„Der andere ist mir doch egal“ - Schulischer Religionsunterricht in Zeiten fortgeschrittener Individualisierung


Examensarbeit, 2009

71 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Modernisierung – Individualisierung – Solidarität: Versuch einer Annäherung
1. Zum Begriff der Modernisierung
1.1 Einführung und provisorische Begriffbestimmung
1.2 Klassische Modernisierungsbegriff
1.2.1 Ferdinand Tönnies
1.2.2 Émile Durkheim
1.2.3 Georg Simmel
1.2.4 Max Weber
1.2.5 Karl Marx
1.3. Modernisierung in der sogenannten ‚Postmoderne’
1.4. Charakteristika einer modernen Gesellschaft
2. Individualisierung
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Dimensionen der Individualisierung
2.3 Entwicklungslinien der Individualisierung
2.4 Ambivalenz der Individualisierung
3. Solidarität
3.1 Was bedeutet Solidarität?
3.2 Bedeutungsdimensionen
3.3 Ist Solidarität ein christlicher Grundbegriff?
3.4 Zugänge zum Solidaritätsbegriff in Christentum und Theologie
3.5 Solidarität unter den Bedingungen fortschreitender . . . . Individualisierung – ein Auslaufmodell?
3.6 Entgrenzung der Solidarität
3.7 Neue Bedingungen von Solidarität
4. Religiosität im Wandel der Postmoderne
4.1 Individualisierung des Religiösen – eine Säkularisierung der . . . 27 Religionen?

II. Die Spezifische Lage der Jugend in der (Post-)Moderne
1. Jugend und Individualisierung
1.1 Einleitung
1.2 Der Begriff der Jugend heute
2. Instanzen der Sozialisation
2.1 Die Familie
2.2 Die Peer-Group
2.3 Schule und Beruf
2.4 Konsequenzen für die Jugendlichen
3. Veränderung jugendlicher Solidarität und Religiosität
3.1 Jugend, Religion und die Rolle der Kirche
3.2 Der Wandel der jugendlichen Solidarität
3.3 Jugendliche Religiositätsstil
3.3.1 Die Sinus-Milieustudie
3.3.2 Was sind Milieus?
3.3.3 Jugend und Religion in den Milieus
3.3.3.1 Traditionelle Jugendliche
3.3.3.2 Bürgerliche Jugendliche
3.3.3.3 Konsum-materialistische Jugendliche
3.3.3.4 Postmaterielle Jugendliche
3.3.3.5 Hedonistische Jugendliche
3.3.3.6 Performer-Jugendliche
3.3.3.7 Experimentalistische Jugendliche
3.3.4 Ergebnisse der Sinus-Studie
3.4 Fazit

III. Konsequenzen für Schule und Unterricht
1. Einleitung
2. Erziehung zur Solidarität - Ein Beitrag der Schule
3. Die Aufgabe des Religionsunterrichts

IV. Auswertung und Ergebnisse

Literaturverzeichnis

Einleitung

Nach der Rückgabe einer Klassenarbeit bittet die Lehrerin einige Kinder, einem schwächeren Mitschüler nachmittags bei der Korrektur zu helfen. Aus der Klasse kommt keine Resonanz. Die Lehrerin fragt nach einer Erklärung. Mehr oder weniger gemurmelt heißt es von Seiten der Schüler: „Das ist uns doch egal, was mit dem ist.“

– So oder ähnlich könnte es sich heute in vielen Klassenräumen ereignen. Der Gedan- ke einander zu helfen, scheint vielfach nicht mehr sehr ausgeprägt. Viele Ältere sind der Auffassung, dass im Laufe der vergangenen Jahrzehnte Egoismus und Gleichgül- tigkeit zugenommen hätten – früher sei alles besser gewesen, meinen sie: Man habe sich gegenseitig unterstützt und dafür gesorgt, dass niemand auf der Strecke bliebe.

Egoismus und Ellenbogenmentalität habe es damals in diesem Ausmaß nicht gegeben. Mit den modernen Zeiten habe sich alles zum Schlechteren verändert.

Liegen die Dinge wirklich so einfach? Kann man -zugegebenermaßen verkürzend- sagen, die Moderne sei schuld an einer Entwicklung, die zur Individualisierung führt? Und stimmt es, dass Individualisierung automatisch Entsolidarisierung nach sich zieht?

Es müsste gefragt werden, wodurch sich moderne Gesellschaften eigentlich auszeich- nen und was genau der Begriff der ‚Modernität’ meint? Vordergründig scheint die Modernisierung eine Kennzeichnung der heutigen Zeit zu sein, die überwiegend posi- tiv bewertet wird, wenn man sich beispielsweise technische oder wirtschaftliche Er- rungenschaften vor Augen führt.

Weil die fortschreitende Modernisierung des 20. und 21. Jahrhunderts in nahezu allen Bereichen der menschlichen Wirklichkeit zu grundlegenden Veränderungen führte, hat sie auch erhebliche gesellschaftliche Umbrüche erzeugt. Wer also die Situation unserer Kinder und Jugendlichen verstehen will, muss sich zunächst gründlich mit den Fragen der Modernisierung und ihren gesellschaftlichen Folgen beschäftigen.

