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Lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Hans Thiersch

Título: Lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Hans Thiersch

Trabajo Escrito , 2010 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sandra Mette (Autor)

Trabajo social
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Können Menschen in einer Gesellschaft, die geprägt ist von Individualisierung, Pluralisierung und der ungerechten Verteilung von Ressourcen, ihren Alltag noch selbständig meistern? Oder sollten nicht professionell-institutionelle Einrichtungen ihnen alle notwendigen Entscheidungen abnehmen?

Theorien der Sozialarbeit/Sozialpädagogik befassen sich mit der gesellschaftlichen Funktion von Sozialer Arbeit. Ein mögliches Konzept ist das der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit von Hans Thiersch, auf welches diese Hausarbeit eingeht. Ausgehend von den provokanten Eingangsfragen beschäftige ich mich mit folgendem Thema: Welche Stellung hat Soziale Arbeit als praktische Disziplin in der Alltagsbewältigung auf Basis des wissenschaftlichen Konzeptes zur Lebensweltorientierung?

Zu Beginn wird ein kurzer Überblick über ein allgemeines Wissenschafts- sowie Theorieverständnis gegeben und die Entstehung des Konzeptes auf dem Hintergrund der historischen Entwicklung beleuchtet. Es folgt, aufbauend auf drei Wissenschaftskonzepten, eine Beschreibung von Alltag als Grundlage der Sozialen Arbeit. Im Abschnitt über die lebensweltorientierte Soziale Arbeit wird zunächst ihr Ziel dargestellt. Die Konkretisierung ihrer Aufgaben und damit auch die Erläuterung ihrer Stellung erfolgt anhand einer Strukturierung der Lebenswelt in Dimensionen und der Abbildung von Struktur- und Handlungsmaximen mit weiterer Spezifizierung.

Als Quellen dienen überwiegend Texte von Thiersch in eigenen Veröffentlichungen oder als Aufsätze in anderen Bänden. Eine Überschneidung und Wiederholung der Themen, insbesondere bezüglich der Aufgaben der Sozialen Arbeit, in den einzelnen Kapiteln lassen sich nicht vermeiden, da Thiersch auf diese Weise sein Konzept verständlich machen will. Auf eine kritische Würdigung des Konzeptes wird im Rahmen dieser Arbeit verzichtet, zumal es nur selten öffentliche Kritik gibt (vgl. Engelke 2009, S. 442).

Den früher gebräuchlichen Begriff ‚Sozialpädagogik‘ ersetzt Thiersch durch ‚Soziale Arbeit‘, ‚Lebenswelt‘ und ‚Alltag‘ werden synonym verwendet (vgl. Engelke, S. 433). Jugendhilfe als eigenes Gebiet zielt auf die gleichen Aufgaben wie die allgemeine Soziale Arbeit, daher wird auch in dieser Arbeit ‚Jugendhilfe‘ durch ‚Soziale Arbeit‘ ersetzt. Mit ‚Adressat‘ ist der Klient bzw. Hilfesuchende gemeint.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hans Thiersch

2.1. Biografie

2.2. Wissenschaftsverständnis

3. Theorie der Sozialen Arbeit

3.1. Theorieverständnis

3.2. Zentrale Dimensionen sozialpädagogischer Theoriebildung

4. Konzept der Lebensweltorientierung

4.1. Historischer Kontext

4.2. Traditionslinien

4.3. Alltag bzw. Lebenswelt

5. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

5.1. Ziel

5.2. Dimensionen

5.3. Struktur- und Handlungsmaxime

5.4. Aufgaben

5.4.1. Diagnose

5.4.2. Planung und Einmischung

5.4.3. Hilfen

5.4.4. Demokratisierung

5.4.5. Professionelles Handeln

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit als praktische Disziplin bei der Alltagsbewältigung, basierend auf dem wissenschaftlichen Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch.

  • Biografie und wissenschaftliche Einordnung von Hans Thiersch
  • Theoretische Grundlagen und Traditionslinien der Lebensweltorientierung
  • Struktur- und Handlungsmaxime für die professionelle Praxis
  • Konkrete Aufgabenfelder wie Diagnose, Planung und Partizipation
  • Verständnis der Adressaten in ihrem subjektiven Lebenskontext

Auszug aus dem Buch

4.2. Traditionslinien

Lebensweltorientierung bezieht sich auf drei Wissenschaftskonzepte, welche die gesellschaftliche Situation beschreiben und daraus Folgen für die Soziale Arbeit herleiten (vgl. Thiersch u.a. 2005, S. 167f.):

Hermeneutisch-pragmatische Tradition: Die Pädagogik richtet sich nach dem Alltag des Adressaten und seiner interpretierten Welt, welche aber beide grundsätzlich veränderbar sind. Ihr Ziel ist ein ‚höheres Verstehen‘ (ebd.) und eine angemessene Hilfeleistung.

