Definition und Bedeutung der Elternarbeit nach Bernitzke, Schlegel und Dusolt


Seminararbeit, 2010

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

A. Definition der Elternarbeit
I. Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel (2004)
II. Elternarbeit nach Dusolt (2001)

B. Bedeutung der Elternarbeit
I. Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel (2004)
1) Aus der Perspektive der Erzieher
2) Aus der Perspektive der Eltern
II. Elternarbeit nach Dusolt (2001)

C. Vor- und Nachteile der Elternarbeit aus Lehrersicht

D. Fazit

A. Definition der Elternarbeit

I. Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel (2004):

Der Begriff der Elternarbeit hat sich im Laufe der letzen 50 Jahre wesentlich gewandelt. So entwickelten sich in den zurückliegenden Jahrzehnten immer neue Definitionen mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen, von denen hier die drei bedeutendsten herausgegriffen und exemplarisch aufgelistet sein mögen1.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausgangspunkt aller Definitionen ist die Gesamtheit jeglicher pädagogischer Angebote außerfamiliärer Einrichtungen für die Eltern.

Furian (1982) definiert Elternarbeit als eine Belehrung der Eltern bezüglich einer für das Kind geeigneten Erziehungsweise unter der Prüfung ihrer bisherigen Erziehungsmethoden. Dabei sieht er Elternarbeit nicht als partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Erziehungseinrichtung an, sondern versucht vielmehr die Tätigkeit der Pädagogen zu rechtfertigen. Stürmer (2001) dagegen bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehungseinrichtung auf partnerschaftlicher Basis als Grundvoraussetzung für einen konstruktiven Informationsaustausch zugunsten des Kindes. Jansen und Wenzel (2000) sehen die pädagogische Einrichtung Schule als soziales Dienstleistungsunternehmen an, deren Kunden die Eltern und deren Kinder sind. Die Eltern werden in eine überlegene Position gegenüber der Erziehungseinrichtung gesetzt. Ihre Wünsche und Bedürfnisse gilt es frühzeitig zu erkennen und sodann schnellstmöglich von dem Dienstleistungsunternehmen umzusetzen. Nur auf diese Wiese kann eine sozialpädagogische Einrichtung auf dem Markt wettbewerbsfähig sein und bleiben und weiterhin die Arbeitsplätze ihrer Dienstleister gewährleisten.

Elternarbeit zählt nach Bernitzke/Schlegel (2004) somit unter anderem zu den essentiellen Aufgaben bezüglich der Arbeit pädagogischer Einrichtungen. Unentbehrlich ist dabei der Austausch der Pädagogen mit den Eltern der Kinder, deren Mitbestimmung hinsichtlich der pädagogischen Arbeit nicht nur gesetzlich geregelt und somit rechtlich festgesetzt ist (§ 1 KJHG, Art. 6 GG), sondern auch erwünscht ist und, zugunsten der Kinder, von diesen dementsprechend auch eingefordert werden sollte. Gleichermaßen wird von den Pädagogen erwartet, dass sie die in der Elternarbeit vorhandenen Formen auf die jeweiligen Eltern abgestimmt und der entsprechenden Situation angemessen anwenden.

II. Elternarbeit nach Dusolt (2001):

Das Zentrum der pädagogischen Elternarbeit bildet das Kind, um das jegliche Bemühungen kreisen. Elternarbeit als Umgang zwischen Pädagogen und Eltern wird demnach als Ausgangspunkt angesehen, auf dem der Informationsaustausch zugunsten einer individuellen, speziell auf das Kind ausgerichteten Entwicklungsförderung beruhen soll2.

Der Begriff Eltern wird bei Dusolt (2001) im weiteren Sinne verwendet, da er neben den leiblichen Eltern auch alle aus der familiären Umgebung stammenden und für das Kind essentiellen Bezugspersonen (z.B. Groß-, Stief-, Pflegeeltern, etc.) bezeichnet.

B. Bedeutung der Elternarbeit

I. Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel (2004):

1) Aus der Perspektive der Erzieher

Elternarbeit kann auf der Grundlage vielfältiger Motivationen erfolgen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Die Grobgliederung der Darstellung sowie einige im Folgenden aufgeführte Schlagwörter sind aufgrund der bisweilen als doch recht beengend empfundenen Begrenztheit der Wortvielfalt innerhalb der deutschen Sprache übernommen worden aus: Bernitzke/Schlegel: Das Handbuch der Elternarbeit. Toisdorf, 2004, 8-25.

2 Einige im Folgenden aufgeführte Schlagwörter sind übernommen worden aus: Weinhei Dusolt, H.: Elternarbeit. 2001, 11-18.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Definition und Bedeutung der Elternarbeit nach Bernitzke, Schlegel und Dusolt
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar: Schule und Eltern. Grundlagen, Ziele und Formen der Zusammenarbeit
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V157878
ISBN (eBook)
9783640713875
ISBN (Buch)
9783640714001
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elternarbeit, Definition, Bedeutung, Elternarbeit
Arbeit zitieren
Anna Vogel (Autor:in), 2010, Definition und Bedeutung der Elternarbeit nach Bernitzke, Schlegel und Dusolt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157878

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