Betrachtet man die Schule als ein Spiegelbild der Gesellschaft, müssten deren Strö- mungen und Akzentverschiebungen auch im Lehrbetrieb ankommen und dort berück- sichtigt werden. Stellt man in der Gesellschaft beispielsweise verstärkt aufkommende Individualisierungstendenzen fest, dürfte auch in der Schule ein Rückgang des Zu- sammengehörigkeitsgefühls und des Sozialengagements zu verzeichnen sein. Ist die festzustellende Entsolidarisierung also eine Folge gesellschaftlicher Individualisie- rung?

Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, die Frage der Solidarität und In- dividualisierung insbesondere bei Jugendlichen in der sogenannten postmodernen Ge- sellschaft zu untersuchen. Gerade bei der jungen Generation scheint die einmal selbstverständlich geforderte Solidarität ein durchaus knappes Gut zu werden.

Darüber hinaus wäre zu fragen, welche Konsequenzen die derzeitige gesellschaftliche Situation bezüglich der religiösen Einstellungen junger Menschen hat. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Modernisierung auch hier nicht spurlos vorbeigezogen ist. Inwieweit also verändern sich Religiosität und Solidaritätspotentiale infolge der Mo- dernisierung und welche Rolle spielt dabei die Individualisierung? Bildet sich eine Generation von Individualisten unter den Jugendlichen aus, in der Solidarität und Re- ligion immer weniger Platz finden?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, müssen neben theoretischen Überlegun- gen sicherlich auch aktuelle soziologische Forschungsergebnisse herangezogen wer- den. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssten anschließend in den Schulkon- text eingebunden werden. Welche Folgerungen ergeben sich für die Schule, wenn sie sich auf die ‚heutige Jugend’ einstellen will?

Um dies zu klären, muss man sich zunächst klarmachen, was unter den Begriffen Mo- dernisierung, Individualisierung und Solidarität verstanden werden soll. Das gesamte erste Kapitel (I.) der vorliegenden Arbeit wird sich also damit zu beschäftigen haben, diese Schlüsselbegriffe zu klären. Weil im Mittelpunkt der Untersuchung jedoch die spezifische Situation der Jugend stehen soll, analysiert Kapitel II deren Lebenslage unter den Bedingungen der sogenannten ‚Postmoderne’. In Kapitel (III.) wird darauf aufbauend gezielt nach den Konsequenzen gefragt, die sich aus den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen für Schule und Unterricht ergeben. Am Ende der Arbeit (IV.) werden die dargestellten Ergebnisse zusammengefasst und kritisch bewertet.

I. Modernisierung – Individualisierung – Solidarität: Versuch einer Annäherung

1. Zum Begriff der Modernisierung

1.1 Einführung und provisorische Begriffbestimmung

Der Begriff der ‚Modernisierung’ bezeichnet ein ganzes Bündel von sehr unterschied- lichen Umwandlungsprozessen und Transformationen innerhalb der menschlichen Lebenswirklichkeit. Exemplarisch beschreiben van der Loo und van Reijen die Mo- dernisierung als einen „Komplex miteinander zusammenhängender struktureller, kul- tureller, psychischer und physischer Veränderungen, der sich in den vergangenen Jahrhunderten herauskristallisiert und damit die Welt, in der wir augenblicklich le- ben, geformt hat und noch immer in eine Richtung lenkt“.1

„Modernisierung“ lässt sich deshalb keinesfalls auf einen kleinen Rahmen oder nur wenige Teilbereiche der menschlichen Lebenswirklichkeit einengen – sie umfasst al- les und erfasst jeden.

Doch wie konnte es zu dieser enormen gesellschaftlichen Veränderung kommen? Man ist sich weitgehend darüber einig, dass der Modernisierungsprozess seinen Ur- sprung im parallelen Auftreten des städtischen Bürgertums, der sich entwickelnden Marktwirtschaft und der um sich greifenden Demokratisierungsbewegung hat. Die philosophische Aufklärung in Mitteleuropa bildete angesichts dieser Lage sozusagen den Prozessbeschleuniger (‚Katalysator’) der gesamten Dynamik.

Im kulturellen Bereich gehen die Anfänge der Modernisierung teilweise bis in die Re- naissance zurück. Bereits in jener frühen Epoche begann man damit, die Individualität und Autonomie des Menschen in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Auch auf wissenschaftlichem und technischem Gebiet machte man enorme Fortschritte, so dass sich schon in dieser Phase teilweise utopische Vorstellungen von einer ‚Neuen Welt’ entwickelten.

