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Chancen(un)gleichheit durch Care-Arbeit im Kontext von Studium und Elternschaft

Titel: Chancen(un)gleichheit durch Care-Arbeit im Kontext von Studium und Elternschaft

Hausarbeit , 2025 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Amon Holbe (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit gibt einen Einblick in die Geschlechterforschung und Care Arbeit und verknüpft diese Themen unter der Fragestellung: Inwiefern beeinflussen die unterschiedlichen Elternschaftsarrangements von Studierenden die Verteilung von Care-Arbeit und welche strukturellen Maßnahmen sind erforderlich, um Geschlechtergerechtigkeit in der Vereinbarkeit von Studium und Familie zu fördern? Anschließend thematisiert sie Herausforderungen und Möglichkeiten für Studierende mit Kindern und schließt mit den Kapiteln: “Möglichkeiten des Studiums für Elternschaftsarrangements” und “Unterstützungsangebote und Hilfen für Eltern mit Care Aufgaben”. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Care-Arbeit von studentischen Eltern und lässt andere Care Bereiche wie die Angehörigenpflege außer Acht.

Die Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft ist insbesondere für Mütter seit den 1980er Jahren Gegenstand sozialwissenschaftlicher Untersuchungen. Durch den Zugang zur Hochschulbildung erhalten Frauen die Möglichkeit, berufliche Perspektiven zu erweitern und soziale Netzwerke zu bilden, die ihre Position stärken können. Dabei eröffnet das Studium Möglichkeiten, traditionelle Rollenbilder von Müttern infrage zu stellen und alternative, weniger hierarchische Arbeitsteilungen zwischen Eltern zu etablieren. Care-Arbeit wird hier jedoch als Kernaspekt geschlechterbedingter Ungleichheit sichtbar, da sie weiterhin überwiegend von Frauen übernommen wird, was die Studierbarkeit und die beruflichen Aussichten von Frauen maßgeblich beeinflusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geschlechterforschung

1.1 Strukturelle Rahmenbedingungen und geschlechtergerechte Arbeitsteilung im Studium

1.2 Geschlecht als soziale Konstruktion und „Doing Gender“ in der Elternschaft

1.3 Geschlechterhierarchien und hegemoniale Vorstellungen von Elternschaft

1.4 Institutionalisierte Geschlechterdifferenz in Arbeitsmarkt und Bildungsbiografien

2. Care-Arbeit

2.1 Chancen(un)gleichheit durch Care-Arbeit bei studierenden Eltern

2.2 Der Wandel der Geschlechterverhältnisse und Care-Arbeit

2.3 Strukturelle Rahmenbedingungen und neue Formen der Ungleichheit

3. Herausforderungen und Möglichkeiten für Studierende mit Kindern

3.1 Familienstruktur und Herausforderungen für studierende Eltern

3.2 Studien- und Erwerbsformen zur Vereinbarkeit von Studium und Care-Arbeit

3.3 Finanzielle Herausforderungen für Studierende mit Kindern

3.4 Internationale Mobilität und Bildungschancen

3.5 Care-Arbeit und ihre Auswirkung auf Studienformate und -umfang

3.6 Finanzielle Belastungen durch Care-Arbeit

3.7 Kinderfreundlichkeit im Studium und strukturelle Herausforderungen

3.8 Studienzeitbudget und familiäre Verpflichtungen

3.9 Berufstätigkeit als zusätzlicher Belastungsfaktor

3.10 Bildungsentscheidungen und zukünftige Perspektiven

3.11 Mobilität und Internationalität im Studium

4. Positionierungen und Strategien von Müttern und Vätern im Studium Studierende Mütter und Väter finden individuelle Wege, um das Spannungsverhältnis zwischen Studium und Elternschaft zu bewältigen.

4.1 Mütter

4.2 Väter

4.3 Herausforderungen und Ansätze zur Demokratisierung der Care-Arbeit

4.4 Möglichkeiten des Studiums für Elternschaftsarrangements

4.4.1 Tradierte Elternschaft im Studium

4.4.2 Progressive Praxen von Elternschaft

4.4.3 Elternschaft zwischen Traditionalisierung und Emanzipation

5. Bekanntheit von Unterstützungsangebote für Eltern mit Care Aufgaben

5.1 Unterstützungsmöglichkeiten und Bekanntheit der Angebote

5.2 Regionale Unterschiede und Zugang zu familienfreundlicher Infrastruktur

5.3 Beratungs- und Informationsbedarf für Studierende mit Kind

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft unter dem Aspekt der geschlechterbedingten Ungleichverteilung von Care-Arbeit. Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Elternschaftsarrangements bei Studierenden zu analysieren und aufzuzeigen, welche strukturellen Maßnahmen notwendig sind, um Geschlechtergerechtigkeit zu fördern und die Studienbedingungen für Eltern zu verbessern.

  • Geschlechterforschung und theoretische Grundlagen der sozialen Konstruktion (Doing Gender)
  • Strukturelle Belastungen und Herausforderungen durch Care-Arbeit im studentischen Alltag
  • Analyse verschiedener Mutter- und Vatertypen sowie deren Bewältigungsstrategien
  • Untersuchung der Rolle von Institutionen und der Bedarf an Unterstützungsangeboten
  • Auswirkungen von Elternschaft auf Studienverlauf, Mobilität und berufliche Perspektiven

Auszug aus dem Buch

1.2 Geschlecht als soziale Konstruktion und „Doing Gender“ in der Elternschaft

Ein zentrales Thema der Geschlechterforschung ist das Verständnis von Geschlecht als soziale Konstruktion, die in Interaktionen kontinuierlich reproduziert und verstärkt wird (Teubner & Wetterer, 1999, S. 13). So beschreibt das Konzept des „Doing Gender“, das Geschlecht in alltäglichen Handlungen und Strukturen performativ hergestellt wird (Jurczyk, 2008, S. 67f.). Geschlechterrollen und die Aufteilung von Care-Arbeit werden so nicht als biologisch festgelegt, sondern als sozial und kulturell konstruiert betrachtet. Dies beeinflusst nicht nur das Studium, sondern auch das Verhalten in der Elternschaft, in der gesellschaftlich hegemoniale Normen Männer als primäre Ernährer und Frauen als Hauptverantwortliche für die Kinderbetreuung positionieren (Wehner, 2012, S. 45ff.). Der soziologische Ansatz von Goffman und Maihofer verdeutlicht, wie diese Geschlechterrollen durch Ritualisierung und Interaktion kontinuierlich reproduziert werden.

