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Performance 2.0 - Zur Mediengeschichte der Flashmobs

Title: Performance 2.0 - Zur Mediengeschichte der Flashmobs

Diploma Thesis , 2010 , 118 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Jochem (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

[...]Ich möchte Flashmobs in dieser Arbeit unter folgenden Fragestellungen vorstellen und untersuchen: Neben dem visuellen Ereignis im Stadtraum, als das Flashmobs im Allgemeinen wahrgenommen werden, interessiert hier, welche Schritte dem Ereignis vorangehen und was im Anschluss an die Aktion im urbanen öffentlichen Raum geschieht. Gezeigt werden soll, dass Flashmobs einen Prozess9 darstellen, der auch die Vor- und Nachbereitung der Aktionen beinhaltet. Anders als die Live-Aktion
finden diese im virtuellen Raum des Internets statt. Das übergeordnete Ziel dieser Arbeit ist es, mit Performance 2.0 einen Begriff vorzustellen, der dem prozessualen Charakter des Untersuchungsgegenstandes gerecht wird. Der Aspekt der Performance rekurriert dabei auf die Aufführung des visuellen Ereignisses, während 2.0 auf die Bedeutung des Internets, respektive des Web 2.0, für den Ablauf eines Flashmob verweist. Dies geschieht aus einer mediengeschichtlichen Perspektive, womit ich einen interdisziplinären
Ansatz verfolge, der es möglich macht, den Prozess eines Flashmobs aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Forschungsstand und Zielsetzung der Arbeit

2. VER-RÜCKTE MEUTE

2.1 Geschichte und Begriffsbestimmung von Flashmobs

2.2 Mob = Mob?

3. ZWISCHEN KUNST UND POPULÄRER KULTUR

3.1 Aktionskunst

3.1.1 „Something to take place: a Happening”

3.1.2 Fluxus: Ein soziales Netzwerk

3.1.3 Performance Art: Aktion und Reproduktion

3.2. Populäre Kultur

3.2.1 Freizeitkultur

3.2.2 Erlebniskultur und Erlebnisgesellschaft

3.2.3 Event

3.2.4 Posttraditionale Vergemeinschaftung

3.3 Flashmobs als Cross-Over-Ereignis

4. PERFORMANCE IM ZEITALTER DES WEB 2.0

4.1 Exkurs: Was ist das Web 2.0 ?

4.2 Phase der Vorbereitung

4.2.1 Flashmob-Community Hamburg

4.3 Phase der Durchführung

4.3.1 FREEZE – „Wir sind heute eingefroren“

4.4 Phase der Bilderwanderung

4.4.1 Exkurs: Die Debatte um das Verhältnis von Live-Performance und ihrer medialen Aufzeichnung

4.4.2 Flashmob-Videos auf YouTube

4.5 Entgrenzung der Räume = Performance 2.0

5. SCHLUSSBEMERKUNGEN UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen Flashmob aus einer mediengeschichtlichen und interdisziplinären Perspektive. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Flashmobs als prozesshafte Ereignisse, die Vorbereitung, Durchführung und digitale Nachbereitung umfassen, um den Begriff "Performance 2.0" zur Beschreibung dieses Phänomens zu etablieren.

  • Kulturhistorische Einordnung der Flashmobs zwischen Aktionskunst und populärer Kultur.
  • Analyse der Organisationsstruktur von Flashmobs im Web 2.0.
  • Untersuchung der Bedeutung der medialen Aufzeichnung und "Bilderwanderung".
  • Vergleich von Live-Performance und mediatisierter Performance im öffentlichen Raum.
  • Konzeptualisierung von Flashmobs als "Performance 2.0" und Ausdruck einer neuen Event-Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

FREEZE – „Wir sind heute eingefroren“

Im Kölner Hauptbahnhof ist es das Geräusch einer Sirene, in Hamburg der Ruf "Wieso weiß eigentlich keiner, wie spät es ist?!", die das Startsignal für den Freeze, das Erstarren in der momentanen Bewegung geben. Eine Umarmung, das Bücken nach heruntergefallenen Papieren, ein Keks, der der Person neben sich gereicht wird – die Gesten scheinen zu einem ewigen Augenblick geronnen. Auch die Mimik der Akteure wirkt, als sei sie in Wachs gegossen. Der gerade noch umherschweifende Blick, der nach einem Anzeichen für den Start der Aktion suchte, ist plötzlich erstarrt und fokussiert nur noch einen Punkt im Raum. Der Körper der Flashmobber gerinnt zum Objekt und wirkt wie Material (vgl. Kapitel 3.1.3).