Der Mensch wurde sich seines Verstandes zusehends mehr bewusst und lernte, ihn zu gebrauchen. Selbstbewusstsein und technische Fähigkeiten stiegen im gleichen Maße, Wissen wurde zur Macht. Dabei war der Beginn der Modernisierung durchaus religiös inspiriert und motiviert: Grundsätzlich, so meinte man, seien die von Gott gegebenen Fähigkeiten des Menschen dazu da, die Prozesse der Natur zu begreifen und zu ent-

schlüsseln. Mit dem gewonnen Wissen und den technischen Mitteln sei der Mensch in der Lage (und von Gott dazu beauftragt), nicht nur die Natur zu beherrschen, sondern auch die menschliche Welt zu verbessern. Modernisierung beinhaltet also immer den Glauben an den von Menschen gemachten Fortschritt.2

Neben dem philosophisch-theologisch-technischen, gibt es auch einen soziologischen Begriff von ‚Modernisierung’: Dieser beschreibt universale Veränderungsprozesse, die sich sowohl auf die Gesellschaft insgesamt als auch auf ihre Teilsysteme auswir- ken können.3 Insofern jeder Mensch Mitglied einer Gesellschaft ist, wirken sich sozia- le Modernisierungsprozesse unmittelbar auf ihn und seine Lebensgestaltung aus.

Weil die Modernisierung zu fundamentalen Umwälzungen geführt hat, deren Konse- quenzen in alle Bereiche der Gegenwart hineinreichen, wird sie heute äußerst kontro- vers diskutiert und bewertet. Manch einer sieht in ihr den Beginn der eigentlichen Menschwerdung, andere interpretieren sie als Verhängnis oder Abstieg. Letztendlich muss man festhalten, dass die Beurteilung der Modernisierung erheblich vom jeweili- gen Standpunkt abhängt. Wer sich mit der Modernisierung beschäftigt, stößt somit auf eine Vielzahl von Konzepten, Modellen und Theorien, die sehr unterschiedlich ausfal- len können. Keinesfalls wird man jedoch behaupten können, dass es eine einheitliche und allgemein anerkannte Modernisierungstheorie gäbe, mit der man das epochema- chende Phänomen hinreichend und umfassend erklären könnte.4

Aus diesem Grunde scheint es angebracht, den Begriff der Modernisierung nun we- sentlich genauer zu betrachten. Um im späteren Verlauf dieser Arbeit die Folgen der Modernisierung für die Gesellschaft beschreiben zu können, muss man die unter- schiedlichen Modernisierungs-Interpretationen kennenlernen. Selbstverständlich kann dies nur kursorisch erfolgen. Auf der einen Seite werden nun einige klassische und auf der anderen Seite einige aktuelle Modernisierungs-Theorien erläutert.

1.2 Klassische Modernisierungsbegriffe

Bereits im 19. Jahrhundert gab es bedeutende Versuche, das Phänomen der Moderni- sierung in philosophischen, sozialwissenschaftlichen und politischen Kategorien zu beschreiben. Einflussreiche Denker machten sich daran, die unvergleichlichen und

erdrutschartigen Umwälzungen ‚auf den Begriff’ zu bekommen. Diese Denkweisen haben den Modernisierungsbegriff bis in unsere Tage geprägt und sind auch in der heutigen Diskussion von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Im Folgenden werden einige klassische Betrachtungen sehr knapp erläutert.

Den Anfang des Modernisierungsdenkens findet man in den Werken der großen So- ziologen des 19. Jahrhunderts. Es waren vor allem deutsche, französische und engli- sche Denker, die den Wandel von der traditionellen zu ‚modernen’ Gesellschaft be- schrieben haben.

1.2.1 Ferdinand Tönnies

Ferdinand Tönnies (1855-1936) interpretiert die Modernisierung als einen Übergang von einem ‚Gemeinschaftstyp’, der auf traditionellen gemeinwesengestützten Bezie- hungen gründet, hin zu einer Sozialform, die er mit dem Begriff ‚Gesellschaft’ um- schreibt5. Während sich die althergebrachten Gemeinschaften durch zwischenmensch- liche und familiäre Beziehungen auszeichnen und dabei eine emotionale Grundlage besitzen, steht bei einer modernen ‚Gesellschaft’ das zweckrationale Denken im Vor- dergrund. Wo in den früheren Gemeinschaften die Tradition eine herausragende Rolle spielte, überwiegt in der neuen Gesellschaft das Zukunftsdenken. Im Gegensatz zur alten Gemeinschaft, in die man hineingeboren wurde und durch deren Vorgaben man Status, Rechte und Pflichten erhielt, muss man der modernen Gesellschaft beitreten bzw. sich an ihr beteiligen.

Für Tönnies stellt Modernisierung somit den Übergang von der traditionellen Ge- meinschaft zur neuzeitlichen Gesellschaft dar. Der Verlust von Tradition, Glaube und Gemeinschaftssinn sind Begleiterscheinungen dieses Prozesses. An deren Stelle rü- cken Selbstbestimmung, Verwissenschaftlichung und Kommerzialisierung in den Fo- kus.6

1.2.2 Émile Durkheim

Die Ansichten Ferdinand Tönnies waren grundlegend für andere klassische Moderni- sierungstheorien. Émile Durkheim (1858-1917) beispielsweise verdeutlichte den Mo- dernisierungsprozess am Übergang von „mechanischer“ zur „organischen Solidarität“.7

