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Die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in integrativen Kindertageseinrichtungen

Titel: Die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in integrativen Kindertageseinrichtungen

Bachelorarbeit , 2010 , 52 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Mäckel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland in 13.414 Tageseinrichtungen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam betreut und gefördert (vgl. Schilling 2008, 174). Vor einigen Jahren war dies noch nicht so ausgeprägt der Fall. Hier ist eine wachsende Nachfrage nach integrativer Erziehung im Kindergartenalltag zu beobachten.

Somit kann die Integration behinderter Kinder schon in der frühen Kindheit beginnen. Bereits im Jahre 1970 „begannen in der Bundesrepublik Deutschland engagierte Eltern behinderter Kinder und andere Eltern und Pädagogen/-innen mit ihren Bemühungen, behinderte und nichtbehinderte Kinder in Spielgruppen und Kindergartengruppen gemeinsam aufwachsen zu lassen“ (Herm 2007, 16). Durch diese ersten Versuche der Integration und die positiven Reaktionen der Politik wurde die Integration von behinderten Kindern immer mehr vorangetrieben, da auffiel, „dass eine frühe Aussonderung im Kindesalter Gefahren von Desintegration erwachsener Behinderter birgt“ (a.a.O., 17).

In meiner Arbeit widme ich mich dem Thema der gemeinsamen Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in integrativen Kindertageseinrichtungen. Die Rahmenbedingungen, welche von Kindertageseinrichtungen erfüllt sein müssen, um integrativ arbeiten zu können, sind vielfältig. Es bedarf nicht nur einer veränderten räumlichen Ausstattung und verschiedener Therapieangebote, sondern auch der Akzeptanz aller Beteiligten. Erzieher/-innen, Eltern und vor allem alle Kinder müssen sich auf diese neue Situation einlassen und lernen, mit Veränderungen umzugehen.

Im weiteren Verlauf werden verschiedene Aspekte der Integration im Kindergartenalltag genauer betrachtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die Eingewöhnungsphase bei behinderten und nichtbehinderten Kindern unterschiedlich abläuft und ob positive Rückschlüsse auf die Entwicklung der Kinder gezogen werden können, die durch die integrativen Prozesse zustande kommen. Ferner muss betrachtet werden, ob während der integrativen Arbeit Probleme zu beobachten sind, die sich negativ auf die Kinder auswirken.

Weitere Punkte werden die Beobachtung der nichtbehinderten Kinder sein, inwiefern bei ihnen Veränderungen im Spiel- und Lernverhalten durch die Integration festzustellen sind und wie Kinder Behinderungen wahrnehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Behinderung

2.2 Normalität

2.3 Integration

2.4 Inklusion

3. Die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in Kindertageseinrichtungen

3.1 Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Integration

3.1.1 Raumausstattung der Kindertageseinrichtungen

3.1.2 Die Rolle der Erzieher/-innen

3.1.3 Die Akzeptanz der Kinder

3.1.4 Die Bedeutung der Elternarbeit

3.1.5 Therapieangebote für einzelne Bedürfnisse der Kinder

3.1.6 Die Finanzierung der integrativen Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen

3.2 Inklusive Qualität in Kindertageseinrichtungen aus Sicht der Kinder

4. Integration im Kindergartenalltag

4.1 Eingewöhnungsphase

4.1.1 Eingewöhnung bei Kindern ohne Behinderung

4.1.2 Eingewöhnung bei Kindern mit Behinderung

4.2 Vorteile der Integration für die Entwicklung der Kinder

4.2.1 Entwicklung der behinderten Kinder

4.2.2 Entwicklung der nichtbehinderten Kinder

4.3 Probleme bei der Integration

5. Die Wahrnehmung von Behinderung bei nichtbehinderten Kindern

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung in integrativen Kindertageseinrichtungen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, wie Rahmenbedingungen gestaltet sein müssen, um eine gelungene Integration zu ermöglichen, wie sich dieser Prozess auf die Entwicklung beider Kindergruppen auswirkt und welche Rolle die pädagogischen Fachkräfte sowie die Elternarbeit dabei spielen.

  • Rahmenbedingungen und räumliche Gestaltung integrativer Einrichtungen
  • Die professionelle Rolle der Erzieherinnen und Erzieher
  • Bedeutung der Elternarbeit und Erziehungspartnerschaft
  • Entwicklungsvorteile und mögliche Probleme durch Integration
  • Wahrnehmung von Behinderung durch nichtbehinderte Kinder

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Raumausstattung der Kindertageseinrichtungen

Ein entscheidender Aspekt in integrativer Arbeit in Kindertageseinrichtungen sind die räumlichen Bedingungen. Werden beispielsweise Kinder mit Rollstühlen betreut, müssen alle für diese Kinder relevanten Räume durch Rampen o.ä. erreichbar gemacht werden. In den Waschräumen müssen die sanitären Einrichtungen behindertengerecht befestigt und eingerichtet werden, sodass Kinder mit einer Behinderung diese ohne fremde Hilfe benutzen können. Welche weiteren Fragen muss sich eine Kindertageseinrichtung stellen, bevor sie ihre Türen auch für behinderte Kinder gefahrlos öffnen kann?

