Konzept der Mitgliedergewinnung von lokalen Sportvereinen

Im Rahmen des Customer Relationship Management


Hausarbeit, 2010

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Merkmale eines Sportvereins
2.2 Customer Relationship Management
2.2.1 Definition und Ziele
2.2.2 Einordnung der Neukundengewinnung
2.2.3 Übertragbarkeit auf Sportvereine

3 Konzept zur Mitgliedergewinnung
3.1 Grundlagen des Konzeptes
3.2 Analyse
3.3 Zielsetzung
3.4 Planung
3.5 Marketing-Mix
3.5.1 Produktpolitik
3.5.2 Preispolitik
3.5.3 Distributionspolitik
3.5.4 Kommunikationspolitik
3.6 Entscheidung und Ausführung
3.7 Kontrolle

4 Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2: Planungsschritte zur Mitgliedergewinnung

Abbildung 1: Einordnung der Mitgliedergewinnung in das CRM

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Checkliste der Produktpolitik

Tabelle 2: Checkliste der Preispolitik

Tabelle 3: Checkliste der Distributionspolitik

1 Einleitung

Laut einer Umfrage des Deutschen Sportbundes (DSB) stellt die Gewinnung und die Bindung von Mitgliedern, ehrenamtlichen Mitarbeitern und jugendlichen Leistungs- sportlern das größte Problem für Sportvereine in Deutschland dar.1 Ein wachsendes Sportangebot von kommerziellen Anbietern erschwert zudem die Mitgliedergewin- nung und bedroht die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit der Vereine.2 Im Span- nungsfeld zwischen den privatwirtschaftlichen Angeboten und ehrenamtlicher Arbeit müssen Sportvereine daher zeitgemäße Konzepte entwickeln.3

Ein restriktives Mittel stellen allerdings die finanziellen Möglichkeiten von Vereinen dar, die im Vergleich zu denen der wirtschaftlichen Unternehmen stark begrenzt sind. Deshalb sehen viele Vereine nicht die Möglichkeit, aufwendige Untersuchungen und Marktanalysen zur Verbesserung ihrer Gewinnung neuer Mitglieder durchzuführen. Trotz der beschränkten finanziellen Mittel sollte aber nach Meinung vieler Sportverei- ne die Mitgliederbindung und -gewinnung optimiert werden.4

Im Rahmen dieser Hausarbeit wird das beschriebene Problem aufgegriffen und ein Konzept zur Gewinnung von Mitgliedern erarbeitet. Zunächst werde die Grundlagen für die Erarbeitung des Themas vorgestellt, indem die Begriffe Sportverein und Customer Relationship Management definiert und abgegrenzt werden. Zudem wird die Übertragbarkeit des privatwirtschaftlichen Konzepts des Customer Relationship auf Sportvereine überprüft. Anschließend wird ein Konzept zur Mitgliedergewinnung vorgestellt und die einzelnen Bestandteile erläutert. Im Schlussteil werden die Er- kenntnisse über das erarbeitete Konzept zusammengefasst und ein Ausblick gege- ben.

2 Grundlagen

2.1 Merkmale eines Sportvereins

Sportvereine sind soziokulturelle Non-Profit-Organizations, die gemeinsamen Aktivi- täten, Interessen und Bedürfnissen der Mitglieder nachgehen.5 Non Profit Organisati- on (NPO) bedeutet so viel wie ‚not-for-profit‘ und grenzt sich damit deutlich von den gewinnorientierten privaten Unternehmen ab.6

Näher betrachtet sind die Sportvereine in die Gruppe der Eigenleistungs-NPOs ein- zuordnen, die durch Mitgliedsbeiträge als Pauschalentgelte für die Kollektivgüterpro- duktion finanziert werden.7 Der größte Unterschied zwischen kommerziellen Sportan- bietern und einem Sportverein ist das Mitwirkungsrecht der Vereinsmitglieder. Jedes Mitglied hat ein Stimmrecht und Vereinsmitglieder können ihren durch ihre Initiative (Wahl von Organen, Bereitstellung von Finanzmitteln, Eintritt oder Austritt) den Ver- ein mitgestalten und formen.8

Daraus folgend entsteht ein zweites Merkmal des Sportvereins, nämlich das die Mit- gliedschaft freiwillig ist. Da der Sportverein unabhängig von Dritten ist und von Mit- gliedsbeiträgen finanziert wird, ist der Verlust seiner Mitglieder eine Gefahr. Die zwingt ihn zu einer hohen Sensibilität gegenüber den Interessen, Ansprüchen der Mitglieder und neuen Entwicklungen im Sport.9 Heinemann & Schubert sprechen sogar davon, dass bei einem Sportverein eine Marktsteuerung nicht existent ist und der Verein somit als Gegenstück zum Markt und staatlicher Daseinsfürsorge gese- hen werden kann.10 Diese Arbeit konzentriert sich auf kleine und lokale Sportvereine mit bis zu 200 Mitgliedern.