„Mechanische Solidarität“ beruhe dabei auf der Gleichheit der Kompetenzen der Mit- glieder, „organische Solidarität“ hingegen auf ihrer Unterschiedlichkeit. Durch die

„mechanische Solidarität“ werde die Unterscheidung nach außen deutlicher, während bei der „organischen Solidarität“ die wechselseitige Ergänzung in modernisierten Gemeinschaften (z.B. in der Arbeitsteilung) zu einer ‚Einheit in Verschiedenheit’ in den Vordergrund trete. In diesen Gesellschaften wachse damit die Abhängigkeit der Menschen voneinander, da jeder auf das Ergebnis des anderen angewiesen sei. Bei der

„mechanischen Solidarität“, die sich durch gleiche Interessen, gemeinsame Traditio- nen und zwischenmenschliche Verbundenheit auszeichne, gründe die Solidarität auf Unterschieden, die funktional bestimmt seien.8

1.2.3 Georg Simmel

Georg Simmel (1858-1918) kann als Begründer der „formalen Soziologie“910 angese- hen werden, da er sich besonders mit den Gesetzmäßigkeiten und Inhalten sozialer Wechselwirkungen befasst hat. Seine Theorie der Modernisierung beruht auf der

‚Kreuzung’ sozialer Kreise. In diesen Kreisen (z.B. Sippen, Familien, Berufsgruppen oder Staaten) finden unterschiedliche Kommunikationen und Wechselwirkungen statt. Zwar unterscheiden sich die Kreise inhaltlich, jedoch handelt es sich in formaler Hin- sicht um das gleiche Phänomen, nämlich um die Integration von Menschen unter spe- zifisch gemeinschaftlichen Aspekten. Soziale Kreise können dabei ganz unterschiedli- che Größen besitzen, sie können konzentrisch sein oder spezifische Schnittmengen aufweisen, d. h. sich überschneiden (‚kreuzen’) oder sich wechselseitig ausschließen. In diesen Kategorien versucht Simmel sowohl den Prozess der Modernisierung zu er- fassen als auch die Moderne als Ganze zu charakterisieren. Der Modernisierungspro- zess verläuft seiner Ansicht nach von sich gegenseitig ausschließenden Kreisen über konzentrische Kreise hin zu sich kreuzenden Kreisen. Folglich ist für den Menschen,

der in diesen Kreisen steht oder sich in sie hineinbegibt, mit der formalen Modernisie- rung eine steigende Individualisierung verbunden.11 Diese lässt sich an dem Prozess der ‚strukturellen Differenzierung’ bzw. an dem Sich-Verselbständigen erkennen.

Diese Bewegung führt zwar auf der einen Seite zu einer Schwächung der traditionel- len Bindungen, auf der anderen Seite jedoch zu einer Steigerung der persönlichen Freiheiten. Da das moderne Individuum immer stärker im Schnittpunkt verschiedener Gruppen steht es sich also selbstbestimmt entscheiden kann, wozu es gehören möchte, beginnt es, sich als autonomes Wesen zu begreifen, das zu seinem traditionellen Um- feld und den vorgefundenen gesellschaftlichen Strukturen keine ausschließliche Bin- dung aufrechterhalten muss.

1.2.4 Max Weber

Bei Max Weber (1864-1920) rückt das Phänomen der abendländischen Rationalisie- rung in den Blickpunkt. Im Zentrum seiner Modernisierungstheorie steht die Frage, wie sich die unterschiedlichen Entwicklungen, denen verschiedene Kulturkreise ge- schichtlich unterworfen waren, erklären lassen und was die Besonderheit der westeu- ropäisch-amerikanischen Entwicklung zur Moderne ausmacht.1213

Laut Weber hatte die Rationalisierung auf der einen Seite die „Entzauberung der Welt“ zur Folge, womit Mythos und Magie gegenüber der Rationalität an Bedeutung verloren. Auf der anderen Seite handelt es sich bei der Rationalisierung auch um eine praktische Beherrschung der Wirklichkeit durch eine bessere Abstimmung der Mittel auf ihre Zwecke.14 Weber konnte zur Beantwortung seiner Fragen bereits auf die The- orien Karl Marx’ zurückgreifen, auch wenn er diesem nur teilweise zugestand, die Sonderstellung der westlichen Moderne hinreichend zu erklären.

1.2.5 Karl Marx

Im Zentrum der Überlegungen von Karl Marx (1818-1883) steht der Begriff des Fort- schritts. Diesen betrachtet er als „radikale Neugestaltung der sozialen Verhältnisse“1516.

