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Die Transformation der Sozialstruktur in zeitgeschichtlicher Perspektive

Bildungsexpansion und Chancenungleichheiten

Titre: Die Transformation der Sozialstruktur in zeitgeschichtlicher Perspektive

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 25 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Magistra Anastasia Castillo geb. Iliyuyshina (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Bildung ist ein komplexer, sozialer Prozess, der den Zugang zur Welt eröffnet. Er bezieht sich nicht nur auf ein einzelnes Individuum, sondern ist in die ganze Gesellschaft eines Landes eingebunden. Bildung und Wissen sind zwei wichtige Bestandteile der gesellschaftlichen Entwicklung. Je mehr die Gesellschaft in das Bildungswesen investiert, desto bessere Zukunftschancen hat sie. Demzufolge werden Bildung und die damit verbundenen Bildungseinrichtungen im Laufe der Zeit immer wichtiger. Nicht umsonst sagt man „Wissen ist Macht“. Die Relevanz von Bildung stellt beispielsweise Hradil besonders heraus. Laut ihm heißt es:

„Bildungseinrichtungen und die dort vermittelten Kenntnisse wurden im Laufe der Geschichte immer wichtiger, sowohl für die Einzelnen als auch für die Gesellschaft im Ganzen. Heute ist Bildung für die meisten Menschen das wichtigste ‚Kapital’, um ihr Leben erfolgreich führen zu können“ .

Dies wird deutlich gezeigt durch die verstärkte Nachfrage nach Bildung, insbesondere in den letzten Jahrzehnten. Wie die Maschinen und Fabriken eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Industriegesellschaft spielten, so bedeutend ist Bildung und das vermittelte Wissen bei der Wendung zu der modernen postindustriellen Gesellschaft; die immer öfter als ‚Wissensgesellschaft’ bezeichnet wird. Mehrere Bereiche der heutigen Gesellschaft entwickeln sich ziemlich schnell. Konsequenterweise werden für diese Bereiche qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. Dies seinerseits benötigt ein weitgehend standardisiertes Bildungssystem, denn „die Erhöhung des Bildungsniveaus [sei] eine wichtige Voraussetzung für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft“ .
In der vorliegenden Hausarbeit wird das Thema ‚Bildungsexpansion und Chancenungleichheiten’ erarbeitet. Die staatliche Aufgabe ist es, das Recht auf Bildung für alle Staatsmitglieder zu garantieren. So sind die Bildungsreformen und Bildungsexpansion mit der Erwartung entstanden, dass sie die unterschiedlichen Bildungschancen von Kindern verschiedener sozialer Schichten ausgleichen konnten.
Zunächst wird in der Arbeit auf die historischen Hintergründe eingegangen. Hier werden kurz die wichtigsten Momente der Bildungsgeschichte Deutschlands erwähnt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung des Bildungssystems vom 19. Jahrhundert bis nach dem Zweiten Weltkrieg

3. Bildungsexpansion nach dem Zweiten Weltkrieg

3.1 Expansion der Universitäten

3.2 Frauenstudium

4. Chancenungleichheit

4.1 Chancenungleichheit nach sozialer Herkunft

4.2 Geschlechtspezifische Chancenungleichheit

4.3 Ethnische Ungleichheiten

4.4 Auswirkungen der Bildungsexpansion auf Bildungsbeteiligung

5. Bildungsexpansion und Arbeitsmarkt

6. Bildungsniveau und Lebenserwartungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Bildungsexpansion in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Auswirkungen auf die soziale Chancenungleichheit. Dabei wird analysiert, inwieweit bildungspolitische Reformen tatsächlich zu einer Nivellierung sozialer Unterschiede beigetragen haben oder ob weiterhin eine schichtspezifische Selektion besteht.

  • Historische Entwicklung des deutschen Bildungssystems seit dem 19. Jahrhundert
  • Analyse der Bildungsexpansion und des Anstiegs der Studierendenzahlen
  • Untersuchung von Chancenungleichheiten nach sozialer Herkunft, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit
  • Zusammenhang zwischen Bildungsexpansion, Arbeitsmarkt und Lebenserwartungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Expansion der Universitäten

Das expandierte Bildungswesen ist seit dem 18. Jahrhundert zu beobachten. Speziell das Wachstum der Universitäten lässt sich bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Von 1871 bis zum Ersten Weltkrieg wuchs die Studentenzahl jährlich um fast zwei Prozent. Durch die Öffnung der Bildungswege für Kinder der Mittelschicht und das Frauenstudium erlebten die deutschen Universitäten in der Zwischenkriegszeit einen ungewöhnlich starken Expansionsschub. Zwischen den Jahren 1925 und 1932 stieg die Zahl der Studierenden von 86.000 auf 140.000.1 Seit Mitte der 60er Jahre setzte sich diese Entwicklung in der Bundesrepublik mit einem weiteren Anwachs fort.

