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Wissensmanagement in Innovationsnetzwerken - eine agency-theoretische Untersuchung

Title: Wissensmanagement in Innovationsnetzwerken - eine agency-theoretische Untersuchung

Diploma Thesis , 2003 , 84 Pages , Grade: gut

Autor:in: Danny Schröder (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

Das längerfristige Überleben eines Unternehmens wird stark
beeinflusst von seinen Innovationen, da die Innovationen von heute für
die Einnahmen von morgen sorgen. Die in zahlreichen Aufsätzen
dargestellte Wichtigkeit von Innovationen basiert auf der Annahme,
dass das langfristige Überleben eines Unternehmens zu hohem Maße
von Innovationen abhängt. Ob ein Unternehmen erfolgreich
Innovationen hervorbringt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab
(wie z. B. der Unternehmenskultur).
Viele Innovationen sind heute das Produkt eines Zusammenschlusses
von Unternehmen.1 Unternehmen schließen sich zur Förderung von
Innovationen zusammen und schaffen so ein Netzwerk. Dies kann
verschiedenste Gründe haben. Zum Beispiel können die Unternehmen
zu klein sein, um größere Innovationsvorhaben umzusetzen oder sie
müssen externes Wissen nutzen. Die Entwicklungen von Innovationen
bestehen mehr und mehr aus Verknüpfungen von mehreren
Wissenschaften.2 Da die Unternehmen sich auf ihre Kernkompetenzen
spezialisieren, müssen sie auf Netzwerke zurückgreifen, wenn sie
interdisziplinäre Innovationsprojekte durchführen möchten.
Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass Innovationsnetzwerke
immer häufiger vorkommen. In der Zeitspanne von 1971 bis 1993 hat
sich z. B. die Anzahl der Unternehmen, die mit anderen Unternehmen
und Instituten im Bereich F&E zusammenarbeiten, verfünffacht.3
Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Instituten in
Netzwerken ist häufig nicht unproblematisch, da es viele kritische
Punkte gibt. In dieser Arbeit wird die Zusammenarbeit unter dem
Gesichtspunkt der Agency-Theorie betrachtet. Nicht alle Teilnehmer im
Netzwerk haben den gleichen Informationsstand, daher müssen sich die Unternehmen vertrauen. Ohne dieses Vertrauen kann kein
Netzwerk funktionieren. In der Arbeit wird untersucht, ob die Agency-
Theorie in Innovationsnetzwerken relevant ist. Der Begriff
Wissensmanagement ist in den letzten Jahren sehr populär geworden.
Hier wird untersucht, ob ein unternehmensübergreifendes
Wissensmanagement generell in einem Innovationsnetzwerk Sinn
macht. Danach wird geklärt, ob und wie es das Vertrauensproblem
lösen kann.

1 Vgl. Gemünden/Ritter 1999, S. 259.
2 Vgl. Koschatzky 1999, S. 29.
3 Vgl. Kropeit 1999, S. 271.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Arbeit

2. Innovation in der Betriebswirtschaft

2.1 Begriff der Innovation

2.2 Arten und Phasen der Innovation

2.3 Bedeutung der Innovation

2.4 Innovationscontrolling

2.4.1 Grundlagen des Innovationscontrollings

2.4.2 Arten des Innovationscontrollings

2.4.3 Abgrenzung des Begriffes

3. Unternehmens- und Innovationsnetzwerke

3.1 Unternehmensnetzwerke

3.1.1 Beschreibung und Definition

3.1.2 Entstehungsgründe

3.1.3. Arten und Eigenschaften von Netzwerken

3.1.4 Koordination und Prozesse im Netzwerk

3.1.5. Schwächen von Netzwerken

3.2 Innovationsnetzwerke

3.2.1 Definition und Abgrenzung

3.2.2 Gründe für Innovationsnetzwerke

3.2.3 Arten

3.2.4 Innovationscontrolling im Netzwerk

3.2.5 Erfolgsfaktoren

3.2.6 Probleme bei Durchführung von Innovationen

4. Informationsasymmetrien in Innovationsnetzwerken

4.1 Informationsasymmetrie

4.1.1 Arten von asymmetrischer Information

4.1.2 Relevanz in Innovationsnetzwerken

4.2 Agency-Theorie

4.2.1 Grundlagen

4.2.2 Lösungsansätze

4.2.3 Positivistische und normative Theorie

4.3 Die Agency-Theorie in Innovationsnetzwerken

4.3.1 Anwendbarkeit der Theorie

4.3.2 Lösungsansätze

4.3.3 Beurteilung der Ansätze

5. Wissensmanagement zur Überwindung des Moral Hazard

5.1 Grundlagen des Wissensmanagements

5.1.1 Wissen und Management des Wissens

5.1.2 Bedeutung von Wissen und Wissensmanagement

5.1.3 Bausteine des Wissensmanagements

5.1.4 Instrumente

5.2 Wissensmanagement in Innovationsnetzwerken

5.3 Wissensmanagement zur Überwindung des Moral Hazard

5.3.1 Kriterien zur Beurteilung der Instrumente

5.3.2 Wissenskarten

5.3.3 Benchmarking

5.3.4 Vorschlagswesen/Ideenmanagement

5.3.5 Newsletter / Intranet

5.3.6 Job Rotation

5.3.7 Dokumentation und Protokoll

5.3.8 Beurteilung und Kritik

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Agency-Theorie in Innovationsnetzwerken anwendbar ist, um das Problem des Moral Hazard bei der Zusammenarbeit zwischen Netzwerkpartnern zu analysieren. Ziel ist es zu klären, ob und wie Wissensmanagement-Instrumente zur Lösung der Vertrauensproblematik und zur Überwindung von Informationsasymmetrien beitragen können.

