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Distributionalismus versus Generative Grammatik

Ein Beitrag zur sprachwissenschaftlichen Debatte im 20. Jahrhundert

Title: Distributionalismus versus  Generative Grammatik

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anna Block (Author)

German Studies - Linguistics
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Die hier vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, welche Unterschiede zwischen der letzt genannten strukturellen Schule (dem Distributionalismus) und der Generativen Grammatik bestehen, gerade mit dem Hintergrund, dass Chomsky ein Schüler von Harris war und damit vieles von ihm übernommen, beziehungsweise modifiziert, hat. Um die Gemeinsamkeiten soll es im Folgenden jedoch nicht gehen. Dem Umfang dieser Arbeit entsprechend können auch die Unterschiede nur auf bestimmte Bereiche innerhalb der Theorien Bezug nehmen. Der Umstand, dass Chomskys Grammatikmodell immer wieder erneuert wurde- sei es von ihm selbst, oder einem seiner Anhänger – verschärft diesen Umstand. Deshalb besteht die erklärte Motivation dieser Arbeit nicht darin, die beiden Theorein einem genauen Abgleich zu unterziehen, sondern exemplarisch ihre wesentlichen Unterschiede aufzuzeigen. Zu diesem Zweck werden zunächst die einzelnen Schulen des Strukturalismus, welche innerhalb der sprachwissenschaftlichen Diskussion eine Rolle spielen, in Form einer Überblicksdarstellung referiert, bevor die Entwicklung des amerikanischen Strukturalismus (von Bloomfield bis Harris) dargestellt wird, um dann Chomskys Theorie näher beleuchten zu können. In einem letzten Schritt werden dann in Form eines Fazits die wesentlichen Unterschiede zusammengefasst.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Strukturalismus in der Sprachwissenschaft

2.1 Die Prager funktionale Linguistik

2.2 Die Kopenhagener Glossematik

2.3 Der Amerikanische Strukturalismus

2.3.1 Die Bloomfield-Ära

2.3.2 Der Distributionalismus von Harris

2.3.2.1 „Utterance“ als Gegenstand des Distributionalismus

2.3.2.2 Die Distributionsanalyse

2.3.2.3 Harris und die Transformation

3. Die Generative Grammatik

3.1 Chomskys Sicht des Spracherwerbs

3.2 Zum Vorgehen der Generativen Grammatik

4. Unterschiede zwischen den Theorien Chomskys und Harris´

4.1 Die wissenschaftliche und methodologische Grundposition

4.2 Die Sicht des Spracherwerbs

4.3 Weitere Unterschiede

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen theoretischen und methodologischen Unterschiede zwischen dem Distributionalismus von Zellig Harris und der von Noam Chomsky entwickelten Generativen Grammatik, um aufzuzeigen, wie Chomskys Modell als Weiterentwicklung bzw. Kritik des strukturalistischen Ansatzes zu verstehen ist.

  • Strukturalismus und seine Hauptströmungen im 20. Jahrhundert
  • Methodik des Distributionalismus (Bloomfield und Harris)
  • Grundlagen und Ziele der Generativen Grammatik
  • Kompetenz, Performanz und das Problem des Spracherwerbs
  • Vergleichende Analyse der wissenschaftstheoretischen Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.3.2.2 Die Distributionsanalyse

Harris Anspruch war, mit Hilfe der Distributionsanalyse sprachliche Klassen aufgrund der formalen, messbaren und objektiven Beziehungen ihrer Elemente ermitteln zu können, wobei semantische, subjektive und logische Kategorien gänzlich ausgeschlossen werden. Sprachliche Einheiten werden damit nicht mehr aufgrund ihrer Bedeutung, sondern aufgrund ihrer Umgebungen, Positionen, Verteilung, ihres Vorkommens und ihres Kontextes klassifiziert. Die Beschreibungsebenen bilden dabei sowohl die Morphologie als auch die Phonologie. Phoneme wie Morpheme werden nicht mehr auf Grund mentalistischer, sondern nur nach distributionalistischen Kriterien bestimmt.

