Der Begriff der Elternarbeit hat sich im Laufe der letzen 50 Jahre wesentlich gewandelt. So entwickelten sich in den zurückliegenden Jahrzehnten immer neue Definitionen mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen, von denen hier die drei bedeutendsten herausgegriffen und exemplarisch aufgelistet sind. Daneben existieren auch bezüglich der Bedeutung der Elternarbeit unterschiedliche Anschauungsweisen. Auch sie werden hierbei berücksichtigt. Anschließend werden die Vor- und Nachteile der Elternarbeit aus der Sicht der LehrerInnen tabellarisch dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
A. Definition der Elternarbeit
I. Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel (2004)
II. Elternarbeit nach Dusolt (2001)
B. Bedeutung der Elternarbeit
I. Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel (2004)
1) Aus der Perspektive der Erzieher
2) Aus der Perspektive der Eltern
II. Elternarbeit nach Dusolt (2001)
C. Vor- und Nachteile der Elternarbeit aus Lehrersicht
D. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Bedeutung der Elternarbeit im schulischen Kontext. Ziel ist es, durch die Gegenüberstellung verschiedener wissenschaftlicher Definitionen und Perspektiven ein tieferes Verständnis für die notwendige Kooperation zwischen Elternhaus und Erziehungseinrichtung zu entwickeln sowie die Rolle dieser Zusammenarbeit für die kindliche Entwicklung zu beleuchten.
- Definitionen und Ansätze der Elternarbeit nach Bernitzke/Schlegel sowie Dusolt
- Motivationen für die Elternarbeit aus der Sicht von Erziehern und Eltern
- Funktionen der Elternarbeit in der heutigen Gesellschaft
- Chancen und Konfliktpotenziale in der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern
- Die Bedeutung der Elternarbeit für den schulischen Erfolg des Kindes
Auszug aus dem Buch
C. Vor- und Nachteile der Elternarbeit aus Lehrersicht
Elternarbeit kann aus mehreren Perspektiven betrachtet werden. Dabei gibt es aus jeder Sichtweise der einzelnen Parteien sowohl Vor- als auch Nachteile des direkten Kontaktes bzw. Informationsaustausches zwischen Lehrern und Eltern.
Der Kontakt zwischen Lehrern und Eltern kann also sowohl positiv als auch negativ gesehen werden.
So wird zum Beispiel der zusätzliche Zeitaufwand, der von der Lehrperson neben ihrer eigentlichen Tätigkeit aufgebracht werden muss, als besonders nachteilig empfunden. Dem Lehrer fällt es zudem schwer, weiterhin objektiv zu bleiben, wenn eine Freundschaft o.Ä. zwischen ihm und einem Elternpaar besteht. Oftmals ist jedoch vor allem die Angst vor dem ersten Kennenlernen bzw. vor unbegründeten Vorwürfen von Seiten der Eltern derart stark ausgeprägt, dass der Lehrer von vornherein eine Begegnung ablehnt. Die Eltern zeigen sich überdies nicht selten uneinsichtig bezüglich des von der Lehrer-Seite geschilderten Verhaltens ihres Kindes. Sie können sich nicht vorstellen, dass ihr Kind ein derartiges Verhalten an den Tag legen soll. Gerade an diesem Punkt ist es jedoch wichtig, als Lehrer mit den Eltern in Kontakt zu treten, gerade weil diese nicht wissen, wie sich ihr Kind außerhalb der familiären Umgebung und innerhalb einer Gruppe von Gleichaltrigen zum Beispiel verhält. Der Lehrer erhält im Gegenzug die Möglichkeit zu erfahren, wie sich das von ihm fast ausschließlich im Unterrichtsgeschehen beobachtete Kind außerhalb des Klassenzimmers verhält.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Definition der Elternarbeit: Dieses Kapitel stellt verschiedene theoretische Ansätze zur Definition von Elternarbeit dar, wobei die Positionen von Furian, Stürmer sowie Jansen und Wenzel gegenübergestellt werden.
B. Bedeutung der Elternarbeit: Hier wird die Relevanz der Elternarbeit analysiert, indem die Beweggründe und Erwartungen sowohl aus Sicht der pädagogischen Fachkräfte als auch der Eltern sowie die gesellschaftlichen Funktionen nach Dusolt beleuchtet werden.
C. Vor- und Nachteile der Elternarbeit aus Lehrersicht: Dieses Kapitel erörtert die Chancen und Belastungen des Informationsaustauschs zwischen Lehrkräften und Eltern durch eine Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten.
D. Fazit: Die Autorin resümiert, dass eine konstruktive Elternarbeit ein unverzichtbarer Bestandteil pädagogischer Tätigkeit ist, um die Entwicklung des Kindes optimal zu fördern.
Schlüsselwörter
Elternarbeit, Erziehungseinrichtung, Schule, Kooperation, pädagogische Tätigkeit, Informationsaustausch, Entwicklungsförderung, Erziehungsverhalten, Eltern-Lehrer-Verhältnis, Bildungsauftrag, Kindeswohl, Kommunikation, Erziehungsdefizite, Sozialisation, Elternschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Begriff der Elternarbeit, seinen verschiedenen Definitionen im Laufe der Zeit und der Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die theoretische Bestimmung von Elternarbeit, die unterschiedlichen Perspektiven von Eltern und Lehrkräften sowie die Chancen und Konflikte, die aus dieser Interaktion entstehen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit und die komplexe Natur der Elternarbeit darzustellen und aufzuzeigen, wie ein konstruktiver Informationsaustausch zur Förderung der kindlichen Entwicklung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Ausarbeitung, die verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Expertenmeinungen (u.a. Bernitzke/Schlegel, Dusolt) strukturiert zusammenfasst und analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Elternarbeit, die Analyse der verschiedenen Interessen und Motivationen der beteiligten Akteure sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile aus der spezifischen Sicht von Lehrpersonen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Elternarbeit, Kooperation, pädagogische Fachkräfte, Kindeswohl, schulische Erziehung und Kommunikation zwischen Eltern und Schule.
Warum wird die Schule bei Jansen und Wenzel als Dienstleistungsunternehmen bezeichnet?
Diese Perspektive betont eine kundenorientierte Sichtweise, bei der die Eltern als Kunden der Bildungseinrichtung wahrgenommen werden, deren Wünsche und Bedürfnisse für die Wettbewerbsfähigkeit der Schule von Bedeutung sind.
Welche Rolle spielt das Kind in der Elternarbeit nach Dusolt?
Das Kind bildet das absolute Zentrum, um das sämtliche Bemühungen der Elternarbeit kreisen; jeder Informationsaustausch zwischen Pädagogen und Eltern dient der individuellen, kindzentrierten Entwicklungsförderung.
Welche typischen Konfliktursachen werden in der Arbeit genannt?
Konflikte entstehen häufig durch unterschiedliche Erziehungsauffassungen, erfolgsorientiertes Denken der Eltern bezüglich der schulischen Leistungen sowie die Angst vor Vorwürfen oder mangelnde Einsicht bezüglich des Verhaltens des Kindes in der Schule.
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- Anna Vogel (Author), 2010, Definition und Bedeutung der Elternarbeit nach Bernitzke, Schlegel und Dusolt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157878