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Söhne Constantin des Großen: Verwandtenmorde und Herrschaftsteilung

Titel: Söhne Constantin des Großen: 	Verwandtenmorde und Herrschaftsteilung

Seminararbeit , 2009 , 10 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Stefanie Köhler (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„ Dieses alles trug sich in der größten Festzeit, in der hochgefeierten, heiligen Pfingstzeit zu [...]; in ihr ist ja nach dem Berichte der göttlichen Schriften die Aufnahme des Erlösers der Welt in den Himmel und die Herabkunft des Heiligen Geistes zu den Menschen erfolgt.
Eben in dieser Festzeit empfing der Kaiser die erwähnten Gnaden und an ihrem letzten Tage, den man ohne fehlzugehen das Fest der Feste nennen darf, wurde er um die Mittagszeit zu seinem Gotte aufgenommen. Während er den Menschen ließ, was von ihm ihnen verwandt war, vereinigte er mit seinem Gott, was von seiner Seele mit Vernunft begabt und mit göttlicher Liebe erfüllt war.

So endete das Leben Konstantins. (22.5.337)“
( Eusebius 5, 64)

Als Constantin der Große nach schwerer Krankheit starb, dauerte es einige Zeit bis eine eindeutige Nachfolgeregelung getroffen wurde. Die Zeit nach dem Tod Constantins beschreibt Eusebius so, dass es eine unermessliche Trauer gab. Dem König wurde weiterhin so gehuldigt, als sei er gar nicht tot. Trotz tiefster Trauer musste es irgendwann weitergehen und klare Verhältnisse geschaffen werden.
Durch Constantins Ableben warfen sich viele Fragen auf. Wie sollte es mit der Regierung des Reiches weitergehen? Welcher seiner drei Söhne wird Augustus? Inwiefern wird sein Neffe Dalmatius, den er noch zu Lebzeiten zum Caesaren ernannt hatte, in die Herrschaftsordnung mit einbezogen? Wer dieser vier Thronfolger soll welche Gebiete regieren? Fragen über Fragen, die ich im zweiten Teil dieser Arbeit beantworten möchte.
Nicht nur die komplizierte Herrschaftsteilung wird diese Arbeit näher beleuchten, sondern auch mit welcher Brutalität, die zukünftigen Thronfolger gegeneinander vorgingen.
Um die Geschehnisse dieser Zeit besser nachvollziehen zu können, wird sich der letzte Teil meiner Arbeit mit einem kurzen Abriss des Lebens, der drei Söhne Constantins auseinandersetzen.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Die Nachfolgeregelung Constantin des Großen

3. Die Söhne Constantin des Großen

3.1. Flavius Claudius Constantinus

3.2. Flavius Iulius Constantius

3.3. Flavius Iulius Constans

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die chaotische Phase der römischen Thronfolge nach dem Tod Constantins des Großen, analysiert die territoriale Herrschaftsteilung unter seinen Söhnen und beleuchtet die mit großer Brutalität geführten Machtkämpfe der Thronfolger.

  • Die fehlende testamentarische Nachfolgeregelung Constantins des Großen
  • Die territoriale Neuordnung des Reiches unter den Söhnen und Dalmatius
  • Die systematische Auslöschung der verwandtschaftlichen Nebenlinie
  • Die innenpolitische Instabilität durch Usurpationen und kriegerische Auseinandersetzungen
  • Biografische Abrisse zu Flavius Claudius Constantinus, Flavius Iulius Constantius und Flavius Iulius Constans

Auszug aus dem Buch

2. Die Nachfolgeregelung Constantin des Großen: Verwandtenmorde und Herrschaftsteilung

Constantin der Große starb am 22. Mai 337 in der Nähe von Nikomedia. Trotz schwerer Erkrankung hatte er bis zum Schluss keine wirkliche Nachfolgeregelung getroffen und somit auch kein Testament hinterlassen. Diesen Sachverhalt versuchen die meisten Quellen zu vertuschen. Einige behaupten, er habe seinen Söhnen nur den Augustititel hinterlassen, andere wiederum, er sei keines natürlichen Todes gestorben, sondern von seinen Halbbrüdern ermordet worden. Er soll das Verbrechen jedoch vor seinem Tod bemerkt haben und die Bestrafung der Verbrecher dem Sohn angeordnet haben, der zuerst bei seinem Leichnam eintrifft. Jede Quelle besagt also etwas anderes. Fest steht, es gab eine territoriale Gebietsaufteilung unter den vier Thronanwärtern.

