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Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet: Moränen und Gletschertische

Die Glazialmorphologie des Vorfelds

Titre: Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet: Moränen und Gletschertische

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 36 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Stephanie Balke (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie physique, Géomorphologie, Ecologie
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1. Einleitung

Das Thema der vorliegenden Hausarbeit ist: die Gletscherzunge – das Zehrgebiet. Die erste Assoziation, die man mit diesem Thema hat, ist bestimmt die Ablation eines Gletschers im Zehrgebiet, das entweder die Gletscherzunge beinhaltet oder die Gletscherzunge bildet. Aber bei genauerem Hinsehen eröffnen sich unermesslich viele und große Themenkomplexe, die man unweigerlich in einer Hausarbeit über die Gletscherzunge behandeln muss. Von besonderer Bedeutung sind neben den verschiedenen Formen auf einem Gletscher auch diejenigen Strukturen, die vor einem Gletscher gebildet werden. Nicht nur im rezenten Bereich der Gletscher lassen sich Formen der Vergletscherung erkennen. Auch in Bereichen der eiszeitlichen Inlandvereisung, besonders in den Bereichen, die durch die Gletscherzunge geformt wurden, kann man bei intensiver Betrachtung ganze Landschaftskomplexe als glazial geprägt erkennen.
Die Seminararbeit soll dazu beitragen einen tieferen Einblick in die Prozesse, die auf und vor einem Gletscher stattfinden, und in die Formen, die von der Gletscherzunge gebildet werden oder auf ihr entstehen, zu bekommen. Zuerst werden einige wesentliche Begriffe definiert, anhand derer man einen ersten Überblick über das Themengebiet der Gletscherzunge erhalten soll. Im Folgenden werden die einzelnen Oberflächen- und Ablationsformen eines Gletschers beschrieben, die für das Verständnis des Gesamtsystems Gletscher von großer Bedeutung sind. Daraufhin wird auf die einzelnen Faktoren und Formen der Glazialmorphologie des Vorfeldes eingegangen, die nicht nur bei rezenten Gletschern, sondern auch bei der Vergletscherung im Pleistozän, eine wesentliche Rolle spielten. Neben der glazialen Erosion werden auch glaziale Akkumulationsformen angeführt. Abschließend werden außerdem die glazifluvialen Prozesse, Ablagerungen und Formen berücksichtigt, die neben der glazialen Gestaltung des Landschaftsbildes einen besonderen Stellenwert in der Morphologie vergletscherter Gebiete einnehmen.
Diese Arbeit wird sich ausschließlich mit Gletscherzungen von Talgletschern, dabei besonders mit solchen der Alpen, und mit der Inlandvereisung während des Pleistozäns beschäftigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Gletscherzunge- Zehrgebiet- Ablationsgebiet

2.2 Schneegrenze- Firnlinie- Gleichgewichtslinie

3. Oberflächenformen

3.1 Gletscherspalten

3.2 Ablation

3.3 Ablationsformen

3.3.1 Formen der bedeckten Ablation

3.3.1.1 Gletschertische

3.3.1.2 Sandkegel/ Ablationskegel

3.3.1.3 Kryokonitlöcher

3.3.2 Formen der freien Ablation

3.3.2.1 Mittagslöcher

3.3.2.2 Reid’sche Kämme

3.3.2.3 Büßerschnee – Penitentes

4. Glazialmorphologie des Vorfeldes

4.1 Glaziale Erosion

4.1.1 Detersion und Detraktion

4.1.2 Rundhöcker

4.1.3 Felsbecken

4.2 Glazialer Transport

4.3 Moränen

4.4 Grundmoränenlandschaft/ Glaziale Serie

4.4.1 Toteis

4.4.2 Zungenbecken/ Zungenbeckenseen

4.4.3 Drumlins

5. Glazifluviale Prozesse, Ablagerungen und Formen

5.1 Die Arbeit der Schmelzwässer

5.2 Oser

5.3 Kames

5.4 Kamesterrassen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in die glaziologischen Prozesse und die daraus resultierenden geomorphologischen Formen im Bereich der Gletscherzunge (dem Zehrgebiet) zu geben. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Gletscher durch Erosions- und Akkumulationsprozesse maßgeblich zur Gestaltung von Landschaftsbildern – sowohl im rezenten als auch im eiszeitlich geprägten Kontext – beitragen.

  • Definition zentraler Fachbegriffe im Umfeld von Gletscherzungen und Ablationsgebieten.
  • Systematische Analyse von Oberflächen- und Ablationsformen eines Gletschers.
  • Untersuchung glazialmorphologischer Prozesse im Gletschervorfeld, einschließlich Erosion und Moränenbildung.
  • Erläuterung der Glazialen Serie und grundlegender glazifluvialer Ablagerungsformen.
  • Diskussion aktueller Unklarheiten und Forschungsbedarfe bezüglich der Entstehung spezieller glazialer Strukturen.