Herm beschreibt Kita-Räume als „Bildungsräume“ in denen alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung „leben, spielen, lernen“ und Erfahrungen sammeln (Herm 2007, 59). Um es behinderten Kindern auch ermöglichen zu können, sich frei innerhalb der Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung zu bewegen, ist die Gestaltung der Räume von großer Bedeutung (vgl. ebd.). Herm zeigt Fragen auf, die es vor der integrativen Arbeit zu betrachten gilt:

• „Gibt es in unserer Einrichtung genügend Platz für großräumige (grobmotorische) Bewegungen wie Rennen, Roller- und Dreiradfahren, Flitzen auf Rollbrettern, Toben, Ringen und Tanzen?

• Ist unser Mobiliar flexibel verwendbar und nutzbar für unterschiedliche Aktivitäten?

• Verfügen wir über adäquate Werkzeuge und Materialien, damit Kinder mit Behinderungen forschen und experimentieren können?

• Durch welche Materialien oder Spielgeräte in den Innen- wie Außenräumen werden die Sinne angeregt (z.B. Kartons, Wannen, Schüsseln gefüllt mit Erbsen, Bohnen, Kastanien, Eicheln)?

• Gibt es Hängematten, Schaukeln und Klettertaue, die auch behinderte Kinder ohne Hilfe der Erwachsenen gefahrlos benutzen können?

• Gibt es Höhenunterschiede z.B. durch Podeste, Mattenberge, Teppichwellen oder einen aufgeschütteten Erdhügel im Freigelände, die das Krabbeln, Klettern, Rollen, Steigen interessant machen?

• Müssen für die behinderten Kinder bestimmte Spielgeräte gesichert oder umgestaltet werden, damit sie gefahrlos und eigenständig benutzt werden können?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme integrativer Betreuungsangebote in Deutschland und führt in die zentralen Fragestellungen der Arbeit ein, insbesondere zur Gestaltung des Kindergartenalltags und der kindlichen Entwicklung.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte wie Behinderung, Normalität, Integration und Inklusion, um das theoretische Fundament der integrativen Arbeit zu legen.

3. Die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in Kindertageseinrichtungen: Hier werden die strukturellen Rahmenbedingungen analysiert, von der räumlichen Ausstattung und den Therapieangeboten bis hin zur Elternarbeit und Finanzierung, ergänzt durch die Perspektive der Kinder auf inklusive Qualität.

4. Integration im Kindergartenalltag: Dieses Kapitel betrachtet den praktischen Ablauf, angefangen bei der Eingewöhnungsphase über die entwicklungsspezifischen Vorteile für alle Kinder bis hin zu potenziellen Problemen.

5. Die Wahrnehmung von Behinderung bei nichtbehinderten Kindern: Fokus auf der Frage, wie Kinder im Kindergartenalter mit dem "Anders-Sein" umgehen und welche äußeren Einflüsse ihre Wahrnehmung und ihr Verhalten prägen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer positiven Einstellung aller Beteiligten sowie die Bedeutung des "Miteinanders" für die Persönlichkeitsentwicklung.

Schlüsselwörter

Integration, Inklusion, Kindertageseinrichtung, Behinderung, Normalität, Eingewöhnung, Entwicklungsförderung, Elternarbeit, Therapieangebote, Sozialverhalten, Kindheit, Kindertagesstätte, pädagogische Fachkräfte, Frühförderung, Akzeptanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in integrativen Kindertageseinrichtungen unter Berücksichtigung pädagogischer Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rahmenbedingungen (Raum, Personal, Eltern), der Ablauf der Eingewöhnung, der Einfluss auf die kindliche Entwicklung und die Wahrnehmung von Behinderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration notwendig sind und wie Kinder unterschiedlicher Voraussetzungen gemeinsam von der sozialen Interaktion profitieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene pädagogische Ansätze, Beobachtungsstudien und gesetzliche Rahmenbedingungen zueinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die räumliche Ausstattung, die Rolle des Personals, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Einbettung von Therapien sowie die Entwicklungsverläufe der Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Integration, Inklusion, Kindertageseinrichtung, Entwicklungsförderung und soziale Teilhabe.

Wie wichtig ist die Rolle der Eltern in integrativen Gruppen?

Die Eltern spielen eine Schlüsselrolle; eine gleichwertige Erziehungspartnerschaft ist essenziell, um Unsicherheiten abzubauen und eine positive Einstellung zur Integration auch zu Hause zu fördern.

Welchen Einfluss hat die räumliche Umgebung auf die Integration?

Die Raumgestaltung muss Barrieren abbauen und "Bildungsräume" schaffen, die für alle Kinder – unabhängig von ihren körperlichen oder motorischen Möglichkeiten – zugänglich sind.

Wie unterscheidet sich die Eingewöhnung behinderter Kinder?

Die Eingewöhnung unterscheidet sich nur unwesentlich, erfordert jedoch eine frühzeitige Einbeziehung der Gruppe und eine besonders sensible Begleitung durch die Fachkräfte.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in integrativen Kindertageseinrichtungen
Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,0
Autor
Sandra Mäckel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
52
Katalognummer
V157956
ISBN (eBook)
9783640709700
ISBN (Buch)
9783640709649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gemeinsame Erziehung behinderte und nichtbehinderte Kinder in integrativen Kindertageseinrichtungen Behinderung Normalität Integration Inklusion Therapieangebot Erziehung Finanzierung Kindertageseinrichtungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Mäckel (Autor:in), 2010, Die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern in integrativen Kindertageseinrichtungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157956
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Leseprobe aus  52  Seiten
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