Phänomenologisch-interaktionistische Tradition: Der Alltag, als Wirklichkeit des Menschen, wird „strukturiert durch die erlebte Zeit, den erlebten Raum und die erlebten Bezüge“ (ebd., S. 168); Wichtiges wird von Unwichtigem getrennt, Routinen und Alltagswissen benutzt. Der Mensch und seine alltäglichen Verhältnisse prägen sich gegenseitig.

Kritische Alltagstheorie: Alltag wird als ‚doppelbödig‘ und ‚pseudokonkret‘ angesehen (ebd.). Einerseits entlasten Routinen, bieten Sicherheit und Produktivität, bewirken aber auch Enge, Unbeweglichkeit und beschränken die menschliche Entwicklung und seine Möglichkeiten. Soziale Arbeit soll zwar den bestehenden Alltag sowie Bewältigungsstrategien respektieren, ihre eigentliche Aufgabe jedoch ist es, neue Chancen aufzuzeigen mit dem Ziel eines gelingenderen Alltags (siehe dazu Kap. 4.3. und 5.1.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage nach der Bedeutung der Sozialen Arbeit bei der Alltagsbewältigung und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2. Hans Thiersch: Dieses Kapitel skizziert die Biografie und das wissenschaftliche Selbstverständnis von Hans Thiersch, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

3. Theorie der Sozialen Arbeit: Es wird das Theorieverständnis der Sozialen Arbeit erläutert und eine topographische Aufstellung relevanter Fragen zur Theoriebildung vorgenommen.

4. Konzept der Lebensweltorientierung: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext, die wissenschaftlichen Traditionslinien sowie den Alltagsbegriff, der der Lebensweltorientierung zugrunde liegt.

5. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit: Hier werden die Ziele, die Dimensionen (wie Zeit und Raum), die Handlungsmaxime (wie Prävention und Partizipation) sowie konkrete Aufgabenfelder wie Diagnose und professionelles Handeln detailliert beschrieben.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Stellung der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit bei der Unterstützung der Adressaten.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Soziale Arbeit, Alltagsbewältigung, Hilfe zur Selbsthilfe, Lebensbewältigung, Hermeneutik, Sozialpädagogik, Partizipation, Prävention, Lebenswelt, Professionelles Handeln, Alltagsnähe, Empowerment, Adressaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch und untersucht deren Funktion bei der Bewältigung des Alltags der Adressaten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die theoretischen Herleitungen des Konzepts, die Struktur- und Handlungsmaxime sowie die methodischen Aufgabenfelder in der Praxis der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, welche Stellung die Soziale Arbeit als praktische Disziplin bei der Alltagsbewältigung auf Basis des Konzepts der Lebensweltorientierung einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit den Originaltexten von Hans Thiersch sowie weiteren Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die historische Herleitung des Konzepts sowie die praktische Konkretisierung durch Aufgaben wie Diagnose, Planung und professionelles Handeln.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebenswelt, Hilfe zur Selbsthilfe, Partizipation, Alltag und professionelle Distanz geprägt.

Wie unterscheidet Thiersch den Begriff „Alltag“?

Für Thiersch ist Alltag ein gegebener Aspekt der Wirklichkeit, der jedoch gleichzeitig ein Protestpotential besitzt, das als Grundlage für die Entwicklung von Arbeitsperspektiven genutzt werden kann.

Was bedeutet „lebensweltorientierte Soziale Arbeit“ in der Praxis?

Es bedeutet, die Erfahrungen und Ressourcen der Adressaten zu respektieren und gemeinsam mit ihnen alternative Strategien zur Lebensbewältigung zu entwickeln, ohne die Lebenswelt der Menschen komplett umzustrukturieren.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Hans Thiersch
Universidad
University of Applied Sciences Koblenz  (Sozialwesen)
Curso
Geschichte der Sozialen Arbeit
Calificación
1,0
Autor
Sandra Mette (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
19
No. de catálogo
V157638
ISBN (Ebook)
9783640709922
ISBN (Libro)
9783640710188
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lebensweltorientierte Soziale Arbeit Konzept Hans Thiersch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Mette (Autor), 2010, Lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Hans Thiersch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157638
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