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Präferenzutilitarismus nach Peter Singer

Título: Präferenzutilitarismus nach Peter Singer

Trabajo de Seminario , 2007 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stephanie Balke (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Heutzutage ist die Forschung eines der wichtigsten Güter der Menschheit. Durch die Forschung werden Probleme gelöst, die kurz zuvor noch keine Lösung besaßen. Die Bundesregierung hat, laut Bundesbericht Forschung 2006, in der letzten Legislaturperiode „zusätzliche sechs Milliarden Euro in Forschungsprojekte, die eine große Mobilisierungswirkung für Innovationen und die Märkte von morgen versprechen, investiert“. Davon entfällt ein erheblicher Teil auf die Forschung an Krankheiten, Medikamenten und dem menschlichen Körper. Beinahe wöchentlich werden neue Erkenntnisse aus der Medizin veröffentlicht. Es gibt zahlreiche umstrittene Methoden und es wird häufig über die dafür vorgesehenen Maßnahmen diskutiert. Gerade im Bereich der Forschung an Stammzellen oder Embryonen steht der wissenschaftliche Fortschritt nicht ausschließlich im Vordergrund – ethische Grundsätze und Regeln müssen berücksichtigt werden. Oft wird die Frage gestellt, in wie weit die gegebenen Richtlinien und die verwendeten Methoden ethisch vertretbar sind.
Peter Singer hat mit seiner Theorie des Präferenzutilitarismus eine ganz eigene Meinung zu diesem Thema entwickelt. In vielen Forscherkreisen wird seine Ansicht kritisiert und oft sogar als unmoralisch angesehen. Diese Arbeit soll einen Überblick über Singers Präferenzutilitarismus geben.
Zunächst wird in Kapitel 2 ein Überblick zu Peter Singer selbst und dessen Leben gegeben. In Kapitel 3 wird dann zuerst der Utilitarismus an sich beschrieben, bevor dann auf das Prinzip des Präferenzutilitarismus eingegangen wird. Im weiteren Verlauf von Kapitel 3 wird die Differenzierung der Lebewesen sowie Singers Ansicht zur menschlichen Entwicklung, d.h. zu Föten, Embryonen und Säuglingen und zum Abschluss von Kapitel 3 zu Menschen mit Behinderung aufgezeigt und beschrieben. Im abschließenden Fazit (Kapitel 4) werden die Hauptpunkte von Singers Theorie noch einmal zusammengefasst und teilweise bewertet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Peter Singer

3. Der Präferenzutilitarismus

3.1. Utilitarismus

3.2. Das Prinzip des Präferenzutilitarismus

3.3. Die Differenzierung der Lebewesen

3.4. Entwicklung des Menschen: Embryo, Fötus und Säugling

3.5. Menschen mit Behinderung und deren Leben

4. Fazit zu Singers Präferenzutilitarismus

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie des Präferenzutilitarismus von Peter Singer auseinander. Ziel ist es, Singers ethische Konzepte – insbesondere die Differenzierung zwischen Personen und Nicht-Personen – darzustellen, ihre Anwendung auf sensible Bereiche wie Embryonen und Menschen mit Behinderung zu beleuchten und den Widerspruch zu grundlegenden gesellschaftlichen Werten zu analysieren.

  • Biografie und philosophischer Hintergrund von Peter Singer
  • Grundlagen des Utilitarismus und des Präferenzutilitarismus
  • Differenzierungskriterien zwischen Personen und Nicht-Personen
  • Ethische Bewertung von Embryonen, Föten und Säuglingen
  • Problematisierung des Status von Menschen mit Behinderung

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Differenzierung der Lebewesen

Da sich Peter Singer selbst als einen radikalen Tierschützer ansieht, verfolgt er das Ziel „den Status von Tieren zu heben und nicht den der Menschen zu senken“. Er sieht die Sonderstellung, welche der Mensch aufgrund der christlichen Denktradition habe, als nicht rational begründbar und damit auch nicht haltbar. Singer empfindet es als Diskriminierung, dass sich der Mensch allein dadurch berechtigt fühlt, sich andere Lebewesen zu unterwerfen und zu töten. Jedoch hat er die Lebewesen in verschiedene Gruppen eingeteilt. Diese Einteilung ist allerdings genauso hierarchisch wie die Annahme, dass der Mensch dem Tier überlegen ist. Sie unterwirft somit zum Beispiel Menschen mit Behinderung Menschen ohne Behinderung bzw. berechtigt Menschen mit Personenstatus zum Beispiel Embryonen zu töten.

Die genaue Differenzierung der Lebewesen nimmt Singer folgendermaßen vor: Den entscheidenden Faktor bei dieser Unterteilung spielt die Empfindungsfähigkeit. So unterteilt er die Lebewesen in solche mit und solche ohne Empfindungsfähigkeit. Die Lebewesen ohne Empfindungsfähigkeit bezeichnet er als unbewusstes Leben, wozu zum Beispiel die Pflanzen jeder Art zählen.