Marx kritisiert insbesondere die moderne kapitalistische Gesellschaft bzw. die kapita- listischen Produktionsverhältnisse. Letztere führten zu einer Entfremdung des Men- schen von sich selbst und voneinander; die bürgerliche Klassengesellschaft sei das Resultat der Trennung von Arbeit und Kapital. So stünden auf der einen Seite die Ka- pitalisten, die die Produktionsmittel besitzen, und auf der anderen Seite die Arbeiter, die lediglich ihre Arbeitkraft zur Verfügung stellen können. Marx sieht an dieser Stel- le den Grund für das Ende einer einheitlichen Gesellschaft: „Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große einander di- rekt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat“.17

Das Besondere an der Modernisierungstheorie Marx’ ist, dass er den sozialen Wandel in einem materialistischen Weltbild betrachtet. In seinen Augen gibt es die eine und einheitliche Gesellschaft nicht mehr; die Trennlinie innerhalb der Gesellschaft ver- läuft zwischen den Kapitalbesitzenden und den Nichtbesitzenden. Weil ihre jeweili- gen Welten kaum mehr zu vermitteln sind, betrachtet er die Revolution für unaus- weichlich.

Sicher lassen sich die hier genannten Modernisierungstheorien noch um verschiedene weitere Vorschläge ergänzen. Es sollte jedoch zunächst einmal gezeigt werden, auf wie unterschiedliche Weise der Modernisierungsbegriff in der Vergangenheit be- schrieben wurde. Bei den gewonnenen Erkenntnissen handelt es sich jedoch keines- wegs um angestaubtes Wissen; die vorgestellten Denker formulierten Aspekte der Modernisierung, die auch für eine gegenwärtige Diagnose von Bedeutung sein kön- nen. So betont beispielsweise Tönnies die Zweckrationalität, Dürkheim richtet sein Augenmerk auf die Solidarität, während Simmel die strukturelle Differenzierung starkmacht und Marx den Entfremdungsgedanken in den Vordergrund rückt.

In einem weiteren Schritt wird nun der heutige Modernisierungsbegriff erläutert und von den traditionellen Theorien unterschieden. Selbstverständlich kann dies nicht in der gebotenen Tiefe und nur in aller Kürze geschehen.

1.3. Der Modernisierungs-Begriff in der sogenannten ‚Postmoderne’

Offenbar wurde und wird unter dem Begriff ‚Modernisierung’ sehr Unterschiedliches verstanden. Wie also interpretiert man die Modernisierung in der Gegenwart, und wel-

cher Ansatz scheint mehrheitsfähig? Es ist grundsätzlich zu beachten, dass die aktuel- le Phase der Modernisierung sich deutlich von früheren unterscheidet: Seit Mitte des letzten Jahrhunderts hat nämlich eine neue, deutlich intensivierte Form eingesetzt.

Bei dem Versuch, die momentane gesellschaftliche Situation zu beschreiben, begeg- net man häufig Schlagwörtern wie „Postmoderne“, „Zweite Moderne“, „entfaltete Moderne“, „radikalisierte Moderne“ oder auch „reflexive Modernität“. Die Fülle der Beschreibungsmöglichkeiten zeigt nicht nur eine gewisse Hilflosigkeit an, sondern macht es zugleich schwer, die gesellschaftliche Gegenwartssituation genau zu begrei- fen.18 So wird beispielsweise nach Franz-Xaver Kaufmann der Begriff der Moderni- sierung seit den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts zur Beschreibung der neuzeitlichen Entwicklung Europas verwendet; er bringt die sozialen Veränderungen der Neuzeit in einem „umfassenden synthetisierenden und universalisierenden Sinne“19 zum Aus- druck. Im Folgenden soll nun jedoch mit Hilfe der Ansätze von Karl Gabriel und Ul- rich Beck exemplarisch ein Verständnis der gegenwärtigen Moderne vorgelegt wer- den.

Karl Gabriel verwendet den Begriff der „entfalteten Moderne“20 und will damit ver- deutlichen, dass diese, anstatt vormoderne Traditionen zu integrieren, in immer stär- kerem Maße auf sich selbst trifft. Die „entfaltete Moderne“ ist auf der einen Seite zwar von Elementen der klassischen Modernisierung bestimmt, doch auf der anderen Seite steht sie allein sich selbst gegenüber.

Häufig verwende man, so Gabriel, auch den Begriff der ‚Postmoderne’, um die ge- genwärtige Situation zu beschreiben. Auch wenn dieser Begriff von renommierten Autoren genutzt werde, sei er nicht unproblematisch; deshalb wird der Begriff der Postmoderne bei Gabriel spezifiziert. Seiner Meinung nach überschreite die Moderne die Grenzen ihrer bisherigen Logik und nehme dort Züge des „Post“-Modernen an, wo sie „in dem Sinne ‚reflexiv’ werde, dass sie sich selbst zum Gegenstand mache – in ihren Folgeproblemen, in ihren Einseitigkeiten, ihren Beschränkungen, Risiken und fundamentalen Gefährdungen des menschlichen Lebens“.21

Gabriels Theorie der ‚entfalteten Moderne’ knüpft an die Arbeiten von Ulrich Beck an. Dieser verwendet den Begriff der ‚reflexiven Moderne’. Beck unterscheidet zwi- schen der ‚einfachen’ und der ‚reflexiven Moderne’. ‚Reflexive Modernisierung’ be- deutet dabei die ‚Modernisierung der Moderne’: „Einfache Modernisierung meint Ra-

tionalisierung der Tradition, reflexive Modernisierung meint Rationalisierung der Ra- tionalisierung. Modernisierung wurde bisher immer in Abgrenzung gedacht zur Welt der Überlieferungen und Religionen, als Befreiung aus den Zwängen der unbändigen Natur. Was geschieht, wenn die Industriegesellschaft sich selbst zur Tradition wird? Wenn ihre eigenen Notwenigkeiten, Funktionsprinzipien, Grundbegriffe mit derselben Rücksichtslosigkeit und Eigendynamik zersetzt, aufgelöst, entzaubert werden?“ 22 Innerhalb der Moderne vollziehe sich mit dem Übergang zur reflexiven Moderne nach Beck ein signifikanter Bruch, weil diese sich aus den Konturen der klassischen Indust- riegesellschaft herauslöse. Sie werde sich selbst zur Gefahr; in diesem Zusammen- hang spricht Beck von der „Risikogesellschaft“.23

In der heutigen Zeit erstrecke sich die Modernisierung somit nicht mehr auf ihr Ge- genteil, d.h. die traditionelle Welt, sondern habe ihr Gegenteil längst verloren – heute treffe sie nur noch auf sich selbst.

Beck will mit seiner Charakterisierung der Gegenwart als „reflexiver Moderne“ die Probleme des diffusen Begriffs der ‚Postmoderne’ umgehen. Der Begriff der Postmo- derne ist für ihn mit einer gewissen Ratlosigkeit verbunden und wirft seiner Meinung nach nur neue Fragen auf. Deshalb versucht er durch die Unterscheidung zwischen einfacher und reflexiver Moderne das Wörtchen „post“ zu umgehen.24

Wo im Unterschied zu Ulrich Beck der Begriff der Postmoderne verwendet wird, ge- braucht man ihn vor allem analytisch, und er dient weniger zur Beschreibung jener Epoche, die sich der Moderne anschließt. Genauer gesagt bedeutet ‚Postmoderne’ nicht das Ende oder die Überwindung der Moderne, sondern bezeichnet eine radikali- sierte Form dieser Moderne. Diese drückt sich in der unmittelbaren Erfahrung ökolo- gischer, gesellschaftlicher und politischen Probleme und Krisen der vergangenen Jahrzehnte sowie in den persönlich erlebbaren Ambivalenzen von fortschreitender In- dividualisierung und Pluralisierung aus.25

Gabriel sieht in diesen grundlegenden Veränderungen das Ende der ‚halbierten Mo- derne’ und somit den „Umbruch zur entfalteten Moderne“.26

Letztendlich lässt sich festhalten, dass man die gegenwärtige Lage der Modernisie- rung grundsätzlich vom traditionellen Modernisierungsdenken unterscheiden muss.

Der heutige Modernisierungsprozess ist deutlich intensiver und radikaler, er unterliegt einer erhöhten Beschleunigung und stellt die Menschen vor völlig neue Probleme. Es muss allerdings ergänzt werden, dass man bereits beim klassischen Modernisierungs- denken mit dem Fortschreiten der Moderne nicht nur positive Elemente verbunden hat. So erkannte man die negativen Seiten wie Armut, Ausbeutung und Entwurzelung schnell als Begleiterscheinung der neuen Zeit.27

1.4. Charakteristika einer modernen Gesellschaft

Um die Kennzeichen einer modernen Gesellschaft besser erkennen zu können, bietet sich ein Vergleich zur traditionellen Gesellschaft an.

Während sich vormoderne bzw. traditionelle Gesellschaften durch einheitliche Hand- lungsabläufe in den ökonomischen, religiösen und verwandtschaftlichen Bereichen auszeichneten, verdichten sich in modernen Gesellschaften wirtschaftliche sowie herr- schafts-, religions- und familienbezogene Handlungen zu jeweils eigenen Bereichen zusammengehöriger Institutionen. Wirtschaft, Herrschaft und auch Familie sind somit institutionell spezialisiert.28

Im Bereich von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Religion begegnet uns die Mo- dernisierung in Form von Ausdifferenzierung, Rationalisierung und formaler Organi- sation. Als Folge lassen sich eine Leistungssteigerung der Funktionssysteme, aber auch eine erhöhte Komplexität des gesellschaftlichen Lebens feststellen.

Im kulturellen Bereich werden traditionelle und weitgehend einheitliche Kulturmuster durch eine Fülle von Deutungsperspektiven ersetzt, was auch als ‚kulturelle Pluralisie- rung’ bezeichnet wird. Als Folge bedeutet das für jeden Einzelnen einen erheblichen Zuwachs von Freiheiten. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings der Verlust von traditionellen z.B. verwandtschaftlichen Sicherheiten.

Funktionale Differenzierung, Pluralisierung und Individualisierung stellen somit die wesentlichen Elemente einer modernen Gesellschaft dar. Das Phänomen der Individu- alisierung wird im Folgenden genauer betrachtet.

