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Eiszeitliche Überformung Norddeutschlands

Titre: Eiszeitliche Überformung Norddeutschlands

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Stephanie Balke (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie régionale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Um das gegenwärtige Landschaftsbild Norddeutschlands verstehen zu können, muss man die Zeit um einige Jahrtausende zurückdrehen. Noch vor 11.000 Jahren war Norddeutschland von großen Inlandeismassen überzogen, die sich während des Pleistozäns dort ausgebreitet hatten. Vor über 2,6 Millionen Jahren begann sich das Klima zu ändern. In der Zeit zwischen 2,6 Millionen Jahren und 11.000 Jahren vor heute war Norddeutschland aber nicht dauerhaft von Inlandeismassen bedeckt. Es gab einen stetigen Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten. Diese glaziale Prägung des Landschaftsraums Norddeutschland hat eine enorme Auswirkung auf das heutige Landschaftsbild. Nicht nur die Mecklenburgische Seenplatte geht auf die Wirkung des Eises während des Pleistozäns zurück. Auch an vielen anderen Formen wie z.B. den Förden in Kiel und Flensburg, den Fröruper Bergen oder auch an kleineren Formen kann man den glazialen Einschlag der Landschaft erkennen. Für das Verständnis der glazialen Prägung Norddeutschlands ist es wichtig erst einmal einige Begriffe zu erklären und die Entwicklung und die Ursachen einer Vereisung näher zu betrachten. Im zweiten Teil dieser Hausarbeit sollen die einzelnen geomorphologischen und geologischen Formen diskutiert werden, die bei der Vereisung in Norddeutschland entstanden sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Eiszeit – Begriffserklärungen, Entwicklung und Ursachen

2.1 Glazial und Interglazial

2.2 Entwicklung der Vereisung

2.3 Ursachen der Vereisung

2.3.1 Plattentektonik

2.3.2 Periodische Änderung orbitaler Parameter

2.3.3 Vulkanausbrüche und Meteoriteneinschläge

2.3.4 Selbstverstärkungseffekt und Albedo

3. Erosionsformen von Inlandeisdecken

3.1 Detersion und Detraktion

3.2 Moränen

3.3 Glaziale Serie in Norddeutschland

3.3.1 Grundmoräne

3.3.2 Endmoräne

3.3.3 Sanderflächen

3.3.4 Urstromtal

3.4 Grundmoränenlandschaft: Formen

3.4.1 Toteis

3.4.2 Zungenbecken

3.4.3 Drumlins

3.4.4 Rinnenseen

3.4.5 Oser

3.4.6 Kames

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geomorphologischen und geologischen Auswirkungen der pleistozänen Inlandvereisung auf das heutige Landschaftsbild Norddeutschlands, um ein tieferes Verständnis für die entstandenen Oberflächenformen zu vermitteln.

  • Grundlegende Begriffe und Ursachen von Vereisungsperioden
  • Die glaziale Serie als idealtypisches Modell der Landschaftsformung
  • Erosionsprozesse wie Detersion und Detraktion
  • Charakteristische Landschaftsformen der Grundmoränenlandschaft
  • Glazifluviale Entstehungsprozesse und ihre geomorphologischen Resultate

Auszug aus dem Buch

3.1 Detersion und Detraktion

Die Inlandeismassen nehmen Lockermaterialien die sich am Untergrund befinden auf und transportieren diese als Untermoräne. Die mitgeschleppten Materialien wirken abschleifend und glättend auf den Untergrund ein. Dies geschieht vor allem an der der Eisbewegung zugewandten Stoßseite von Erhebungen des Felsuntergrunds (Vgl. AHNERT, 2003: 360). Dieser Prozess des Abschleifens wird Gletscherschliff oder auch Detersion (von lat. detergere= abwischen) genannt. An den Rillen, die durch diese Erosionsform auf dem Felsuntergrund gebildet werden, kann man auch heute noch die Strömungsrichtung des Inlandeises erkennen.

An der entgegengesetzen Seite von Felserhebungen ist die Detraktion (von lat. detrahere= abziehen) der kennzeichnende Erosionsprozess. Es wird Blockschutt, der zuvor durch den Prozess der Regelation entstanden ist, vom Gletscher aufgenommen und mitgeführt. Bei der Regelation wird durch hohen Druck auf den Untergrund (wie z.B. auf der Stoßseite von Erhebungen) der Druckschmelzpunkt verändert und das anstehende Eis kann schmelzen; nachdem das Hindernis überwunden wurde, löst sich der Druck und das geschmolzene Eis gefriert wieder; beim Prozess des erneuten Gefrierens werden Gesteinsmaterialien aus dem Felsuntergrund heraus gebrochen (=Detraktion).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der pleistozänen Inlandeismassen für das heutige Landschaftsbild Norddeutschlands und skizziert den Aufbau der Hausarbeit.

2. Die Eiszeit – Begriffserklärungen, Entwicklung und Ursachen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Glazial und Interglazial und untersucht die verschiedenen geologischen und orbitalen Ursachen von Vereisungen.

3. Erosionsformen von Inlandeisdecken: Hier werden die durch das Inlandeis verursachten Erosionsprozesse sowie die daraus resultierenden Landschaftsformen, wie die glaziale Serie und spezifische Grundmoränenformen, detailliert analysiert.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die glazialen und glazifluvialen Formungsprozesse zusammen und ordnet sie für das Verständnis der regionalen Geographie ein.

Schlüsselwörter

Norddeutschland, Eiszeit, Pleistozän, Inlandeis, Glaziale Serie, Grundmoräne, Endmoräne, Sanderflächen, Urstromtal, Detersion, Detraktion, Toteis, Zungenbecken, Drumlins, Geest

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der eiszeitlichen Überformung des norddeutschen Raums und den dabei entstandenen geomorphologischen Prozessen und Formen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Vereisung, die Ursachen für Klimaschwankungen sowie die detaillierte Klassifizierung glazialer und glazifluvialer Landschaftsformen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die glaziale Prägung der norddeutschen Landschaft zu vermitteln, um die geomorphologischen Gegebenheiten besser deuten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine geographische Facharbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung geomorphologischer Konzepte (wie der glazialen Serie) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen zur Entstehung von Eiszeiten und eine umfassende Darstellung der Erosions- und Ablagerungsformen, inklusive der glaziofluvialen Bildungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie glaziale Serie, Inlandeis, Grundmoränenlandschaft und Schmelzwasseraktivitäten charakterisiert.

Was unterscheidet eine Satzendmoräne von einer Stauchendmoräne?

Eine Satzendmoräne entsteht durch das Abschmelzen des Gletschers in einer stationären Phase, während die Stauchendmoräne durch das aktive Aufschieben von Material bei einem Gletschervorstoß unter hohem Druck gebildet wird.

Warum sind Sanderflächen oft nährstoffarm?

Sanderflächen bestehen aus geschichteten Schmelzwassersanden und Kiesen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit eine geringe Bodenqualität aufweisen, was historisch zur Bezeichnung „Geest“ führte.

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Résumé des informations

Titre
Eiszeitliche Überformung Norddeutschlands
Université
University of Tubingen  (Geographie)
Cours
Regionale Geographie Norddeutschlands
Note
2,0
Auteur
Stephanie Balke (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
17
N° de catalogue
V157847
ISBN (ebook)
9783640705610
ISBN (Livre)
9783640706129
Langue
allemand
mots-clé
Eiszeitliche Norddeutschlands
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephanie Balke (Auteur), 2007, Eiszeitliche Überformung Norddeutschlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157847
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Extrait de  17  pages
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