei: Die Wiedervereinigung Deutschlands. Diese rückte bei einer Beteiligung der BRD an der Verteidigungsgemeinschaft in weite Ferne, da die BRD ihren Status als „Provisorium“ verlieren würde. Schumacher verkündete, „wer der EVG und dem damit verbundenen Generalvertrag zwischen den Westmächten und der Bundesrepublik zustimme, höre auf, ein Deutscher zu sein.“ (Weber 1989, S.63)

Zusammenfassung der Kapitel

II Einleitung &Quellenvorstellung: Der Autor erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit und stellt das als Primärquelle dienende FDP-Wahlplakat aus dem Jahr 1953 vor.

III Wo lagen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Positionen von SPD und den Regierungsparteien CDU und FDP bezüglich der Wiederaufrüstung und der Wiedervereinigung Deutschlands zur und vor der Bundestagswahl 1953?: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die außenpolitischen Kontroversen der Ära, unterteilt in sieben thematische Schwerpunkte, die von der Wehrfrage bis zum Volksaufstand am 17. Juni 1953 reichen.

IV Ergebnis: Die Arbeit resümiert, dass die Parteien zwar das Ziel der Wiedervereinigung teilten, sich jedoch in ihren sicherheitspolitischen Strategien und ihrem Umgang mit dem "Kommunismus-Vorwurf" scharf abgrenzten.

Schlüsselwörter

Bundestagswahl 1953, SPD, FDP, CDU, Westintegration, Wiederaufrüstung, Wiedervereinigung, Koreakrieg, EVG, Stalin-Noten, Kalter Krieg, Kurt Schumacher, Konrad Adenauer, Erich Ollenhauer, Propaganda.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die politische Auseinandersetzung zwischen der SPD und den Regierungsparteien CDU/FDP bezüglich der sicherheitspolitischen Weichenstellungen in der frühen Bundesrepublik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Westintegration, die europäische Verteidigungsgemeinschaft, die Haltung zur Wiederbewaffnung sowie der Umgang mit der DDR und den sowjetischen Initiativen (Stalin-Noten).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ideologischen und strategischen Differenzen der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl 1953 anhand historischer Quellen und Plakate nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse, wobei ein spezifisches FDP-Wahlplakat zur Veranschaulichung der damaligen politischen Rhetorik und Feindbilder herangezogen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Abschnitte, die Ereignisse wie den Koreakrieg, die EVG-Verhandlungen und den 17. Juni 1953 in den Kontext der Parteienpolitik setzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Westintegration, Wiederaufrüstung, Kalter Krieg, Kurt Schumacher, Stalin-Noten und Bundestagswahl 1953.

Warum spielt das gewählte FDP-Wahlplakat eine so große Rolle?

Das Plakat fungiert als Anschauungsobjekt für die aggressive Wahlkampfstrategie, die darauf abzielte, die SPD durch die Assoziation mit dem Kommunismus und der Sowjetunion zu diskreditieren.

Wie bewertete die SPD die "Stalin-Noten" im Vergleich zur CDU?

Während Adenauer eine enge Bindung an den Westen priorisierte und die Noten ablehnte, gab es innerhalb der SPD Stimmen, die eine ernsthafte Prüfung der sowjetischen Vorschläge für eine Wiedervereinigung forderten.

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Details

Titel
Die Bundestagswahl 1953 – Westintegration, Wiedervereinigung und die "rote Gefahr"
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Geschichte)
Note
1,3
Autor
Hajo Kiel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V157477
ISBN (eBook)
9783640709915
ISBN (Buch)
9783640710201
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bundestagswahl Westintegration Wiedervereinigung Gefahr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hajo Kiel (Autor:in), 2008, Die Bundestagswahl 1953 – Westintegration, Wiedervereinigung und die "rote Gefahr", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157477
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Leseprobe aus  14  Seiten
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