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Hans Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung

Title: Hans Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ina Reimann (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit beschäftige ich mich mit dem Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch. Zu Beginn wird kurz der Lebenslauf von Hans Thiersch geschildert. Im zweiten Punkt geht es um die von ihm formulierte Theorie der Sozialpädagogik, welche mit der Lebensweltorientierung eng in Zusammenhang steht. Im weiteren Teil meiner Arbeit soll es dann um das Konzept der Lebensweltorientierung gehen, wobei ich zunächst die Entwicklung des Konzepts skizziere. Dann soll das Ziel dieses Konzepts dargestellt werden, um anschließend auf die Dimensionen und die Handlungsprinzipien der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit einzugehen. Schließlich soll dann die lebensweltorientierte Jugendhilfe in einzelnen Aspekten erläutert werden und die Arbeit zuletzt durch eine kurze Zusammenfassung abgerundet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hans Thiersch

2. Theorie der Sozialpädagogik

3. Das Konzept der Lebensweltorientierung

3.1 Entwicklung des Konzepts

3.2 Ziel der Lebensweltorientierung

3.3 Dimensionen der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit

3.4 Handlungsprinzipien der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit

3.5 Lebensweltorientierte Jugendhilfe

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch theoretisch darzulegen, seine Entwicklung nachzuzeichnen und auf die Praxis der Sozialen Arbeit sowie der Jugendhilfe zu übertragen, um aufzuzeigen, wie Klienten durch Hilfe zur Selbsthilfe innerhalb ihrer eigenen Lebenswelt gestärkt werden können.

  • Biografie und Wirken von Hans Thiersch
  • Theoretische Fundierung der Sozialpädagogik
  • Dimensionen und Handlungsprinzipien der lebensweltorientierten Arbeit
  • Anwendung des Konzepts in der Jugendhilfe
  • Alltagsorientierung und Hilfe zur Selbsthilfe

Auszug aus dem Buch

3.1 Entwicklung des Konzepts

Schon Johann Heinrich Pestalozzi sah die Pädagogik als gesellschaftskritische, anthropologische und praktische Wissenschaft. Die Idee der Volkserziehung aus der Ausklärungsepoche wurde von ihm vertieft und er entwarf eine Pädagogik, die auch sozialkritische, wirtschaftliche und kulturpolitische Aspekte sowie die allseitige Menschenbildung umfasste. Aufgaben dieser Pädagogik sollte es auch sein sich um die Armen, Alten, Arbeits-und Heimatlosen zu kümmern. Erziehung sollte Unrecht beseitigen und jeder Mensch sollte nach seinen Fähigkeiten leben können. Auch nach Pestalozzi werden diese Ansichten in Deutschland vertreten. Die Wirkung dessen auf die Entwicklung der Gesellschaft zum modernen Sozialstaat, welcher Sozialpolitik und Sozialpädagogik trennt, ist jedoch sehr gering. Sozialpädagogik hatte die Aufgabe Menschen in alltäglichen Lebensproblemen zu unterstützen, zu beraten, zu erziehen und zu bilden. Sozialpolitik entscheidet hingegen über die wirtschaftlichen und politischen als auch kulturellen Rahmenbedingungen (vgl. Engelke 1993, S. 270).

In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg befasst sich die Pädagogik, welche hermeneutisch und pragmatisch orientiert ist, mit der menschlichen Lebenswelt. Ein Beispiel dafür ist Hermann Nohl, welcher die Ausganglage eines Kindes in einer Lebenssituation und die damit verbundenen Schwierigkeiten versucht zu verstehen und so pädagogische Hilfen ableitet. Sozialpädagogik beansprucht dabei den Bereich, der für alles zuständig ist, was mit Erziehung, jedoch nicht mit Familie und Schule zu tun hat. Sie wird als praktische Wissenschaft verstanden, eine Wissenschaft aus der Verantwortung des Handelns heraus (vgl. Engelke 1993, S. 270-271).

Die pädagogischen Handlungsfelder in der Praxis vergrößern sich in den 60ger Jahren. Gleichzeitig beginnt eine kritisch-radikalisierte Selbstreflexion des sozialpädagogischen Handelns innerhalb seiner gesellschaftlichen Bedingungen. Erstmals werden neue empirische Forschungsmethoden erschlossen und die Sozialpädagogik öffnet sich auch den Verhaltens- und Sozialwissenschaften (vgl. Engelke 1993, S. 271).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit, vom Lebenslauf von Hans Thiersch bis hin zur lebensweltorientierten Jugendhilfe.