Die Lebewesen mit Empfindungsfähigkeit werden in Singers Einteilung erneut unterteilt, und zwar in Nicht-Personen und Personen. Hierbei besitzen die Nicht-Personen zwar ein Bewusstsein, aber sie haben keinen Personenstatus, weil sie laut Singers Definition nicht über Rationalität, Selbstbewusstsein und Zeitgefühl verfügen. Deshalb gehören zu diesen Nicht-Personen zum Beispiel Tiere wie Schnecken und Fische, aber eben auch menschliche Lebewesen wir Embryonen und Neugeborene sowie alte senile Menschen. Neugeborene zählen allerdings nur bis zum Alter von 4 Wochen zu den Nicht-Personen. Diese Zeitangabe entspricht keinem medizinischen Stadium, sondern wurde von Singer selbst festgelegt. Das heißt diese Angabe ist aus freier Willkür entstanden. All diese eben erwähnten Lebewesen haben zwar Interessen, aber nach Singer kein uneingeschränktes Recht auf Leben, da ihnen die entscheidenden Merkmale zum Personenstatus (Rationalität, Zeitgefühl, Selbstbewusstsein) fehlen. Bei einer Interessensabwägung werden also ihre Interessen gegenüber denen der Personen geringer gewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die ethische Problematik aktueller medizinischer Forschung ein und skizziert das Vorhaben, Singers Präferenzutilitarismus kritisch zu betrachten.

2. Peter Singer: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Lebensweg, den akademischen Werdegang und die Publikationen von Peter Singer.

3. Der Präferenzutilitarismus: Hier werden die historischen Wurzeln im Utilitarismus sowie die spezifische Ausprägung von Singers Theorie erläutert.

3.1. Utilitarismus: Das Kapitel beschreibt den historischen Vorläufer des Präferenzutilitarismus und die Prinzipien von Jeremy Bentham und John Stuart Mill.

3.2. Das Prinzip des Präferenzutilitarismus: Erläuterung der Abwägung von Interessen und der Einordnung von Personen sowie Nicht-Personen durch Singer.

3.3. Die Differenzierung der Lebewesen: Beschreibung der Kategorisierung von Lebewesen anhand von Kriterien wie Empfindungsfähigkeit, Rationalität und Selbstbewusstsein.

3.4. Entwicklung des Menschen: Embryo, Fötus und Säugling: Untersuchung von Singers Ansichten zum Lebensrecht in den frühen Stadien der menschlichen Entwicklung.

3.5. Menschen mit Behinderung und deren Leben: Analyse der kontroversen Bewertung von Menschen mit Behinderung und der ethischen Implikationen für ihr Lebensrecht.

4. Fazit zu Singers Präferenzutilitarismus: Zusammenfassende Bewertung der theoretischen Ansätze Singers und Kritik an deren Vereinbarkeit mit universellen Menschenrechten.

Schlüsselwörter

Peter Singer, Präferenzutilitarismus, Utilitarismus, Ethik, Bioethik, Personenstatus, Empfindungsfähigkeit, Tierrechte, Abtreibung, Euthanasie, Menschen mit Behinderung, Lebensrecht, Moral, Speziesismus, Rationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ethische Theorie des Präferenzutilitarismus von Peter Singer und beleuchtet kritisch deren Anwendung auf menschliches Leben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf bioethische Fragen, die Differenzierung von Lebewesen sowie die moralische Bewertung von Embryonen und Menschen mit Behinderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Grundlagen von Singers Theorie darzustellen und aufzuzeigen, inwiefern diese mit bestehenden Wertvorstellungen und Grundrechten kollidiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische und ethische Literaturanalyse, die Singers Kernwerk kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Singers Biografie, den Utilitarismus, die Differenzierung von Lebewesen und die spezifischen Schlussfolgerungen für den Beginn des Lebens und bei Menschen mit Behinderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Präferenzutilitarismus, Bioethik, Personenstatus und moralische Bewertung.

Warum lehnt Singer bei Embryonen und Säuglingen das Recht auf Leben ab?

Er begründet dies damit, dass diese Wesen laut seiner Definition nicht über Selbstbewusstsein, Rationalität und Zeitgefühl verfügen und sich somit nicht als in der Zeit existierend begreifen können.

Wie bewertet die Arbeit Singers Einteilung von Menschen mit Behinderung?

Die Arbeit kritisiert diese Einteilung scharf, da Singer Menschen mit Behinderung durch seine Kriterien des Personenstatus diskriminiert und ihr Leben als potenziell weniger wertvoll einstuft.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Präferenzutilitarismus nach Peter Singer
Universidad
University of Tubingen
Curso
Ethisch Philosophisches Grundlagenstudium
Calificación
2,0
Autor
Stephanie Balke (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
12
No. de catálogo
V157844
ISBN (Ebook)
9783640705597
ISBN (Libro)
9783640706150
Idioma
Alemán
Etiqueta
Präferenzutilitarismus Peter Singer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Balke (Autor), 2007, Präferenzutilitarismus nach Peter Singer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157844
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