Auszug aus dem Buch

3.3.1.1 Gletschertische

Gletschertische sind die wohl „bekanntesten Einzelformen der Gletscheroberfläche im Abschmelzgebiet“ (KLEBELSBERG, 1948: 127). Sie entstehen durch die Auflage eines größeren Gesteinsblocks oder einer Gesteinsplatte. Beim sommerlichen Abschmelzen bleibt das Gestein auf dem Eis liegen, welches im Gegensatz zur Umgebung durch den isolierenden Schutz der Auflage langsamer abschmilzt. Das Gestein bleibt also auf dem ehemaligen Gletscherniveau. Gletschertische erreichen eine Höhe zwischen 2 und 4 Metern. Die höheren Formen finden sich aufgrund des steilen Strahlungseinfalls der Sonnenstrahlen in den subtropischen Gebieten. In den subpolaren Breiten ist die Gesteinsauflage generell in Richtung des Sonnenstandes geneigt, da die Sonnenstrahlen durch die Schrägstellung der Erde hier nicht senkrecht auftreffen. Der Fuß des Gletschertischs wird also schneller geschmolzen als seine Umgebung. Dadurch kommt es zu der genannten Neigung des Gesteins (siehe Abb. 3), das schlussendlich dem Gesetz der Schwerkraft folgend abrutscht. Ein Gletschertisch ist demnach eine strahlungsbedingte Form und kann durch Warmluftzufuhr (z.B. bei Föhn) zerstört werden.

Nach dem Abrutschen des Gesteins bleibt es an Ort und Stelle liegen und kann beim winterlichen Vorstoß des Gletschers wieder vom Eis aufgenommen werden. Im darauf folgenden Sommer kann ein neuer Gletschertisch entstehen. Durch diesen zyklischen Ablauf der Wiederaufnahme kann bei langfristigen Beobachtungen auch die Gletschergeschwindigkeit verfolgt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Gletscherzunge als Zehrgebiet ein und skizziert die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung glazialer Prozesse und Landschaftsformen.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert essenzielle glaziologische Fachbegriffe wie Gletscherzunge, Zehrgebiet, Ablationsgebiet sowie die Abgrenzungslinien zwischen Nähr- und Zehrgebiet.

3. Oberflächenformen: Hier werden die durch Spannungen im Eis entstandenen Gletscherspalten sowie verschiedene Prozesse und Formen der Ablation (bedeckte und freie Ablation) detailliert beschrieben.

4. Glazialmorphologie des Vorfeldes: Das Kapitel befasst sich mit der glazialen Erosion, den Transportmechanismen des Gletschers sowie den daraus resultierenden Moränenbildungen und der Glazialen Serie.

5. Glazifluviale Prozesse, Ablagerungen und Formen: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Schmelzwässer für die Landschaftsgestaltung und beschreibt spezifische Formen wie Oser, Kames und Kamesterrassen.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont den noch bestehenden Forschungsbedarf hinsichtlich der Entstehung bestimmter glazialer Phänomene.

Schlüsselwörter

Gletscherzunge, Zehrgebiet, Ablation, Gletscherspalten, Glazialmorphologie, Gletschertische, Moränen, Rundhöcker, Glaziale Serie, Schmelzwässer, Oser, Kames, Sedimentation, Eiszeit, Glaziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den geomorphologischen Prozessen und Formen, die im Bereich der Gletscherzunge, dem sogenannten Zehrgebiet, entstehen und durch diese geformt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Ablationsprozesse, die glaziale Erosion, die Bildung von Moränen sowie glazifluviale Ablagerungsformen wie Kames und Oser.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen tieferen Einblick in die Prozesse zu geben, die auf und vor einem Gletscher stattfinden, um das Gesamtsystem Gletscher und die damit verbundene Landschaftsgestaltung besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle und historische glaziologische Konzepte zusammengetragen, verglichen und auf Basis der Fachliteratur diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Oberflächenformen auf dem Eis (Spalten, Ablationsformen), die Glazialmorphologie des Vorfeldes (Erosion, Moränen) und glazifluviale Prozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gletscherzunge, Ablation, Glazialmorphologie, Moränen, Schmelzwässer und Glaziale Serie charakterisiert.

Warum sind Gletschertische wichtige Indikatoren für Gletscher?

Gletschertische entstehen durch die isolierende Wirkung von Gesteinsauflagen. Durch ihren zyklischen Entstehungs- und Wiederaufnahmeprozess können sie zur Beobachtung der Gletschergeschwindigkeit genutzt werden.

Worin besteht der Unterschied zwischen Satzendmoränen und Stauchendmoränen?

Während Satzendmoränen durch das bloße Ausschmelzen von Material bei stationärer Gletscherlage entstehen, werden Stauchendmoränen durch den aktiven, hohen Druck einer vorstoßenden Gletscherzunge in bereits vorhandenes Material aufgestaucht.

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Résumé des informations

Titre
Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet: Moränen und Gletschertische
Sous-titre
Die Glazialmorphologie des Vorfelds
Université
University of Tubingen  (Institut für Geographie)
Cours
Glaziologie Hauptseminar
Note
2,0
Auteur
Stephanie Balke (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
36
N° de catalogue
V157846
ISBN (ebook)
9783640705603
ISBN (Livre)
9783640706143
Langue
allemand
mots-clé
Gletscher Glazialmorphologie Büßerschnee Moränen Glaziale Serie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephanie Balke (Auteur), 2007, Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet: Moränen und Gletschertische, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157846
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Extrait de  36  pages
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