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Der Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und den impliziten sowie expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen

Titel: Der Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und den impliziten sowie expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen

Bachelorarbeit , 2025 , 141 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Lea Michailov (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bisherige Geschlechterrollenforschung fokussierte sich vorrangig auf den Einfluss von Geschlecht auf die Einstellungen zu Geschlechterrollen. Jedoch existieren wenige Erkenntnisse darüber, in welchem Zusammenhang die sexuelle Orientierung mit den Einstellungen zu Geschlechterrollen steht. Aufgrund dessen behandelt die vorliegende Arbeit implizite und explizite Geschlechterrolleneinstellungen und untersucht, inwiefern diese vorhergesagt werden können. Erstens durch die sexuelle Orientierung eines Individuums allein und zweitens durch die sexuelle Orientierung in Interaktion mit demographischen Variablen. Um dies zu untersuchen wurde eine Online-Umfrage mit 140 Teilnehmenden durchgeführt. Außer der sexuellen Orientierung der Personen, wurden auch demografische Variablen wie Geschlecht, Alter, höchster Bildungsabschluss, Religiosität und politische Orientierung abgefragt. Das Ziel der Untersuchung, einen Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und impliziten sowie expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen zu identifizieren wird mithilfe eines Fragebogens mit anschließendem Impliziter Assoziationstest umgesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage

1.3 Vorgehensweise

2 THEORIE

2.1 Einstellungen im psychologischen Kontext

2.1.1 Explizite und Implizite Einstellungen

2.1.2 Der Implizite Assoziationstest IAT

2.1.3 Diskrepanz zwischen expliziten und impliziten Einstellungen

2.2 Gender – das soziale Geschlecht

2.2.1 Sex vs. Gender

2.2.2 Heteronormativität und die Queer Theory

2.2.3 Sexuelle Orientierung / Sexualität

2.3 Geschlechterrollen und Geschlechterstereotype

2.3.1 Geschlechterstereotype – die deskriptive Norm

2.3.2 Geschlechterrollen – die präskriptive Norm

2.3.3 Einstellungen zu Geschlechterrollen

2.4 Hypothesenableitung

3 METHODE

3.1 Forschungsmethode und Untersuchungsdesign

3.2 Operationalisierungen der Variablen

3.2.1 Erfassung der sexuellen Orientierung

3.2.2 Erfassung der impliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen

3.2.3 Erfassung der expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen

3.2.4 Erfassung weiterer Daten

3.3 Zusammensetzung der Stichprobe und Minimierung der Störvariablen

3.4 Aufbau der Untersuchung

4 ERGEBNISTEIL

4.1 Deskriptive Statistik

4.2 Datenaufbereitung und -bereinigung

4.3 Skalenanalyse und Gütekriterien

4.3.1 Objektivität

4.3.2 Reliabilität

4.4 Hypothesenprüfung

4.5 Explorative Datenanalyse

5 DISKUSSION

5.1 Interpretation der Ergebnisse

5.2 Beantwortung der Forschungsfrage

5.3 Kritische Reflektion und Limitationen

5.4 Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung von Individuen und ihren sowohl impliziten als auch expliziten Einstellungen zu traditionellen Geschlechterrollen. Das primäre Ziel ist es, zu identifizieren, inwieweit die sexuelle Orientierung – allein oder in Interaktion mit demografischen Variablen – Einstellungen zu Geschlechterrollen vorhersagen kann und ob Personen, die einer sexuellen Minderheit angehören, ein abweichendes Rollenverständnis aufweisen.

  • Analyse des Einflusses von sexueller Orientierung auf Geschlechterrollen.
  • Einsatz eines Online-Fragebogens mit expliziten Skalen (TAGRAS, NGRO) und dem Impliziten Assoziationstest (IAT).
  • Untersuchung von Moderatoreffekten durch Alter, Geschlecht, Religiosität und politischer Orientierung.
  • Explorative Clusteranalyse zur Identifikation verschiedener Einstellungs-Profile in der Stichprobe.
  • Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen impliziten und expliziten Einstellungsmaßen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