Um zum Schritt der eigentlichen Distributionsanalyse zu gelangen, muss der Linguist zuerst eine repräsentative Menge an konkreten, gesprochenen Äußerungen auswählen, die möglichst genau phonetisch transkribiert wurden. Dieses Korpus stellt das objektive Material dar, mit dem die Distributionsanalyse durchgeführt wird.

Die Distributionsanalyse besteht aus drei Schritten: Im ersten Schritt werden mit Hilfe der Segmentierung des Redeflusses die kleinsten Einheiten auf der jeweiligen Forschungsebene herausgefunden, wobei die Segmentierung durch die Substitution erfolgt. Im zweiten Schritt erfolgt eine Klassifikation der herausgearbeiteten Segmente zu Phonem, Morphem, usw. mit Hilfe der Distribution. Wenn zwei Elemente die gleiche Umgebung haben, sind sie in einer Klasse. Im letzten Schritt erfolgt die Deskription der durch die Distribution gefundenen Klassen von Elementen auf der jeweiligen Ebene.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der strukturellen Linguistik und die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Unterschiede zwischen Distributionalismus und Generativer Grammatik.

2. Der Strukturalismus in der Sprachwissenschaft: Übersicht über die wichtigsten Schulen des Strukturalismus, von der Prager Schule bis zum Amerikanischen Strukturalismus.

3. Die Generative Grammatik: Vorstellung des Chomsky'schen Ansatzes, der Sprache als aktive, kreative Fähigkeit definiert und den Spracherwerb in den Fokus rückt.

4. Unterschiede zwischen den Theorien Chomskys und Harris´: Detaillierter Vergleich der methodologischen Ansätze, der Auffassungen von Spracherwerb und der Rolle von Tiefenstrukturen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Theorien und Einordnung der Bedeutung der explanativen Adäquatheit für die moderne Linguistik.

Schlüsselwörter

Strukturalismus, Distributionalismus, Generative Grammatik, Zellig Harris, Noam Chomsky, Sprachwissenschaft, Spracherwerb, Tiefenstruktur, Transformation, Linguistische Theorie, Behaviorismus, Deskriptivismus, Universalgrammatik, Kompetenz, Performanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Debatte zwischen dem Distributionalismus von Zellig Harris und der Generativen Grammatik von Noam Chomsky in der Sprachwissenschaft des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodologischen Einordnung des Strukturalismus, der Analyse von Sprachdaten und den kognitiven Voraussetzungen des Spracherwerbs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die wesentlichen Unterschiede zwischen Harris' strukturalistischem Ansatz und Chomskys generativer Theorie exemplarisch herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, um die Ansätze zur Strukturbeschreibung und zur Satzerzeugung gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Strukturalismus, der Generativen Grammatik und den direkten Vergleich der zugrunde liegenden wissenschaftstheoretischen Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Strukturalismus, Distributionalismus, Generative Grammatik, Transformationen, Kompetenz sowie das Problem des Spracherwerbs.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „langue“ und „parole“ eine Rolle?

Die Arbeit greift diese saussuresche Dichotomie auf, um zu zeigen, wie sich die Konzepte von Kompetenz und Performanz in der Generativen Grammatik dazu verhalten.

Welche Bedeutung hat „Platos Problem“ für die Theorie?

Es dient als Ausgangspunkt für die Erklärung, wie Menschen mit begrenztem Input eine komplexe Sprache erwerben können, was die Basis für die Annahme einer Universalgrammatik bildet.

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Details

Title
Distributionalismus versus Generative Grammatik
Subtitle
Ein Beitrag zur sprachwissenschaftlichen Debatte im 20. Jahrhundert
College
Ruhr-University of Bochum  (Philologie)
Course
Sprachwissenschaftliche Theorien und Methoden
Grade
2,0
Author
Anna Block (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V158026
ISBN (eBook)
9783640710645
ISBN (Book)
9783640710829
Language
German
Tags
Distributionalismus Zellig Harris Chomsky Noam Chomsky Harris Sprachwissenschaft Sprachwissenschaftliche Theorien Linguistik Strukturalismus Generative Grammatik Amerikanischer Strukturalismus Bloomfield-Ära Prager funktionale Linguistik Kopenhagener Glossematik Transformation Spracherwerb Distributionsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Block (Author), 2010, Distributionalismus versus Generative Grammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158026
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