1. Hans Thiersch: Dieses Kapitel skizziert den Lebensweg, die akademische Laufbahn und die Arbeitsschwerpunkte von Hans Thiersch.

2. Theorie der Sozialpädagogik: Hier werden die fünf zentralen Dimensionen der Sozialpädagogik nach Thiersch erläutert, die eine Grundlage für das Verständnis seiner Theorie bilden.

3. Das Konzept der Lebensweltorientierung: Dieses Kapitel stellt das Kernkonzept vor, beleuchtet dessen historische Entwicklung, Ziele, methodische Dimensionen und Handlungsprinzipien sowie die spezielle Anwendung in der Jugendhilfe.

3.1 Entwicklung des Konzepts: Nachzeichnung der historischen Wurzeln und der Entstehung des Konzepts als Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen seit den 1970er Jahren.

3.2 Ziel der Lebensweltorientierung: Definition der Ziele, die darauf ausgerichtet sind, den Alltag der Menschen zu stabilisieren und durch professionelle Kompetenzen zu verbessern.

3.3 Dimensionen der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit: Analyse der für die Soziale Arbeit relevanten Strukturen wie Zeit, Raum, soziale Beziehungen und alltägliche Bewältigungsaufgaben.

3.4 Handlungsprinzipien der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit: Erläuterung der Maximen wie Prävention, Integration, Partizipation und Dezentralisierung für die praktische Arbeit.

3.5 Lebensweltorientierte Jugendhilfe: Konkretisierung des Konzepts für den Bereich der Jugendhilfe unter Berücksichtigung des 8. Jugendberichts.

4. Zusammenfassung: Abschließendes Resümee, das die theoretische Begründung der Sozialen Arbeit durch Thiersch hervorhebt.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Sozialpädagogik, Soziale Arbeit, Alltag, Hilfe zur Selbsthilfe, Jugendhilfe, Empowerment, Identitätsarbeit, Prävention, Integration, Partizipation, Lebensbewältigung, Sozialstaat, Gesellschaftstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem wissenschaftlichen Konzept der „Lebensweltorientierung“, wie es von Hans Thiersch maßgeblich geprägt wurde, und dessen Anwendung in der Sozialpädagogik und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Theorie der Sozialpädagogik, die historische Entwicklung des Konzepts der Lebensweltorientierung, dessen normative Ziele sowie die praktischen Handlungsprinzipien für soziale Fachkräfte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Lebensweltorientierung darzustellen und zu zeigen, wie Sozialarbeit durch Alltagsorientierung und Hilfe zur Selbsthilfe Menschen in ihren individuellen Lebensverhältnissen unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse und -darstellung, welche die theoretischen Ansätze von Hans Thiersch basierend auf einschlägiger Fachliteratur systematisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebenslaufs von Thiersch, die Erläuterung der fünf Dimensionen seiner Theorie sowie die detaillierte Beschreibung der Dimensionen und Handlungsprinzipien der lebensweltorientierten Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lebensweltorientierung, Alltagsorientierung, Hilfe zur Selbsthilfe, Empowerment, Sozialpädagogik, Partizipation und Identitätsarbeit.

In welchem Verhältnis stehen Sozialpädagogik und Sozialpolitik laut Thiersch?

Thiersch sieht Sozialarbeit im Widerspruch zwischen der bestehenden strukturellen Gewalt und dem Anspruch auf Unterstützung, wobei die Soziale Arbeit versuchen muss, die Lebensverhältnisse der Adressaten sozialpolitisch positiv zu beeinflussen.

Warum ist die „Identitätsarbeit“ ein wichtiger Bestandteil des Konzepts?

Sie dient als Kompetenz zur Lebensbewältigung, die es Menschen ermöglicht, sich auch in schwierigen Lebenssituationen Sicherheit im eigenen Lebenskonzept zu bewahren und sich gegen gesellschaftliche Belastungen abzugrenzen.

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Details

Title
Hans Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung
College
Klagenfurt University
Grade
1
Author
Ina Reimann (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V157813
ISBN (eBook)
9783640712427
ISBN (Book)
9783640713271
Language
German
Tags
Thiersch Lebenswelt Lebensweltorientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Reimann (Author), 2009, Hans Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157813
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