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Wenn der Glaube sehend macht. Die Heilung eines Blinden bei Jericho in Mk 10,46-52

Title: Wenn der Glaube sehend macht. Die Heilung eines Blinden bei Jericho in Mk 10,46-52

Term Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 0,7

Autor:in: Laura Stöppler (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit untersucht die Erzählung der Heilung des blinden Bartimäus bei Jericho im Markusevangelium (Mk 10,46–52). Sie beleuchtet die zentrale Bedeutung des Glaubens in der Heilung und analysiert die Erzählung mithilfe eines narrativen Schemas. Durch die Anwendung dieser Methode wird deutlich, dass die Heilung nicht als Wunder im klassischen Sinn zu verstehen ist, sondern der Glaube des Bartimäus als Schlüssel zur Veränderung und Heilung hervorgehoben wird. Darüber hinaus wird die Bedeutung von Blindheit und Nachfolge im Markusevangelium in dieser Erzählung aufgezeigt. Der Text stellt Bartimäus als Vorbild für die ideale Nachfolge dar und stellt einen Kontrast zu den Jüngern dar, die das wahre Verständnis von Jesu Weg nicht erlangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine Annäherung an das Motiv des Glaubens in Mk 10,46–52 mithilfe eines narrativen Schemas

2.1. Erläuterung der Methode

2.2. Analyse der Bibelstelle

3. Bartimäus als geheilter Blinder bei Markus – (k)eine Wundergeschichte

4. Glaube als Schlüsselmotiv in der Heilung des Blinden bei Jericho

4.1. Artikulation des Glaubens

4.2. Blindheit und Glaube

4.3. Nachfolge und Glaube

5. Fazit

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung des Glaubens für die Heilung des blinden Bartimäus in der biblischen Erzählung Mk 10,46–52 zu untersuchen und zu differenzieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern der Glaube des Bartimäus zentraler ist als das eigentliche Wunderereignis selbst.

  • Narrative Analyse nach dem Schema von Werner Kahl
  • Untersuchung der Gattungszuordnung als Wundergeschichte
  • Artikulation des Glaubens durch Bartimäus
  • Zusammenhang zwischen Blindheit, Glaube und sozialer Stellung
  • Bedeutung der Nachfolge Jesu im Kontext der Erzählung

Auszug aus dem Buch

2.2. Analyse der Bibelstelle

Zunächst wird die Erzählung von der Heilung eines Blinden bei Jericho (vgl. Mk 10,46–52) nach dem Narrativen Schema von Kahl in die vier Phasen eingeteilt: Beim Narrativen Hauptprogramm handelt es sich in der vorliegenden Bibelstelle um die positive Veränderung des Gesundheitszustands von Bartimäus. Dieser ist als Subjekt eines Zustands von dem Mangel der Blindheit betroffen, was direkt am Anfang der Erzählung erwähnt wird (vgl. Mk 10,46). Diese endet mit der bereits erläuterten, für neutestamentliche Wundergeschichten charakteristischen Beseitigung des Mangels. Bartimäus erlangt die Sehfähigkeit (vgl. Mk 10,52b). Als das Aktive Subjekt muss Jesus betrachtet werden, da er die Fähigkeit hat, die Situationsveränderung zu bewirken. Er ist mit der göttlichen Macht ausgestattet, um das Heilungswunder zu bewirken. Dennoch wird an der Zuordnung der Verse zu den einzelnen Phasen bereits rein quantitativ deutlich, dass die wundertätige Handlung Jesu nicht im Vordergrund steht. Lediglich in einem Teilvers am Ende der Bibelstelle wird Jesus im Hinblick auf die Heilung von Bartimäus aktiv. Dieses Tätigwerden kann nur begrenzt als Handlung im Sinne der Phasenzeichnung eingeordnet werden, da Jesus Bartimäus nur anspricht und ihn nicht berührt.