2.2 Customer Relationship Management

2.2.1 Definition und Ziele

In der Literatur finden sich unterschiedliche Definitionen von Customer Relationship Management (CRM). Hippner und Wilde definieren CRM als „kundenorientierte Un- ternehmensstrategie, die mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikations- technologien versucht, auf lange Sicht profitable Kundenbeziehungen durch ganz- heitliche und individuelle Marketing-, Vertriebs- und Servicekonzepte aufzubauen und zu festigen.“ (Hippner und Wilde, (2002), S. 6ff.). Hieraus wird deutlich, dass CRM in erster Linie auf die langfristige Bindung von Kunden abzielt. Dennoch ist CRM ebenso eine optimale Plattform zur gezielten Kundenakquisition und kann zur Gewinnung profitabler Neukunden beitragen.11

Das Hauptziel von CRM ist demnach Neukunden zu identifizieren und zu gewinnen sowie profitable bestehende Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden, um dadurch wirtschaftliche Vorteile zu generieren. Als Methode vollzieht das Customer Relationship Management die aktive und systematische Analyse, Planung, Gestal- tung und Kontrolle der Kundenbeziehung. Zur Unterstützung des CRM dient ein um- fassendes elektronisches Informations- und Entscheidungssystem, welches meist als Software in die Unternehmens-Informationstechnologie integriert wird.12

2.2.2 Einordnung der Neukundengewinnung

Die Neukundengewinnung ist wesentliches Element des CRM. So wird in der Abbil- dung 1 deutlich, dass die Mitgliedergewinnung mit der Identifizierung der potenziellen Neukunden anfängt und erst im nächsten Schritt die aktuellen Kunden durch ein Kundenbindungsmanagement langfristig gebunden werden.13

Die Gewinnung neuer Kunden ist somit ein zentraler Bestandteil des CRM und un- terstützt das Unternehmen bei der gezielten Identifikation und Ansprache der Kun- densegmente. Damit legt das CRM die Basis für eine langfristige und profitable Kun- denbeziehung.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Hippner, H., (2004), S. 20

Abbildung 1: Einordnung der Mitgliedergewinnung in das CRM

2.2.3 Übertragbarkeit auf Sportvereine

Das Kundenbeziehungsmanagement im Rahmen des CRM wird in der Privatwirt- schaft schon seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.15 Für den Bereich der Sport- vereine stellt sich deshalb die Frage, ob die heute bekannten, privatwirtschaftlich ge- prägten Ansätze des CRM überhaupt auf die spezifischen Ziel- und Aufgabenstellun- gen von Vereinen übertragbar sind.

Edinger kommt hierbei zu dem Schluss, dass ein einfaches Übertragen der Metho- den auf die Vereine aufgrund der spezifischen Aufgabenstellungen nicht möglich ist. Trotz dessen deutet er darauf hin, dass ein intelligentes Adaptieren von Konzepten des CRM einen Mehrwert für Vereine bieten kann.16 Diese Einstellung ist auch als vielfach vertretene Meinung in der weiteren Literatur zu finden. Sie besagt, dass sich nicht alle betriebswirtschaftlichen Konzepte aus der ‚Allgemeine Managementlehre‘ auf die NPOs übertragen lassen, aber solche Konzepte übernommen werden kön- nen, die für nicht profitorientierte Organisationen sinnvoll erscheinen.17

Deshalb richtet sich das in dieser Arbeit vorgestellte Konzept weg vom ökonomi- schen Verständnis des CRMs. Nach dem Identitätsprinzip der NPO mit den be- triebswirtschaftlichen Unternehmen werden aber die Mitglieder der Vereine mit Kun- den gleichgesetzt.18

[...]


1 Vgl. Breuer, C.; Haase, A. (2006), S.30

2 Vgl. Gutzeit, D. (2007), S. 15.

3 Vgl. Deutscher Olympischer Sportbund (2007)

4 Vgl. Breuer, C.; Haase, A. (2006), S.3.

5 Vgl. Schwarz, P. u.a. (2009), S. 21.

6 Vgl. Helmig, B., Purtschert, R. (2006), S. 4, S. 17

7 Vgl. Schwarz, P. u.a. (2009), S. 23.

8 Vgl. Schwarz, P. u.a. (2009), S. 23.

9 Vgl. Heinemann & Schubert (1994), S.15.

10 Vgl. Heinemann & Schubert (1994), S.15.

11 Vgl. Rapp, R. (2005), S. 40.

12 Vgl. Brandt, J; Schneider, U.G. (2001), S. 297f.

13 Vgl. Hippner, H., Wilde, K.D. (2006), S. 20ff.

14 Vgl. Wehrmeister (2001), S. 37.

15 Vgl. Link, J. (2001), S. 2ff.

16 Vgl. Edinger, O. (2003)

17 Vgl. Helmig,B., Purtschert, R. (2006), S. 7.

18 Vgl. Schwarz, P. (2009), S. 23.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Konzept der Mitgliedergewinnung von lokalen Sportvereinen
Untertitel
Im Rahmen des Customer Relationship Management
Hochschule
Business and Information Technology School - Die Unternehmer Hochschule Iserlohn
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V157637
ISBN (eBook)
9783640736195
ISBN (Buch)
9783640736331
Dateigröße
475 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Laut einer Umfrage des Deutschen Sportbundes (DSB) stellt die Gewinnung und die Bindung von Mitgliedern, ehrenamtlichen Mitarbeitern und jugendlichen Leistungssportlern das größte Problem für Sportvereine in Deutschland dar. Im Rahmen dieser Hausarbeit wird das beschriebene Problem aufgegriffen und ein Konzept zur Gewinnung von Mitgliedern erarbeitet. Zudem wird die Übertragbarkeit des privatwirtschaftlichen Konzepts des Customer Relationship auf Sportvereine überprüft. Anschließend wird ein Konzept zur Mitgliedergewinnung vorgestellt.
Schlagworte
Konzept, Mitgliedergewinnung, Sportvereinen, Rahmen, Customer, Relationship, Management
Arbeit zitieren
Laura Koechling (Autor), 2010, Konzept der Mitgliedergewinnung von lokalen Sportvereinen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157637

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