Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien

Können Frauen in die traditionellen Typologien eingeordnet werden? Eine kritische Auseinandersetzung


Seminararbeit, 2007

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau

3. Theoretische Grundlagen
3.1. Unternehmertypologien
3.1.1. Definition
3.1.2. Arten
3.1.3. Kritik
3.2. Unternehmerinnen
3.2.1. Entwicklung der Unternehmerinnenschaft
3.2.2. Differenzen zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern
3.2.2.1. Bildung und Ausbildung
3.2.2.2. Motive und Ziele
3.2.2.3. Psychologische Eigenschaften

4. Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien
4.1. Unternehmerinnen und die Vierertypologie nach STRATOS
4.2. Beachtung des Androgyniekonzepts

5. Fazit

Literatur

Anhang

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb. 1: Seminaraufbau; eigene Erstellung

Abb. 2: Wichtige Perspektiven der Unternehmerforschung; in Anlehnung an Hering/Vincenti (2005), S. 46

Abb. 3: Gründer-Typologie; in Anlehnung an Szyperski (1990), S. 103

Abb. 4: Funktional-personale Unternehmertypen; in Anlehnung an Fröh- lich/Pichler (1988), S. 59

Abb. 5: Anzahl der selbstständigen Frauen in der BRD in 1000; eigene Erstellung, Statistisches Bundesamt, Mikrozensus verschiedener Jahrgänge

Abb. 6: Typeneinteilung der Geschlechtsrollenidentität nach dem Andro- gyniekonzept; in Anlehnung an Alfermann (1996), S. 61

Tab. 1: Rangfolge der Motive für den Weg in die Selbstständigkeit; in Anlehnung an Voigt (1994), S. 153

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

„Macher sind Männer – Männer sind Macher“1, so lautet die Überschrift einer Medieninformation der Fachhochschule Gelsenkirchen. Mit diesem Satz soll dargelegt werden, dass der Unternehmer in der Vorstellung der meisten Deutschen noch immer ein Mann ist.2

Das ist aber in der heutigen Zeit bei Weitem nicht mehr der Fall. Im Jahr 2005 sind laut dem Statistischen Bundesamt 30,1 % der Selbstständigen Frauen.3

Auch in der Betriebswirtschaftslehre und Unternehmerforschung wurden Frauen lange Zeit nicht richtig wahrgenommen. Erst im Zuge des angebli- chen Gründerinnenbooms in den 80er Jahren entdeckte man die Existenzgründerin als neues Forschungsgebiet.4

Deshalb existieren Gebiete in der BWL, in denen die verschiedenen Ge- schlechter nicht explizit berücksichtigt werden. So zum Beispiel die traditio- nellen Unternehmertypologien, mit deren Hilfe versucht wird, die heterogene Masse der Unternehmer in verschiedene Kategorien einzuteilen. Hier wird grundsätzlich der Begriff Unternehmer benutzt. Fraglich ist nun, ob die tradi- tionellen Unternehmertypologien die Unternehmerinnen ausgrenzen, oder ob sich Frauen in diese Typologien einordnen lassen. In diesem Fall würde der Begriff Unternehmer, sowohl Männer als auch Frauen umfassen. Zur Bear- beitung dieses Themas darf auch die Geschlechterpsychologie nicht ausge- blendet werden.

Aufgrund der vielen verschiedenen Unternehmertypologien wird im Verlauf der Seminararbeit eine Unternehmertypologie herausgegriffen, näher be- trachtet und untersucht. Ziel ist es, zu ermitteln, inwieweit Frauen in diese ausgewählte Typologie eingeordnet werden können. Weiterhin soll geprüft werden, ob aus dem Ergebnis Ableitungen für die Gesamtheit der traditionel- len Unternehmertypologien getroffen werden können und ob sich weiterge- hende Forschungsansätze ableiten lassen.

2. Aufbau

Der Aufbau dieser Seminararbeit ist in Abbildung 1 dargestellt. Die Abbildung verdeutlicht die Struktur und das weitere Vorgehen im Hauptteil der Semi- nararbeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Seminaraufbau Quelle: Eigene Erstellung

In Kapitel 3 werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur Bearbeitung des Seminarthemas gelegt. Im Unterkapitel 3.1. wird der Begriff Unterneh- mertypologie näher definiert, verschiedene Arten von Unternehmertypologien erläutert und sich kritisch mit ihnen auseinandergesetzt.

Im Unterkapitel 3.2. geht es um Frauen als Unternehmerinnen. Es wird kurz die historische Entwicklung der selbstständigen Frauen dargelegt und aktuelle Tendenzen werden aufgegriffen. Anschließend wird näher auf die Charak- teristika von Unternehmerinnen und die Differenzen zu ihren männlichen Kol- legen eingegangen.

Zur Beantwortung der Frage, ob Frauen in die traditionellen Unternehmerty- pologien eingeordnet werden können, folgt dann in Kapitel 4 die Zusammen- führung der Themen und bisherigen Erkenntnisse.

Zum Abschluss der Seminararbeit erfolgen eine Zusammenfassung der er- zielten Ergebnisse und ein Ausblick auf mögliche Forschungsansätze.

3. Theoretische Grundlagen

Die Definition des Unternehmers ist einer der schwierigsten Aspekte in der Betriebswirtschaftslehre.5 Deshalb bestehen in der Ökonomie viele verschie- dene Definitionen des Unternehmerbegriffs. Das liegt unter anderem daran, dass je nach Auslegung Kapitalbereitsteller, Unternehmenseigentümer oder Unternehmensführer gemeint sind, oder auch alle zusammen.6 Historisch gesehen lassen sich die ökonomischen Definitionen des Unternehmerbegriffs in die Phasen der Prä-Neoklassik (z.B. Cantillon, Say), der Neoklassik (z.B. Walras, Marshall) und der Trans-Neoklassik (z.B. Menger) einordnen.7

Wie Abbildung 2 zeigt, existieren neben den ökonomisch-funktional gepräg- ten Erklärungen auch psychologische und soziologische Definitionen.8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Wichtige Perspektiven der Unternehmerforschung Quelle: in Anlehnung an Hering/Vincenti (2005), S. 46

[...]


1 Fachhochschule Gelsenkirchen: www.unternehmerinnen.uni-dortmund.de, „Online im In- ternet: http://www.unternehmerinnen.uni-dortmund.de/downloads/Unternehmerinnen.pdf (Stand: Juni 2005, Abfrage: 12.12.2007)

2 Fachhochschule Gelsenkirchen: www.unternehmerinnen.uni-dortmund.de, „Online im In- ternet: http://www.unternehmerinnen.uni-dortmund.de/downloads/Unternehmerinnen.pdf (Stand: Juni 2005, Abfrage: 12.12.2007)

3 Vgl. Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2007

4 Vgl. Hodenius (1995), S. 203.

5 Vgl. Casson (2003), S. 19.

6 Vgl. Neugebauer (2002), S. 13.

7 Vgl. Hering/Vincenti (2005), S. 47-62.

8 Vgl. Hering/Vincenti (2005), S. 46.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien
Untertitel
Können Frauen in die traditionellen Typologien eingeordnet werden? Eine kritische Auseinandersetzung
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
26
Katalognummer
V157826
ISBN (eBook)
9783640714438
ISBN (Buch)
9783640714544
Dateigröße
1023 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
KMU, Unternehmertypologien, Gender, Unternehmerinnen, Unternehmer, Unternehmertum, Entrepreneurship, Entrepreneur
Arbeit zitieren
Diplom-Kaufmann Alexander Hausen (Autor), 2007, Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157826

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden