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Religionskritische Ansätze als Formen des Atheismus mit Berücksichtigung von Karl Marx und Sigmund Freud

Title: Religionskritische Ansätze als Formen des Atheismus mit Berücksichtigung von Karl Marx und Sigmund Freud

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 25 Pages , Grade: gut

Autor:in: Kathrin Lückmann (Author), Maren Ptok (Author)

Theology - Systematic Theology
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m Sinne eines kritisch reflektierten Glaubens, der eine Auseinandersetzung mit anderen Glaubensrichtungen nicht zu scheuen braucht, ist die Beschäftigung mit religionskritischen Fragen sinnvoll und notwendig zur Klärung und Festigung der eigenen Denkposition. Dies soll im weitern Verlauf des Textes geschehen. „Religionskritik ist christlichem Glauben und christlicher Theologie nicht fremd. Sie gehörte schon immer zu ihnen als eine ständige Form der Selbstprüfung hinsichtlich der Angemessenheit ihrer Rede von Gott und ihrer gesellschaftlichen Praxis. Dem lebhaften religiösen Pluralismus unserer Tage scheint Religionskritik als überholt. Sie ist jedoch für die Identität des christlichen Glaubens von fundamentaler Bedeutung.“1

In der Behandlung des Themas muss zur Vervollständigung jedoch auf den Atheismus bzw. auf Geisteshaltungen, die Glaubenspositionen ablehnen, als breites Phänomen der Neuzeit und Gegenwart eingegangen werden. Dabei werden die unterschiedlichen Ausprägungen und Gründe bzw. Begründungen jeweils näher beleuchtet. Dies erscheint notwendig, um heutige Haltungen des Atheismus, wie sie vielfältig anzutreffen sind, besser verstehen zu können. Auch aus diesen Erkenntnissen können Glaubende Hilfe für ihre eigene Glaubensüberzeugung gewinnen, um Möglichkeiten einer gezielteren und bewussteren Argumentation zu erhalten. Gleich einleitend wird betont, dass die Haltung des Glaubenden gegenüber atheistischen Strömungen nicht die der Überheblichkeit oder Besserwisserei sein soll. Was erstrebt ist und legitim erscheint, ist die klarere Unterscheidung durch genauere Erkenntnis. Die Auseinandersetzung selbst, die nicht Gegenstand dieser Abhandlung ist, wird mit Freundlichkeit, den Willen zu verstehen und sich einzudenken und einzulassen auf den anderen, mit Achtung und Offenheit, aber auch innerer Festigkeit zu führen.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Gottesglaube

1.1. Glaubensinhalte des Christentums

1.2 Was heißt glauben?

2. Atheismus

2.1 Allgemeine Definition: Atheismus

2.2 Bedeutung des Atheismus in direktem Bezug zum Theismus

3. Religionskritik

3.1 Religionskritische Ansätze

3.2 Religionskritik als Produkt der Aufklärung

3.3 Spezielle Formen und Begründungen atheistischer Positionen

3.3.1 Fortschrittsglaube als Ersatz für göttliche Gesetze und Gott

3.3.2 Darwinismus

3.3.3 Existenzialismus

3.3.4 Gleichgültigkeit

4. Karl Marx

4.1 Kurzbiographie

4.2 Zeitgeschichtliche und wirtschaftliche Bedingungen im 19. Jahrhundert

4.3 Ansätze von Karl Marx als Antwort auf die soziale Frage in Verbindung mit seiner Religionskritik

4.4 Bedeutung und Auswirkung der Thesen von Karl Marx

5. Sigmund Freud und seine Religionstheorie

5.1 Kurzbiographie

5.2 Freud´s Menschenbild

5.3 Verdrängung und Neurose als möglichen Grund für den Glauben

5.4 Warum kommt der Mensch auf den Gedanken Gott ?

5.5 Gottesglaube als Ausdruck einer Illusion

6. Schlussbemerkung

Die Kritik von Marx und Freud als Form der aktiven Auseinandersetzung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht religionskritische Ansätze als Formen des Atheismus, wobei der Fokus insbesondere auf der theoretischen Auseinandersetzung von Karl Marx und Sigmund Freud liegt. Ziel ist es, diese klassischen Denkpositionen zu analysieren, um das Verständnis für moderne atheistische Strömungen zu schärfen und Gläubigen eine fundierte Basis für eine bewusste und sachliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben sowie kritischen Anfragen zu bieten.

  • Grundlagen des christlichen Glaubensverständnisses und dessen Anfragen.
  • Definition und historische Entwicklung des Atheismus.
  • Kritische Analyse der religionskritischen Thesen von Karl Marx.
  • Psychologische Deutung von Religion als Illusion nach Sigmund Freud.
  • Diskussion über die Relevanz einer aktiven Auseinandersetzung zwischen Glauben und Kritik.