Das Wachstum der Hochschulen wird durch zwei Effekte bestimmt: Ein Teil der Expansion ist auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen, ein anderer Teil auf den freien Zugang zu höherer Bildung.

In der folgenden Tabelle (Tab. 1) wird die soziale Herkunft der Studenten in der Bundesrepublik Deutschland von 1976 bis 1987 dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Bildung als komplexen, gesellschaftlich eingebundenen Prozess und umreißt die Relevanz von Wissen in der modernen Wissensgesellschaft sowie das Ziel der Arbeit.

2. Entwicklung des Bildungssystems vom 19. Jahrhundert bis nach dem Zweiten Weltkrieg: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der allgemeinen Schulpflicht und der preußischen Bildungsreformen durch Humboldt nach.

3. Bildungsexpansion nach dem Zweiten Weltkrieg: Hier wird der enorme Ausbau des sekundären und tertiären Bildungsbereichs zwischen 1965 und 1975 sowie der Zuwachs an Studierenden analysiert.

4. Chancenungleichheit: Dieses Kapitel untersucht kritisch die schichtspezifischen, geschlechtsspezifischen und ethnischen Disparitäten im Bildungssystem trotz der erfolgten Expansion.

5. Bildungsexpansion und Arbeitsmarkt: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Bildungsabschluss, Qualifikationsanforderungen und der Arbeitsmarktsituation sowie die daraus resultierende Studienfachwahl.

6. Bildungsniveau und Lebenserwartungen: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad eines Individuums, seinen Erwerbschancen, seinem Gesundheitszustand und der Lebensdauer erörtert.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bildungsexpansion zwar die allgemeinen Bildungschancen erhöht hat, jedoch die soziale Ungleichheit an den Hochschulen weitgehend fortbesteht.

Schlüsselwörter

Bildungsexpansion, Chancenungleichheit, Soziale Herkunft, Hochschulwesen, Bildungsreform, Geschlechtsspezifische Ungleichheit, Ethnische Ungleichheit, Arbeitsmarkt, Wissensgesellschaft, Bildungsbeteiligung, Soziale Schichtung, Bildungssystem, Humankapital, Bildungsabschluss, Bildungsaufstieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und soziologischen Prozess der Bildungsexpansion in Deutschland und deren Einfluss auf die Chancengerechtigkeit verschiedener Bevölkerungsgruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bildungsgeschichte Deutschlands, die Expansion der Universitäten, die Rolle von Frauen im Bildungssystem und die anhaltende Benachteiligung bestimmter sozialer Gruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die Bildungsexpansion der 60er bis 80er Jahre tatsächlich zu einer Chancengleichheit geführt hat oder ob herkunftsbedingte Unterschiede in der Bildungskarriere weiterhin bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Studien und statistischer Daten zur Bildungsbeteiligung und sozialen Schichtung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die spezifische Expansion der Universitäten, verschiedene Dimensionen von Chancenungleichheit sowie die Folgen der Bildungsexpansion für den Arbeitsmarkt und die Lebenserwartung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Bildungsexpansion, soziale Herkunft, Bildungsungleichheit und soziostrukturelle Transformation beschreiben.

Inwiefern hat sich die Bildungsbeteiligung von Frauen verändert?

Frauen haben durch die Bildungsexpansion einen massiven Aufstieg erlebt und sind heute in vielen Bereichen an den Universitäten gleichberechtigt oder sogar überrepräsentiert, auch wenn im Berufsleben weiterhin Benachteiligungen bestehen.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der Wahl des Bildungsweges?

Die soziale Herkunft bleibt ein entscheidender Faktor; Kinder aus akademischen oder privilegierten Schichten haben statistisch gesehen weiterhin deutlich höhere Chancen auf einen Hochschulabschluss als Arbeiterkinder.

Wie korreliert das Bildungsniveau mit der Lebenserwartung?

Höhere Bildung ermöglicht oft einen gesundheitsgerechteren Lebensstil und einen besseren Zugang zu ökonomisch vorteilhaften Arbeitsplätzen, was statistisch gesehen mit einer längeren Lebensdauer korreliert.

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Résumé des informations

Titre
Die Transformation der Sozialstruktur in zeitgeschichtlicher Perspektive
Sous-titre
Bildungsexpansion und Chancenungleichheiten
Université
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Cours
Bildungsexpansion und Chancenungleichheiten
Note
2.0
Auteur
Magistra Anastasia Castillo geb. Iliyuyshina (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
25
N° de catalogue
V158177
ISBN (ebook)
9783640708420
ISBN (Livre)
9783640708215
Langue
allemand
mots-clé
Transformation Sozialstruktur Perspektive Bildungsexpansion Chancenungleichheiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magistra Anastasia Castillo geb. Iliyuyshina (Auteur), 2007, Die Transformation der Sozialstruktur in zeitgeschichtlicher Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158177
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Extrait de  25  pages
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