Vier Nachfolger Constantins kamen in Frage. Zum einen waren da seine drei Söhne, die Caesaren Flavius Claudius Constantinus, Flavius Iulius Constantius und der jüngste Flavius Iulius Constans. Der vierte im Bunde war Constantins Neffe Flavius Dalmatius, den er zu Lebzeiten zum Caesaren ernannt hatte. Keiner dieser vier trat nach Constantins Tod gleich in die direkten Fußstapfen seines Vater bzw. Onkels und wagte sich den Augustustitel anzunehmen. Nicht einmal der rangälteste Caesar, dem eigentlich zuerst der Anspruch auf diesen Titel galt.

Flavius Claudius Constantinus erhielt in territorialer Hinsicht Gallien, Spanien und Britannien. Flavius Iulius Constantius bekam als zukünftiges Herrschaftsgebiet den Orient mit Ägypten zugewiesen und der jüngste Falvius Iulius Constans erhielt Italien, Afrika, Pannonien und Dakien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Ausgangslage nach dem Tod Constantins, die durch unklare Nachfolgeregelungen und tiefgreifende gesellschaftliche Trauer geprägt war.

2. Die Nachfolgeregelung Constantin des Großen: Der Abschnitt analysiert die Machtvakuum-Situation nach 337 n. Chr. sowie die blutige Ausschaltung der verwandtschaftlichen Konkurrenz durch die Söhne Constantins.

3. Die Söhne Constantin des Großen: Dieses Kapitel liefert detaillierte Biografien zu den drei Söhnen des Kaisers, ihrer Herrschaftsbereiche, ihrer religiösen Politik und ihrer gewaltsamen Enden.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert die politische Instabilität der Ära und die hohe Brutalität der Machtkämpfe unter den Erben Constantins.

Schlüsselwörter

Constantin der Große, Römische Kaiser, Thronfolge, Herrschaftsteilung, Augusti, Caesaren, Usurpation, Spätantike, Flavius Claudius Constantinus, Flavius Iulius Constantius, Flavius Iulius Constans, Verwandtenmorde, Machtkampf, Historische Analyse, Römische Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der römischen Geschichte im 4. Jahrhundert, speziell mit der instabilen Übergangsphase nach dem Tod Constantins des Großen und dem gewaltsamen Machtkampf seiner Nachkommen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die unklare Nachfolgefrage, die blutige Säuberung der kaiserlichen Verwandtschaft, die territoriale Aufteilung des Reiches und die politischen Konflikte zwischen den drei Augusti.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Herrschaftsstrukturen nach 337 n. Chr. zu erläutern und aufzuzeigen, mit welcher Brutalität die Thronfolger ihre Machtansprüche gegeneinander durchsetzten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse historischer Quellen und Sekundärliteratur zur Spätantike, um die biografischen und politischen Geschehnisse zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die territoriale Neuordnung, der „Verwandtenmord“ sowie die Lebensläufe und Regierungszeiten von Constantinus II., Constantius II. und Constans detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Constantin der Große, Thronfolge, Herrschaftsteilung, Usurpation, Augusti und der spezifische historische Kontext der Römischen Geschichte.

Warum spielt die Rolle von Flavius Dalmatius eine wichtige Rolle?

Dalmatius war als von Constantin ernannter Caesar ein direkter Rivale der Söhne des Kaisers und wurde zum zentralen Opfer der „Säuberungswelle“, die die Alleinherrschaft der Söhne sichern sollte.

Welchen Einfluss hatte die religiöse Ausrichtung auf die Herrschaft der Söhne?

Constantius II. und Constans versuchten aktiv, die christliche Religion in ihren Gebieten zu beeinflussen, wobei Constantius den Arianismus bevorzugte und Constans sich um die Einigung mit den Donatisten bemühte.

Was passierte mit der Herrschaftsstruktur nach dem Tod von Constantinus II.?

Nachdem Constantinus II. im Kampf gegen seinen Bruder Constans fiel, übernahm letzterer die Kontrolle über den gesamten Westen des Römischen Reiches.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Söhne Constantin des Großen: Verwandtenmorde und Herrschaftsteilung
Hochschule
Universität Erfurt
Note
2,7
Autor
Stefanie Köhler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
10
Katalognummer
V157851
ISBN (eBook)
9783640705634
ISBN (Buch)
9783640706099
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Söhne Constantin Großen Verwandtenmorde Herrschaftsteilung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Köhler (Autor:in), 2009, Söhne Constantin des Großen: Verwandtenmorde und Herrschaftsteilung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157851
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Leseprobe aus  10  Seiten
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