In unserer heutigen Gesellschaft wird weitestgehend alles in ‚Junge – Mädchen‘, ‚Mann – Frau‘ aufgeteilt. Es wird zwischen Männer- und Frauendeo unterschieden, es existieren Jungensportarten wie Fußball und Mädchensportarten wie Ballett. Zudem ist vorgeschrieben, welche Spielzeuge für Jungen und welche für Mädchen angebracht sind. ‚Jungen spielen mit Schwertern und Autos, aber niemals mit Puppen. Das ist Mädchenspielzeug‘. ‚Als Mädchen sollst du rosa mögen und mit Puppen spielen. Mit Autos und Baggern zu spielen, das gehört sich für ein Mädchen nicht‘. ‚Nur Frauen lackieren sich die Nägel. Tut dies ein Mann, macht ihn das weniger männlich‘. All diese Vorschriften, Werte und Normen lernen Menschen durch ihre Sozialisation von klein auf. Sie sind ein zentraler Teil der eigenen Identität und dienen zum Verständnis der eigenen Rolle, sowie der Rollen von Mitmenschen. Geschlechterrollen sind Handlungsanweisungen, wie sich Personen verschiedenen Geschlechts verhalten sollen, was sie mögen sollen und auch, wen sie lieben sollen. Die Maßstäbe für diese Werte und Normen legt die starke Präsenz der Heteronormativität nahe (Kowalski & Scheitle, 2019), durch die Geschlechter hierarchisiert werden und Heterosexualität, gegenüber anderen sexuellen Orientierungen, privilegiert wird. Geschlechterrollen sind jedoch nicht statisch. Sie verändern sich mit der Zeit und bewegen sich durch verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen mit. Mit einem Auszug aus dem Datenreport 2021 vom Statistischen Bundesamt veranschaulicht Diabaté (2021), inwiefern sich die Geschlechterrollen in Deutschland seit den 90er Jahren verändert haben. Die Statistiken bestätigen, dass sich Einstellungen, die die Gleichstellung der Geschlechter vertreten, verbreitet haben (siehe Abbildung 1). Männer sowie Frauen vertreten im Vergleich zu 2008 eine egalitärere Meinung dazu, dass der Mann die Rolle des Verdieners übernimmt und die Frau die der Hausfrau. Fast die Hälfte der Männer und der Frauen lehnt dieses Rollenverständnis komplett ab (Diabaté, 2021).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der gesellschaftlichen Geschlechterrollen, Herleitung der Forschungsfrage sowie Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2 THEORIE: Darstellung der psychologischen Konzepte zu Einstellungen, Geschlechterrollen und sexueller Orientierung als theoretische Basis für die Hypothesenbildung.

3 METHODE: Beschreibung des Online-Umfragedesigns, der verwendeten Messinstrumente (IAT, NGRO, TAGRAS) und der Stichprobenzusammensetzung.

4 ERGEBNISTEIL: Präsentation der deskriptiven Daten, Gütekriterien der Skalen, Ergebnisses der Hypothesenprüfungen sowie der explorativen Clusteranalyse.

5 DISKUSSION: Kontextualisierung und kritische Einordnung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen sowie Reflexion der Limitationen und zukünftiger Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Einstellungsprüfung, explizite Einstellungen, implizite Einstellungen, Impliziter Assoziationstest, Geschlechterrollen, Geschlechterrolleneinstellungen, sexuelle Orientierung, Genderforschung, Heteronormativität, Genderstudien, Sozialisation, Clusteranalyse, NGRO, TAGRAS, IAT

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit thematisiert den Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und den Einstellungen von Individuen zu traditionellen Geschlechterrollen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Sozialisation von Geschlechterrollen, die Messung von impliziten und expliziten Einstellungen sowie der Einfluss von demografischen Faktoren wie politischer Einstellung und Religiosität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu untersuchen, ob und wie die sexuelle Orientierung (allein oder in Kombination mit anderen Variablen) die Ausprägung von traditionellen bzw. egalitären Geschlechterrolleneinstellungen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, die explizite Fragebögen (TAGRAS, NGRO) mit einem Impliziten Assoziationstest (IAT) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der untersuchten Konstrukte, eine detaillierte methodische Beschreibung, eine statistische Ergebnisauswertung mittels SPSS (Varianzanalysen, Korrelationen, Clusteranalysen) und eine kritische Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Einstellungsprüfung, Geschlechterrollen, sexuelle Orientierung, IAT, Heteronormativität und Clusteranalyse.

Welche Rolle spielt der IAT bei der Untersuchung?

Der IAT (Impliziter Assoziationstest) wird eingesetzt, um unbewusste Einstellungen zu messen, die sich von den in Fragebögen explizit geäußerten Überzeugungen unterscheiden können, um so Antwortverfälschungen entgegenzuwirken.

Was ergab die explorative Clusteranalyse?

Die Clusteranalyse identifizierte innerhalb der Stichprobe drei Gruppen mit unterschiedlichen Einstellungs- und Merkmals-Profilen, die sich in Bildungsstand, Religiosität und politischer Orientierung unterscheiden.

Hatte die sexuelle Orientierung einen signifikanten Effekt?

Die Ergebnisse zeigen teilweise signifikante Zusammenhänge, insbesondere zwischen sexueller Orientierung und expliziten Einstellungen; allerdings gibt es zwischen impliziten und expliziten Einstellungen oft eine Diskrepanz.

Ende der Leseprobe aus 141 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und den impliziten sowie expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln  (Psychologie)
Veranstaltung
Psychologie
Note
1,2
Autor
Lea Michailov (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
141
Katalognummer
V1578538
ISBN (PDF)
9783389130513
ISBN (Buch)
9783389130520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechterrollen Sexuelle Orientierung Einstellungen IAT Genderforschung Geschlechterrolleneinstellungen gender role attitudes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Michailov (Autor:in), 2025, Der Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und den impliziten sowie expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1578538
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Leseprobe aus  141  Seiten
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