Nach wenigen Minuten ertönt sowohl in Hamburg als auch in Köln erneut ein Signal, welches das Ende der Performance bekanntgibt. Die Flashmobber lösen sich aus ihrer Erstarrung und fügen sich somit wieder in ihre Umwelt ein. In Köln applaudieren sich die Flashmobber selbst zu der gelungenen Aktion, in der Wandelhalle in Hamburg sind es die Zuschauer, die den Akteuren Beifall zollen. Daraufhin verstreuen sich die Akteure in die unterschiedlichsten Richtungen, so schnell und unerwartet, wie sie gekommen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Phänomen Flashmob anhand einer Szene aus dem Kölner Hauptbahnhof und Darlegung der wissenschaftlichen Forschungsfrage und Zielsetzung.

2. VER-RÜCKTE MEUTE: Historische Rückschau und erste Begriffsbestimmung, wobei der Fatboy-Slim-Videoclip als Vorläuferstruktur für Flashmobs analysiert wird.

3. ZWISCHEN KUNST UND POPULÄRER KULTUR: Kulturhistorische Verortung der Flashmobs in der Aktionskunst (Happening, Fluxus, Performance Art) und in der populären Kultur sowie Begriffsarbeit zur Performance.

4. PERFORMANCE IM ZEITALTER DES WEB 2.0: Detaillierte Analyse des prozessualen Charakters von Flashmobs in den Phasen der Vorbereitung, Durchführung und Bilderwanderung sowie Entwicklung des Begriffs "Performance 2.0".

5. SCHLUSSBEMERKUNGEN UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse der prozessorientierten Untersuchung und Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten, insbesondere bezüglich der kommerziellen Vereinnahmung.

Schlüsselwörter

Flashmob, Performance 2.0, Aktionskunst, Happening, Web 2.0, digitale Bilderwanderung, Ereignis, Event-Gesellschaft, soziale Praxis, Interaktion, mediatisierte Performance, Prozessualität, öffentliche Räume, Subversion, digitale Vernetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Mediengeschichte des Phänomens Flashmob und untersucht dessen prozessualen Charakter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die kulturhistorische Herleitung der Flashmobs aus Kunstströmungen, ihre Verortung in der populären Kultur sowie die organisationstechnische Bedeutung des Web 2.0.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Begriff "Performance 2.0" einzuführen, der den prozessualen Ablauf von Flashmobs – von der online-gestützten Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur digitalen Nachbereitung – mediengeschichtlich fundiert beschreibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der kulturhistorische, medienwissenschaftliche und soziologische Theorien zur Performance und zum Web 2.0 kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Wurzeln in der Aktionskunst und populären Kultur, die Organisationsmechanismen im Web 2.0 und die mediale Dokumentation (Bilderwanderung) als Teil des Flashmob-Prozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Flashmob, Performance 2.0, Web 2.0, Bilderwanderung, Event-Gesellschaft und Prozessualität.

Inwiefern unterscheiden sich Flashmobs von den Happenings der 1960er Jahre?

Während Happenings meist einen institutionellen oder künstlerischen Rahmen hatten, zeichnen sich moderne Flashmobs durch die Organisation via Web 2.0-Dienste und eine massenmediale Verbreitung durch digitale Dokumentation aus.

Warum ist die digitale Aufzeichnung von Flashmobs für die Autorin so wichtig?

Die Autorin betrachtet die mediale Aufzeichnung nicht als störende Reproduktion, sondern als konstitutiven Bestandteil des Flashmob-Prozesses, der erst die "Bilderwanderung" und damit eine neue Bedeutungsebene ermöglicht.

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Details

Title
Performance 2.0 - Zur Mediengeschichte der Flashmobs
College
University of Siegen
Grade
1,0
Author
Julia Jochem (Author)
Publication Year
2010
Pages
118
Catalog Number
V157938
ISBN (eBook)
9783640708116
Language
German
Tags
Flashmobs Happening Web 2.0 Fluxus Populäre Kultur Performance performative Kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Jochem (Author), 2010, Performance 2.0 - Zur Mediengeschichte der Flashmobs , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157938
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