Dennoch liegt in seinen Worten: „Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen.“ (Mk 10,52a) ein besonderes Gewicht, das letztendlich die Heilung vorausdeutet, die im folgenden Teilvers endgültig konstatiert wird (vgl. Mk 10,52b). Jesus spricht an dieser Stelle den persönlichen Glauben des Bartimäus an. Um diesen näher zu ergründen, sollte die Phase der Vorbereitetheit genauer untersucht werden. Auf genannte Phase entfällt zudem der größte Versanteil der Erzählung. Im Narrativen Schema kann sie wie folgt dargestellt werden:

Die Phase der Vorbereitetheit ist primär von Bartimäus geprägt. Diese Tatsache ist als auffällig zu werten, da Bartimäus als Subjekt eines Zustands, das von Blindheit betroffen ist, in einer passiven Haltung, ohne wenig Aktivität und Eigeninitiative erwartet wird. Insgesamt kristallisieren sich im Auftreten von Bartimäus drei Abschnitte heraus, von denen zwei unmittelbar aus der Tabelle heraus ersichtlich sind. Die Verse 47 und 48 bilden die erste Einheit. Bartimäus bittet um die Hilfe Jesu. Sein Anliegen verbalisiert er in Form von Schreien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Blindenheilung in Mk 10,46–52 und Herleitung der Forschungsfrage zur Bedeutung des Glaubens.

2. Eine Annäherung an das Motiv des Glaubens in Mk 10,46–52 mithilfe eines narrativen Schemas: Methodische Herleitung durch das Narrative Schema von Werner Kahl und Anwendung auf die Bibelstelle zur Analyse der Handlungsabläufe.

3. Bartimäus als geheilter Blinder bei Markus – (k)eine Wundergeschichte: Formgeschichtliche Untersuchung, ob die Erzählung primär als Wundergeschichte oder als Glaubens- und Nachfolgegeschichte zu verstehen ist.

4. Glaube als Schlüsselmotiv in der Heilung des Blinden bei Jericho: Detaillierte Analyse der Glaubensartikulation, der Bedeutung der Blindheit und der Nachfolgethematik.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Hervorhebung der Rolle des Bartimäus als vorbildlicher Glaubender.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Bartimäus, Blindenheilung, Glaube, Narratives Schema, Wundergeschichte, Nachfolge, Jesus, Sohn Davids, Blindheit, Exegese, Soziale Stellung, Messianität, Heilung, Vertrauen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die exegetische Untersuchung der Heilung des blinden Bartimäus im Markusevangelium (Mk 10,46–52).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Motiv des Glaubens, die gattungskritische Einordnung als Wundergeschichte sowie das Thema der Nachfolge Jesu.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass der persönliche Glaube des Bartimäus im Zentrum der Erzählung steht und die Heilung veranlasst, nicht primär das Wundertalent Jesu.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die narrative Analyse nach Werner Kahl sowie formgeschichtliche Überlegungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur der Erzählung mittels eines narrativen Schemas, prüft die Gattungszuordnung und differenziert die Bedeutung von Artikulation, Blindheit und Nachfolge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Markusevangelium, Bartimäus, Glaube, Nachfolge und Narratives Schema charakterisiert.

Warum wird Bartimäus als „vorbildlicher Jünger“ bezeichnet?

Er gilt als vorbildlich, da er trotz seiner sozialen Status als Bettler unerschütterliches Vertrauen in Jesus zeigt, sein Leben radikal ändert und Jesus auf seinem Leidensweg nachfolgt.

Welche Rolle spielt der Mantel in der Erzählung?

Das Wegwerfen des Mantels bei der Annäherung an Jesus symbolisiert die Überwindung des alten Lebens und den bewussten Akt der Nachfolge.

Wie unterscheidet sich Bartimäus von den Jüngern?

Im Gegensatz zu den Jüngern, die Jesu Weg und Bedeutung oft nicht erfassen (und bei denen Markus eine Art „Blindheit“ thematisiert), erkennt und akzeptiert Bartimäus Jesus als Christus und Sohn Davids.

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Details

Title
Wenn der Glaube sehend macht. Die Heilung eines Blinden bei Jericho in Mk 10,46-52
College
University of Kassel  (Institut für Evangelische Theologie)
Course
Das Markusevangelium (Texte der biblischen Tradition)
Grade
0,7
Author
Laura Stöppler (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1584097
ISBN (PDF)
9783389126707
ISBN (Book)
9783389126714
Language
German
Tags
Bartimäus Markusevangelium Markus Blindenheilung Glaube Heilung Narrative Analyse Nachfolge Nachfolgegeschichte Glaubensgeschichte Wundergeschichte Wunder Jesus Messianität Jünger Narratives Schema Formgeschichte Glaubensmotivation Christliche Sozialgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Stöppler (Author), 2022, Wenn der Glaube sehend macht. Die Heilung eines Blinden bei Jericho in Mk 10,46-52, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1584097
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