Durch die Weimarer Verfassung 1918, erhielten die Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Damit war Deutschland das dritte Land in Europa, dass Frauen am Politischen Geschehen teilhaben ließ. Nach jahrelangem Kampf, haben Persönlichkeiten wie Hedwig Dohm oder Juristin Anita Augspurg das erreicht, worauf viele Frauen lange gewartet haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Partizipation
3. Entwicklung der Politischen Partizipation der Frau in Deutschland
4. Demokratietheorie nach Babara Holland - Cunz
4.1. Sieben Thesen Feministische Demokratietheorien
4.2. Angela Merkel
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der politischen Teilhabe von Frauen in Deutschland und setzt diese in Bezug zu den Demokratietheorien von Babara Holland-Cunz, wobei exemplarisch Angela Merkel analysiert wird.
- Historische Meilensteine des Frauenwahlrechts
- Grundlagen und Definition des Partizipationsbegriffs
- Feministische Demokratietheorien in sieben Thesen
- Politische Analyse am Beispiel von Angela Merkel
- Vergleich von theoretischen Ansprüchen und politischer Praxis
Auszug aus dem Buch
3. Entwicklung der Politischen Partizipation der Frau in Deutschland
„Sonntag, 19. Januar. Der erste Wahlgang der Frauen. Ziel eines Jahrhunderts – Beginn eines Jahrtausends.“ Doch bis dahin war es ein langer steiniger Weg, der damals noch durch Einzelkämpferinnen wie Hedwig Dohm oder Anita Augspurg gegangen wurde. Das 20. Jahrhundert war geprägt durch Kriege, Kiesen, politische Systemwechsel und Demokratiesierung. All diese Punkte entwickelten ein neues Verhältnis zwischen Staat und seinen Bürgern. Erst 1918 wurde das Frauenwahlrecht eingeführt, neunzig Jahre später als das der Männer. Nach Paragraf 8 des preußischen Vereinsgesetzes waren „Frauenpersonen, Geisteskranken, Schülern und Lehrlingen der Besuch politischer Versammlungen und die Zugehörigkeit zu politischen Vereinen verboten wurden.“ Da ihre männlichen Verwandten oder Ehemänner die politische Entscheidung im Sinne der ganzen Familie treffen sollte. Frauen war die Rolle zur Bewahrung von Familie und Heim zugesprochen worden, Männer nahmen dagegen die Rolle in der Gesellschaft und der Politik ein.
Hedwig Dohm wagt es als einzige ihre Meinung laut zu äußern. 1986 erscheint ihr Buch „Der Frauen Natur und Recht“ in dem sie erklärt, dass eine politische Veränderung durch Frauenwahlrecht erreicht werden kann. Ihr Werk und ihre öffentliche Meinung stößt bei den Männern auf Spott und Kritik, jedoch lässt sie sich nicht einschüchtern und vertritt weiterhin ihre Meinung. 1988 wird die erste Frauenorganisation „Frauenwohl“ gegründet. Dies ist der erste Verein, der uneingeschränkt politische Rechte für Frauen fordert. Die bedeutendsten Vertreterinnen sind Hedwig Dohm, Anita Augspurg und Helene Stöcker. Im September 1896 findet in Berlin die erste Internationale Frauenkonferenz statt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Kontext des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland ab 1918 und legt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.
2. Definition Partizipation: Das Kapitel erläutert den vielschichtigen Begriff der Partizipation als aktive Teilhabe jedes Bürgers am politischen System und betont die Bedeutung freiwilliger Entscheidungen.
3. Entwicklung der Politischen Partizipation der Frau in Deutschland: Es wird der steinige Weg vom Ausschluss der Frauen aus politischen Vereinen bis hin zur Erkämpfung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918 und der darauffolgenden gesellschaftlichen Integration nachgezeichnet.
4. Demokratietheorie nach Babara Holland - Cunz: Dieses Kapitel stellt die sieben Thesen der feministischen Demokratietheorie vor und prüft deren Anwendbarkeit und Erfüllungsgrad anhand der politischen Karriere und Handlungen von Angela Merkel.
5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass trotz der politischen Etablierung von Frauen in Deutschland weiterhin strukturelle Defizite in der Gleichberechtigung, insbesondere in Führungsetagen und bei der Einkommensverteilung, bestehen.
Schlüsselwörter
Politische Partizipation, Frauenwahlrecht, Feministische Demokratietheorie, Gleichberechtigung, Angela Merkel, Demokratisierung, Politische Teilhabe, Babara Holland-Cunz, Frauenbewegung, Wahlrecht, Politische Führung, Gender, Sozialer Wandel, Politische Bildung, Emanzipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen und theoretischen Auseinandersetzung der politischen Partizipation von Frauen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen die Geschichte des Frauenwahlrechts, feministische Demokratietheorien sowie die Analyse realpolitischer Prozesse am Beispiel von Angela Merkel.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Entwicklung der Frauenrechte aufzuzeigen und zu untersuchen, inwieweit moderne politische Akteurinnen den Kriterien einer feministischen Demokratietheorie entsprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine theoretische Gegenüberstellung, bei der die Kriterien von Holland-Cunz auf die politische Praxis angewendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Frauenbewegung, die Darstellung feministischer Thesen zur Demokratie und eine fallbezogene Untersuchung zu Angela Merkel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Partizipation, Frauenwahlrecht, Feministische Demokratietheorie und Gleichberechtigung geprägt.
Wie bewertet die Autorin die Umsetzung der Thesen durch Angela Merkel?
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass Angela Merkel einige feministische Kriterien, wie die diskursive Führung, erfüllt, andere jedoch, etwa die Radikalität oder Herrschaftskritik, eher nicht.
Welche Bedeutung hat das Jahr 1918 für das Thema der Arbeit?
1918 markiert den zentralen Wendepunkt, da in diesem Jahr das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Deutschland eingeführt wurde.
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- Monique Werner (Autor), 2009, Politische Partizipation der Frau in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158372