2. Individualisierung

2.1 Begriffsbestimmung

Ulrich Beck bezeichnet den Begriff der ‚Individualisierung’ als „überbedeutungsvoll“ und missverständlich. Letztendlich stellt er ihn sogar als ein Unwort dar.29 Denn vie- les, was üblicherweise mit dem Begriff der Individualisierung verbunden werde, sei, so ergänzt auch seine Ehefrau Elisabeth Beck-Gernsheim, nicht gemeint. Individuali- sierung solle nicht mit Autonomie, Emanzipation oder Individuation gleichgesetzt werden; dies gelte auch für die Themenkreise Atomisierung, Vereinzelung, Verein- samung oder gar den Zerfall der Gesellschaft.30

Der äußerst facettenreiche Begriff der Individualisierung beschreibt zunächst eine Veränderung der bisher vorgegebenen Lebensformen und Lebensdeutungen. Die Menschen lösen sich aus den zuvor selbstverständlich empfundenen Vorgaben des Familienlebens, der Geschlechterrollen, der lebenslangen Erwerbsarbeit und auch aus den regionalen und religiösen Verbundenheiten heraus. Die traditionellen Lebensfor- men verschwinden dabei nicht plötzlich, sie erleben vielmehr eine fortschreitende Schwächung, da die Kräfte des Vorgegebenen und Selbstverständlichen immer mehr abnehmen. Mit der Auszehrung ist gleichzeitig eine Ablösung der bisherigen und ge- wohnten Lebensdeutungen verbunden. Die Individualisierung ist folglich ein Indika- tor für eine Krise überkommender Lebensdeutungen. Diese Deutungen verlieren zu- sehends ihre selbstverständliche und schicksalhafte Bedeutung.

Aus diesem Grund stellt sich dem Individuum die Aufgabe, aus der Fülle verfügbarer Deutungsangebote zu wählen. Die persönliche Lebensgestaltung und Sinnfindung hat deshalb einen hohen Stellenwert eingenommen.31

Monika Wohlrab-Sahr unterscheidet zwei Stufen der Individualisierung. Auf der ei- nen Seite wird Individualisierung im Kontext sozialer Differenzierung verortet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Herausbildung von „Individualität im Sinne einer un- terscheidbaren, besonderen Persönlichkeit“32. Es stellt sich jedoch die Frage, wie ein gesellschaftlicher Zusammenhalt hergestellt werden kann, wenn die Gesellschaft sich nur noch aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammensetzt. Auf der ande- ren Seite wird mit dem Begriff der Individualisierung der „gesellschaftliche Prozess der Veränderung des Innenlebens“33 akzentuiert, nämlich die Internalisierung sozialer Kontrolle, die Herausbildung von Techniken der Selbstbeobachtung und Selbstkon- trolle. „Sozial-strukturell ist Individualisierung als neuartige Grenzziehung und Stei- gerung der Varianz (Pluralisierung) zu verstehen, kulturell als Zuschreibungsmodus, als Zurechnung der Handlungsfolgen auf das Individuum“34.

2.2 Dimensionen der Individualisierung

Ulrich Beck versucht, mit dem Begriff der Individualisierung eine neue Form von Ge- sellschaft zu beschreiben. Zur Präzisierung schlägt er drei Dimensionen der Individua- lisierung vor.35

Zunächst kommt es zur Herauslösung aus historisch vorgegebenen Sozialbindungen und Sozialformen; Beck nennt dies die „Freisetzungs-Dimension“: Jeder Einzelne ist auf sich allein gestellt. Sogar der traditionell feste Bezug zur Familie schwindet, und somit wird jeder -als einzelner- zur „lebensweltlichen Reproduktionseinheit des So- zialen“.36 Außerdem kommt es zum Verlust von traditionellen Sicherheiten hinsicht- lich des Handlungswissens, des Glaubens und der leitenden Normen. Beck nennt die- sen Vorgang „Entzauberungs-Dimension“, worunter er auch verstanden wissen will, dass durch neue Medien wie Fernsehen und Internet verbindliche Sinnsysteme ge- schwächt werden. Darüber hinaus begegnet dem Individuum eine ganz neue und un- bekannte Art der sozialen Einbindung, die Beck als „Kontroll- und Reintegrations- Dimension“ bezeichnet. Das Individuum muss aus seiner individuellen Lage über den Fortgang seines eigenen Lebens entscheiden. Diese Entscheidung wird von mächtigen Institutionen in bestimmte Richtungen gelenkt und kann letztlich sogar erzwungen werden.37

Karl Gabriel ergänzt die drei genannten Dimensionen um die der „Biographisierungs- Dimension“. Er meint damit, dass dem Menschen die undelegierbare Aufgabe zufällt, eine eigene Biographie zu entwickeln.38

2.3 Entwicklungslinien der Individualisierung

Wie die Modernisierung ist auch die Individualisierung keinesfalls ein neues gesell- schaftliches Phänomen. So wurde bereits bei den genannten Klassikern der Soziologie in einigen Passagen die Individualisierung als Begleiterscheinung der Modernisierung angedeutet. Deshalb lehnt sich das Individualisierungsmodell von Beck an Überle- gungen von Karl Marx, Max Weber, Émile Durkheim und Georg Simmel an. Er be- dient sich dieser Modelle und will mit seine Theorie die Erkenntnisse seiner Vorgän- ger erweitern und aktualisieren, da die frühere Wirklichkeit der Individualisierung nicht mehr mit dem sozialkulturellen Wandel seit den 60er Jahren vergleichbar ist.

