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Neue Wege zur Gewinnung und Einbeziehung neuer Ehrenamtlicher in die Arbeitsbereiche der freien Wohlfahrtspflege

Title: Neue Wege zur Gewinnung und Einbeziehung neuer Ehrenamtlicher in die Arbeitsbereiche der freien Wohlfahrtspflege

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Bethke (Author)

Social Work
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„Eine einheitliche Definition zum Ehrenamt, die eini-germaßen konsensfähig ist, gibt es nicht.“ So oder so ähnlich beginnen die meisten versuchten Definitionen des Begriffs Ehrenamt. Allerdings gibt es einige Aspekte, die laut der ‚Bundesarbeitsgemeinschaft für freie Wohlfahrtspflege’ und der ‚Enquetekommission des Deutschen Bundestages’ kennzeichnend für eh-renamtliche Tätigkeiten sind. Darunter fallen die Faktoren Freiwilligkeit, Unent-geltlichkeit, Gemeinwohlorientierung und im öffentlichen Raum stattfindend . Auch ist die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit in unserer Gesellschaft weitge-hend unumstritten. Der Sozialstaat Deutschland lebt von der mitwirkenden Ge-staltung der Bürger/innen und von ihrem freiwilligen Einsatz. Denn ohne den Ein-satz in Vereinen, Verbänden oder ähnlichem wäre das Gemeinwesen nicht denkbar. „Von der Vielzahl und Vielfalt freiwilliger Tätigkeiten hängt die Qualität des Lebens in unserem Lande entscheidend ab.“ . Des Weiteren gibt es für den Begriff Ehrenamt verschiedene Bezeichnungen wie beispielsweise Freiwilligen-arbeit, Bürgerengagement oder Selbsthilfegruppen. Grundsätzlich unterliegt das Ehrenamt und das damit verbundene soziale Engagement jedweder Natur einem Strukturwandel, auf den in der folgenden Hausarbeit näher eingegangen werden soll.
Der Bereich der Wohlfahrtspflege umfasst national und international die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe, der ambulanten Krankenpflege, des Kranken-hauswesens, der Katastrophenhilfe und Teile des Bildungswesens . Die Wohl-fahrtspflege wird in vielen Quellen als Bestandteil des staatlichen Fürsorgesys-tems in Deutschland eingeordnet. Dabei stehen bedarfswirtschaftlich-gemeinschaftliche Ziele und somit die ‚Förderung der Allgemeinheit’ im Vorder-grund. Die freie Wohlfahrtspflege in Deutschland wird von sechs Spitzenverbän-den repräsentiert, welche unterschiedliche Richtlinien und Ziele verfolgen. Zu den Spitzenverbänden gehören das ‚Deutsche Rote Kreuz’ (DRK), das ‚Diakonische Werk’, der ‚Deutsche Caritasverband’, der ‚Paritätische Wohlfahrtsverband’, die ‚Arbeiterwohlfahrt’ (AWO) und die ‚Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutsch-land’ (ZWST). Für einen Spitzenverband gilt, dass sich seine Tätigkeit über das gesamte Bundesgebiet erstrecken muss, der ‚Verband im gesamten Spektrum der Wohlfahrtspflege tätig ist’ , der Verband als Zusammenschluss identifizierbar ist, in weltanschaulicher Hinsicht eine Einheit bildet und das er für qualifizierte und korrekte Arbeit steht .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strukturen der Organisation am Beispiel des Caritasverbandes und Strukturwandel des Ehrenamts

3. Inhaltliche und formale Voraussetzungen

4. Gesetzliche Rahmenbedingungen

5. Strategien der Werbung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien zur Gewinnung und Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter innerhalb der freien Wohlfahrtspflege unter Berücksichtigung eines gesellschaftlichen Strukturwandels des Ehrenamts.

  • Strukturen und Organisation des Caritasverbandes
  • Strukturwandel des Ehrenamts (vom klassischen zum "neuen" Ehrenamt)
  • Formale und inhaltliche Voraussetzungen für freiwilliges Engagement
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Ehrenamtsförderung
  • Strategische Ansätze zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen

Auszug aus dem Buch

Strukturen der Organisation am Beispiel des Caritasverbandes und Strukturwandel des Ehrenamts

Wie bereits oben erwähnt, unterteilt sich die freie Wohlfahrtspflege in sechs Spitzenverbände und macht somit einen großen Teil des dritten Sektors aus. Mit dem dritten Sektor wird der weder gewinnorientierte noch staatliche Teil der Volkswirtschaft umschrieben. Diese sechs Spitzenverbände haben unterschiedliche Verbandsstrukturen und Ziele in ihrer Arbeit. Die Satzung der ‚Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.’ sieht unter anderem die Beratung und Abstimmung in allen Aufgabenbereichen der freien Wohlfahrtspflege, die Pflege und Stärkung der sozialen Verantwortung in der Bevölkerung, die Mitwirkung an der Gesetzgebung und die Öffentlichkeitsarbeit als zentrale Aufgabenstellung vor.

Die allgemeine Struktur eines solchen Spitzenvereins soll im Folgenden anhand des größten deutschen Verbands und dem größten deutschen Arbeitgeber, der ‚Caritas’, aufgezeigt werden. Unter dem ‚Caritasverband e. V.’ organisiert die katholische Kirche die soziale Arbeit. Der Caritasverband wurde 1897 von dem Priester Lorenz Werthmann gegründet. Bereits zu der damaligen Zeit nahm der Verband einen hohen Stellenwert im Bereich der sozialen Arbeit ein. Der Verband bestand nachfolgend trotz der zwei in Deutschland herrschenden Weltkriege weiter und hat sich während der vergangenen 60 Jahre zu einer internationalen Hilfsorganisation entwickelt.