  • Innovationsmanagement in Unternehmensnetzwerken
  • Informationsasymmetrien und Verhaltensunsicherheit
  • Anwendung der Agency-Theorie auf Innovationsnetzwerke
  • Wissensmanagement als Lösungsansatz zur Überwindung des Moral Hazard
  • Eignung von Wissensmanagement-Instrumenten (z. B. Job Rotation, Wissenskarten)

Auszug aus dem Buch

Die Agency-Theorie in Innovationsnetzwerken

Die Unternehmen stehen zu anderen Partnern in einer Prinzipal-Agent-Beziehung. Die Agentur lässt sich sehr einfach in fokalen Netzwerken darstellen. Der fokale Partner, der zugleich auch der Netzwerkkoordinator ist, beauftragt die einzelnen Netzwerkpartner mit der Ausführung einer Aufgabe. In polyzentrischen Netzwerken ist dies schwerer zu erklären, da es hier mehrere Prinzipal-Agent-Beziehungen gibt. Das Steuerungsgremium, welches mit den Netzwerkpartnern besetzt ist, hat zu dem Koordinator eine Prinzipal-Agent-Beziehung. Der Koordinator steht wiederum mit den ausführenden Partnern in Prinzipal-Agent-Beziehungen. Meines Erachtens ist die Agency-Theorie in funktionsübergreifende Netzwerken besonders gut einzusetzen, da die Partner alleine an den Aufgaben arbeiten. Aber natürlich ist es auch auf funktionsspezifische Netzwerke anwendbar, obwohl die Partner an einigen Aufgaben zusammenarbeiten, können sie das Verhalten nicht beurteilen, da sie z. B. nicht über das technische Wissen verfügen, um ein Ergebnis beurteilen zu können.

Besonders ausgeprägt ist die Agentur in reinen F&E Kooperationen zu finden, da hier die Rollen und die Aufgaben relativ klar sind. Da es sich jetzt um Unternehmen handelt, wird statt Arbeitseinsatz der Begriff Ressourceneinsatz verwendet. Die Agency-Theorie kann man sowohl auf Unternehmensnetzwerke als auch auf Innovationsnetzwerke anwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das langfristige Überleben durch Innovationen in den Kontext von Netzwerken und formuliert die Problemstellung bezüglich der Agency-Theorie.

2. Innovation in der Betriebswirtschaft: Definiert Innovation und beschreibt die zugehörigen Phasen sowie die Bedeutung eines effektiven Innovationscontrollings.

3. Unternehmens- und Innovationsnetzwerke: Analysiert Gründe für die Entstehung von Netzwerken sowie deren Koordination und die spezifischen Probleme bei der Durchführung von Innovationen.

4. Informationsasymmetrien in Innovationsnetzwerken: Erläutert die Agency-Theorie als Instrument zur Analyse von Moral Hazard in Innovationsnetzwerken.

5. Wissensmanagement zur Überwindung des Moral Hazard: Untersucht die Grundlagen des Wissensmanagements und bewertet spezifische Instrumente hinsichtlich ihrer Eignung zur Reduktion von Vertrauensproblemen.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht, dass die Eignung der Wissensmanagement-Instrumente zur Lösung von Moral-Hazard-Problemen stark variiert.

Schlüsselwörter

Innovationsmanagement, Innovationsnetzwerke, Agency-Theorie, Moral Hazard, Wissensmanagement, Informationsasymmetrie, Vertrauen, Wissensidentifikation, Innovationscontrolling, Job Rotation, Benchmarking, Netzwerkkompetenz, Ressourceneinsatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zusammenarbeit in Innovationsnetzwerken unter dem speziellen Blickwinkel der Agency-Theorie, um Probleme der Kooperation wie Moral Hazard zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Innovationsmanagement, die Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf Netzwerkbeziehungen und der Beitrag von Wissensmanagement zur Vertrauensbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwiefern Wissensmanagement-Instrumente eingesetzt werden können, um das Vertrauensproblem und die Informationsasymmetrien innerhalb von Innovationsnetzwerken zu mildern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Untersuchung durchgeführt, die auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung von agency-theoretischen Erklärungsmodellen auf Innovationsnetzwerke basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Netzwerken, der Analyse von Informationsasymmetrien (insb. Moral Hazard), der Vorstellung der Agency-Theorie und der Bewertung verschiedener Wissensmanagement-Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Innovationsnetzwerke, Moral Hazard, Agency-Theorie, Wissensmanagement und Vertrauensproblematik.

Warum ist das Thema für die heutige Wirtschaftspraxis wichtig?

Da Innovationen zunehmend in komplexen Netzwerken stattfinden, sind Methoden zur Sicherstellung einer effizienten Zusammenarbeit und zum Schutz vor opportunistischem Verhalten essenziell für den Erfolg.

Warum schneidet die Job Rotation in der Untersuchung besonders gut ab?

Job Rotation fördert den Austausch, baut persönliches Vertrauen auf und erhöht die Transparenz, wodurch opportunistisches Verhalten schneller identifiziert werden kann.

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Details

Title
Wissensmanagement in Innovationsnetzwerken - eine agency-theoretische Untersuchung
College
University of Duisburg-Essen  (Fakultät Wirtschaftswissenschaft)
Grade
gut
Author
Danny Schröder (Author)
Publication Year
2003
Pages
84
Catalog Number
V15850
ISBN (eBook)
9783638208598
ISBN (Book)
9783668306523
Language
German
Tags
Wissensmanagement Innovationsnetzwerken Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Danny Schröder (Author), 2003, Wissensmanagement in Innovationsnetzwerken - eine agency-theoretische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15850
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