Maihofer (2004a) beschreibt Geschlecht als „Disziplinierungs-, Normalisierungs- und Formierungsprozess“, der Menschen in spezifische, binäre Identitäten zwingt, die sowohl persönliche Lebensentscheidungen als auch gesellschaftliche Rollen bestimmen. Insbesondere in der Elternschaft werden durch diese Prozesse geschlechterdifferente Normen verstärkt: Frauen werden zur Mutterrolle gedrängt, die mit Care-Arbeit und emotionaler Unterstützung verknüpft ist, während Männer als Väter oftmals als unterstützend, jedoch weniger primär verantwortlich betrachtet werden (Maihofer, 2004b, S. 19; Goffman, 1994, S. 105).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geschlechterforschung: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis, indem es das Konzept des Doing-Gender sowie geschlechtsspezifische Konstruktionen und Hierarchien in der Elternschaft analysiert.

2. Care-Arbeit: Hier werden die Zusammenhänge zwischen Care-Arbeit, geschlechtsspezifischen Ungleichheiten und den strukturellen Rahmenbedingungen verdeutlicht, die eine egalitäre Aufgabenteilung erschweren.

3. Herausforderungen und Möglichkeiten für Studierende mit Kindern: Dieser Abschnitt beleuchtet detailliert die praktischen Probleme, wie Zeitmanagement, finanzielle Belastungen und verminderte Mobilität im Studium durch elterliche Pflichten.

4. Positionierungen und Strategien von Müttern und Vätern im Studium Studierende Mütter und Väter finden individuelle Wege, um das Spannungsverhältnis zwischen Studium und Elternschaft zu bewältigen.: Kapitel 4 differenziert verschiedene Arrangements von Elternpaaren und zeigt auf, wie diese zwischen Traditionalisierung der Rollen und Emanzipation schwanken.

5. Bekanntheit von Unterstützungsangebote für Eltern mit Care Aufgaben: Das letzte inhaltliche Kapitel evaluiert die Verfügbarkeit und den Informationsgrad über hochschulseitige Hilfen, wie Beratungsdienste und kinderfreundliche Infrastruktur.

Schlüsselwörter

Care-Arbeit, Studierende mit Kind, Vereinbarkeit Studium und Familie, Geschlechterforschung, Doing Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Elternschaftsarrangements, Sozialerhebung, Bildungsaufstieg, Doppelbelastung, Care-Verantwortung, Hochschulpolitik, Teilzeitstudium, Geschlechterhierarchien, Familienstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit untersucht die Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft unter Berücksichtigung geschlechterspezifischer Aspekte der täglichen Sorgearbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die soziologische Perspektive auf Geschlechterrollen (Doing Gender), die tatsächliche Belastung durch Care-Arbeit im Studium sowie die Effektivität und Bekanntheit vorhandener Unterstützungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu verstehen, wie unterschiedliche Elternschaftsarrangements die Verteilung von Care-Arbeit beeinflussen und welche strukturellen Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit in Bildung und Familie erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufbereitung sowie die Analyse empirischer Daten, insbesondere basierend auf der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks und einschlägiger Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Geschlechterforschung, eine detaillierte Analyse der studentischen Herausforderungen (Zeit, Finanzen, Mobilität) und die Kategorisierung von Elternschaftsarrangements anhand unterschiedlicher Mütter- und Vatertypen.

Wie lässt sich die Arbeit durch Schlüsselwörter charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Care-Arbeit, Vereinbarkeit von Studium und Familie, Geschlechtergerechtigkeit und Doppelbelastung der Studierenden definiert.

Was sagen die Daten über die finanzielle Situation studierender Eltern aus?

Die Daten zeigen eine deutliche Mehrbelastung: Studierende mit Kind haben neben den Fixkosten zusätzliche Aufwendungen für Kinderbetreuung und arbeiten häufiger erwerbstätig als kinderlose Studierende, was den Studienverlauf verzögern kann.

Welche Rolle spielen regionale Unterschiede bei der Infrastruktur?

Die Untersuchung macht deutlich, dass ostdeutsche Hochschulen tendenziell eine besser ausgestattete familienfreundliche Infrastruktur aufweisen als westdeutsche, was die Bedingungen für studierende Eltern regional ungleich gestaltet.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancen(un)gleichheit durch Care-Arbeit im Kontext von Studium und Elternschaft
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Sorge als kindheitspädagogischer Gegenstand
Note
1,3
Autor
Amon Holbe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
17
Katalognummer
V1585733
ISBN (PDF)
9783389131091
ISBN (Buch)
9783389131107
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sorge Kindheitspädagogik Studieren mit Kind Care Arbeit Erziehungswissenschaft Elternschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Amon Holbe (Autor:in), 2025, Chancen(un)gleichheit durch Care-Arbeit im Kontext von Studium und Elternschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1585733
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Leseprobe aus  17  Seiten
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