Auszug aus dem Buch

5.5 Der Gottesglaube als Ausdruck einer Illusion:

In Bezugnahme auf den Erklärungsweg der Religion liefert Freud folgende Erklärung:

Der Mensch ist ein Wesen, das nie zufrieden ist und besitzt in diesem Sinn ein Bewusstsein, dem eine gewisse Unendlichkeit gegeben ist. Er besitzt Wünsche und Phantasien, bei denen es um eine noch bessere Zukunft, um ein noch größeres Glück geht. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit besteht jedoch eine unüberbrückbare Verbindung. Das Unendliche definiert Freud als das Wunsch und Phantasieprodukt des menschlichen Geistes. Es ist nur Illusion, aber niemals echte Zukunft. Entscheidend ist, dass eine Illusion nicht von der Wirklichkeit motiviert ist, sondern vom Wunsch. Freud hat der menschlichen Seele einen großen Vorrat von unbefriedigten Trieben zugestanden, die durch Nichtbefriedigen zu großer Trauer und Depressionen führen kann. Was der Mensch sich wünscht, muss nicht unbedingt in Erfüllung gehen. Wir sagen uns, es wäre schön, wenn es einen Gott gäbe als Weltschöpfer und gütige Vorsehung, eine sittliche Weltordnung und ein Leben des Jenseits, jedoch ist es doch sehr auffällig, dass all dies auch so ist. So gelangt Freud zu der Erklärung, dass diese religiösen Vorstellungen keineswegs Endresultate des menschlichen Denkens sind, sondern lediglich Illusionen und Erfüllung der dringensten Wünsche der Menschheit.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung begründet die Auswahl des Themas durch die historisch prägende Wirkung von Marx und Freud und betont die Notwendigkeit einer reflexiven Glaubenshaltung.

1. Gottesglaube: Dieses Kapitel erläutert das Wesen des Christentums als Offenbarungsreligion und reflektiert über den Charakter des Glaubens jenseits von reinem rationalen Beweis.

2. Atheismus: Hier wird der Begriff des Atheismus historisch hergeleitet und seine Bedeutung als Gegenposition zum Theismus dargelegt.

3. Religionskritik: Es werden die Ursprünge der Religionskritik in der Aufklärung sowie verschiedene atheistische Positionen wie Fortschrittsglaube, Darwinismus und Existenzialismus analysiert.

4. Karl Marx: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie, dem historischen Kontext und der sozio-ökonomischen Religionskritik von Karl Marx, insbesondere dem Diktum der „Religion als Opium des Volkes“.

5. Sigmund Freud und seine Religionstheorie: Die psychoanalytische Sichtweise Freuds, die Religion als neurotisches Symptom oder kollektive Illusion begreift, wird hier eingehend behandelt.

6. Schlussbemerkung: Das abschließende Kapitel plädiert für eine aktive und respektvolle Auseinandersetzung zwischen christlichem Glauben und religionskritischen Strömungen in der heutigen Zeit.

Schlüsselwörter

Religionskritik, Atheismus, Karl Marx, Sigmund Freud, christlicher Glaube, Aufklärung, Psychoanalyse, Entfremdung, Illusion, Neurose, Emanzipation, soziale Frage, Gottesglaube, Triebtheorie, Weltsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung mit der Religion durch bedeutende Denker der Neuzeit und deren Auswirkungen auf das moderne Verständnis von Glauben und Weltanschauung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Atheismus, die historische Entwicklung der Religionskritik, die ökonomisch begründete Kritik von Marx sowie die psychoanalytische Perspektive von Freud.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gläubigen durch eine fundierte Kenntnis religionskritischer Argumente zu helfen, eine eigene reflektierte Position zu beziehen und den Dialog statt der Konfrontation zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische und geistesgeschichtliche Analyse, die einschlägige Schriften und Sekundärliteratur zu den Theorien von Marx und Freud auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Konzepte von Marx (Entfremdung, Opium des Volkes) und Freud (Verdrängung, Religion als Illusion) und setzt diese in Bezug zu ihren jeweiligen Zeitkontexten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Religionskritik, Atheismus, Entfremdung, Psychoanalyse, Illusion und Emanzipation geprägt.

Wie bewertet Marx die Religion in Bezug auf die soziale Lage?

Marx sieht die Religion als Reaktion auf das Elend, die jedoch den Blick auf die wirkliche soziale Veränderung verstellt, da sie die Menschen auf ein Jenseits vertröstet.

Warum bezeichnet Freud den Glauben als psychische Krankheit?

Freud vergleicht die religiöse Praxis mit Zwangsneurosen und sieht sie als Rückfall in kindliche Wunschvorstellungen, bei denen der Mensch seine Hilflosigkeit durch einen „mächtigen Vater“ (Gott) zu kompensieren sucht.

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Details

Title
Religionskritische Ansätze als Formen des Atheismus mit Berücksichtigung von Karl Marx und Sigmund Freud
College
University of Münster  (Kath.Theologisches Institut)
Grade
gut
Authors
Kathrin Lückmann (Author), Maren Ptok (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V15867
ISBN (eBook)
9783638208628
ISBN (Book)
9783638644297
Language
German
Tags
Religionskritische Ansätze Formen Atheismus Berücksichtigung Karl Marx Sigmund Freud
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Lückmann (Author), Maren Ptok (Author), 2002, Religionskritische Ansätze als Formen des Atheismus mit Berücksichtigung von Karl Marx und Sigmund Freud, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15867
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