Das Phänomen der Individualisierung ist also nicht erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden, denn individualisierte Lebensstile und Lebenslagen begeg- nen uns bereits in traditionellen Lebensbereichen.39

Aus soziologischer Sicht wird durch die zunehmende Differenzierung der Gesell- schaft jedoch eine so verschärfte Form der Individualisierung hervorgerufen, wie sie in vormodernen Verhältnissen undenkbar gewesen wäre. Seit dem Beginn der entfal- teten Moderne lässt sich beobachten, dass die Individualisierungsdynamik erheblich zugenommen hat und zu einem prägenden Strukturmerkmal spät-moderner Gesell- schaftsverhältnisse geworden ist.40

Die heutige Gesellschaft lässt sich infolgedessen durchaus als individualisiert charak- terisieren. Kennzeichen dieser postmodernen Individualisierung sind vor allem ihre starke Beschleunigung und Intensivierung; diese Dynamisierung begann am Ende der 50er- Jahre und vollzieht sich bis heute.41

In diesem Zusammenhang spricht man auch von einem ‚Individualisierungsschub’, der auf drei Entwicklungen der Nachkriegszeit zurückzuführen ist, die es in dieser Weise zuvor in der Sozial- und Menschheitsgeschichte nicht gegeben hatte:

- Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der materielle Lebensstandard gewaltig an, wodurch der Bevölkerung eine Vielzahl von Konsummöglichkeiten zur Verfügung stand – eine Situation, die sich deutlich von der früher verbreiteten Existenznot abhob. Gleichzeitig stieg der Anteil der erwerbsfreien Lebenszeit durch die Verlängerung der Lebenszeit und der Verkürzung der Arbeitszeit.

[...]


1 van der Loo, H. , van Reijen, W. (1992) S. 11.

2 vgl. van der Loo, H. , van Reijen, W. (1997) S. 88.

3 vgl. Gabriel, K. (1997) S. 15.

4 Vgl. Loo, H. van der, Reijen W. van (1992) S. 13.

5 vgl. Loo, H. van der, Reijen, W. van (1992) S.14f.

6 vgl. ebd. S. 15.

7 vgl. Lahusen, C., Stark C. (2000) S. 185-225.

8 vgl. van der Loo, H., van Reijen, W. (1992) S. 15

9 vgl. Lahusen, C., Stark C. (2000) S. 261-317.

10 vgl. ebd. S. 261.

11 vgl. Lahusen, C., Stark C. (2000) S. 262f.

12 vgl. Weber, M. (1972)

13 vgl. ebd. S. 231.

14 vgl. van der Loo, H. , van Reijen, W. (1992) S. 17.

15 vgl. Marx, K., Engels, F. (1983)

16 van der Loo, H., van Reijen, W. (1992) S. 17.

17 Marx, K., Engels, F. (1983) S. 463.

18 vgl. Feeser-Lichterfeld, U. (2005) S. 150.

19 Kaufmann, F. X. (1989) S. 1, 35.

20 Gabriel, K. (1997) S. 16.

21 Gabriel, K. (1993) S. 17.

22 Beck, U. (1991) S. 40.

23 Beck, U. (1986) S. 13.

24 vgl. Beck, U. (1986) S. 11.

25 vgl. Feeser-Lichterfeld, U. (2005) S. 152.

26 Gabriel, K. (1993) S. 121-139.

27 vgl. van der Loo, H., van Reijen, W. (1992) S. 15f.

28 vgl. Gabriel, K. (1996) S. 24.

29 vgl. Beck, U. (1986) S. 205

30 vgl. Beck-Gernsheim, E. (1993) S. 107ff.

31 vgl. Gabriel, K. (2005) S. 30f.

32 Wohlrab-Sahr, M. (1997) S. 26f.

33 Wohlrab-Sahr, M. (1997) S. 27.

34 Feeser-Lichterfeld U. (2005) S. 159.

35 vgl. Beck, U. (1986) S. 206f.

36 vgl. Beck, U. (1986) S. 209

37 ebd. S. 206ff.

38 vgl. Gabriel, K. (LThK)

39 ebd. S. 206.

40 vgl. Feeser-Lichterfeld, U. (2005) S. 154.

41 Gabriel, K. , Hobelsberger, H. (1994) S. 12.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten

Details

Titel
„Der andere ist mir doch egal“ - Schulischer Religionsunterricht in Zeiten fortgeschrittener Individualisierung
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Autor
Jahr
2009
Seiten
71
Katalognummer
V157816
ISBN (eBook)
9783640707614
ISBN (Buch)
9783640707812
Dateigröße
669 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Individualisierung, Solidarität, Schule, Jugendliche
Arbeit zitieren
Michael Kollenberg (Autor), 2009, „Der andere ist mir doch egal“ - Schulischer Religionsunterricht in Zeiten fortgeschrittener Individualisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157816

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