Im Hinblick auf die Organisationsstruktur des Caritasverbands sind vor allem die Mitgliederverbände bedeutend. Diese bestehen aus ‚Diözesan- und Landes-Caritasverbände und anerkannten caritativen Fachverbänden’. Hierzu zählen alle unter der katholischen Kirche zusammengefassten eingetragenen Vereine, wie beispielsweise der ‚Malteser Hilfsdienst e. V.’ oder ‚Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V.’ Unter dem Dachverband des Deutschen Caritasverbandes bündeln sich aktuell 27 Diözesan-Caritasverbände, 600 Regional- und Orts-Caritasverbände, 19 Fach- und Einrichtungsverbände sowie rund 250 überdiözesan tätige Orden ihre Arbeit. Die Zentrale des 1897 gegründeten Deutschen Caritasverbandes ist in Freiburg, die Hauptvertretungen in Berlin und Brüssel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher ein und definiert grundlegende Begrifflichkeiten wie Wohlfahrtspflege und Ehrenamt.

2. Strukturen der Organisation am Beispiel des Caritasverbandes und Strukturwandel des Ehrenamts: Das Kapitel beschreibt die Verbandsstrukturen der freien Wohlfahrtspflege am Beispiel der Caritas und beleuchtet den Wandel vom klassischen zum "neuen" Ehrenamt.

3. Inhaltliche und formale Voraussetzungen: Hier werden die notwendigen Qualifikationsmaßnahmen, Versicherungsschutz und die Bedeutung einer Anerkennungskultur für eine erfolgreiche ehrenamtliche Mitarbeit analysiert.

4. Gesetzliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen und Reformen, die zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland beigetragen haben.

5. Strategien der Werbung: Es werden gezielte Strategien zur Ansprache und Integration potenzieller Ehrenamtlicher vorgestellt, um diese langfristig für die soziale Arbeit zu gewinnen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit moderner Organisationsansätze sowie die Bedeutung der Wertschätzungskultur für die Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts zusammen.

Schlüsselwörter

Ehrenamt, Wohlfahrtspflege, Caritasverband, Strukturwandel, Freiwilligenarbeit, bürgerschaftliches Engagement, Qualitätsmanagement, Anerkennungskultur, Gesetzliche Rahmenbedingungen, Organisationsstruktur, Personalintegration, soziale Arbeit, Werbungsstrategien, Sozialstaat, Versicherungsschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Gewinnung und Einbindung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter in den Arbeitsbereichen der freien Wohlfahrtspflege angesichts eines gesellschaftlichen Strukturwandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Organisationsstrukturen der Verbände, der Wandel des Ehrenamts, notwendige inhaltliche und formale Voraussetzungen, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie moderne Werbungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Wohlfahrtsverbände ihre Rahmenbedingungen anpassen müssen, um das Ehrenamt für eine "post-traditionale" Generation attraktiv zu gestalten und langfristig zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen, um Trends des sozialen Engagements und Strategien der Personalintegration zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Organisationsstrukturen der Caritas, die Voraussetzungen (Qualifikation, Versicherung, Wertschätzung), gesetzliche Neuregelungen und praktische Marketingstrategien für die Freiwilligengewinnung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ehrenamt, Strukturwandel, Wohlfahrtspflege, Freiwilligenmanagement, Anerkennungskultur und bürgerschaftliches Engagement charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Wertschätzungskultur" in dieser Arbeit?

Sie wird als essenziell für die Bindung Ehrenamtlicher beschrieben, da diese unentgeltliche Tätigkeit durch eine professionelle Anerkennung und Einbindung in interne Arbeitsabläufe gewürdigt werden muss.

Warum sind gesetzliche Rahmenbedingungen für das Ehrenamt so wichtig?

Gesetzliche Rahmenbedingungen, wie etwa das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, schaffen notwendige Planungssicherheit, finanzielle Entlastung und rechtlichen Schutz für die Freiwilligen.

Wie sieht die "moderne Sichtweise" auf das Ehrenamt aus?

Sie zeichnet sich durch Faktoren wie zeitliche Begrenzung, Selbstverwirklichung, Qualifizierung und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Hauptamtlichen aus.

Welche Bedeutung hat das Beispiel des DRK Kreisverbands Zolleralb?

Es dient als praktischer Beleg dafür, wie eine strategische Personalintegration – inklusive Informationsmaterial und Einführungsgesprächen – erfolgreich zur Integration neuer Ehrenamtlicher beitragen kann.

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Details

Title
Neue Wege zur Gewinnung und Einbeziehung neuer Ehrenamtlicher in die Arbeitsbereiche der freien Wohlfahrtspflege
College
University of Applied Sciences Dortmund
Course
Wohlfahrtsverbände und Ehrenamt
Grade
1,0
Author
Nina Bethke (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V157497
ISBN (eBook)
9783640702572
ISBN (Book)
9783640702459
Language
German
Tags
Neue Wege Gewinnung Einbeziehung Ehrenamtlicher Arbeitsbereiche Wohlfahrtspflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Bethke (Author), 2009, Neue Wege zur Gewinnung und Einbeziehung neuer Ehrenamtlicher in die Arbeitsbereiche der freien Wohlfahrtspflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157497
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